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><channel><title>indirekter freistoss &#187; Ascheplatz</title> <atom:link href="http://www.indirekter-freistoss.de/category/ascheplatz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.indirekter-freistoss.de</link> <description>Presseschau für den kritischen Fußballfreund</description> <lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 08:37:12 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>England fürchtet Blatters Zorn</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2011/06/03/england-blatter-fifa/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2011/06/03/england-blatter-fifa/#comments</comments> <pubDate>Fri, 03 Jun 2011 07:48:49 +0000</pubDate> <dc:creator>Matthias Nedoklan</dc:creator> <category><![CDATA[Ascheplatz]]></category> <category><![CDATA[Fifa]]></category> <category><![CDATA[Joseph Blatter]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=19631</guid> <description><![CDATA[Joseph Blatter ist der alte und neue FIFA-Präsident. Die Medien versuchen den Sumpf der FIFA auszumisten und die Briten fürchten den Zorn der ehrenwerten Fußball-Familie Claudio Catuogno (SZ) erzählt eine bemerkenswerte Anekdote: „1981 wurde Blatter Generalsekretär des Weltfußballverbands, er löste Helmut Käser ab, einen staubtrockenen, grundsoliden Verbandsbuchhalter, der sich aus dem Amt gemobbt sah, es [...]
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id="more-19631"></span></em></p><p><strong>Claudio Catuogno</strong> (<a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-praesident-sepp-blatter-der-pate-aus-dem-oberwallis-1.1103859" target="_blank">SZ</a>) erzählt eine bemerkenswerte Anekdote: „1981 wurde Blatter Generalsekretär des Weltfußballverbands, er löste Helmut Käser ab, einen staubtrockenen, grundsoliden Verbandsbuchhalter, der sich aus dem Amt gemobbt sah, es aber mit Fassung trug. Bis er eines Tages eher zufällig von Blatters Hochzeit erfuhr &#8211; mit seiner Tochter, Barbara Käser. Ein schönes Fest soll es gewesen sein, und der Einzige, der verbittert nicht teilnahm, war der Brautvater. Das war der Moment, berichtete Helmut Käsers Witwe später, in dem sie ihren Mann das erste Mal weinen sah. Verrat. Heuchelei. In der Selbstwahrnehmung des inzwischen 75-jährigen Volkswirts aus der Kleinstadt Visp im Oberwallis spielen derlei Aspekte natürlich keine Rolle.“</p><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/01/live-blog-aus-zurich-kronungsmesse-fur-den-fifa-paten/" target="_blank">Blog</a>) klagt an: „Er wird heute einmal mehr zur Einheit der Familie aufrufen, gegen die Teufel von außerhalb und die bösartigen Medien. Kann er gern tun. Wenn, morgen oder übermorgen, die richtigen Dokumente ans Tageslicht befördert werden, ist es vorbei, dann stürzt sein mafioses Gebilde zusammen. Wenn keine wirkliche Enthüllung folgt, dann wird Don Julio Grondona, dann wird der Sepp und der Ricardo, dann werden all die anderen Alteingesessenen noch in hundert Jahren ihre Geschäfte machen. Der 100. Geburtstag von Joao Havelange steht ja ohnehin bald an.“</p><div
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href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-wahl-in-zuerich-sepp-blatters-familie-1.1104484" target="_blank">SZ</a>) fragt sich, warum Blatter die Torlinien-Technik ablehnt: „Diese Haltung &#8211; die Haltung Blatters zum Kern des Spiels, über das er herrscht &#8211; erklärt eine Menge, wenn man jetzt Antworten auf die Frage sucht, wie in dieser offenbar korrupten Funktionärsclique namens FIFA Transparenz einziehen könnte. Technik ist unbestechlich, bei Menschen ist alles eine Frage des Preises. Darum geht es.“</p><p><strong>Friedhard Teuffel</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/blatter-als-fifa-praesident-wiedergewaehlt/4245110.html" target="_blank">Tagesspiegel</a>) schaut auf die britische FA: „Die Opposition in der FIFA kommt derzeit von der Insel. Die Engländer wollten nach all den Korruptionsvorwürfen nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Punkt 14 wollte der englische Fußballverband FA kippen, Wahl des Präsidenten. FA-Präsident David Bernstein könne diese Wahl nicht gutheißen, in der ein König ohne Gegner bestimmt werde. Das widerspreche seinem Demokratieverständnis.“</p><p><strong>Parteitag in Nordkorea</strong></p><p><strong>Matt Scott</strong> (<a
href="http://www.guardian.co.uk/football/2011/jun/02/fifa-fallout-home-nations-fa" target="_blank">The Guardian</a>) fürchtet um die Rolle der FA innerhalb der FIFA: „Im Moment des Triumphes nach seiner Wahl zum Präsidenten, die eher an Parteitag in Nordkorea als an eine Demokratie erinnerte, zeigte sich Sepp Blatter nachsichtig mit der FA. FA-Präsident David Bernstein ist gut beraten ihm kein Wort zu glauben.“</p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (SZ) reibt sich die Augen: „Als Blatter aufstand, um für den Wahlprozess den Saal zu verlassen, erhob sich ein Freund aus unbeschwerten Tagen und streifte durch die Tischreihen: Jean-Marie Weber, einst Chefmanager der bankrott gegangenen Sportvermarktungsagentur ISL. Die hatte von 1989 bis 2001 über 100 Millionen Dollar Schmiergelder an Sportfunktionäre ausgeschüttet, das stellte 2008 ein Schweizer Strafgericht fest &#8211; und auch, dass Weber der Geldverteiler war. Weber arbeitet weiter im Fußball und war für den Kongress akkreditiert.“<br
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href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-blatters-wiederwahl-sie-nannten-ihn-jack-the-ripper-1.1104366" target="_blank">SZ</a>) sucht nach Gründen für den Sinneswandel von Jack the Ripper: „Die Vermutung liegt nahe, dass  Jack Warner die Zeichen der Zeit erkannt hat. Blatters Wiederwahl war für ihn nicht zu verhindern &#8211; also stellte er sich weider auf die Seite des Schweizers. Wer in der FIFA noch etwas werden will, hat als Gegner Blatters eben keine allzu guten Chancen.“</p><p><strong>Paul Hayward</strong> (<a
href="http://www.guardian.co.uk/football/blog/2011/jun/02/fa-isolation-fifa-sepp-blatter-kissinger" target="_blank">The Guardian</a>) begrüßt die Außenseiterrolle, die auf die englische FA nun zuzukommen scheint: „Der englische Fußball zieht sich in seine 757 Mio. Pfund Burg zurück. Nachdem das Warnsignal was man senden wollte, in unsere Kehle gerammt wurde, kommt die Schweiz zur EM-Qualifikation nach Wembley. Wir müssten schon 10:0 verlieren um die Schlappe auf dem FIFA-Kongress akkurat nachzubilden.“</p><p><strong>Paul Kelso</strong> (<a
href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/international/8553464/FA-could-pay-for-failed-challenge-to-president-Sepp-Blatter-with-attack-on-its-Fifa-privileges.html" target="_blank">The Telegraph</a>) fürchtet um die FA-Privilegien: „Es gab auf dem Kongress Gemunkel, ob man den Briten nicht die Rechte immerhin vier der acht Wächter im Regelboard zu stellen, streitig macht. Und auch die garantierte Vize-Präsidentschaft im Exekutivkomitee kann der wütenden FIFA zum Opfer fallen. Jetzt kommt es auf die Geschlossenheit der UEFA an, ihre Stimmen könnten eine Rache an England verhindern.“</p><p><a
href="http://twitpic.com/55hfbs" target="_blank"> freistoss des tages</a></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18737</guid> <description><![CDATA[Liebe Leser, fünf Mal pro Woche erhalten Sie hier eine Zusammenfassung der schönsten und besten Texte der deutschen Fußballpresse. Damit das so bleibt, damit das so gut bleibt oder damit wir noch besser werden, bitten wir Sie von nun an um finanzielle Unterstützung.Unser Team besteht hauptsächlich aus Studenten, die wir auf ihrem möglichen Weg zum [...]
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id="more-18737"></span>Unser Team besteht hauptsächlich aus Studenten, die wir auf ihrem möglichen Weg zum Sportjournalisten begleiten möchten. Wir, die Gründer des indirekten freistosses, wollen ihnen weiterhin wenigstens ein kleines Honorar zahlen.</p><p>Für Sie gibt es verschiedene Möglichkeiten, uns zu unterstützen. Die einfachste ist der Klick auf einen unserer Amazon-Links, bevor Sie dort einen Einkauf tätigen. Nahezu jeder Artikel auf dem indirekten freistoss enthält einen Produktkommentar mit einem Link, der Sie auf die Amazon-Seite führt. Kaufen Sie doch einfach Ihre Amazon-Artikel über uns! Ein Klick auf einen Amazon-Link auf unserer Seite der eine Stunde vor Ihrem Einkauf getätigt wird, unterstützt uns. Von allen Einkäufen, die Sie in der folgenden Stunde bei Amazon tätigen, ob Buch, CD oder Tiernahrung, geht ein Teil in die freistoss-Kasse. Das Schöne: Es kostet Sie gar nichts extra.</p><p>Sie haben natürlich auch die Möglichkeit zu spenden, entweder über Paypal oder direkt auf unser Konto. Oder Sie flattrn uns einfach.</p><p><strong>Guy Simonow</strong> und <strong>Oliver Fritsch</strong></p><p>Konto 0874013600, Commerzbank Gießen, BLZ 51380040</p><form
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=19010</guid> <description><![CDATA[Lob gibt es für die Leistungszentren der Profiklubs häufig: Die Nationalelf gehört zur absoluten Weltspitze, Borussia Dortmund wird mit dem eigenen Nachwuchs wohl bald Meister. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten Boris Herrmann (SZ) beschreibt die Lage in den Leistungszentren der Profiklubs, dort wo die Profis von morgen spielen. Mittlerweile sei ein erbitterter Kampf [...]
