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><channel><title>indirekter freistoss &#187; Bestechung</title> <atom:link href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/bestechung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.indirekter-freistoss.de</link> <description>Presseschau für den kritischen Fußballfreund</description> <lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 15:34:17 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator> <item><title>Die Staatsführung greift ein, Bestechungsvorwurf gegen Australien</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2010/07/02/die-staatsfuhrung-greift-ein-bestechungsvorwurf-gegen-australien/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2010/07/02/die-staatsfuhrung-greift-ein-bestechungsvorwurf-gegen-australien/#comments</comments> <pubDate>Fri, 02 Jul 2010 08:51:22 +0000</pubDate> <dc:creator>Kai Butterweck</dc:creator> <category><![CDATA[Am Grünen Tisch]]></category> <category><![CDATA[Australien]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[DFB]]></category> <category><![CDATA[Frankreich]]></category> <category><![CDATA[Ghana]]></category> <category><![CDATA[Jay-Jay Okocha]]></category> <category><![CDATA[Jean Pierre Escalettes]]></category> <category><![CDATA[Joachim Löw]]></category> <category><![CDATA[Joseph Blatter]]></category> <category><![CDATA[Nationaltrainer]]></category> <category><![CDATA[NFF]]></category> <category><![CDATA[Nigeria]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Raymond Domenech]]></category> <category><![CDATA[Theo Zwanziger]]></category> <category><![CDATA[WM 2010]]></category> <category><![CDATA[WM 2022]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=17176</guid> <description><![CDATA[Während sich die Politik vermehrt um die Belange des  Fußballs kümmert, gibt es in Australien Unstimmigkeiten beim Bewerbungsverfahren für die WM 2022 Johannes Aumüller und Michael König (sueddeutsche.de) beobachten eine zunehmende Einmischung der Politik in den Fußball: „Der gescheiterte französische Nationaltrainer Raymond Domenech und der scheidende Vorsitzende des nationalen Fußballverbands, Jean-Pierre Escalettes, wurden zur Anhörung [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-17176"></span></em></p><p><strong> </strong></p><p><strong>Johannes Aumüller </strong>und<strong> Michael König</strong> <a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-frankreich-und-nigeria-fussball-als-staatsaffaere-1.968332">(sueddeutsche.de)</a> beobachten eine zunehmende Einmischung der Politik in den Fußball: „Der gescheiterte französische Nationaltrainer Raymond Domenech und der scheidende Vorsitzende des nationalen Fußballverbands, Jean-Pierre Escalettes, wurden zur Anhörung ins Parlament einbestellt. Das ist ungefähr so, als wären Joachim Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger in den Bundestag zitiert worden, um Rechenschaft über das Abschneiden bei der WM abzulegen. Joseph Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbands Fifa geißelte die Anhörung als Einmischung der Politik in die Angelegenheiten des Verbands. Blatter droht: `Sollten alle weiteren Konsultationen scheitern, bleibt uns als einziges Mittel die Suspendierung des Verbandes.` Auch Nigeria hat den Unmut des Schweizers erregt, weil die politische Führung die fußballpolitische Todsünde begangen hat, sich in die Angelegenheit des Sports einzumischen. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM  hatte Nigerias Präsident Goodluck Jonathan den Fußball-Verband (NFF) überraschend aufgelöst und die Nationalmannschaft für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen. Die Autonomie des Sports ist der Fifa heilig, und für die Missachtung dieses Grundsatzes hat sie bereits mehrfach nationale Verbände vorübergehend ausgeschlossen, inklusive allen sportlichen und finanziellen Folgen.“</p><p><strong>Chaotisch und korrupt </strong></p><p>Auch <strong>Dominic Johnson</strong> <a
href="http://www.taz.de/1/sport/wm-2010/artikel/1/nationalelf-suspendiert-verband-aufgeloest/">(taz)</a> beschäftigt sich mit den Ereignissen in Nigeria: „Am Vortag der Auflösung des nigerianischen Verbandes hatte die Polizei die NFF-Zentrale in der Hauptstadt Abuja gestürmt und Akten beschlagnahmt. Die Büros wurden gestern von der Polizei geschlossen und versiegelt. Der NFF gilt als notorisch chaotisch und korrupt. Vergangenes Jahr waren 326.000 US-Dollar aus den NFF-Büros spurlos verschwunden. Ein Kommentator der Zeitung <em>Vanguard</em> führte die Krise des nigerianischen Fußballs gestern auf regionale und tribale Rivalitäten zurück. Im NFF-Vorstand hätten der Norden, die Mitte und der Südwesten Nigerias zusammen die Mehrheit und würden sich regelmäßig gegen den Süden und Südosten durchsetzen, wo aber die meisten guten Spieler und Trainer des Landes herkämen, so Jimmy Salvage.“</p><p>Für <strong>David Smith</strong> vom <a
