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Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Champions League

Mit Ach und Krach und Moral

Kai Butterweck | Mittwoch, 25. August 2010 1 Kommentar

Nach Ansicht der Presse zittert sich Bremen mit viel Glück und ebenso viel Kampf  in die lukrative Champions League

Frank Heike (FAZ) sieht im kleinsten Spieler bei den Bremern den spielentscheidenden Mann: „Dank großartiger Moral und eines spät, aber nicht zu spät überragenden Marko Marin hat sich Werder Bremen am Dienstagabend für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert.“ Doch bis auf eine großartige Moral, wusste die Truppe von Thomas Schaaf selten zu überzeugen: „Das Bemühen wirkte hilflos, weil Özil und Hunt eben doch nicht so einfach zu ersetzen sind. Wagner kam kaum mal an den Ball und wirkte in diesem Wettbewerb wie ein Lehrling. Bremen wirkte bei hohen Bällen jederzeit verletzlich und hatte zudem in Fritz und Pasanen Außenverteidiger, die an diesem Abend nie Champions-League-Niveau erreichten. Nach der Pause versuchte es Werder etwas mutiger, hatte aber Schwierigkeiten, das Spiel zu machen und wirkte bei Kontern anfällig.“

Frank Hellmann (Tagesspiegel) wundert sich über den schwachen Beginn der Bremer: „Was war nur anfänglich in die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gefahren? Die Bremer schienen in eine Schockstarre gefallen: Es dauerte keine 14 Minuten, da ließ sich Irrwisch Pazzini schon als Doppeltorschütze feiern. Die Bremer Abwehr übte sich jeweils in unerklärlicher Passivität. Die Gäste gewannen kaum einen Zweikampf – die Halbherzigkeit von Tim Borowski zum Beispiel grenzte an Arbeitsverweigerung, die Außenverteidiger Petri Pasanen und Clemens Fritz standen neben sich und weit weg von ihren Gegenspielern.“

Alptraumstart

Auch Benjamin Knaack (Spiegel Online) hatte nach der ersten Viertelstunde schon schlimmste Befürchtungen: „Die Werder-Spieler standen ratlos auf dem Platz herum. Die Defensive des Bundesligisten sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus, fast hätte Verteidiger Sebastian Prödl zudem noch ins eigene Tor geköpft – ein Alptraumstart.“

Wohin mit den Millionen?

Jürgen Schmieder (sueddeutsche.de) ist gespannt, wie man in Bremen mit den zusätzlichen Einnahmen wirtschaften wird: „Allofs wird sich nun in aller Ruhe zum Schlussverkauf begeben, ob er jedoch schnelle Zukäufe tätigt, ist ungewiss. Durch den Verkauf von Mesut Özil an Real Madrid hat Werder Bremen kolportierte achtzehn Millionen Euro eingenommen, durch die Teilnahme an der Champions League werden mindestens fünfzehn Millionen hinzukommen. Es wäre nicht das erste Mal, dass der gewiefte Manager sich in der Öffentlichkeit zurückhaltend gibt, um dann mit einem prägenden Spieler vom Wühltisch zurückzukehren. Vor zwei Jahren präsentierte er kurz vor dem Ende der Transferperiode Claudio Pizarro.“

Kommentare

1 Kommentar zu “Mit Ach und Krach und Moral”

  1. Andreas Lange
    Mittwoch, 25. August 2010 um 21:07

    Das war sooo spannend … ich hätte im Ernst nicht mehr dran geglaubt … und dann kam Rosenberg.

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