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id="more-19010"></span></em></p><p><strong>Boris Herrmann</strong> (<a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-talentsuche-kampf-um-die-kinder-1.1078544">SZ</a>) beschreibt die Lage in den Leistungszentren der Profiklubs, dort wo die Profis von morgen spielen. Mittlerweile sei ein erbitterter Kampf um Jugendliche entbrannt, ein hitziges Wortgefecht habe dazu geführt, dass der Chefscout der TSG Hoffenheim mittlerweile ein Hausverbort bei Hertha BSC Berlin habe. Bis zu ihrem Wechsel nach Hoffenheim im Sommer seien außerdem zwei Berliner Jugendliche sowohl vom Trainingsbetrieb als auch von der Schule suspendiert: „Laut den DFL-Statuten dürfen Schüler ab 16 Jahren in Absprache mit ihren Eltern einen sogenannten Fördervertrag unterschreiben, um sich längerfristig an ihren Ausbildungsverein zu binden. Diese Regel wird indes wie im Fall der beiden Berliner Spieler dadurch umgangen, dass schlichtweg noch früher abgeworben und transferiert wird.“</p><div
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class="viamazon">via Amazon</div><p><a
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href="http://www.tagesspiegel.de/sport/hertha-bsc/der-kampf-um-die-kinder/3992772.html" target="_blank">Tagesspiegel</a>) findet einen weiteren Fall aus der Jugendabteilung von Hertha BSC Berlin, den 15-jährigen Leander Siemann. Im Sommer wechselt er zu Arsenal London: „Als Joachim Wunderlich mit seinem Sohn Leander Siemann in Nordlondon zum Probetraining bei Arsenal fuhr, warteten vor dem Trainingsgelände schon Jugendliche aus Brasilien, Israel und Rumänien mit ihren Beratern. ‚Das ist ja wie Leibeigenschaft‘, schimpfte ein holländischer Vater und zog mit seinem Sohn ab. Wunderlich und Leander blieben, er hatte es ja seinem Sohn versprochen. Leander sollte ein Jahr in England zur Schule gehen, um sein Englisch zu perfektionieren. Aber Leander wollte weiter Fußball spielen, also organisierten seine Eltern über Bekannte ein Probetraining bei Arsenal. Er hinterließ einen guten Eindruck, aus einem Jahr wurden drei, so lange dauert sein Ausbildungsvertrag, der ab Oktober gültig ist, wenn Leander 16 wird.“<br
/> 60 Seiten sei dieser lang, vieles sei strikt reguliert – Fotos von ihrem Sohn beim Spiel dürften die Eltern nicht mehr machen, beim Probetraining sei ihnen der Zugang zum Gelände verwehrt. Eine sechsstellige Summe habe Arsenal an die Hertha überwiesen:<br
/> „Leander ist kein Teenager, der die Familie mit seinem Talent ernähren muss. Seine Eltern sind beide Ärzte, haben ein Urlaubshaus in Sizilien, Leander spricht fließend Italienisch, hat am Gymnasium einen Notenschnitt zwischen 2,0 und 2,4. Mit seiner blonden Mähne sieht er aus wie ein angehender Pianist, dabei hat er das Klavierspielen aufgegeben, für den Fußball“</p><p>No related posts.</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18814</guid> <description><![CDATA[Die Stadien in Südafrika stehen leer. Nicht einmal ein Jahr nach der WM wird bereits von Abriss gesprochen. Außerdem: Die Krise in Libyen bedroht auch italienische Vereine Helmut Scherzer (FAZ) blickt auf die Reste der WM in Südafrika: „Das WM-Zentrum in Johannesburg, der Finalspielort Soccer City, der jetzt wieder FNB-Stadium heißt, wurde nur zweimal mit [...]
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id="more-18814"></span>Helmut Scherzer</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~ECBD23C925EEA4CA3890D6744D0A9D13D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a><a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc%7EECBD23C925EEA4CA3890D6744D0A9D13D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"></a>) blickt auf die Reste der WM in Südafrika: „Das WM-Zentrum in Johannesburg, der Finalspielort Soccer City, der jetzt wieder FNB-Stadium heißt, wurde nur zweimal mit Zuschauermassen wie bei der Weltmeisterschaft gefüllt. Zum großen Soweto-Derby im Pokalfinale und in der Meisterschaft zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs kamen jeweils rund 90.000 Besucher. Der Liga-Schlager zwischen den Pirates und den Moroka Swallows, der auch den Zuschauerschnitt hätte heben können, musste dagegen abgesagt werden, weil Diebe wertvolle Stromleitungen und anderes vor dem Stadion verbaute Material gestohlen hatten. Dagegen hat eine WM-Stadt wie Port Elizabeth gar keine Premier-League-Mannschaft für das neue Nelson-Mandela-Bay-Stadion. In den Orten, wo Erstligateams spielen, ist die Nutzung der Fußball-Tempel zu teuer, um dort regelmäßig Matches auszutragen. Die WM hat dem südafrikanischen Fußball kaum etwas gebracht, sondern vor allem leerstehende, kostenintensive Prunkbauten hinterlassen.“</p><div
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href="http://www.tagesspiegel.de/sport/spiel-mit-dem-geld-des-diktators/3924880.html">Tagesspiegel</a>) betrachtet Libyens Einfluss in Italien aus sportlicher Sicht: „Den größten Einfluss auf den italienischen Fußball hatte der Gaddafi-Clan allerdings vor neun Jahren. Damals wurde nicht nur der italienische Supercup zwischen Juventus und dem AC Parma in Tripolis ausgetragen. Auch Gaddafis drittältester Sohn Al-Saadi erhoffte sich eine Karriere als Profifußballer. Die Gelder des Herrscherclans verschafften ihm ein Engagement beim AC Perugia. Al-Saadi wurde lediglich beim 1:0-Sieg gegen Juventus, wo die Gaddafis bereits Aktionäre waren, eingewechselt. Später zog er weiter zu Udinese Calcio (ein Spiel) und Sampdoria Genua (kein Einsatz). Al-Saadis Auftreten war Folklore. Größere Turbulenzen könnten die libyschen Gelder in den Vereinen auslösen. Dieser Gefahr begegnen die Verantwortlichen derzeit mit einem modifizierten Catenaccio. Statt des Gegners sind die eigenen Zungen an die Kette gelegt.“</p><p>No related posts.</p><p><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/?flattrss_redirect&amp;id=18814&amp;md5=1a57e3184d742ed22fc28920c93c5277" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18427</guid> <description><![CDATA[Sepp Blatter, Michael Ballack und Hertha BSC Berlin: Begriffe, die der begeisterte Fußballfan weltweit kennt. Doch so groß deren Höhenflug war, so schmerzhaft fiel auch die Landung in der Realität aus; nicht immer helfen Tricks Wer ganz oben stehen will, muss das Spiel der Macht beherrschen. Und er darf seinen schärfsten Kontrahenten nicht aus den [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>Sepp Blatter, Michael Ballack und Hertha BSC Berlin: Begriffe, die der begeisterte Fußballfan weltweit kennt. Doch so groß deren Höhenflug war, so schmerzhaft fiel auch die Landung in der Realität aus; nicht immer helfen Tricks<span
id="more-18427"></span></em></p><p>Wer ganz oben stehen will, muss das Spiel der Macht beherrschen. Und er darf seinen schärfsten Kontrahenten nicht aus den Augen verlieren. AFC-Präsident Bin Hammam und FIFA-Präsident Sepp Blatter duellieren sich im Kampf um den Thron im Weltfußball. Doch Blatter könnte sich unlängst in eine Zwickmühle verrannt haben, glaubt <strong>Roland Zorn</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E3D3508A3E9834240A9537A3563B6C4BB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>): „Tricksen, antäuschen und den Gegner ins Leere laufen lassen – Fußballer werden für diese Kunst bejubelt. […] Heute bekämpfen sich die Herrschaften mit einer Politik der Nadelstiche. Bin Hammam, weil er wiederholt davon gesprochen hat, bei der nächsten Fifa-Präsidentenwahl am 1. Juni in Zürich womöglich gegen Blatter und dessen intransparente Herrschaft anzutreten; Blatter, indem er Ideen von Michel Platini, dem Präsidenten der Europäischen Fußball-Union, kursieren ließ, die WM 2022 könne außer in Qatar in der gesamten Golfregion ausgetragen werden – und dazu eine Verlegung aus dem heißen Sommer in den warmen Wüstenwinter befürwortete. […] Den von der Fifa unter viel Eigenlob verabschiedeten Jahresspielkalender für ein Januar-Spektakel in Qatar umzustellen, dagegen wächst der Widerstand &#8211; […] wenn sich erst die Europäer, vor allem deren große Ligen, verbündeten und Blatters Winterspielgedanken entschlossen bekämpften, könnte es eng werden für den Trickser und Antäuscher.“</p><div
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href="http://www.amazon.de/gp/product/0061725897?ie=UTF8&#038;tag=indirekterf01-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0061725897"> Mulhollands CIA Tricks </a><img
src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=indirekterf01-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0061725897" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p></div><p><strong>Berlin blickt in den wirtschaftlichen Abgrund</strong></p><p>Kann man angesichts von aktuell 39 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei einer Investitionszahlung von acht Millionen Euro tatsächlich von einem guten Geschäft reden? <strong>Michael Jahn</strong> (<a