href="http://www.guardian.co.uk/football/2010/jun/30/nigeria-football-team-worldcup2010">Guardian</a> zeige die Reaktion der Politik Nigerias vor allem, dass „die Freude über die Euphorie der ersten WM-Austragung in Afrika und das Erreichen des Viertelfinales von Ghana nicht überall geteilt wird. Nigerias Mannschaft hat sich jämmerlich präsentiert. Aber auch alle anderen afrikanischen Nationen außer Ghana mussten sich nach der Vorrunde verabschieden. Kritik gab es dafür von Jay-Jay Okocha bei der BBC: `Mir hat bei allen Spielern die Leidenschaft gefehlt. Der unbedingte Wille, für den Kontinent zu spielen und zu sterben. Anders als bei ihren Clubs haben sie all das bei der WM vermissen lassen.`“</p><p><strong>Scheitern mit Stil</strong></p><p><strong>Christian Kamp</strong> <a
href="http://www.faz.net/s/Rub6E7B1822210D44A697865B062A1E8F69/Doc%7EEE990A953AF4B450FAADE38DA8D3A43A6%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">(FAZ.net)</a> wundert sich hingegen über die stoische Ruhe, mit denen die bei diesem Turnier gescheiterten Verbände mit ihren Trainern umgehen: „Wie man mit Stil statt im ganz großen Stil scheitert, machten bei diesem Turnier andere vor. Griechenland zum Beispiel, das Otto Rehhagel in Würde gehen ließ, oder die Schweiz, die Ottmar Hitzfeld einfach weitermachen lässt, als wäre nichts gewesen. Südafrika schimpfte ein bisschen auf Trainer Parreira, ließ sich aber sonst die WM-Laune nicht verderben. Besonders rührend schließlich war, wie Japans Trainer Okada alle Verantwortung für das Scheitern auf sich nahm, obwohl Premierminister Naoto Kan wie viele seiner Landsleute lobte und gratulierte. Okadas Demut ist nichts hinzuzufügen. Wo der Blick schon in Fernost ist: Wie es den Spielern aus Nordkorea wohl zurück in der Heimat ergangen ist? Anzunehmen, dass die Politik darauf einen gewissen Einfluss hat.“</p><p><strong>Halsketten für Ehefrauen</strong></p><p><strong>Carolin Küter</strong> <a
href="http://www.taz.de/1/sport/wm-2010/artikel/1/perlenketten-fuer-die-fussball-wm-2022/">(taz)</a> blickt derweil ferner in die Zukunft und befasst sich mit Australiens Bewerbung um die Austragung der WM 2022: „Bei der Bewerbung greift das Land, wie die australische Tageszeitung <em>The Age</em> berichtet, zu zweifelhaften Methoden. Das Blatt deckte mehrere Unstimmigkeiten im Bewerbungsverfahren auf: So wurden Halsketten an Ehefrauen wichtiger Fifa-Funktionäre verschenkt. Zudem soll der Tochter des Fifa-Chefs Joseph Blatters ein Job versprochen worden sein. Schließlich wurden Fußball-Lobbyisten im Falle des Erfolgs hohe Prämien in Aussicht gestellt, die dann aus Steuermitteln zu zahlen wären. Die Medien vermuten Bestechung, Sportministerin Kate Ellis kündigte die Prüfung der Vorgänge an und auch die Fifa will dem Vorwurf nachgehen.“</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=14271</guid> <description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung blickt tief in die bislang verschwommene Welt des Wettskandals: über abgehörte Telefonate, die mutmaßlichen Drahtzieher und eine dünne Beweislage der Staatsanwaltschaft. Obwohl man dieser Tage viel über den Wettskandal liest, hält sich der Informationsgehalt oftmals in Grenzen. Das verwundert nicht, handelt es sich doch um ein laufendes Ermittlungsverfahren, bei dem alle (vermeintlich) [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-14271"></span></em></p><p>Obwohl man dieser Tage viel über den Wettskandal liest, hält sich der Informationsgehalt oftmals in Grenzen. Das verwundert nicht, handelt es sich doch um ein laufendes Ermittlungsverfahren, bei dem alle (vermeintlich) beteiligten Parteien lieber zu wenig als zu viel sagen. Umso interessanter ist der Beitrag von <strong>Hans Leyendecker</strong> (<a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/577/495899/text/">Süddeutsche Zeitung</a>), der sich genauer mit dem Verfahren 35 Js 40/09 der Bochumer Staatsanwaltschaft beschäftigt hat.</p><p>So sei aus Ermittlerkreisen und von Anwälten durchgedrungen, dass die Strafverfolger ihren Verdacht ausschließlich auf abgehörte Telefonate gründen. &#8222;Solche Telefon-Überwachungsmaßnahmen (es gibt Tausende Seiten TÜ-Protokolle) können in der Regel nur Hinweise liefern und sind meist sehr interpretationsfähig. Hunderte Telefonate hörten die Polizisten an, ehe sie die Köpfe der Bande dorthin sperren durften, wo der Knastmünzsprecher steht&#8220;, schreibt Leyendecker. Als Pate des Wettskandals scheint sich Deniz C. herauskristallisiert zu haben, dessen Verteidiger Burkhard Benecken sich bezüglich der Vorwürfe gegenüber seinem Mandanten überraschend mitteilsam gibt. So habe sich Deniz C. laut der Strafverfolger mit fünf weiteren Beschuldigten zusammengeschlossen, um &#8222;Sportler aus hochrangigen europäischen Fußballligen zu schmieren&#8220;. Zudem soll er Köche und Ärzte bestochen haben, die Fußballer gezielt außer Gefecht setzen sollten. Laut der Ermittler handele es sich dabei um gewalttätige organisierte Kriminalität, die es in dieser Form noch nie gegeben habe.</p><p>Warum Deniz C.s Anwalt all diese ungewöhnlichen Vorwürfe gegenüber seinem Mandanten bereitwillig an die Öffentlichkeit trägt, ist für Leyendecker klar: &#8222;Seine Berichte aus der Unterwelt sind kein Mandantenverrat, sondern Verteidigungsstrategie.