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Bundesliga

Trubel im Backstage-Bereich

Kai Butterweck | Freitag, 28. Dezember 2012 Kommentare deaktiviert für Trubel im Backstage-Bereich

Nürnberg, Bremen, Augsburg: die Presse beschäftigt sich intensiv mit Personalentscheidungen abseits des Rasens

Michael Wiesinger und Armin Reutershahn bilden die neue Doppelspitze auf der Nürnberger Trainerbank. Christian Kamp (FAZ) blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: „Eine Lösung mit Charme ist es allemal, was besonders an der Personalie Wiesinger liegt. Wer selbst über Jahre das Trikot des „Club“ getragen hat, genießt beim FCN und seinem Anhang besonderen Kredit. Und so könnte es dem mit 40 Jahren noch recht jungen Trainer gelingen, nicht nur der Mannschaft frischen Wind einzuhauchen, sondern obendrein das Publikum wieder mehr mitzunehmen, als das zuletzt unter Hecking der Fall gewesen ist. Auch die Doppelspitze nach Leverkusener Art sollte in ihrer fränkischen Variante funktionieren: Wiesinger ist nicht der Typ, der zu zwanghafter Profilierung neigt, und auf Reutershahns Loyalität wird er sich verlassen können.“

Ein Kompromiss, der Risiken enthält

Harald Joisten (fnp.de) macht Michael Wiesinger Druck: „Es ist ein Kompromiss, der Risiken enthält. Wiesinger hat noch keine Profi-Mannschaft geführt. Sollte Nürnberg noch in den Abstiegskampf geraten, wird er als Erster um seinen Job fürchten müssen. Doch vorerst hat das Duo eine Chance verdient. Vielleicht kann es ähnlich positiv überraschen wie die Kollegen in Leverkusen.“

Eine frische, ungewöhnliche Variante

In Bremen übernimmt Thomas Eichin das Erbe von Klaus Allofs. Frank Eike (FAZ) lobt den Mut der Bremer Verantwortlichen: „In Bremen wies nach der Absage Dietmar Beiersdorfers und Marc Kosickes alles darauf hin, dass man es entweder bei der kleinen Lösung mit Frank Baumann an der Seite von Trainer Thomas Schaaf versuchen wollte, oder probieren würde, dem frisch ins Amt gewählten Aufsichtsrat Marco Bode die Rolle als Sportchef schmackhaft zu machen. Für beide Verteilungen hätte es Argumente gegeben. Die Wahl Eichins ist nun eine frische, ungewöhnliche Variante, denn eigentlich traut der hermetische Fußball ja nur Eigengewächsen auf solch verantwortlichen Positionen wie denen des Sportchefs.“

Auch Jan Christian Müller (FR) ist guter Dinge: „Eichin lernte seinen Job von der Pike auf in Mönchengladbach als Marketingassistent des inzwischen verstorbenen Managers Rolf Rüssmann. Er ist es also gewohnt, sich durch harte Arbeit Akzeptanz zu verschaffen. Er gilt zudem als fleißiger Netzwerker und geschickter Öffentlichkeitsarbeiter. Lemke sagt, Werder habe keine Ablöse zu zahlen, um den fünften Mann aus seinem laufenden Vertrag bei den Haien herauszulösen. Und ja, ein bisschen Stallgeruch findet sich dann irgendwie doch: Eichin war als Manndecker mal Gegenspieler von Klaus Allofs.“

Ein komplizierter, schwer zu durchschauender Chef

Beim FC Augsburg übernimmt ab sofort Ex-Weltmeister Stefan Reuter das Ruder im Hintergrund. Markus Schäflein (SZ) warnt den Neuzugang: „Im Vergleich zu 1860 wird es Reuter in Augsburg mit einem relativ ruhigen Umfeld zu tun haben – dafür mit einem umso komplizierteren, jedenfalls schwer zu durchschauenden Chef. Seit der ehemalige Textil-Manager Seinsch vor zwölf Jahren bei dem damaligen Viertligisten einstieg, hat er nun bereits neun Manager verbraucht.“

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