indirekter freistoss

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Unterhaus

Schaden am Identitätskern

Frank Baade | Dienstag, 25. August 2009 Kommentare deaktiviert für Schaden am Identitätskern

Union Berlin trennt sich nach Bekanntwerden der Stasi-Vergangenheit von seinem Sponsor, beim direkten freistoss gibt es neue Themen wie auch Mitdiskutanten

Den dubiosen und undurchsichtigen Sponsor ISP hatte der indirekte freistoss schon zuvor zum Thema, nach neuen Enthüllungen ist ISP nicht mehr bei Union Berlin im Geschäft.

Robert Ide bemängelt, dass der Klub Union Berlin den wichtigsten Fragen schon früher auf den Grund hätte gehen sollen und nachhaltig Porzellan zerschlagen wurde (Tagesspiegel): „Union hat sich am Montag von seinen Hauptsponsor getrennt – einer Firma, die mit dem Wort „windig“ noch zurückhaltend umschrieben ist. Woher [deren] Geld wirklich kam, wusste allerdings niemand so genau. Union wusste es offenbar auch nicht. Oder wollte es nicht wissen. (…) Am Schluss kam noch heraus, dass ISP-Aufsichtsratschef Jürgen Czilinsky einst Führungsoffizier bei der Stasi gewesen war. Bei den Fans, deren Wort nach dem eigenhändigen Stadionbau mehr Gewicht hat, kam das alles gar nicht gut an. Sie hatten schon zu DDR-Zeiten das Image der Anderen gepflegt. (…) Immerhin: Die Union-Führung hat in höchster Not Schadensbegrenzung betrieben. Weil sie endlich Fragen stellte, die sie lange ausgeblendet hatte: Woher kommt das Geld? Mit wem haben wir es zu tun? Zuvor war nur auf die Millionen und auf den schnellen Aufstieg geschielt worden – das Grundlegende war dabei aus dem Blick geraten: Wie seriös ist der wichtigste Geschäftspartner überhaupt? Diese Frage ausgeblendet zu haben ist ein bleibender Fehler des Vereins. Egal, ob dies blauäugig oder bewusst geschehen ist – der Identitätskern des Klubs hat Schaden genommen. Schlechter hätte der 1. FC Union kaum in die Saison starten können.“

Nach den Videorechten auch die Bildrechte?

Auf dem direkten freistoss wird ausführlich diskutiert, ob die Verbände nach Videos auch Bilder vom Amateurfußball verbieten wollen.

Zu Kompromissen in der Frage der Terminierung von Bundesliga-Spielen sei nur eine Seite bereit.

Zudem gibt es im Justitiar des WFV einen willkommenen neuen Mitdiskutierer auf dem direkten freistoss.

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