&#8220; Benecken halte Deniz C. für unschuldig und die Thesen der Ermittler für &#8222;aufgeblasen&#8220;. Leyendeckers Prognose für den Fortgang des Verfahrens ist alles andere als optimistisch: &#8222;Wenn es nun aber keine Geständnisse der angeblichen Wettbetrüger regnet, wird die Beweislage für den großen internationalen Betrug nicht üppig sein. Die Ermittler haben ohnehin den Verdacht, dass Deniz C. in anderem Zusammenhang die Rechtsanwalts-Honorare anderer Beschuldigter bezahlt habe, damit die keine Aussagen gegen ihn machten.&#8220; Auffällig sei zudem, dass Berichte über Verdachtsfälle in Deutschland bislang eher &#8222;provinziell&#8220; wirken: &#8222;Viermal soll die zweite Bundesliga betroffen sein. Ansonsten geht es hierzulande nur um Spiele in unterklassigen Ligen. Immer ist der Anfangsverdacht dünn.&#8220;</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=14214</guid> <description><![CDATA[Der Wettskandal zieht weiter seine Kreise: Einschätzungen, Interviews und Hintergründe, auch aus Asien, sowie ein neuer Gesetzesvorschlag Fahrlässige Annahme Heiko Hinrichsen zeigt sich in der Stuttgarter Zeitung höchst erstaunt, dass es aus Unbedarftheit heraus überhaupt so weit kommen konnte: &#8222;Das gigantische Ausmaß des Skandals mit seinen weltweiten Vernetzungen legt die Verwundbarkeit des Systems Profifußball schonungslos [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-14214"></span></p><p><strong>Fahrlässige Annahme</strong></p><p><strong>Heiko Hinrichsen</strong> zeigt sich in der <strong>Stuttgarter Zeitung</strong> höchst erstaunt, dass es aus Unbedarftheit heraus überhaupt so weit kommen konnte: &#8222;Das gigantische Ausmaß des Skandals mit seinen weltweiten Vernetzungen legt die Verwundbarkeit des Systems Profifußball schonungslos offen. Wer soll im Zeitalter von Online-Zockerei und asiatischen Wettpaten die Betrüger noch stoppen? Längst ist der Profifußball ein Milliardengeschäft &#8211; und die Betrüger sind bestens organisiert. Es war also vonseiten der Funktionäre nicht etwa blauäugig, es war in höchstem Maße fahrlässig zu glauben, in Europas Sportart Nummer eins gäbe es keine großangelegte Korruption.&#8220;</p><p><strong>Blauäugiger Zwanziger</strong></p><p>Der ehemalige Trainer des SC Verl, <strong>Mario Ermisch</strong>, selbst Anwalt, hat im Interview mit <strong>Marcus Bark</strong> in der <a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/news/:interview-mit-verls-ex-trainer-dass-spieler-wetten-ist-nicht-ruchbar/50042138.html">Financial Times Deutschland</a> eine eindeutige Auffassung, welche Wetten zugelassen sein dürften. Und plaudert aus des Amateurfußballers Nähkästchen:</p><p>&#8222;Spiele, bei denen es um wenig geht, gerade auch zum Ende der Saison, sind natürlich problematisch. Ich weiß gar nicht, wie da seriös Quoten ermittelt werden sollen. Auf solche Partien sollte nicht gesetzt werden dürfen. (&#8230;) Jeder, der selber gespielt hat, weiß doch, was bei den Amateuren abgeht. In der Kreisliga B ist es die Kiste Bier, für die eine Mannschaft den Gegner weghauen soll. Oder es wird Geld für absichtliche Niederlagen zumindest geboten. Jeder weiß, dass im unteren Amateurbereich zum Saisonende die abenteuerlichsten Ergebnisse herauskommen. Ich fand es schon sehr blauäugig vom DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, als er betonte, dass von 1,4 Millionen Spielen in Deutschland ja nur 32 verdächtig seien. Allein schon deshalb, weil nur auf einen Bruchteil der Spiele gewettet werden kann.&#8220;</p><p>Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Lektüre eines Werkes des Autoren Joe McGinniss, &#8222;Das Wunder von Castel di Sangro&#8220;, in dem er zwar am Rande, aber unmissverständlich beschreibt, wie es in italienischen unteren Klassen Usus sei, gegen Saisonende Spiele zu verschieben, wenn diese für das eigene Team keine Relevanz mehr hätten &#8212; ganz so, wie es Mario Ermisch oben auch für den deutschen Fußball andeutet.</p><p><strong>Eine Frage der Veranlagung</strong></p><p>DFB-Schiedsrichterleiter <strong>Lutz Michael Fröhlich</strong> zweifelt im Interview mit <strong>Dominik Bardow</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Bundesliga-Wettskandal-Lutz-Michael-Froehlich;art133,2957947">Tagesspiegel</a>) daran, dass höhere Entlohnung der Schiedsrichter diese gegen Betrugsgedanken immunisieren könnte, auch wenn noch nicht feststeht, ob und wie viele Schiedsrichter beteiligt waren. Zunächst gibt er Auskunft über die aktuellen Verdienste: &#8222;3800 Euro pro Spiel in der Bundesliga über 2000 in der Zweiten Liga bis 300 Euro in den Regionalligen.</p><p><em>Würde die Manipulationsgefahr zurückgehen, wenn man die Sätze erhöht?</em></p><p>Da bin ich skeptisch, weil das auch eine Frage der Veranlagung ist. Wer es darauf abgesehen hat, nur Geld zu kassieren, den wird man auch mit höheren Honoraren nicht in den Griff bekommen.&#8220;</p><p>Auf die Frage, ob es weitere Maßnahmen geben könne nach jenen, die man im Rahmen des Hoyzer-Skandals bereits ergriffen hatte, ist Fröhlich skeptisch: &#8222;Wenn Sie in Ihrer Wohnung alle möglichen Schlösser vor die Tür hängen, schreckt das sicherlich im ersten Moment ab, aber wenn es jemand wirklich darauf anlegt, bei Ihnen einzubrechen, dann schafft der das auch. Sie können keine Schiedsrichter einsperren, zur Spielleitung herauslassen und dann wieder einsperren. Das sind alles freie Menschen. Wir müssen zwar gegen schwarze Schafe vorgehen, aber auch an diejenigen denken, die jedes Wochenende redlich ihre Leistung bringen.&#8220;</p><p><strong>Als Student mit 50.000DM Einsatz zum &#8222;High Roller&#8220;</strong></p><p><strong>Axel Raack</strong> portraitiert für <a
