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Mesut Özils Leben im Rampenlicht, 11Freunde werden 100

Frank Baade | Freitag, 26. Februar 2010 Kommentare deaktiviert für Mesut Özils Leben im Rampenlicht, 11Freunde werden 100

Knöchel- und Ehebruch in England, der eigenwillige Eigenrauch wird mal wieder gefragt, Özil gibt sich als Schweiger, steht aber im Fokus, 11Freunde wird 100 Ausgaben alt

Wayne Bridges Absage schwächt England

Christian Eichler (FAZ) weiß weiterhin Pikantes aus England zu berichten: „Wayne Bridge, dem John Terry die in London zurückgebliebene Lebensgefährtin schwängerte, kaum war Bridge nach Manchester gewechselt, hat nun erklärt, auf künftige Einsätze neben Terry im Nationalteam zu verzichten.“ Eichler findet das aller Ehren wert, aber auch bedauerlich. „Schon deshalb, weil England nun wohl keinen erstklassigen Linksverteidiger für die WM hat. Bridge war als Ersatz für Ashley Cole vorgesehen, der an einem einfachen Knöchel- und mehrfachen Ehebruch laboriert. Schafft Cole es, all das bis Juni zu kitten?“

Eigenbrötler Eigenrauch

Lucas Vogelsang spricht im Tagesspiegel mit Yves Eigenrauch, der aber wohl nicht beim Derby im Stadion sein wird und mit seiner Antwort, wenn vielleicht auch ungewollt, sein Image des Fußballfernen pflegt: „Glaube ich nicht. Das wird nicht übertragen und ich habe kein Pay-TV. Ins Stadion gehe ich nur, wenn ein Freund eine Karte übrig hat.“

Özils Leben ist längst grell ausgeleuchtet

Frank Heike ordnete noch vor der erfolgreichen Europa-League-Partie Werder Bremens gegen Twente Enschede Mesut Özils Lage ein (FAZ): „Auf jeden Fall haben sie in Bremen in den vergangenen Wochen gemerkt, dass es nichts bringt, Özil zu kritisieren. Bessere Leistungen hat er deswegen nämlich nicht gezeigt in dieser Rückrunde, die für den Hochtalentierten nun ganz langsam zu beginnen scheint.“ Özil sei außer Form und zudem belaste ihn das Gezerre um seinen Vertrag spürbar. So spürbar wenigstens, dass es seinen Teamkollegen auffällt. Mit einem davon ist er besonders befreundet, und da dieser, Aaron Hunt nämlich, bereits um Vertragsverlängerung in Bremen verhandelt, hofft man dort, dass dies auch für Özil ein Signal zum Bleiben sein könnte. Özil hält sich allerdings ebenso wie sein Berater mit Äußerungen zurück. „Doch weil auf ihn viele deutsche Hoffnungen für die Weltmeisterschaft in Südafrika projiziert werden, wird Özils Leben auf dem Platz und außerhalb längst grell ausgeleuchtet. So weiß seit der letzten ‚GrünWeißen Nacht‘ Anfang Februar nun jeder in und um Bremen, dass Özils Freundin Anna Maria Lagerblom heißt, mit dem ehemaligen Bremer Profi Pekka Lagerblom in Scheidung lebt und die Schwester Sarah Connors ist. Seit Diego nicht mehr da ist und Özil durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat, richtet sich ein Großteil des öffentlichen Interesses in Bremen auf ihn. Eine schwierige Lage für einen 21 Jahre alten Profi.“ In Bezug auf Kommendes merkt Heike noch an, dass Özil seit anderthalb Jahren aufgrund der U21-Europameisterschaft keine Pause hatte.

Sicher kein gutes Indiz mit Blick auf Özils Weltmeisterschafsauftritt.

Sehnsucht nach einer Zeit, die es nie gab

Die Zeit würdigt das Jubiläum der 11Freunde, die wir hier selbstredend nicht erst seit unserer Kooperation mit 11Freunde lesen. Klaus Walter ordnet die Wirkung der 11Freunde ein: „Natürlich wissen Philipp Köster und Reinaldo Coddou, dass die Sache mit den elf Freunden immer eine Lüge war, wenn auch eine noble. Fußball ist jetzt Kultur. Die Feuilletonisierung des Massenphänomens ist selbst ein Massenphänomen. Das Schreiben über Fußball hat sich verändert. Weniger Zahlen, Daten, Fakten, mehr Atmosphäre, Psychologie, Fanperspektive und mehr Geschichtenerzählen.“ Naiv seien die 11Freunde allerdings nicht: „Dabei sind das keine Nostalgiker, sie spielen nur mit der Nostalgie. Ihre Sehnsucht nach einer Zeit, von der sie wissen, dass sie gar nicht existiert hat, der Zeit, als elf Freunde spielten, um zu gewinnen, diese utopische Nostalgie lassen 11 Freunde auf die Gewissheit prallen, dass es so einen Quatsch wie unschuldigen Fußball nicht gibt. Dass man den verdammten Fußball aber trotzdem liebt. Aus dieser Spannung entsteht das Magazin für den kulturellen Bastard: den reflektierten Fan.“

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