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Dino Nazionale ist wieder da, als wäre er nie fort gewesen

Oliver Fritsch | Mittwoch, 26. Januar 2005 Kommentare deaktiviert für Dino Nazionale ist wieder da, als wäre er nie fort gewesen

Birgit Schönau (SZ 26.1.) begrüßt die Rückkehr Dino Zoffs auf die (Florentiner) Trainerbank: „Bei der EM 2000 in Frankreich stand er im Finale gegen die Gastgeber, führte lange verdient 1:0, verlor unglücklich 1:2 und wurde am Tag darauf öffentlich abgewatscht. Als „unwürdig“ beschimpfte ihn der damalige Oppositionsführer Berlusconi: Während Italien angesichts des sich anbahnenden, unerhörten Duells zwischen Schwätzer und Schweiger noch den Atem anhielt, war Zoff schon zurückgetreten. „Ich lasse mir von Herrn Berlusconi keine Lektion in Sachen Würde erteilen“, sagte das Monument. Und das war’s dann schon. Später sollte Dino Zoff anmerken, „wenn du aus dem System ausscherst, weil du es kritisierst, ist es sehr schwierig, wieder hereinzukommen.“ Bemerkenswert für einen wie ihn, der nie ein Wort zu viel verliert. Der Verband stellte sich noch nicht einmal halbherzig hinter ihn – man wollte ja selbst noch ein wenig Karriere machen, und tatsächlich wurde Berlusconi bald wieder Regierungschef. Jetzt ist das Monument wieder da, und es ist natürlich reiner Zufall, dass der Patron des AC Florenz, Diego Della Valle, ausgerechnet Zoff berief, nachdem er schon zwei Trainer in der laufenden Saison gefeuert hat. Della Valle ist der erbittertste Gegner des Berlusconi-Statthalters Adriano Galliani in der Fußballliga (…) Dino Nazionale ist wieder da, als wäre er nie fort gewesen. Und jetzt erst bemerkt man, wie sehr er doch gefehlt hat.“

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