href="http://www.11freunde.de/bundesligen/125890">11Freunde</a> einen mutmasslichen Hauptdrahtzieher, zumindest der Vorgänge in Deutschland, den allseits bekannten Ante Sapina: &#8222;Das erste große Geld macht der eingeschriebene Student 2000, als er zu Saisonbeginn der Bundesliga 50.000 DM auf die Meisterschaft von Bayern München setzt und nach dem dramatischen letzten Spieltag &#8211; den die Münchener doch noch als nationaler Meister beenden &#8211; um 100.000 DM reicher ist. Der Einstieg als &#8218;High Roller&#8216;, unter Profizockern quasi die Eliteliga, ist perfekt. In der Folge verschleudert der junge Berliner Unsummen, verdient sich aber gleichzeitig eine goldene Nase. Monatlich habe er bis zu 400.000 in Sportwetten investiert. In der Folge reißen sich die großen Lotterien um den Dukatenesel aus Charlottenburg. Als er bei einer verlorenen Wette 300.000 Euro in den Sand setzt, überbringt ihm ein Oddset-Mitarbeiter &#8217;schöne Grüße&#8216; und als Trostpflaster einen Kugelschreiber plus Feuerzeug. In der Hauptstadt ist er bald bekannt wie ein bunter Hund.&#8220; In Berlin selbst habe er schon bald nicht mehr setzen dürfen, weil er zu oft große Kasse gemacht hatte. Im Hoyzer-Prozess wird ihm schließlich Spielsucht attestiert, was ihn vermindert schuldfähig macht. Diese Sucht war ihm wohl weiterhin Antrieb, auch nach seiner ersten Verurteilung: &#8222;Das zwielichtige Spiel aus Bestechung, Anbiedern, Bedrohung und Überredungskunst hat Sapina in den vergangenen Jahren offenbar so gut gespielt, wie kein anderer.&#8220;</p><p><strong>In Deutschland lebende Studenten berichten live</strong></p><p><strong>Frank Hollmann</strong> und <strong>Benedikt Voigt</strong> schildern im <a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Wettskandal-China;art133,2958857">Tagesspiegel</a> die Lage in Ostasien: &#8222;China scheint sogar vorne zu liegen in Sachen manipulierter Fußballspiele, dort hat die Manipulation beinahe Tradition. Häufig sammeln die kleinen Buchmacher in Bars Einzelwetten von bis zu 10.000 Euro und reichen sie an die großen Buchmacher weiter, diese setzen das eingesammelte Geld dann via Internet weltweit. Die Informationen für obskure Wetten auf untere deutsche Ligen liefern in Deutschland lebende Studenten live vom Spielfeldrand per Handy nach China, berichtete die &#8218;ARD&#8216;.&#8220; Ganz im Zuge dieser Tradition erläutern Voigt und Hollmann weiter: &#8222;Das große Geld wird in Untergrundbars und verbotenen Spielhöllen verzockt. 2008 registrierte Chinas Polizei 179.000 Fälle illegalen Spielens. Die Gesamteinnahmen durch illegale Wetten werden auf 100 Milliarden Euro geschätzt, mehr als die Hälfte davon sind Fußballwetten.&#8220;</p><p><strong>Die Hydra der illegalen Buchmacher</strong></p><p><strong>Marcus Bark</strong>, <strong>Andreas Förster</strong> und <strong>Lukas Heiny</strong> beleuchten in einem umfangreichen Dossier der <a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/news/:agenda-wenn-fussballer-marionetten-werden/50040931.html">Financial Times Deutschland</a> die Situation weiter: &#8222;Es ist ein dunkles Geflecht aus illegalen Wettbüros, Mittelsmännern und Geldboten, dem die Ermittler gegenüberstehen. Nicht selten laufen die Wetten über Spielhöllen in den Hinterhöfen von Hanoi, Bangkok oder Schanghai. Kontrolliert von organisierten Banden, werden dort Milliarden Dollar verzockt, meist in Livewetten. Bei ihrer letzten Großrazzia gegen die Wettmafia hob die internationale Polizeiorganisation Interpol in Asien mehr als 1000 solcher illegaler Wettbüros aus. 1300 Verdächtige nahmen die Fahnder fest. Doch es ist wie bei einem Kampf mit einer Hydra: Kaum ist dem Ungeheuer ein Kopf abgeschlagen, wachsen zwei neue nach.&#8220;</p><p><strong>&#8222;Wer den Verlauf in unlauterer Weise beinflusst&#8220;</strong></p><p><strong>Heribert Prantl</strong> berichtet in der <a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/312/495636/text/">SZ</a> von bayrischen Plänen, sich juristisch in Zukunft anders mit der Anfälligkeit des Sports für Missbrauch auseinanderzusetzen: &#8222;Bayerns Justizministerin Merk (CSU) hat einen Entwurf ausgearbeitet. Demnach sollen Doping, Bestechung, Bestechlichkeit und sonstige betrügerische Manipulation verfolgt werden. Die Strafen reichen bis zu 10, bei gewerbsmäßigem Doping bis zu 15 Jahren Haft.