href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0121/sport/0009/index.html">Berliner Zeitung</a>) verteidigt die Finanzspritze des geheimen Investors für die Hertha: „Es handelt sich um keine Schenkung, es sind Bedingungen an das Investment geknüpft, welches […] die Sorgen um eine Lizenzerteilung ad acta legen würden. Die gesamte Summe soll laut […] für die Senkung der Schulden auf rund 31 Millionen Euro verwendet werden. […] Als Gegenleistung für den Millionensegen soll der Klub mögliche Transferanteile an einer Gruppe von wertvollen Spielern an den Investor abtreten. Es soll sich um vier bis maximal sieben Profis handeln, zu denen Raffael, Adrian Ramos und auch Roman Hubnik gehören sollen. Das Konstrukt ist nicht neu, […] diesmal sollen aber die Vorteile vor allem beim Klub liegen. Das Modell soll so konstruiert sein: Der Brasilianer Raffael etwa wird auf der Internetplattform Transfermarkt.de mit einem Marktwert von 4,5 Millionen Euro gehandelt. Erwirbt der Investor maximal 50 Prozent der Transferanteile (mehr ist nicht zulässig) kostet ihn das 2,25 Millionen Euro. Steigt Raffaels Marktwert zum Beispiel auf zehn Millionen Euro, und ein Klub würde das bezahlen, bekäme der Investor nicht 50 Prozent der Transfereinnahme (in dem Fall fünf Millionen Euro), sondern 50 Prozent seiner eingesetzten Summe, also 1,125 Millionen Euro. Für Hertha ein gutes Geschäft.“</p><p><strong>Stefan Hermanns</strong> und <strong>Michael Rosentritt</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/aus-der-tiefe-der-kasse/3704618.html">Tagesspiegel</a>) erklären den Trick mit der Bilanz-Fälschung: „Ähnlich wie andere Profi-Fußballklubs haben sich auch die Berliner auf ein Spiel eingelassen, das fast nicht mehr ohne Bilanztricks auskommt, die für Laien schwer zu durchschauen, aber rechtlich kaum zu beanstanden sind. Hertha war in dieser Hinsicht in der Vergangenheit sehr erfinderisch. So hat die KGaA Vermarktungs- und Verwertungsrechte im Wert von 38 Millionen Euro in zwei eigens gegründete Tochtergesellschaften ausgegliedert. […] Der Vorteil: Eigentlich stille Reserven konnten auf diese Weise auf der Habenseite in die Bilanz eingestellt werden. Reales Kapital ist nicht geflossen.“<strong></strong></p><p><strong>Michael Ballack kämpft um seinen guten Ruf</strong></p><p>Er hat beinahe zehn Jahre auf allerhöchstem Niveau gespielt. Mit seiner gegenwärtigen Reservistenrolle hadert Ballack und löst damit in der Bayer-Chefetage eine heftige Debatte zum Vorgehen mit dem Spieler aus. <strong>Philipp Selldorf</strong> (<a
href="http://sueddeutsche.de/sport/bayer-leverkusen-michael-ballack-nur-zweite-wahl-1.1049177">SZ</a>) erinnert an das Interesse aus Wolfsburg vor Saisonbeginn und malt Ballacks Zukunft aus: „Michael Ballack will spielen, doch Trainer Jupp Heynckes lässt ihn nicht. Spekulationen, der Nationalspieler könnte sich in Richtung Wolfsburg verabschieden, werden jedoch heftig dementiert.“ Die Nationalmannschaft rückt in den Fokus: „Joachim Löw hat noch ein paar Tage Zeit, die erste Bewährungsprobe für seine Elf steht erst am 9. Februar an, wenn sich das DFB-Team in Dortmund mit Italien misst. Aber das Thema kommt unweigerlich auch auf ihn zu, spätestens wenn er den Kader fürs Testspiel nominiert. Zuerst muss sich aber Jupp Heynckes damit beschäftigen, und der Bundestrainer wird sich nicht zuletzt nach den Beschlüssen seines Leverkusener Kollegen richten.“                                                                             Interessant ist diese Aussage, erinnert man sich nur an das Reservistendasein von Podolski oder auch Klose bei den Bayern. Denn dann dürfte Ballack als verlässlicher Nationalkicker bei Löw auch ohne Bayer-Spielpraxis durchaus seine Chance bekommen.</p><p><a
href="http://www.guardian.co.uk/sport/blog/2011/jan/21/joy-of-six-promoted-success-stories">freistoss des tages</a></p><p>No related posts.</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18418</guid> <description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung nimmt sich dem Theater um Hoffenheims Noch-Spieler Demba Ba an. Die Macht der Spieler gegenüber den Verein müsse endlich eingedämmt werden via Amazon Finde den Job, der dich glücklich macht: Von der Berufung zum Beruf Moritz Kielbassa (SZ) blickt auf den Transferhickhack um Demba Ba: „Wenn Fußballer glauben, es sei irgendwo schöner [...]
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id="more-18418"></span></em></p><div
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src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=indirekterf01-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=359338390X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div><p><strong>Moritz Kielbassa</strong> (SZ) blickt auf den Transferhickhack um Demba Ba: „Wenn Fußballer glauben, es sei irgendwo schöner als am alten Arbeitsplatz, kann das viele Ursachen haben, auch schwer ersichtliche. Wie militant manche versuchen, entgegen gültiger Verträge Transfers durchzusetzen, überschreitet aber mittlerweile die Toleranzgrenze. Ba gilt als besonderer Sündenfall: Während sein Team im Trainingslager in Spanien schwitzte, flog der 25-Jährige nach London, um mit Klubs zu reden; seit Wochen erscheint der Senegalese in Hoffenheim nicht mehr zum Dienst. Trotz emotionaler Rechtfertigungen des Spielers wird Bas Verhalten als unverschämt erachtet: Bei einem TV-Ted empfahlen 60 Prozent, den bis 2013 Gebundenen auf die Tribüne zu setzen. Viele Kritiker sind in der Wortwahl weniger subtil als Sammer, Ba heißt jetzt: Streik-Profi, Meuterer, Söldner, Querulant, Provokateur.“ Es sei an der Zeit, so der Tenor, dass sich die Vereine gesammelt gegen diese Macht der Spieler wehren und eine gemeinsame Vorgehensweise beschließen.</p><p>No related posts.</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18314</guid> <description><![CDATA[Die Premier League ist dank der Wirtschaftskrise ausgeglichener geworden,  Barca ist nicht mehr als nur ein Fußballklub und Sylvia Schenk ruft zum Handeln gegen Korruption auf Florian Haupt (Berliner Zeitung) analysiert eine neue Lage in der Premier League: „Zum 43. Mal begegnen sich die Trainerveteranen heute, unter den vermeintlich immergleichen Vorzeichen. Der eine, Arsenal, führt [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Premier League ist dank der Wirtschaftskrise ausgeglichener geworden,  Barca ist nicht mehr als nur ein Fußballklub und Sylvia Schenk ruft zum Handeln gegen Korruption auf<span
id="more-18314"></span></em></p><p><strong>Florian Haupt</strong> (<a
href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1213/sport/0029/index.html">Berliner Zeitung</a>) analysiert eine neue Lage in der Premier League: „Zum 43. Mal begegnen sich die Trainerveteranen heute, unter den vermeintlich immergleichen Vorzeichen. Der eine, Arsenal, führt die Tabelle an, der andere, Manchester, liegt knapp dahinter. Und nicht weit weg befindet sich der FC Chelsea. Doch der Eindruck trügt, denn die Premier League, wie Ferguson und Wenger sie prägten, ist zuletzt aus den Fugen geraten. Arsenal hat bereits drei Heimspiele verloren, United überhaupt erst acht Mal gewonnen, Chelsea wartet nach dem 1:1 bei Tottenham Hotspur seit sechs Spielen auf einen Sieg. Die Folge: Manchester City ist punktgleich mit der Spitze, die Spurs haben sich zum Titelkandidaten erklärt, selbst Teams wie die Bolton Wanderers und der FC Sunderland sind zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Spielzeit noch nicht entscheidend abgehängt.  Angesichts dieses Panoramas wird seit Wochen die Frage diskutiert, ob die Schlechten nun besser oder die Guten schlechter geworden sind. Tendenz: Letzteres. United fehlt seit dem Abgang Ronaldos vor anderthalb Jahren das Besondere, derweil Arsenal ob der permanenten Verjüngungskuren Wengers zu sehr flattert und Chelseas große Achse der Abramowitsch-Jahre &#8211; Terry, Lampard, Drogba &#8211; erstmals das Alter spürt. Gleichzeitig kommen seit Pfund- und Finanzkrise aus dem Ausland kaum neue Topkräfte hinzu. Da passt es ins Bild, dass der bislang neben Samir Nasri (Arsenal) und Rafael van der Vaart (Tottenham) auffälligste Spieler der Saison, Carlos Tévez, seinen Klub Manchester City verlassen will. Er hat Heimweh und reichte am Wochenende den Transferwunsch ein.“</p><p><strong>Dominik Bardow</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/mehr-als-nur-ein-deal/3620758.html">Tagesspiegel</a>) sieht Barca auf dem Weg, nur noch ein gewöhnlicher Fußballverein zu sein: „Es war der 10. Dezember, der internationale Tag der Menschenrechte, an dem der FC Barcelona bekannt gab, dass der Klub künftig erstmals in seiner 112-jährigen Geschichte einen zahlenden Sponsor auf seinem Trikot tragen wird. Und zwar nicht irgendeinen Sponsor, sondern eine Stiftung aus Katar; der umstrittene Gastgeber der Fußball-WM 2022 wird auch wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert. s ist vor allem Barcelonas Klubethik, die den Sponsorenvertrag bemerkenswert macht. Der sportliche Vorzeigeklub Kataloniens versteht sich laut Vereinsmotto als ‚més que un club‘, mehr als nur ein Fußballverein. Dazu gehört traditionell auch soziales Engagement. Ebenso verweigerte sich Barça mehr als 100 Jahre lang allen Unternehmen, die auf ihrer Trikotbrust werben wollten. Doch 2006 gab der umtriebige Unternehmer, Politiker und Barca-Präsident Joan Laporta bekannt, dass die Katalanen künftig für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen werben wollen. Statt Geld dafür zu kassieren, spendete Barcelona jährlich 1,5 Millionen an Unicef, das großzügige Angebot galt bis 2011. Zunächst soll sich dies so bleiben: Man werde beide Logos tragen, ‚im Zweifelsfall hat Unicef Vorrang‘, sagte Barcelonas Finanzchef Javier Faus. Was damals auf den ersten Blick sozial vorbildlich und bemerkenswert war, diente Laporta in zweiter Linie auch dazu, das Tabu Trikotwerbung bei den wertkonservativen Barca-Mitgliedern aufzuweichen.