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Der Verband und Klinsmann sind noch lange nicht WM-reif

Oliver Fritsch | Montag, 27. September 2004 Kommentare deaktiviert für Der Verband und Klinsmann sind noch lange nicht WM-reif

Nach Auffassung Michael Ashelms (FAS 26.9.) gehe Jürgen Klinsmann zu weit: „Des Bundestrainers Reformgewalt ist das eine. Dem gegenüber steht die Verantwortung eines breit aufgestellten Verbandes – für seine Mitglieder und Partner aus Politik oder Wirtschaft. Der DFB wird länger bestehen als Klinsmann im Amt des Bundestrainers, aus dieser Logik hat sich für die Funktionäre schon immer eine besondere Aufgabenstellung ergeben. Selbstverständlich gilt daher, als verläßlicher Partner lang getroffene Abmachungen einzuhalten wie im Fall des deutschen WM-Trainingscamps in Leverkusen. Aber eigentlich geht es gar nicht mehr um die Quartiersuche, längst ist die Streitfrage zum Vehikel einer Machtdiskussion geworden. Klinsmann erprobt seinen Einfluß – und überschreitet dabei Grenzen. Auch gesunder Egoismus kann irgendwann ins Negative umschlagen. Eine funktionierende Einheit lebt vor allem von Teamwork und Kompromißbereitschaft. Schwach aus Sicht des DFB, daß nur der designierte geschäftsführende Präsident Theo Zwanziger einen deutlichen Kontrapunkt setzt. Sein baldiger präsidialer Nebenmann Gerhard Mayer-Vorfelder, der nach dem EM-Desaster von ihm herausgefordert worden war, hält sich im verbalen Clinch mit Klinsmann zurück. Er hofft womöglich vor dem Wahltag auf eine Beschädigung Zwanzigers. Aus allem läßt sich folgern: Der Verband und Klinsmann sind noch lange nicht WM-reif.“

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