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Bundesliga

Entlassung von Carlo Ancelotti – Schläft der Riese nur?

Kai Butterweck | Freitag, 29. September 2017 2 Kommentare

Nach der Championsleague-Schlappe gegen Paris zieht der FC Bayern die Reißleine. Carlo Ancelotti muss seine Koffer packen. Die Presse bebt

Carlo Ancelotti ist nicht mehr Trainer des FC Bayern München. Daniel Raecke (Spiegel Online) vergleicht den nationalen Branchen-Primus mit einem angeknockten Box-Champ: „Die Münchner wirken so anfällig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das allerdings nur Ancelotti anzulasten, ist viel zu bequem. Die Abgänge von Weltstars wie Philipp Lahm und Xabi Alonso wurden mit Spielern wie Sebastian Rudy oder Corentin Tolisso beantwortet. Gute Fußballer, aber keine Schlüsselspieler für einen Champions-League-Sieger.“

Mangelnde Innovation

Christian Eichler (FAZ) sah es kommen: „Dass er, nach einer sehr konservativen und am Ende wegen mangelnder Innovation kritisierten Amtsführung im ersten Münchner Jahr, zuletzt ständig mit Aufstellungen und in Paris auch mit taktischen Experimenten überraschte, ohne Rücksicht auf die Empfindlichkeiten wichtiger Spieler – diese neue Mir-doch-egal-Mentalität hat vielleicht auch mit einem lukrativen Angebot zu tun, das ihm aus China vorliegen soll. Kein Wunder, dass schon am Tag nach dem Pariser Debakel die ersten Gerüchte über eine mögliche Trennung die Runde machten. Als sie sich nach wenigen Stunden bewahrheiteten, war das längst keine Überraschung mehr.“

Christof Kneer (SZ) ist immer noch verwirrt: „Aus heutiger Sicht ließe sich schlaumeierisch anmerken, dass es von Anfang an ein Fehler war, diese taktisch hoch gebildete, fast übergebildete Guardiola-Elf einem Mann anzuvertrauen, der weder spanischen Tiki-taka- noch italienischen Catenaccio-Fußball spielen lässt. Was genau Ancelotti spielen lässt, hat sich Beobachtern und übrigens auch Spielern nie so recht erschlossen. Zuletzt sah es immerhin so aus, als vertrete Ancelotti eine Art Salsiccia-Fußball: eine Wurschtegal-Variante des altbayerischen Geht’s-raus-und-spuit’s-Fußball-Fußballs, bei dem jeder das machen darf, was der andere in diesem Moment auf keinen Fall erwartet.“

Werden Rummenigge und Hoeneß irgendwann zur Last?

Michael Rosentritt (Tagesspiegel) sucht die Kristallkugel: „Am Ende hängt vieles an den beiden mächtigen Figuren, wenn nicht alles. Sie haben den Klub als Spieler in den siebziger und achtziger Jahren groß werden lassen und lenken ihn seit Jahrzehnten. Werden Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß rgendwann zur Last oder können sie sich noch einmal neu erfinden? Mia san mia als Geisteshaltung und das sagenumwobene Festgeldkonto stechen nicht mehr, wenn die internationale Konkurrenz mit den Millionen nur so um sich wirft.“

Oliver Fritsch (Zeit Online) wirft den Kickern ernste Blicke zu: „Es heißt nun mancherorts, Ancelotti habe die Kabine verloren. Das kann sein, dürfte aber bedeuten, dass er derjenige war, der die Mängel erkannte. Ancelotti ist ja für seinen guten Umgang mit Stars bekannt, nicht umsonst hat er drei Mal die Champions League gewonnen. Bloß hat der FC Bayern kaum noch Stars, höchstens welche, die mal solche waren, oder solche, die sich dafür halten.“

Maximilian Koch (abenzeitung-münchen.de) haut auf den Tisch: „Der Coach hat seine Mannschaft verloren, weil er die wichtigsten Spieler nicht hinter sich gebracht hat: Müller, Boateng, Ribéry, Robben, Hummels. Dabei wäre es nach den Rücktritten von Philipp Lahm und Xabi Alonso entscheidend gewesen, eine neue Hierarchie zu bilden. Daran ist Ancelotti gescheitert. Er hinterlässt eine orientierungslose Mannschaft, die im taktischen und spielerischen Bereich mindestens einen Schritt nach hinten gemacht hat.“

Julien Wolff (Welt) fordert junges Blut: „Die Entlassung Ancelottis ist für die Bayern eine große Chance. Ein junger Trainer, der die Mannschaft entwickelt und eine Vision für die Zeit nach Robben und Ribéry mitbringt, ist das, was sie jetzt brauchen. In der aktuellen Verfassung ist der Klub in der europäischen Spitze offenkundig nicht konkurrenzfähig, das Vereinsmotto „Mia san mia“ lebt er derzeit nicht.“

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Kommentare

2 Kommentare zu “Entlassung von Carlo Ancelotti – Schläft der Riese nur?”

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