“</p><p><strong>Sylvia Schenk</strong> (SZ), ehemalige Vorsitzende von Transparency International, schreibt über ihre Erfahrungen mit Korruption im Sport:  „Im Herbst 2008 war ich als Vorsitzende von Transparency International Deutschland zur Internationalen Anti-Korruptions-Konferenz in Athen. Beim abendlichen Empfang wurde mir plötzlich klar, wie grundsätzlich sich mein Umfeld im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2004 geändert hatte. Damals war ich auch in Athen, als damalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer und Mitglied des Präsidiums des Radsport-Weltverbandes. Nun, bei der Anti-Korruptions-Konferenz, begegnete ich etlichen Persönlichkeiten, die wegen ihres Einsatzes gegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen zu Hause im Gefängnis gesessen hatten. Vier Jahre zuvor, beim Sport, hatte ich damit rechnen müssen, in den VIP-Räumen auf Funktionäre zu treffen, die eigentlich wegen Korruption ihres Amtes enthoben oder sogar ins Gefängnis gehörten. Die aktuelle Empörung über die Fifa umfasst einige weltweit nicht unwichtige Länder und animiert hoffentlich auch Global Player, die den Sport sponsern, zum Handeln. Darin liegt eine Chance, endlich Änderungen in Strukturen und Personalrekrutierung des internationalen Sports in Gang zu setzen. Dies wird nicht von heute auf morgen gehen, es sind viele kleine Schritte nötig. Aber es lohnt sich: Damit der Sport die Hoffnung, die er bei den Menschen in aller Welt weckt, insbesondere bei den Benachteiligten, auch wirklich erfüllt. Und nicht den Falschen nutzt.“</p><p>No related posts.</p><p><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/?flattrss_redirect&amp;id=18314&amp;md5=052757dc92ec110cf311a173fbeba759" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18281</guid> <description><![CDATA[Die Wirrungen um die WM-Vergaben nach Russland und Katar halten weiter an; die Presse analysiert und erörtert Gründe für die Entscheidungen Für Peter Sturm (FAZ.net) erschließen sich spätestens durch die WM-Vergaben nach Russland und Katar die wahren Prioritäten der Fifa: „Die russische Delegation bemühte sich bei ihrer Werbetour gar nicht erst um ein soziales Mäntelchen, [...]
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id="more-18281"></span></em>Für <strong>Peter Sturm</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc%7EE735A422A6B4B4585871CF463A9F5BEE3%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">FAZ.net</a>) erschließen sich spätestens durch die WM-Vergaben nach Russland und Katar die wahren Prioritäten der Fifa: „Die russische Delegation bemühte sich bei ihrer Werbetour gar nicht erst um ein soziales Mäntelchen, wie das zum Beispiel der britische Premierminister Cameron tat; sie wedelte verbal ganz offen mit Bündeln von Geldscheinen. Entsprechendes gilt auch für den Ausrichter der WM vier Jahre später. Dem Emirat Qatar bescheinigte die von der Fifa entsandte Gutachterkommission noch vor kurzem, dass in dem mörderischen Wüstenklima Fans und Spieler großen Gefahren ausgesetzt seien. Normalerweise wäre das ein absolutes Ausschlusskriterium für eine WM-Bewerbung gewesen. Aber was ist bei der Fifa noch normal? Die WM-Entscheidungen vom Donnerstag haben den Eindruck zumindest nicht entkräftet, dass bei diesem Verband einiges nicht in Ordnung ist. Nostalgiker werden sagen, `früher` sei alles besser gewesen. Da sei es noch mit rechten Dingen zugegangen. Solchen Gedanken sollte man nicht nachhängen. Wer weiß schon, ob der Fairplay-Gedanke früher wirklich so vorherrschend war? Dass er es heute – außer in Joseph Blatters gefühligen Reden natürlich – nicht mehr ist, steht leider außer Frage.“</p><p><strong>Ein undurchdringliches Netz miteinander verwobener Interessen</strong></p><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<a
href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,732582,00.html">Spiegel Online</a>) sieht die „Seilschaften des Fifa-Präsidenten“ immer noch auf Hochtouren laufen: „Der Bewerbungsprozess, in dem jene gewannen, die mit Milliardensummen nur so jonglieren, belegt zumindest ein undurchdringliches Netz miteinander verwobener Interessen. Um zu verstehen, was am Donnerstagnachmittag in Zürich geschah, muss man eine kleine Zeitreise machen. Ins Frühjahr 1998 etwa, oder ins Frühjahr 2002. Damals hatte Joseph Blatter zwei schwere Wahlkämpfe zu meistern, über denen der Schatten der Korruption schwebte. Es war der Emir von Katar, der Blatter in jenen Jahren finanziell und mit allerlei nützlichen Tools, etwa seinem Langstreckenjet, unterstützte. Am 2. Dezember 2010 hat Blatter nun seine Rechnung mit dem Emir von Katar beglichen. Nun hat Blatter auf der ganzen Linie gewonnen &#8211; und jetzt, nach zweieinhalb absurden Jahren, beweist sich einmal mehr, warum er in einer Nacht- und Nebelaktion mit seinem Generalsekretär Jerome Valcke im Mai 2008 in Sydney überraschend die WM-Doppelbewerbung durchgepeitscht hatte: Weil er dadurch die Binnenpolitik im 208 Nationen umfassenden Dachverband Fifa besser bestimmen konnte. Weil er die Interessen von zunächst 13, dann noch elf Bewerbernationen perfekt mit seinen eigenen Interessen koordinieren konnte. Die WM 2018 in Russland, davon hatte einer von Blatters besten Freunden, das Skandal verfolgte ehemalige Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees Wjatscheslaw Koloskow, in Moskau schon seit Wochen gesprochen. Russland garantiert Blatter jegliche Unterstützung für die Wiederwahl 2011. Und Katar ebenfalls. Es gibt keine Herausforderer. Blatter hat ja sogar schon angekündigt, eventuell 2015 auch eine fünfte Amtszeit anzugehen. Die einzige Gefahr, der er ausgesetzt ist, sind die vielen Korruptionsskandale in der Fifa, die ihm um die Ohren fliegen könnten.“</p><p><strong>Der DFB als Dulder und Mitlspieler</strong></p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (SZ) beschäftigt sich mit deutscher Zurückhaltung: „Im deutschen Sport hingegen hält sich die Irritation über da Fifa-Gebaren in Grenzen. Der DFB, als weltgrößter Einzelverband mit enormem Einfluss versehen, fiel in dieser fragwürdigen Verbandslandschaft nie als Korrektiv auf, eher als Dulder oder gar Mitspieler. Schon die affärenreiche Rechtevergabe für die WM 2002/2006 an das damalige Bieterduo ISL/Kirch sah die Deutschen in diskreter Opposition zu einer europäischen Front gegen die Fifa. Auch beim Kongress 20002 in Seoul, als Europas Topverbände unter Lennart Johansson aufbegehrten und in Zürich sogar Klagen gegen Blatter liefen, stand der DFB treu zum Fifa-Boss. Jetzt, in der Debatte um die WM 2022 in Katar, wo die Sommerhitze bei 45 Grad liegt, sucht Franz Beckenbauer bereits nach Auswegen für die Fifa: Er regt Winter-Spiele an. Nicht nur Englands Liga dürfte da kaum mitmachen.“</p><p><strong>Neue Kräfteverhältnisse</strong></p><p><strong>Michael Ashelm</strong> (FAZ) ergründet die Entscheidung wie folgt: „Der Triumph für Russland und Qatar ist auch ein Ergebnis der rasant fortschreitenden Globalisierung des Sports &#8211; und damit neuer Kräfteverhältnisse. Die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder im Fifa-Exekutivkomitee kommt aus Entwicklungsländern oder Ländern mit aufstrebenden Märkten. Ihr Selbstverständnis und ihr Einfluss steigen mit dem wirtschaftlichen Aufschwung. Das Internationale Olympische Komitee hat für 2014 und 2016 seine Spiele nach Sotschi (Winter) und Rio de Janeiro (Sommer) vergeben. Die nächste Fußball-WM findet 2014 ebenso in Brasilien statt. Die Commonwealth Games wurden zuletzt trotz größter Probleme in Neu-Delhi ausgerichtet, die Formel 1 expandiert in Asien. Die alte Welt des Sports in Europa und Nordamerika hat diesen Weg selbst vorgegeben. Es gilt, das Milliardengeschäft mit Athleten, Sponsoren und Fernsehen anzufeuern, sich neue Kundschaft zu erschließen. Auf der anderen Seite sind die neuen Ambitionen grenzenlos, man will nicht mehr nur teilhaben, sondern bestimmen &#8211; mit welchen Mitteln auch immer.“</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18271</guid> <description><![CDATA[Die englische Presse geht mit der Fifa nach dem Scheitern der WM-Bewerbung hart ins Gericht. Aber auch die eigene Bewerbung wird nicht geschont. Owen Gibson (The Guardian) fasst das Scheitern der englischen WM-Bewerbung zusammen: „Mit nur zwei Stimmen endete die englische WM-Bewerbung in einer vernichtenden Niederlage. Es wird eine Aufarbeitung der 15 Mio. Pfund teuren [...]
