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WM 2018

WM 2018 – Wer sichert sich ein Kader-Ticket?

Kai Butterweck | Freitag, 8. Dezember 2017 1 Kommentar

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland wird zweifelsfrei das fußballerische Highlight im kommenden Jahr. Aus deutscher Sicht wird die WM besonders spannend, denn als amtierender Weltmeister und Confed Cup-Sieger gehört die DFB-Elf zwangsläufig zu den Top-Favoriten. Mit Blick auf den deutschen WM-Kader hat Bundestrainer Joachim Löw die Qual der Wahl. In den vergangenen Monaten haben sich viele neue Spieler in den Vordergrund gespielt, nur 23 werden jedoch Teil des deutschen WM-Kaders sein

Nach der WM-Qualifikation ist vor der WM-Endrunde. Während andere große Nationen wie Italien in der Quali gestolpert sind, hat die deutsche Nationalmannschaft sich souverän mit 10 Siegen aus 10 Spielen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 qualifiziert. Die erfolgreiche Qualifikation war jedoch lediglich die Pflicht, die Kür folgt erst kommenden Sommer in Russland. Dann geht es nämlich das zu schaffen, was noch keiner deutschen Nationalmannschaft bisher gelungen ist – den WM-Titel zu verteidigen. Die Erwartungen bei den Fans, Spielern, Verantwortlichen, aber auch beim DFB-Hauptsponsor Mercedes Benz sind groß.

Mit der Auslosung der WM-Gruppenphase am 1. Dezember in Moskau steht noch ein Meilenstein in diesem Jahr mit Blick auf die WM 2018 an, danach wird es für die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund erst einmal deutlich ruhiger, auch für Bundestrainer Joachim Löw. Der 57-jährige ist gedanklich sicherlich schon bei der WM 2018, die größte Frage die Löw in den kommenden Monaten beschäftigen wird ist sicherlich jedoch jene nach dem deutschen WM-Kader, d.h. welche 23 Spieler für Deutschland in Russland auf die Titeljagd gehen.

Die Schlüsselspieler aus München sind gesetzt

Die Auswahl an potentiellen WM-Fahreren ist groß: Löw hat in der WM-Qualifikation 2018 insgesamt 37 Spieler eingesetzt. Darüber hinaus hat er durch den Confed Cup auch zahlreiche Spieler intensiver testen und beobachten können, die in der Vergangenheit nicht so viele Einsatzzeiten erhalten haben. Allein der Gewinn des Confed Cups macht deutlich, dass die deutsche Elf bzw. die eingesetzten Spieler dort einen guten Eindruck hinterlassen haben. Dadurch ist der Konkurrenzkampf innerhalb der Nationalmannschaft sicherlich nochmals größer geworden, weil viele junge Talente nachkommen und den eher etablierteren Spielern „Druck machen“.

Nichtsdestotrotz hat Löw einen festen Kern/Stamm an Spielern die bei ihm gesetzt sind und auch bei der WM 2018, sofern sie nicht verletzt ausfallen, auf jeden Fall mit von der Partie sein werden. Viele von diesen „Stammspielern“ stehen beim FC Bayern unter Vertrag. Hierzu gehören allen voran Manuel Neuer, Jerome Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels. Auch Joshua Kimmich, der bisher eine überragende Saison spielt dürfte unter Löw hinten rechts gesetzt sein. Die Weltmeister-Generation rund um Müller, Hummels, Neuer und Boateng hat bereits unter Beweis gestellt, dass man in der Lage ist bei einer WM auch unter Druck erfolgreich zu spielen. Jeder von diesen Spielern hat bereits mehr als 50 Länderspiele absolviert und zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt.