&#8220; Ein ähnlicher Vorstoß vor drei Jahren war am Widerstand des damaligen Bundesinnenministers Schäuble gescheitert, dieser sei jedoch nicht so umfassend wie der aktuelle gewesen. &#8222;Es soll nun jede Korruption im Sport vom Strafrecht abgedeckt werden: Wer den &#8218;Verlauf eines sportlichen Wettkampfs in unlauterer Weise&#8216; mit Geld oder sonstigen Vorteilen beeinflusst, wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft.&#8220; Ob dieser Entwurf Erfolg haben könne, sei allerdings schwierig einzuschätzen. Denn die Sportverbände beharrten darauf, dass die Sanktionen überwiegend in ihrer Hand blieben, die Union sei uneinig, dem DOSB reiche die aktuelle Situation aus. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dagegen halte erhöhten &#8222;Verfolgungsdruck&#8220; für notwendig.</p><p><a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/139/495464/text/">freistoss des tages</a></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://seo.indirekter-freistoss.de/?p=3370</guid> <description><![CDATA[Der Sport kann seine Probleme nicht selbstständig bekämpfen / Die Mentalität, sich zu überschätzen, ist weit verbreitet Gab es Bestechung im Handball? Nichts ist bewiesen, doch es gibt Indizien. Die Verbände jedoch verharren und schweigen. Grund für Jens Weinreich (Berliner Zeitung), das große Problem Korruption im Sport grundsätzlich zu erläutern: „Der organisierte Sport hat kaum [...]No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Sport kann seine Probleme nicht selbstständig bekämpfen / Die Mentalität, sich zu überschätzen, ist weit verbreitet<span
id="more-3370"></span></em></p><p>Gab es Bestechung im Handball? Nichts ist bewiesen, doch es gibt Indizien. Die Verbände jedoch verharren und schweigen. Grund für <strong>Jens Weinreich</strong> (<a
href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0312/sport/0018/index.html">Berliner Zeitung</a>), das große Problem Korruption im Sport grundsätzlich zu erläutern: „Der organisierte Sport hat kaum Mechanismen gegen Korruption und Manipulation entwickelt. Verbände handeln zögerlich, wenn überhaupt. Im Zweifel kontrolliert man sich selbst. (&#8230;) Rechtswissenschaftler und Korruptionsexperten kritisieren unzureichende Definitionen in Sport-Regelwerken und im Strafrecht. Sportverbände erfreuen sich am Prinzip der partiellen Rechtlosigkeit. Zwar operieren sie wie Konzerne, setzen teilweise Milliardensummen um, sind aber von keiner internationalen Anti-Korruption-Konvention erfasst: nicht von Abkommen der Europäischen Union, der OECD, des Europarats oder der Vereinten Nationen. Zudem genießen sie, wie das IOC und die IHF, in der Schweiz den Rechtsstatus von Vereinen und werden nicht vom Gesetz über den unlauteren Wettbewerb erfasst.&#8220;</p><p><strong>Wir sind die guten Menschen</strong></p><p><strong>Sylvia Schenk</strong>, Vorsitzende der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland und ehemalige BDR-Präsidentin, ergänzt in einem Interview in der <a
href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc%7EE1CA76D82721A49B5977F215BA983C592%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">FAZ</a>: „In vielen Wirtschaftsunternehmen ist es mittlerweile Standard, präventiv gegen Korruption und Bestechung vorzugehen. Im Sport, im professionellen wie im semi-professionellen Bereich und bei den olympischen Sportarten hakt es noch an vielen Ecken und Enden. Der Sport ist noch nicht so weit wie die Wirtschaft. Dabei ist er besonders anfällig für Korruption, aber auch zum Beispiel für Steuerdelikte.&#8220;</p><p>Eine bedenkliche Mentalität habe sich breitgemacht: „Im Sport gibt es generell die Haltung: ‚Wir sind die guten Menschen, wir sind wichtig für unsere Stadt, wir tun so viel für die Gesellschaft.&#8216; Es entsteht eine Art Überidentifikation mit der eigenen Sache. Damit steigt die Bereitschaft, Schritte in die Illegalität zu unternehmen.&#8220;</p><p>Für den deutschen Fußball hat sie ein lobendes Wort: „Der DFB ist nach dem Hoyzer-Skandal sehr professionell vorgegangen, sowohl mit dem konkreten Fall als auch mit präventiven Maßnahmen für die Zukunft, unter anderem mit der kurzfristigen Benennung der Schiedsrichteransetzungen. Leider haben damals offenbar andere Verbände die Zeichen der Zeit nicht erkannt.&#8220;</p><p>Wie ängstlich und heuchlerisch die Schweizer Politik darüber debattiert, ob man den Weltsportkonzernen IOC, Fifa, Uefa, Fina etc. die Steuerprivilegien streichen soll, erfahren wir in einem <a
href="http://jensweinreich.de/?p=3275">Blog-Roman</a> von <strong>Jens Weinreich</strong>.</p><p>No related posts.</p> Bags:<a