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id="more-18271"></span></p><p><strong>Owen Gibson</strong> (<a
href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/dec/02/world-cup-2018-fifa">The Guardian</a>) fasst das Scheitern der englischen WM-Bewerbung zusammen: „Mit nur zwei Stimmen endete die englische WM-Bewerbung in einer vernichtenden Niederlage. Es wird eine Aufarbeitung der 15 Mio. Pfund teuren Kampagne folgen müssen, auch die Rolle der FIFA und ihre gegenwärtige Struktur muss auf den Prüfstand. Wie auf dem Feld hat England die Hoffnung auf einen Sieg geweckt, bevor es mal wieder von den Gegnern vorgeführt  und vom vernichtenden Ergebnis geschockt wurde.“</p><p><strong>Owen Gibson</strong> (<a
href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/dec/02/world-cup-2018-fifa-british-media?intcmp=239">The Guardian</a>) sieht in der WM-Vergabe ein Votum gegen die kritische Presse des Mutterlandes: „Blatter, der Russland unterstützte um eine Spanien/Portugal Absprache mit Katar zu verhindern, die seine Chancen auf Wiederwahl zum FIFA-Vorsitzenden nach seiner Ansicht torpediert hätte, rief den Exko-Mitgliedern die negative Berichterstattung der Sunday Times und BBC in Erinnerung. Angel Maria Villar Llona, spanisches Mitglied des Exko, soll während einer Debatte im Exko gesagt haben, dass er die Fifa und besonders die Mitglieder des Exkos liebe. In der Vergangenheit haben Medien die Fifa kritisiert, unglücklicherweise sei die Fifa jedoch eine saubere Institution. England ging mit sechs sichergeglaubten Stimmen schlafen, nach der Wahl wachte man geschockt mit nur einer Stimme, neben dem englischen Exko-Mitglied Geoff Thompson, auf. Jack Warner und seine zwei Freunde vom CONCACAF stimmten genauso wenig für England wie der Türke Senes Erzik.“</p><p><strong>Schallende Ohrfeige für das Mutterland</strong></p><p><strong>Paul Hayward</strong> (<a
href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/dec/02/2018-world-cup-england-humiliated">The Guardian</a>) fasst seinem Enttäuschung in Worte: „Zum zweiten Mal in sechs Monaten wurde England bei einer Weltmeisterschaft zerstört. Nach der Schande der 4:1-Niederlage gegen Deutschland gab es jetzt eine neue schallende Ohrfeige für das Mutterland des Fußballs. Englands Bewerbung stimmte nicht mit der brutalen Fifa-Realität überein. Der sonnige Sommer von 1966, als Bobby Moore den Coupe de Jules Rimet in den Himmel über Wembley stemmte, wird zum Fluchtpunkt. Trotz einer besseren Bewerbung als für die WM 2006  verlor England Stimmen. Waren es bei der Entscheidung 2000 noch fünf Stimmen für England, stimmten 2010 nur noch Issa Hayatou und der Engländer Geoff Thompson. In den Momenten der Bekanntgabe sahen wir die Enttäuschung des Bewerbungsteams, die Kollision der romantischen Vision der englischen Bewerbung zu dem Verlangen der Fifa in der Post-Sowjetunion und den Golf-Staaten neue Goldgruben zu eröffnen.“</p><p><strong>Henry Winter</strong> (<a
href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/teams/england/8177969/Henry-Winter-Fifa-should-be-ashamed-while-the-FA-must-reflect-following-the-World-Cup-2018-vote.html">The Telegraph</a>) attackiert die Fifa: „England flog in der ersten Runde raus, sogar Fabio Capellos Elf schaffte es bis in die 2. Runde. Das Annus Horribilis war vollständig. Die Vergabe nach Russland kann mit etwas Logik noch erklärt werden. Immerhin durften die Russen noch nie eine WM austragen und verfügen mit Lew Yashin über einen ganz Großen der Sporthistorie.  Der wahre Skandal in Fifaville war die Entscheidung, dass Katar die WM 2022 ausrichten darf. Ein seelenloser Ort, klimagekühlt mit so wenigen Verbindungen in den Fußball, dass Söldner wie Pep Guardiola angeheuert werden mussten.“</p><p>No related posts.</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18263</guid> <description><![CDATA[Heute fällt um 16 Uhr  die Entscheidung in Zürich. Trotz aller Korruptionsskandale gibt Sepp Blatter die Ausrichter der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bekannt Andreas Rüttenauer (taz) schaut in die Kristallkugel: „Wichtiger für Blatter und für die Entscheidung der Exekutive ist ein Bericht der Wirtschaftsberater von McKinsey. Aus dem geht hervor, dass sich mit einer WM [...]
