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Bundesliga

HSV – Chaos auf allen Ebenen

Kai Butterweck | Donnerstag, 1. März 2018 ohne Kommentar

Nach der Nordderby-Pleite und dem zündelnden Zorn der Fans steht der HSV mehr denn je im Auweia!-Fokus

Der HSV kickt sich weiter in Richtung Abgrund. Wolfram Neidhard (n-tv.de) schraubt bereits an der berühmten Volkspark-Stadionuhr: „Das Restprogramm hat es in sich. Nach der Mainz-Partie müssen die Rothosen zum FC Bayern München. Dort gibt es in der Regel für sie nicht viel zu holen, die letzten sieben Bundesligapartien an der Isar endeten für die Hamburger mit 0:6, 0:5, 2:9, 1:3, 0:8, 0:5 und wieder 0:8 – alles in allem stehen 3:44 Tore zu Buche. Dazu gibt es für den HSV noch weitere schwere Auswärtsspiele: in Stuttgart, Sinsheim, Wolfsburg und Frankfurt. Am letzten Spieltag kommt dann Borussia Mönchengladbach nach Hamburg. Bleibt zu hoffen, dass die Fans im Volksparkstadion das Abstellen der Uhr mit Fassung tragen.“

Für die Rettung fehlt der Retter!

Matthias Linnenbrügger (mopo.de) nimmt sich die Verantwortlichen abseits des Rasens zur Brust: „Da ist ein Vorstands-Boss, der schon aufgegeben hat („Abstieg ist keine Apokalypse“). Ein Sportchef, der als wandelnder Leierkasten durch die Lande zieht („Die Mannschaft ist intakt“). Ein Trainer, der gar nicht mehr weiß, wie sich Erfolg anfühlt (22 Spiele in Serie ohne Sieg). Und ein Team, dass dadurch keinen hat, an dem es sich aufrichten kann. Für die Rettung fehlt der Retter!“

Lars Wallrodt (Welt) blickt fast schon neidisch nach Köln: „Ob es am Ende wirklich eine der beiden Mannschaften (oder gar beide) schaffen kann, die Klasse zu halten? Der nächste Spieltag wird einen weiteren Fingerzeig geben. Während Hamburg den Tabellen-16. aus Mainz empfängt, begrüßen die Kölner den Aufsteiger aus Stuttgart, derzeit Zwölfter. In Köln wird Sonntag ein ausverkauftes Haus und frenetische Unterstützung erwartet. In Hamburg wird überlegt, ob die Sicherheitsmaßnahmen im Stadion am Samstag verstärkt werden, um weiterer Eskalationen Herr zu werden. 17 Punkte können sich so unterschiedlich anfühlen…“

Untergang, Krawalle und Randale

Daniel Jovanov (Zeit Online) schlägt im Angesicht von Gewalt und Frust die Hände vors Gesicht: „Für die Ultras fühlt sich das an wie ein moralischer Sieg. Sie haben immer gewarnt, sie waren immer da, haben für Stimmung gesorgt, aber die anderen haben mit ihren Fehlentscheidungen den Verein in den Abgrund getrieben – das ist ihre Sicht auf die Dinge. Deshalb gibt es jetzt, im Angesicht des Untergangs, Krawalle und Randale. Deshalb werden sie sich nur schwer aufhalten lassen. Es spricht viel für den ersten Abstieg des HSV in seiner Geschichte. Es droht ein besonders hässlicher zu werden.“

Alexander Laux (abendblatt.de) ist fassungslos: „Dass sich diese Stadionbesucher – von Fußballfans zu sprechen, verbietet sich – mit ihrem Auftreten nur dem erbärmlichen Niveau der Spieler anpassten, scheint nebensächlich, passt aber ins Bild der kollektiven Selbstzerstörung. Der HSV schafft es, in jeder erdenklichen Kategorie Minus-Rekordwerte zu erzielen.“

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