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Champions League

Manchester United zerlegt Schalke 04

Kai Butterweck | Mittwoch, 27. April 2011 Kommentare deaktiviert für Manchester United zerlegt Schalke 04

Die Elf von Trainer Ralf Rangnick hatte gegen die übermächtigen Engländer nicht den Hauch einer Chance. Die Presse verabschiedet sich bereits jetzt von der Hoffnung auf ein Finale mit deutscher Beteiligung

Philipp Kreutzer (sueddeutsche.de) bedankt sich bei Manuel Neuer: „Legt man nicht das Resultat, sondern den an diesem Abend in Gelsenkirchen deutlich gewordenen Klassenunterschied zwischen beiden Teams zugrunde, muss man sogar sagen: Schalkes Aussicht auf einen Auftritt in Wembley beträgt weniger als ein Minimum. Allein ihrem Keeper verdanken die Schalker es, dass ihr erstes Halbfinalspiel in der Königsklasse, das Verein und Fans im Vorfeld zum königsblauen Festtag erhoben hatten, nicht in einem denkwürdigen Debakel endete.“

Eine gewaltige Übermacht

Daniel Theweleit (Berliner Zeitung) zeigt sich berauscht vom Spiel der Engländer: „Als Christoph Metzelder den FC Schalke 04 am Tag vor dem Spiel gegen Manchester United als Leichtgewicht unter den Halbfinalisten der Champions League bezeichnete, da lächelte er noch. Die Rolle hatte ihm gefallen, doch das Lächeln ist ihm am Dienstagabend vergangen. Ganz bestimmt hat der Schalker Innenverteidiger nicht geahnt, mit welch einer Wucht, mit welch einer gewaltigen Übermacht, die Engländer das Leichtgewicht aus Gelsenkirchen auseinander spielen würden. Vielleicht hatte Rangnick ein wenig zu hoch gepokert, als er beschlossen hatte, jene extrem offensive Formation in die Partie zu schicken, die in Mailand 5:2 gewonnen hatte. Vor der Viererkette spielten exakt die Mittelfeldspieler und die Stürmer aus der Elf von San Siro.“

Klaus Bellstedt (stern.de) kritisiert das Auftreten der Schalker: „Schwerfällig wie Sattelschlepper mit Anhänger in der Kölner Altstadt – so bewegten sich die Schalker, zumindest im Vergleich zu ihren bisherigen Auftritten in dieser Champions-League-Saison. Wo war Jurados ordnende Hand? Wo waren Farfans Tempodribblings? Wo Raúls Nachsetzen, seine Zweikampfstärke und die Torgefahr? All die Trümpfe kamen auch deshalb nicht zur Geltung, weil der Mannschaft von Ralf Rangnick der Mut gefehlt hat.“

Es wird nur noch darum gehen, sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen

Roland Zorn (FAZ) beerdigt sämtliche Hoffnungen auf ein Schalker Fußballwunder: „Die Niederlage gegen einen übermächtigen Gegner hätte sogar noch höher ausfallen können, wäre Torhüter Manuel Neuer nicht derart überragend in Form gewesen wie am Dienstag. Für die noch im Viertelfinale bei ihren zwei Siegen über Inter Mailand so exzellenten Schalker wird es im Rückspiel am 4.Mai nur noch darum gehen, sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Dafür aber braucht das Team von Trainer Ralf Rangnick mehr Mut und Qualität als im Hinspiel.“

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