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id="more-18263"></span></em></p><p><strong>Andreas Rüttenauer</strong> (<a
href="http://taz.de/1/sport/artikel/1/schatten-der-korruption-ueber-zuerich/">taz</a>) schaut in die Kristallkugel: „Wichtiger für Blatter und für die Entscheidung der Exekutive ist ein Bericht der Wirtschaftsberater von McKinsey. Aus dem geht hervor, dass sich mit einer WM in England mit Abstand am meisten Geld verdienen ließe. Unter den Bewerbern für 2018 liegt Russland, bislang Favorit bei den Buchmachern, hinter den Doppelbewerbungen von Spanien und Portugal sowie den Niederlanden und Begien auf dem letzten Platz. Schon wird spekuliert, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin habe seinen ursprünglich geplanten Auftritt in Zürich abgesagt, weil er am Ende nicht als Verlierer dastehen will. Im Wettbewerb um die WM 2022 führen in der Rentabilitätsrangliste von McKinsey die USA, die sich mit Katar, Australien, Südkorea und Japan um die Ausrichtung bewerben. Wenn es nur ums Geschäft ginge, das Ergebnis stünde schon fest.</p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (<a
href="http://sueddeutsche.de/sport/fifa-vergabe-der-wm-stuendlich-waechst-die-nervositaet-1.1030967">SZ</a>) sieht Sepp Blatter schwer angeschlagen : „Der zeitlos elegante Fifa-Boss, 74, der sich hingebungsvoll seinem jugendlichen Erscheinungsbild widmet, sieht derangiert aus; nicht wie ein strahlender Sportführer, sondern eher wie einer, der gleich eine tattrige Über-80-Auswahl aufs Feld führen muss. Ganz so hoch liegt der Altersschnitt seiner Fifa-Exekutive noch nicht, die am Donnerstag die beiden WM-Turniere 2018 und 2022 vergibt, aber es sind auch keine physischen Gebrechen, die dem Chef des Fußball-Weltverbandes in diesen Tagen zusetzen. Ihn peinigen die Bestechungsvorwürfe, die seiner Fifa pünktlich zum Wahltermin aufgetischt wurden. Im Mai 2011 muss er selbst in die Bütt. Deshalb stehen jetzt auch seine Thronchancen auf dem Prüfstand. In Zürich wünschen sich immer mehr einen Wechsel an der Spitze herbei, nicht nur die Topsponsoren. Schon Ende Oktober hatte ja der Elektronikkonzern Sony sein Engagement über die nächste WM 2014 hinaus in Frage gestellt. Grund waren damals die Vorwürfe wegen Korruption und möglicher Absprachen unter den WM-Bewerbern.In Zürich wird jetzt einer als Notretter diskutiert, der diese Rolle aus vielfältiger Erfahrung kennt, kürzlich jedoch seinen Rückzug erklärt hatte: Franz Beckenbauer. Der Zeitpunkt des Abgangs erscheint, wie so oft, perfekt gewählt, das nun tobende Verbandschaos betrachtet der deutsche Fifa-Vorständler entspannt von der Seitenlinie aus. Wobei die bisherige Erfahrung lehrt, dass er manchmal auch wieder aufs Spielfeld zurückkehrt ist, wenn er laut genug gerufen wurde.“</p><p><strong>Absolutistischer Machtanspruch</strong></p><p><strong>Stefan Hermanns</strong> und <strong>Friedhard Teuffel</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/wm-vergabe-tausche-ruhm-gegen-freiheit/3584000.html">Tagesspiegel</a>) blicken nach Zürich: „Um die WM 2018 hat sich neben England, Holland/Belgien und Spanien/Portugal auch Russland beworben. Im Evaluierungsbericht der Fifa kommt Russland nicht sonderlich gut weg. Von allen Bewerbern um 2018 und 2022 bestehe einzig in Russland ein hohes Risiko beim Verkehrskonzept. Aufgrund seiner Größe benötige Russland für eine WM zuverlässige Flugverbindungen. Die gebe es aber derzeit nicht. Weil 13 der geplanten 16 Stadien neu gebaut werden müssen, sieht das Konzept der Russen hier Investitionen von 3,8 Milliarden Dollar vor. Dass Neubauten bei einer Vergabe für den internationalen Sport auch ein Anreiz sehen können, hat der Zuschlag für Sotschi als Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2014 aber ebenso gezeigt wie den entscheidenden Einfluss des russischen Premierministers Putin. Es gewinnt eben nicht immer das beste Konzept. Für sie zählt eher die harte Währung. Die Bewerbung ist in der Evaluierung daher auch nicht allzu gut weggekommen. Es fehle an Hotelbetten, zudem hegt der Weltverband seit der WM 2002 in Japan und Südkorea generelle Zweifel an einer Doppelausrichtung; viel entscheidender aber ist die trotzige Haltung der beiden liberal gesinnten Länder, die sich schwertun, den absolutistischen Machtanspruch des Fußball-Weltverbandes zu akzeptieren. Die Fifa verlangt unter anderem einen weitgehenden Schutz für ihre Werbepartner, Immunität für ihre Mitglieder, eine eigene Fahrspur zwischen den Spielstätten und eine Steuerbefreiung für die Einnahmen während des Turniers. So steht es im Standardvertrag, den alle Bewerber unterschreiben müssen. Der Verband hat die holländisch-belgische Bewerbung im September nachdrücklich auf die Konsequenzen hingewiesen, sollte der Vertrag in irgendeiner Weise verändert werden, worauf die Sportministerin Edith Schippers geantwortet hat, dass die holländische Haltung nichts mit einem Unwillen zu tun habe, die Vorgaben der Fifa zu erfüllen, sondern der Tatsache geschuldet sei, ‚dass die Regierung unausweichlich an ihre eigenen (konstitutionellen) Regeln gebunden ist‘. Demokratische Grundregeln sind bei einer Bewerbung allerdings nicht immer förderlich.</p><p><strong>Johannes Leithäuser</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E36F562621A6D4B52806379C19D723298~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ)</a> schätzt die Chancen der englischen Bewerbung ein: „Die Liebesaffäre eines englischen Fußballverbands-Vorsitzenden, enthüllte Indiskretionen seiner Geliebten, zuletzt noch Zeitungsberichte über Bestechungsfälle in der Exekutive des Internationalen Fußballverbandes (Fifa) &#8211; das waren einige Stolpersteine auf dem Weg nach Zürich, wo am Donnerstag die Entscheidung fällt. Der gestolperte Verbandschef, Lord Triesman, sah sich im Mai zur hastigen Niederlegung seiner Funktionen gezwungen, nachdem er seiner früheren Freundin, die unterdessen für ein Londoner Sonntagsblatt arbeitete, am Mittagstisch andeutete, ein spanischer WM-Sieg in Südafrika könne womöglich mit russischem Geld gekauft werden, um im Gegenzug der russischen Bewerbung für 2018 spanische Unterstützung zu sichern. Die Freundin nahm diese Spekulationen mit verstecktem Tonband auf und breitete die Geschichte in ihrer Zeitung aus. Im englischen Bewerbungsteam hängen am charmanten Lächeln von Prinz William durchaus ernste Hoffnungen &#8211; vielleicht lockt es die Herren der Fifa ja doch, ihren eigenen Namen mit dieser weltweiten Berühmtheit zu verbinden. Hilfsweise ruhen die optimistischen Prognosen aber doch auf den Details des englischen Bewerbungskataloges. In den Unterlagen ist &#8211; hinter einem Foto Prinz Williams &#8211; zunächst gar nicht so viel von Fußball die Rede (Bescheidenheit!), sondern von England als Heimat und Treffpunkt sämtlicher Kulturen und Nationen der Welt: alle 31 anreisenden Nationen fänden eine Heimatgemeinde von Ausgewanderten auf englischem Boden vor, die sie willkommen heiße, bejubele, unterstütze und die natürlich &#8211; so muss der Schluss lauten &#8211; auch Eintrittskarten für die Spiele, Fanartikel und alles andere freudig kaufen werde, womit die Fifa während der WM ihr Geld verdient.“</p><p><strong>Russland will Großmacht sein</strong></p><p><strong>Michael Ludwig</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E53796CF9A3884ABEAE85D325B7F20C1C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>) kümmert sich um die russische Bewerbung: „Was den Elitefußball im Land angeht, so brachte es die postsowjetische neue Ära mit sich, dass zum einen der Profifußball gang und gäbe wurde und dass zum anderen in der russischen ersten Liga immer mehr Ausländer spielen, während Russen bei ausländischen Klubs anheuern. Diese Art der Integration hat dem russischen Fußball als Ganzem gut getan. Die Aussicht auf eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, so glauben die Verantwortlichen in Moskau, werde dem russischen Fußball zusätzlich Auftrieb geben und natürlich auch die Nationalmannschaft beflügeln. Darüber hinaus ist das Vorhaben, die WM in acht Jahren auszurichten, auch Ausdruck der Moskauer Bestrebungen, Russland solle, wie es seinerzeit die Sowjetunion war, eine Sportgroßmacht werden. Um die WM zu realisieren, hat Russland in seiner Bewerbung gar nicht erst den Versuch unternommen, die Spiele gleichmäßig über das ganze Land zu verteilen. Im größten Flächenstaat der Erde soll das Turnier nur an Orten im europäischen Landesteil ausgetragen werden. Darüber hinaus hofft man, die Transportprobleme auch durch noch kleinräumigere geografische Schwerpunktbildung bei der Austragung der Spiele nach dem ‚Cluster‘-Prinzip zu reduzieren. 