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Sebescen musste lernen, sein Knie wie einen guten Freund zu behandeln

Oliver Fritsch | Mittwoch, 26. Januar 2005 Kommentare deaktiviert für Sebescen musste lernen, sein Knie wie einen guten Freund zu behandeln

Josef Kelnberger (SZ 21.1.) trifft Zoltan Sebescen und spricht mit ihm über seine Verletzung und seine zwei wichtigsten Spiele: „Er strahlt Zuversicht aus, keine Spur von Verbitterung, und das ist bemerkenswert für einen, der aus dem Champions-League-Finale (1:2 gegen Real Madrid) ins fußballerische Nichts stürzte. Sechs kleine Narben verteilen sich auf seinem linken Knie. Sie künden von einem kaputten Meniskus, aufgeweichtem Knorpel, kaputten Schleimhäuten, sechs Operationen, die erste zwei Tage nach dem Champions-League-Finale. Danach kam er nur mehr auf ein paar verstreute Einsätze für Bayer, verzweifelte Versuche mit dickem Knie. Immer wieder füllte sich das Gelenk mit Flüssigkeit. Nun nimmt er seinen letzten Anlauf zurück in dieses Geschäft, aus dem ihn sein malträtiertes Knie nahm, als protestiere es gegen diese Knochenmühle. Sebescen musste lernen, es wie einen guten Freund zu behandeln. (…) Bundestrainer Ribbeck ließ ihn entgegen den Abmachungen von Beginn an spielen, er musste den rechten Verteidiger geben, was er noch nie gespielt hatte. Lothar Matthäus, der Libero, spielte ab der Mittellinie auf Abseits, ohne vorherige Absprache. Sebescen sah bei beiden Gegentoren zur 1:2-Niederlage schlecht aus und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Drei Tage später schoss er für Wolfsburg drei Tore. Damit war der Fall für ihn erledigt. In der Öffentlichkeit aber hatte er seinen Ruf weg.“

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