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Champions League

Unbeschwertes Fußballspielen

Frank Baade | Mittwoch, 19. August 2009 Kommentare deaktiviert für Unbeschwertes Fußballspielen

Ein TV-Experte demonstriert auf erstaunliche Weise seinen Wert, während der VfB Stuttgart konzentriert und überlegt die Champions-League-Qualifikation bestreitet und sich damit Selbstvertrauen verschafft

In dieser Deutlichkeit, nicht aber im Inhalt überraschend leitet Marko Schumacher in der Stuttgarter Zeitung seinen Beitrag zum Spiel des VfB in Rumänien ein: „Selbst ein Fußballkaiser kann nicht alles wissen. Als Franz Beckenbauer in das Dan-Paltinisanu-Stadion schlenderte, um beim übertragenden Fernsehsender Sat 1 seine Rolle als TV-Experte zu übernehmen, da musste er sich bei Moderator Oliver Welke erst einmal erkundigen, gegen wen der VfB Stuttgart überhaupt spielt.“ Der VfB Stuttgart selbst hatte weniger Probleme mit der Orientierung: „Wie Ernst die Gäste die Begegnung in Temeswar nahmen, zeigte sich gleich in den ersten Minuten. Die Mannschaft übernahm sofort die Kontrolle. Schließlich waren die Fronten geklärt: der VfB war die spielerisch bessere Mannschaft, agierte abgeklärt und ließ sich auch nach dem Wechsel nicht aus dem Konzept bringen. Der Torhüter Jens Lehmann, der vor der Partie noch einmal betont hatte, dass dies seine letzte Saison zwischen den Pfosten sei, wurde selten geprüft. Gelegentlich gab es einen zielgerichteten Angriff in Richtung Gehäuse der Gastgeber, ansonsten viel Ballsicherheit. Warum sollte sich der VfB auch verausgaben, wenn am Samstag in Dortmund das nächste schwere Spiel ansteht. Dort werden die Stuttgarter jedenfalls mit gesteigertem Selbstvertrauen antreten. Zwei Siege in Folge nach der Auftaktniederlage in Wolfsburg und die Aussicht auf die Teilnahme an der Champions League geben auch allen Anlass dazu.“

Auch die Berliner Zeitung bescheinigt clevere Arbeit: „Im Endeffekt haben die Stuttgarter Profis im altmodisch, weiten Oval des Dan-Paltinisanu-Stadions einfach nur den Anweisungen von Sportdirektor Horst Heldt Folge geleistet. Und kommt zu Kopf noch Herz hinzu, lässt es sich gegen einen aufgeregten Gegner, wie es der FC Timisoara vor heimischem Publikum war, eben auch auf internationalem Terrain unbeschwert Fußballspielen. (…) Das 2:0 dürfte die Arbeit für Heldt vereinfachen, der mit der Aussicht auf die Teilnahme an der Champions League bei Gesprächen mit etwaigen Kandidaten einen neuen Trumpf in der Hand hält.“

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