48 von 64 Gruppenspielen sollen nach diesem Prinzip stattfinden. Demnach spielen die Mannschaften so oft wie möglich in einer Stadt oder zumindest in einem Nachbarspielort. Spieler und Zuschauer müssten sich lediglich in einem begrenzten Raum bewegen, sagt der für die internationalen Medien zuständige Pressesekretär des russischen Bewerbungskomitees, Andreas Herren, ein ehemaliger Fifa-Mitarbeiter. Die russische Regierung hat die finanzielle Garantie übernommen, das alles so läuft wie in der Bewerbung für die Austragung der Weltmeisterschaft versprochen. Putin hat zudem zugesagt, dass alle, die Eintrittskarten für eines der Spiele besitzen, ohne Einreisevisum beantragen zu müssen, ins Land gelassen werden. Der Transport der Zuschauer am Boden &#8211; auf der Schiene oder im Bus &#8211; erfolgt zum Nulltarif.“</p><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/:korruption-fifa-ignoriert-bestechungsvorwuerfe/50200531.html">Financial Times Deutschland</a>) geht auf die Absprachen im Hintergrund ein: „Ja, die Absprachen zwischen der iberischen Allianz und den Katarern, die seit Langem bekannt sind, irritieren die Russen sehr. Dabei wissen auch sie: Bilaterale und sogar multilaterale Absprachen gehören bei der Vergabe von Megaevents zur Tagesordnung.  Deutschland etwa war 2000, als es die WM 2006 bekam, sehr froh darüber, dass der damalige DFB-Präsident Egidius Braun gemeinsam mit Uefa-Boss Lennart Johansson ein Agreement gegen die englische Bewerbung geschmiedet hatte. Damit war Südafrika geschlagen. Noch ein Beispiel: Der DFB hatte zuletzt einen Deal mit Australien geschlossen &#8211; das Land zog seine Bewerbung für die Frauen-WM 2011 zurück, wodurch Deutschland Gastgeber wurde. Dafür versprachen die Deutschen, sich für die WM 2022 in Australien starkzumachen. Abgestimmt wird am Donnerstag. Es wird nicht so weit kommen, wie Anne Schwöbel gefordert hat, die Chefin der Schweizer Sektion von Transparency International. Sie möchte die flächendeckende Korruption in der Fifa von unabhängigen Instanzen überprüfen und die WM-Vergabe verschieben lassen. Die Fifa aber hält an ihrem Zeitplan fest &#8211; unbeirrbar, wie immer.“</p><p><strong>Internationales Wettrüsten</strong></p><p><strong>Peter Birrer</strong> (<a
href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/hochtourig_1.8534615.html">NZZ</a>) rechnet vor: „Die Fußball-WM ist Staatsangelegenheit und dreht immer hochtouriger, die daran Beteiligten montieren Scheuklappen, die Kritikfähigkeit ist eingeschränkt, und Differenzierungen sind ohnehin unerwünscht. Wenn am Donnerstag die 22 im Exekutivkomitee verbliebenen Mitglieder in Zürich die WM-Turniere 2018 und 2022 vergeben, hat sich am Befund aus dem Jahr 2007 nichts geändert. Die WM generiert dank den Fernseheinnahmen Milliarden, die nicht zum Veranstalter fließen, sondern via Fifa größtenteils in die ihr angeschlossenen 208 Mitgliedsverbände auf allen Kontinenten .Vor den Wahlen wird der Eindruck vermittelt, die ganze Welt bewerbe sich um die WM. Diesmal wollen Russland, England, Holland/Belgien, Spanien/Portugal, die USA, Katar, Südkorea, Japan und Australien die Fifa-Kriterien erfüllen. Die meisten Länder unterwerfen sich ohne Einschränkung dem Rechts-Diktat des Weltverbands, geben Staatsgarantien ab, erlassen Steuern und erfüllen seine Forderungen für die Sportinfrastruktur. Die meisten Bewerber für 2018 und 2022 budgetieren allein für die Stadien 2 bis 3 Milliarden Franken, Russland rechnet mit 13 neuen Arenen und gegen 4 Milliarden. Das irrationale Wettrüsten kann der Fifa nur recht sein. Sie kurbelt den Wettbewerb zusätzlich an, weil die WM ihr ein und alles ist. Je mehr Länder und Regierungen dafür weibeln, desto mehr Publizität haben die Fifa und ihr Premium-Produkt, dessen volkswirtschaftlicher Nutzen für die Veranstaltungsländer allerdings höchst umstritten ist. Wer darauf hinzuweisen wagt, hat Gewähr, im Geschrei unterzugehen.“</p><p><a
href="http://www.youtube.com/watch?v=ejdhwWlyJ2w">freistoss des tages</a></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18253</guid> <description><![CDATA[Die Presse beschäftigt sich intensiv mit den Enthüllungen um Korruption bei der Fifa Lars Wallrodt (Welt Online) empfindet hinsichtlich der morgigen WM-Vergaben alles andere als Vorfreude: „Donnerstag wird kein guter Tag für den Fußball, obwohl es eigentlich ein Freudentag werden sollte. Der Weltverband Fifa vergibt zum ersten Mal überhaupt zwei Weltmeisterschaften gleichzeitig, für 2018 und [...]
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id="more-18253"></span></em><strong>Lars Wallrodt</strong> (<a
href="http://www.welt.de/sport/fussball/article11307560/Die-WM-Vergabe-2018-und-2022-versinkt-im-Chaos.html">Welt Online</a>) empfindet hinsichtlich der morgigen WM-Vergaben alles andere als Vorfreude: „Donnerstag wird kein guter Tag für den Fußball, obwohl es eigentlich ein Freudentag werden sollte. Der Weltverband Fifa vergibt zum ersten Mal überhaupt zwei Weltmeisterschaften gleichzeitig, für 2018 und 2022, und bei solchen Terminen sonnt sich die beliebteste Sportart der Welt gern im Jubel der Gewinner. Doch die Stimmung ist mies, und das wird sie auch bleiben, da können die beiden erwählten Austragungsländer jubeln, wie sie wollen.“</p><p><strong>Die Schweiz braucht harte Gesetze</strong></p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (<a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-bestechungsvorwuerfe-geschuetzte-betrueger-1.1029875">SZ</a>) redet den Eidgenossen ins Gewissen: „Die Fifa ist zur Selbstreinigung außerstande, weil die in eine Art Selbstauflösung der Chefetage münden müsste. Abhilfe kann nur von außen kommen. Die Schweiz, wo bis 2006 passive Bestechung nicht strafbar war, ist das Eldorado für gut 30 Weltverbände. Nun muss das Land zeigen, dass es ein Rechtsstaat ist. Die Schweiz braucht harte Gesetze, die Vertreter von Milliardenkonzernen wie Fifa, IOC, Uefa nicht wie Hasenzüchter jeder Verantwortung entheben &#8211; weil sie formal nur Privatvereine führen. Der autonome Sport ist in zentralen Teilen zur Schattenindustrie verkommen, Wege ans Licht führen nur über elementare Gesetzesvorstöße: Sportfunktionäre müssen, wie UN-Vertreter, als Amtsträger behandelt werden. Dann wäre Betrug kein Antragsdelikt mehr, Sündenfälle gingen direkt zum Staatsanwalt &#8211; der bei der aktuellen Gesetzeslage gar nicht ermitteln kann. Übersteht Blatters Fifa auch diese Affäre ungeschoren, wird sie künftig alles überstehen.“</p><p><strong>Vermutlich nur die Spitze des Eisbergs</strong></p><p><strong>Ralf Sotschek</strong> (<a
href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/fuer-eine-handvoll-millionen/">taz</a>) vermutet weitere düstere Machenschaften: „Wenn Fifa-Präsident Joseph Blatter nachts von Andrew Jennings träumt, ist es mit Sicherheit ein Albtraum. Jennings prangert seit rund zehn Jahren hartnäckig die Korruption im Weltfußballverband an. In der Fifa-Zentrale in Zürich hat er längst Hausverbot. Am Montagabend legte Jennings in einer BBC-Sondersendung neue Beweise für Korruption im Fußballverband vor. Was Jennings öffentlich gemacht hat, ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs: Erhebliche Summen gingen laut ISL-Liste an Sicuretta Invest, eine weitere Tarnfirma in Liechtenstein, deren Eigentümer ihre Spuren besser verwischt haben. So mancher Fifa-Funktionär hat sich auf andere Weise Geld zur Seite geschafft: Jack Warner aus Trinidad und Tobago, Fifa-Vizepräsident und Chef vom nord- und mittelamerikanischen Fußballverband, hat eine Million Dollar kassiert, indem er Eintrittskarten für die WM 2006 auf dem Schwarzmarkt verkaufte. Als das herauskam, wies ihn die Fifa an, eine Million an eine Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Doch bei der WM in Südafrika versuchte Warner erneut, Karten auf dem Schwarzmarkt zu verhökern. Ob die vier korrupten Funktionäre am Donnerstag in Zürich mitbestimmen, wo die WM-Turniere 2018 und 2022 stattfinden werden, ist noch unklar; England buhlt um den Zuschlag für 2018. Der englische Fußballverband hofiert Warner bereits seit 2008.“</p><p><strong>Ein Hauch von Camorra</strong></p><p><strong>Artur vom Stein</strong> (<a
href="http://www.derwesten.de/sport/kommentar/Komplett-abgewirtschaftet-id4005996.html">derwesten.de</a>) zeigt sich erschüttert: „Joseph Blatter spricht immer so gerne von der großen Fußball-Familie, die zusammen halten muss. Und für Außenstehende, die seit vielen Jahren mit Spekulationen über eine korrupte Fifa leben müssen, hat dieser Satz längst einen negativen Beigeschmack: Er klingt nach Camorra. Gerade erst sickern wieder Nachrichten an die Öffentlichkeit, die die Glaubwürdigkeit des Fifa-Exekutivkomitees, wenn man so will der Fußball-Weltregierung, nur deshalb nicht erschüttern, weil sich ein ruinierter Ruf nicht mehr erschüttern lässt.“ Die Fifa sei „ein schlecht beleumundeter Männerbund um einen Präsidenten, der abgewirtschaftet hat und der nun wieder ungerührt versucht, den Skandal für beendet zu erklären. Das hat immer geklappt. Blatter, von dem es heißt, er habe bereits 1988, in der Nacht vor seiner ersten Wahl zum Fifa-Chef, Briefumschläge mit Geld verteilen lassen, sieht jedenfalls keinen Anlass, die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu verschieben. Die große Show wird am Donnerstag in Zürich über die Bühne gehen. Und wer glaubt, dass bei dieser Veranstaltung alles mit rechten Dingen zugeht, der wird auch glauben müssen, dass Blatter ein Ehrenmann ohne Fehl und Tadel ist.“</p><p><strong>James Corrigan</strong>, Sportjournalist aus Wales (<a