Neben dem sog. Bayern-Block gibt es auch Vielzahl an weiteren Schlüsselspielern für Löw. Hierzu gehören allen voran jene Profis, die im Ausland bei den europäischen Top-Klubs unter Vertrag stehen. Sei es Toni Kroos von Real Madrid, Mesut Özil von Arsenal London, Julian Draxler von Paris Saint-Germain oder Sami Khedira von Juventus Turin. Auch diese Nationalspieler sind alle bereits gestandene Profis im besten Fußballer-Alter und gehören zum „inneren Kern“ der DFB-Auswahl unter Löw. Sollten diese Spieler zur WM 2018 fit sein, gehört Deutschland zweifelsfrei zu den Top 3-Favoriten auf den Titelgewinn in Russland. Beim Sportwetten-Anbieter Betway erhält die DFB-Auswahl am 23. November eine Siegquote von 6,00 und ist damit mit Brasilien und deren Superstar Neymar auf einer Stufe. Es ist zudem ein offenes Geheimnis, dass Löw sehr loyal ist zu Spielern, die sich bereits im DFB-Trikot bewiesen haben, so dass diese fest mit einem WM-Ticket rechnen können.

Die Wackelkandidaten und Hoffnungsträger

Neben den Leistungsträgern und Stammspielern gibt es natürlich eine große Anzahl an Spielern die grundsätzlich Teil der Nationalmannschaft sind bzw. waren, sich jedoch in den kommenden Monaten nochmals (neu) beweisen müssen um bei der WM kommendes Jahr tatsächlich dabei zu sein. Hierzu zählen z.B. die beiden BVB-Profis Mario Götze und Marco Reus. Götze hat ein gutes Comeback seit seiner Stoffwechselerkrankung hingelegt, dennoch hat er nicht mehr jene Rolle wie noch 2014. Der Torschütze des goldenen Tores im Finale gegen Argentinien hat zudem betont, dass er keinen „WM-Bonus“ vom Bundestrainer erhalten möchte und nur seine aktuellen Leistungen zählen. Teamkollege Reus plagt sich mal wieder mit Verletzungssorgen herum, dürfte aber bei Normalform Teil des deutschen WM-Kaders sein.

Es gibt auch eine Vielzahl an jungen Spielern mit großem Potenzial, für die die WM 2018 jedoch womöglich noch zu früh kommt. Ein Kandidat hierfür ist Leroy Sane von Manchester City. Der 21-jährige Ex-Schalker überzeugt Woche für Woche in England und hat seit 2015 bereits 9 Länderspiele absolviert, hat seinen WM-Platz jedoch nicht sicher. Als blitzschneller Flügelstürmer wäre Sane jedoch ein idealer Joker. Auch Julian Brandt und Julian Weigl waren in der Vergangenheit stets bei der Nationalmannschaft dabei, durchleben derzeit jedoch auch ein kleines Formtief in ihrer Entwicklung und müssen sich deutlich steigen um sich einen Kaderplatz zu sichern.

Es wird spannend zu sehen, wen Löw kommendes Jahr tatsächlich zur WM-Endrunde mitnehmen wird. Er selbst hat bereits angekündigt, dass es viele harte Entscheidungen geben wird und dass auch der eine oder andere „etablierte“ Spieler womöglich am Ende den kürzeren ziehen wird.

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Kommentare

1 Kommentar zu “WM 2018 – Wer sichert sich ein Kader-Ticket?”

  1. Charly
    Montag, 11. Dezember 2017 um 22:52

    Danke für den Überblick! Und nun Butter bei die Fische. So wird Joachim Löw nominieren:

    Neuer, ter Stegen + x.
    Hummels, Boateng, Süle + x + x.
    Kimmich, Hector + x. Draxler + x.
    Khedira, Kroos, Goretzka + x.
    Özil, Müller + x.
    Werner, Gomez + x. … Ergo 8 mal x.
    Tja, Reus und Gündogan, falls fit, sowieso.
    Und: Weigl, Götze(mach ihn!), Sané, Stindl?

    Da wir einen dritten Keeper brauchen und Kruse den Unterschied im Finale ausmachen wird, wünschen wir dem Coach ein feines Händchen.
    Ein für Nichtbeteiligte wunderbares Szenario: Keine Verantwortung, aber klugscheißen. Soeben ging ich mit gutem Beispiel voran 😉

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