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/> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2009/03/12/keine-werkzeuge-gegen-korruption-und-manipulation/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Riss in der Bremer Mannschaft</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/09/18/riss-in-der-bremer-mannschaft/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/09/18/riss-in-der-bremer-mannschaft/#comments</comments> <pubDate>Thu, 18 Sep 2008 22:00:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Champions League]]></category> <category><![CDATA[Atletico Madrid]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Diego]]></category> <category><![CDATA[England]]></category> <category><![CDATA[Frank Baumann]]></category> <category><![CDATA[Huub Stevens]]></category> <category><![CDATA[Mäzen]]></category> <category><![CDATA[Peru]]></category> <category><![CDATA[PSV Eindhoven]]></category> <category><![CDATA[Rumänien]]></category> <category><![CDATA[Schweden]]></category> <category><![CDATA[Ukraine]]></category> <category><![CDATA[USA]]></category> <category><![CDATA[Video]]></category> <category><![CDATA[Wirtschaft]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/09/17/5967/</guid> <description><![CDATA[0:0 gegen Anorthosis Famagusta, in den Zeitungen bekommt Werder die Quittung, vor allem die Stürmer; aber auch der Teamgeist wird vermisst / PSV Eindhoven, ein „Klub, der zu den Verlierern des Klimawandels im europäischen Fußball gehört“ (FAZ), unterliegt Altletico Madrid 0:3 Viel Applaus konnten die Bremer von der Presse nicht erwarten, und so schreibt die [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0918/sport/0031/index.html ">Berliner Zeitung</a>) nimmt speziell Claudio Pizarro in seinen Fokus: „Das Frohlocken nach der Pizarro-Verpflichtung ist der bangen Frage gewichen, ob man mit Offensivkräften in dieser Form in Europa bestehen kann. Die Hoffnung, dass Pizarro mit der Erfahrung von über fünfzig Spielen in der Champions League seinen Kollegen einen Schub geben könnte, ist vorerst gestorben. Mit Markus Rosenberg kommt noch kein harmonisches Zusammenspiel zustande. Die Laufwege der beiden sind so wenig abgestimmt, dass man beinahe glauben könnte, Schweden spielte gegen Peru.“</p><p><strong>Frank Heike</strong> (<strong>FAZ</strong>) rückt die öffentliche Wortmeldung Frank Baumanns in den Vordergrund, die gerade deswegen Beachtung findet, weil der Bremer Kapitän als ruhiger Mann gilt, als „Vorzeigeprofi, als loyaler Angestellter, der von Schelte über die Presse noch nie viel gehalten hat“. Baumann, verletzt nicht im Kader, hat gesagt: „Wir haben ein Einstellungsproblem. Der unbedingte Wille geht uns ab. Das gilt für diese Saison, aber auch für weite Strecken der letzten.“</p><p>Nicht klar ist allerdings, wen genau Baumann meint. Von Heike erfahren wir nebenbei Aufschlussreiches über die letzte Saison: „Früher galten immer Borowski und Owomoyela als Zielscheiben interner Kritik.“ Auf Owomoyela zielt man jetzt in Dortmund, Borowski befindet sich zurzeit in München. Was den Bremer Zusammenhalt in letzter Zeit betrifft, geht Heike so langsam ein Licht auf: „Offensichtlich geht schon seit längerer Zeit ein Riss durch die Mannschaft, der sich weitgehend unbemerkt ausgebreitet hat.“</p><p><a
href="http://www.fliggo.com/video/C52LRXUb">Bremen vs. Famagusta (0-0) 16.09.2008</a></p><p><strong>Geberklub</strong></p><p>0:3 gegen Atletico Madrid, doch <strong>Christian Eichler</strong> (<strong>FAZ</strong>) nimmt Eindhoven angesichts der Rahmenbedingungen und dem Geschäftsgebaren der Konkurrenz in völligen Schutz: „Der PSV ist seit jeher ein Geberklub – doch die Diskrepanz zu den Nehmerklubs, die Distanz zwischen denen, die ausgeglichen wirtschaften, und denen, die das nicht tun müssen (oder wollen), ist immer größer geworden, seit Milliarden-Mäzene nicht nur in England, auch in Ländern wie der Ukraine oder Rumänien im Spiel sind und andere, wie Atletico, mit hohem Risiko auf Pump Spitzenteams zusammenkaufen.“ Eichler würde am liebsten warme Decken verteilen an den „Klub, der zu den Verlierern des Klimawandels im europäischen Fußball gehört“.</p><p>Den Schützen zweier Tore und Schwiegersohns Maradonas, Sergio Agüero, würdigt er mit einer feinen Bogenlampe: „Der junge Mann, der demnächst Diego Maradona zum Opa macht, ließ auch Huub Stevens alt aussehen.“</p><p>Was noch? Die <a
class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0918/sport/0021/index.html ">Berliner Zeitung</a> feiert den 2:1-Sieg Clujs in Rom in der „Nacht der Unaussprechlichen“, die <a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/die_legion_schlaegt_zurueck_1.844056.html ">NZZ</a> attestiert: „Kluhsch“, früher Klausenberg. Die <a
class="extlink" href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E5FDA50F3BF004783B3F5881079B21239~ATpl~Ecommon~Scontent.html ">FAZ</a> veröffentlicht derweil einen feinen Hintergrundbericht über Bestechung und Boom im rumänischen Fußball.</p><p><a
class="extlink" href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/1570437/ ">101greatgoals</a>: Die Tore aus Rom</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/08/31/5582/</guid> <description><![CDATA[Die Story des kanadischen Antikorruptionsjournalisten Declan Hill von einer möglichen Wettmanipulation in deutschen Bundesligen und an der WM 2006, die der Spiegel ans deutsche Licht gebracht hat, beschäftigt die Fußballschreiber; mit Kritik halten sie noch zurück, da nichts bewiesen ist Sebastian Gehrmann (FR) tippt, dass was dran ist: „Nun hat die heile Fußballwelt erneut den [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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class="extlink" href="http://www.declanhill.com/ ">Declan Hill</a> von einer möglichen Wettmanipulation in deutschen Bundesligen und an der WM 2006, die der <a