href="http://www.fr-online.de/sport/sind-die-englaender-verrueckt-/-/1472784/4880614/-/index.html">FR</a>) stellt sich vor wie es wäre ein Fifa-Mitglied zu sein: „Die Engländer und ihre verdammte freie Presse haben diese gesegnete Organisation aussehen lassen wie eine Bande eigennütziger Schufte. Eine ihrer Zeitungen hat ein paar Führungskräfte der Fifa so ausgetrickst, dass die nach Schmiergeld fragten. Und ihr staatlich finanziertes Fernsehen entschließt sich, drei Tage vor der Fifa-Entscheidung, einen Beitrag zu zeigen, in dem die alten Geister der Korruption beim Weltverband beschworen werden. Sind die Engländer verrückt? Wäre ich ein Fifa-Mitglied, so wäre das für mich, als stimmten die Truthähne für Weihnachten, als stimmen die Banken für die Sozialisten. Es würde mich nicht die Bohne interessieren, dass der Fußballverband oder die Regierung dort keinerlei Kontrolle über die englischen Medien ausüben. In meinen Augen hätten es die Engländer mit ihrem frommen Grundsatz der Redefreiheit vergeigt. Wie dumm, wie naiv. Wäre ich ein Fifa-Mitglied, würde ich schließlich die marmornen Flure von Zürich betreten und mich an Figuren wie Blatter und Jack Warner ranmachen. Und hätte ich erst die höheren Weihen der Fifa erhalten, würde ich auch die Methoden verstehen, mit denen solche Koryphäen operieren. Ich hätte begriffen, wie der einstige Lehrer Warner, der Fifa-Vizepräsident, zu Reichtum gelangt ist. Ich hätte miterlebt, wie er von der Fifa öffentlich dafür getadelt wird, in den Verkauf von Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zum Dreifachen ihres Wertes verwickelt zu sein, um ihn dann wieder aufblühen zu sehen im zweithöchsten Amt des Verbands. Ich hätte verstanden, dass es bei der Fifa nur das Talent zum Vergessen mit der Fähigkeit zur Vergebung aufnehmen kann.“</p><p><a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-kater-nach-dem-einkaufswahn-1.1030440">freistoss des tages</a></p><p>No related posts.</p><p><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/?flattrss_redirect&amp;id=18253&amp;md5=dc8d1525a5d0d1a0220fe6b24d6adbe6" title="Flattr" target="_blank"><img
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=18235</guid> <description><![CDATA[Ein neuer Korruptionsskandal erschüttert die Fifa und rückt die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 in den Schatten Thomas Kistner (SZ) sorgt sich vor der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022: „Die Milliardenflüsse der TV-Konzerne, von Adidas oder Coca-Cola üben enorme Reize aus auf die Fußballbosse, die offiziell Ehrenämtler sind. Über die ISL hatten sie [...]
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id="more-18235"></span></em></p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (<a
href="http://sueddeutsche.de/sport/fifa-korruptionsvorwuerfe-die-naechsten-schwarzen-schafe-1.1029720">SZ</a>) sorgt sich vor der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022: „Die Milliardenflüsse der TV-Konzerne, von Adidas oder Coca-Cola üben enorme Reize aus auf die Fußballbosse, die offiziell Ehrenämtler sind. Über die ISL hatten sie seit den achtziger Jahren ein Kickback-System etabliert. Die Firma erhielt stets die Rechte, Ausschreibungen gab es nur pro forma, systematisch schmierte die ISL den Verbandsbetrieb. Auf einer Zahlungsliste der ehemaligen Fifa-Vermarktungsagentur ISL finden sich 175 Überweisungen, meist Bestechungsgelder an Sportfunktionäre. Die britische BBC hat das Dokument zutage gefördert und wollte am Montagabend berichten, die Liste liegt der SZ vor. Sie nennt Ricardo Teixeira (Brasilien), Nicolas Leoz (Paraguay) und Issa Hayatou (Kamerun) &#8211; drei wichtige Mitglieder der Fifa-Exekutive. Diese vergibt am Donnerstag die WM-Turniere &#8211; mit dem Trio oder ohne das Trio?“</p><p><strong>Michael Ashelm</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~ECB9068C3462B4E80B1422CA3846EBC64~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>) schildert die neusten Korruptionsvorwürfe gegen die Fifa: „So spitzt sich die Lage nun nochmals zu und gerät für die Fifa und deren Präsident Joseph Blatter mehr und mehr außer Kontrolle. Das Exekutivkomitee, de facto die Regierung des Weltfußballs, will am Donnerstag in Zürich über die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden. Stimmen aber die aktuellen Enthüllungen, stellt sich die Frage nach dem Sinn der nun hochbelasteten Veranstaltung. Die wichtigsten Organisationen des Sports bringt dies wieder einmal in Verruf. Der bekannte Schweizer Strafrechtler und federführende Korruptionsbekämpfer der Weltwirtschaftsorganisation (OECD), Mark Pieth, hatte sich zuletzt für eine Gesetzesrevision in der Schweiz ausgesprochen, damit auch die dort ansässige Fifa und das Internationale Olympische Komitee nicht mehr vom Schweizer Antikorruptionsgesetz ausgenommen bleiben. Durch die Verwicklungen ihrer höchsten Repräsentanten gerät die Fifa schwer unter Druck. Zwei der ursprünglich 24 Mitglieder des Exekutivkomitees sind schon suspendiert, gegen drei gibt es neue schwere Vorwürfe, zudem sind weitere Funktionäre aus dem Führungszirkel nicht gerade gut beleumundet. Wie sauber und seriös können also die Entscheidungen am Donnerstag um die WM 2018 und WM 2022 überhaupt noch ausfallen? Es geht um Milliardenprojekte mit hohem Prestigewert. Der deutsche Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, der ebenfalls in dem Fifa-Gremium mitstimmen wird, kann sich allerdings nicht vorstellen, dass die WM-Vergabe aus triftigen Gründen verschoben wird. Eine Organisation wie Transparency International rät zu dieser Vorgehensweise, zumal auf die Fifa hohe Schadenersatzklagen von Ländern zukommen könnten, die in der Wahl am Donnerstag unterliegen.“</p><p><strong>Blatter hat abgewirtschaftet</strong></p><p><strong>Roland Zorn</strong> (<a
href="http://www.faz.net/s/Rub31BAF3CC293542EBAD4C45D7027BF394/Doc~E36DA5C870A374221858A94FAB504F2FD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>) plädiert für eine Verschiebung der Vergabe: „Inzwischen ist derart viel schmutzige Wäsche vor der Verkündung der WM-Gastgeber 2018 und 2022 an die Öffentlichkeit gespült worden, dass eine Verschiebung der Doppelwahl sinnvoll wäre. Dazu wird es jetzt, da die Entscheidung unmittelbar bevorsteht, wohl nicht mehr kommen – doch die Risiken und Nebenwirkungen des Wahlaktes vom Donnerstag inklusive möglicher Anfechtungen danach sind längst absehbar. Die Zürcher Prozedur schadet dem Weltfußball und vor allem den in Sonntagsreden besonders eifrigen Hütern seiner ethischen Prinzipien. Kurz vor der Verkündung der Sieger von morgen ist ein Verlierer von heute schon gefunden: Es ist der Männerbund um Fifa-Präsident Joseph Blatter, der schwer zerzaust im Zentrum eines Skandals steht, der seinen Vormann den Job kosten könnte. Wer mag dem in seinen frühen Präsidentenjahren selbst skandalumwitterten Blatter unter diesen Umständen noch zutrauen, in seinem Verband und seinem Exekutivkomitee rücksichtslos aufzuräumen, wenn immer mehr jahrelange Wegbegleiter des Wallisers am Pranger stehen? Blatters Kabinett hat, das ist augenscheinlich, abgewirtschaftet. Was die Fifa braucht, sind ab sofort neue Leute, moderne, hauptamtlich geprägte Strukturen, mehr Transparenz und damit eine frische Glaubwürdigkeit. Nur dann kann sie auf ihrer obersten Ebene wieder ein Stück des verloren gegangenen Renommees zurückerobern.“</p><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<a
href="http://www.fr-online.de/sport/die-tiefen-taschen-der-fifa-funktionaere/-/1472784/4880620/-/index.html">FR</a>) analysiert: „Nun sind also mehr als 140 Millionen Franken Bestechungsgeld dokumentiert. Auch das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein. Im Gegenzug haben die Sportfunktionäre der ISL Milliardenaufträge verschafft: Sponsorenverträge, Marketingrechte, TV-Rechte. Die Zahlungen liefen meist über Tarnfirmen und Stiftungen. Es war ein ausgeklügeltes System, an dem Anwälte, Steuerberater, renommierte Buchprüfungsfirmen und sogar die eidgenössische Steuerverwaltung mitgewirkt haben.“</p><p><a
href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-11/film-schiff-torjaegers">freistoss des tages</a></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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