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Internationaler Fußball

Fergusons Verhältnis zu Mourinho

Oliver Fritsch | Freitag, 28. Januar 2005 Kommentare deaktiviert für Fergusons Verhältnis zu Mourinho

Immer lesenswert, die Berichte Christian Eichlers (FAZ 28.1.) aus England – heute über das Verhältnis Fergusons zu Mourinho und das 2:1 Chelseas in Manchester: „Diesmal war der Wein besser. Nach dem 0:0 im Hinspiel hatte Gastgeber José Mourinho nach eigenem Bekunden nur einen ziemlichen Fusel für den geschätzten Connaisseur aus Manchester im Schrank des Trainerbüros gefunden. Im Rückspiel ließ sich Mourinho nicht lumpen. Er brachte Sir Alex Ferguson einen mehr als 300 Euro teuren 1964er Barca Velha mit, der als bester Wein seiner portugiesischen Heimat gilt. Zugleich tat Mourinho, wie es seine Berufsgewohnheit ist, alles dafür, daß dem Gegner nicht schmeckt, was er ihm auftischt; sei es noch so ein feiner Tropfen. Denn nach Heimniederlagen sieht Sir Alex immer so aus, als hätte er Essig getrunken. (…) Ligapokal in England ist normalerweise eine Bühne für die zweiten Mannschaften der Großklubs. Diesmal war es anders, es ging auch um Fragen der Rangordnung. Ferguson, heißt es, finde in Mourinho manches von sich selbst als jungem Trainer vor über zwanzig Jahren wieder. Spürbar ist eine etwas ruppige Sympathie, wie er sie für den französischen Rivalen Arsène Wenger nie aufbrachte: „Ich mag José, er hat so einen diabolischen Witz“, so Ferguson. „Er sieht sich als der junge Revolverheld, der in die Stadt kommt, um den alten Sheriff herauszufordern.“ Und der neue Lucky Luke des europäischen Fußballs Mourinho zieht verdammt schnell. Fünfmal binnen zwölf Monaten ist Mourinho auf Ferguson getroffen. Keines der fünf Spiele hat Manchester gewonnen.“

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