class="extlink" href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,575337,00.html ">Spiegel</a> ans deutsche Licht gebracht hat, beschäftigt die Fußballschreiber; mit Kritik halten sie noch zurück, da nichts bewiesen ist</p><p><strong>Sebastian Gehrmann</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1587105_Jede-Wette.html ">FR</a>) tippt, dass was dran ist: „Nun hat die heile Fußballwelt erneut den Spiegel vorgehalten bekommen. Wieder soll sein, was nicht sein kann. Und wieder ist es eine neue Qualität. Ein weltweites Netz aus Korruption und Manipulation, skrupellose Kartelle, Hinter- und Mittelsmänner, Milliarden stehen auf dem Spiel. Auch die Bundesliga soll nun betroffen sein, ebenso die Weltmeisterschaft. Eigentlich unvorstellbar. Fassen wir zusammen: Spieler, die das Hundertfache und mehr verdienen, lassen sich für ein paar tausend Euro kaufen? Wirklich? Ein Sieg mit zwei Toren oder doch lieber drei. Stimmt, was jetzt enthüllt wird, dann braucht es nicht mehr als drei, vier windige Gestalten, um hochgerechnet hypothetisch 90 Bundesligaspiele im Jahr zu verschieben. Kann das sein? Die kommenden Wochen werden zeigen, wie viel Dichtung ist und wie viel Wahrheit. Erstunken und erlogen ist die Geschichte mit Sicherheit nicht. Jede Wette.“</p><p><strong>Peter Stolterfoht</strong> (<strong>Stuttgarter Zeitung</strong>) nennt es ein Versäumnis, dass die Anfälligkeit der Profifußballer für Bestechung nicht mit Präventionsmaßnahmen gemildert worden ist: „Ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht – es wird weitere Versuche von Wettbetrügern geben, den Fußball in Deutschland zu manipulieren, sollten die Vereine, ihre Dachorganisation DFL und der DFB dem Problem nicht entgegensteuern. Es ist zu wenig, wenn Theo Zwanziger und Reinhard Rauball ‚eine umfassende Aufklärung’ anstreben. Mindestens genauso wichtig wäre es, präventiv tätig zu werden. Die DFL sollte junge Profis besser auf die Gefahren vorbereiten, die das Geschäft bereithält – zum Beispiel mit Seminaren zu den Themen ‚Wie finde ich einen vertrauenswürdigen Berater?’ und ‚Wie gehe ich mit meinem Geld richtig um?’. Das sollten eigentlich schon lange Pflichtveranstaltungen sein. Nachhilfeunterricht in moralischen Fragen getraut man sich mittlerweile schon gar nicht mehr zu fordern.“</p><p><strong>Wie eine Grippe</strong></p><p><strong>Klaus Hoeltzenbein</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/461/308406/text/ ">SZ</a>) macht die deutschen Fußballfunktionäre darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Schwarzes-Schaf-Hoyzer-These diesmal nicht durchkommen werden: „Schon am Rande der Hoyzer-Ermittlungen gab es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten auch in der Ersten und Zweiten deutschen Liga. Meist kamen sie von professionellen Wettern aus England, die auf ihren Computern plötzliche Millionenbewegungen in Asien registrierten, die sie als klare Indikatoren für Unregelmäßigkeiten werteten. Nur ein Beispiel war die Zweitliga-Partie Aue-Oberhausen (2:0) im Dezember 2004, garniert mit Slapstick-reifem Eigentor, aber bis heute nicht völlig durchleuchtet. Die deutschen Instanzen, DFB und DFL, wirkten damals erleichtert, sich auf das Hoyzer-Biotop beschränken zu können. Berlin wurde – soweit bekannt – konsequent trockengelegt, Asien aber blieb unerforscht. Das könnte sich rächen. Die Wettsucht ist global, Hoyzer war in diesem Spiel nur eine lokale Größe.“</p><p><strong>Markus Lotter</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0901/sport/0031/index.html ">Berliner Zeitung</a>) hingegen wiegelt ab: „Dieses potente System ist anfällig wie jedes System, in dem es vorrangig um Geld geht. Es wird sich auch in zwanzig Jahren ein verführbarer Schiedsrichter oder Spieler finden, es wird auch in zwanzig Jahren einen potenten Zocker wie Mister Lim geben, der im undurchsichtigen Hintergrund schnell Geld machen will. Es ist eben beim Verhältnis Fußball und Betrug in letzter Konsequenz wie mit der Grippe: Die Grippe schwächt einen, man muss sie behandeln, sie bringt einen aber auch nur in Ausnahmefällen um. Die Bundesliga wird auch diese kleine Krankheit weitgehend schadlos überstehen.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1586988_Drehscheibe-fuer-die-Manipulation.html ">FR</a>: Ein paar Informationshappen zum südostasiatischen „Zockerparadies“<br
/> <a
class="extlink" href="http://www.welt.de/sport/fussball/article2377030/Fuer-30-000-Dollar-verraet-doch-niemand-sein-Land.html ">Welt Online</a> spricht Tony Baffoe, Ghanas Teammanager 2006, der alles bestreitet</p><p>Zu leichtes Spiel für Brasilien?</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/07/01/4272/</guid> <description><![CDATA[Kritik an der angeblich so strengen Anti-Doping-Politik der Uefa / Kritik an der Uefa wegen der Vergabe 2012 / Kritik an dem Uefa-Plan, die EM-Teilnehmerzahl aufzustocken / Lob für die Uefa, weil die Spieler zu politischen Botschaften im Stadion verpflichtete Doping im Fußball – ein Thema, über das man wenig liest und über das wenig [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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href='http://www.indirekter-freistoss.de/2009/12/08/bundesliga-schalke-hertha-koeln-bremen-wolfsburg-veh-magath/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Keins der vielen Katastrophenspiele'>Keins der vielen Katastrophenspiele</a> <small>Schalke schlägt Hertha, deren Leistung unterschiedlich bewertet wird, Köln schießt...</small></li></ul>]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h2 id="h0_2.-Juli-2008"></h2><p>Kritik an der angeblich so strengen Anti-Doping-Politik der Uefa / Kritik an der Uefa wegen der Vergabe 2012 / Kritik an dem Uefa-Plan, die EM-Teilnehmerzahl aufzustocken / Lob für die Uefa, weil die Spieler zu politischen Botschaften im Stadion verpflichtete</p><p>Doping im Fußball – ein Thema, über das man wenig liest und über das wenig recherchiert wird. <strong>Ronny Blaschke</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0627/em2008/0013/index.html ">Berliner Zeitung</a>) folgert nach Gesprächen mit Experten, dass die Uefa Alibihandlungen vollzogen hat, indem sie die Zahl der Wettkampftests erhöhte: „Werner Franke hält die Maßnahmen für Geldverschwendung. Diejenigen, die dopen wollten, könnten es auch tun. Seiner Meinung nach ist der Zeitpunkt der Kontrolloffensive falsch gewählt worden, in der Aufbauphase hätte angefangen werden müssen, in der Winterpause. Die EM-Spieler wurden wenige Tage vor dem ersten Anstoß überprüft, das deutsche Team bekam am 30. Mai Besuch von den Kontrolleuren. Danach wurde nur noch nach den Spielen getestet, stichprobenartig. Testosteron oder Epo sind aber höchstens zwei Tage nachweisbar, trotzdem wirken sie lange und intensiv. (…) In der Leichtathletik und im Radsport, den mit am meisten betroffenen Sportarten, wird um ein Vielfaches mehr kontrolliert, aber auch nicht immer mit der gewünschten Aufklärung. (…) Die Anforderungen an das Kraft- und Ausdauervermögen im Fußball sind enorm gestiegen. In den sechziger und siebziger Jahren legten Spieler in neunzig Minuten 4 bis 6 Kilometer zurück, allein im Viertelfinale gegen Holland schafften vier Russen fast 15 Kilometer, allerdings inklusive Verlängerung. Die Höchstgeschwindigkeit vieler Spieler überschreitet inzwischen 30 Stundenkilometer, in verkehrsberuhigten Zonen hätten sie ein Problem mit der Polizei. Alles Zufall? Eine Errungenschaft des Sports? Und das, obwohl die Kicker von Spieltermin zu Spieltermin hetzen? (…) Die Fifa zerstörte lange seine wenigen Dopingproben, wohl wissend, dass diese in einigen Jahren mit moderneren Tests neue Erkenntnisse bringen könnten. Auch der DFB war lange kaum interessiert. Vor kurzem veranstaltete er dann ein Symposium zum Thema, künftig lässt er die Kontrollen von der Nada durchführen, auch die Zahl der Proben wird steigen. ‚Gemessen an früheren Jahren ist die Entwicklung positiv’, sagt Ulrike Spitz, Pressesprecherin der Nada. ‚Aber rundum zufriedenstellend ist sie nicht.’ Dass bei der EM niemand enttarnt wurde, bedeutet nicht, dass niemand gedopt hat.“</p><p><strong>Andreas Burkert</strong> (<strong>SZ</strong>) stellt klar: „Immer werde auf den Radsport gezeigt, klagen die Radsportler. Und es stimmt schon: Auf die Puerto-Akten zum Fußball wartet man immerzu vergebens, und die Rüpeleien, die sich etwa vor einem Jahr der Bayern-Torwart Kahn beim Dopingtest leistete und nun, in einem viel gravierenderen Fall inklusive des Ignorierens der Anti-Doping-Regeln durch Verband und Bundestrainer, der Eishockey-Nationalspieler Busch – all diese Vorgänge erreichen selten Skandalwerte. Das hat sicher vielerlei Gründe, und einer von ihnen lautet: So dreist wie das System Radsport heucheln wenige.“</p><p><strong>EM in der Schlammlandschaft?</strong></p><p>Wo wird das Turnier 2012 stattfinden? In Polen und der Ukraine anscheinend eher nicht. Kommt also doch wieder das kleinere Übel Italien ins Spiel, lobbystark, aber zunächst mit dem Moggi-Handicap belastet, wie <strong>Thomas Kistner</strong> (<strong>SZ</strong>) vermutet? „Bis zur Kür 2007 hatten es Italiens sportpolitische Seilschaften geschafft, alle Brocken aus dem Weg zu räumen. Schotten und Iren nahmen Abstand von der Bewerbung wie das Trio Dänemark/Schweden/Norwegen, weil Sondierungen ergaben, dass die Uefa eine Allergie gegen Gemeinschaftskandidaturen hege. Dann stieg Russland aus; Türken und Griechen wurden 2005 per Vorauswahl rausgekegelt – um ‚ganz sicher’ zu gehen, so ein Uefa-Manager, dass Italien die EM kriegt. Ein Witz: Im Ring verblieb nur etwas Kanonenfutter, Polen/Ukraine und Ungarn/Kroatien. Die Spielwiese war gemäht für Italien. Dann entpuppte sich der Calcio als Schlammlandschaft: Spiele waren en gros gekauft worden. Juventus Turin verschwand in Liga zwei, Titel wurden umgewidmet, Krawalle garnierten das Chaos, 48 Referees und Funktionäre wurden angeklagt. Unter den Augen der EU-Politiker konnte es sich die Uefa nicht leisten, ihre EM einer Fußballmafia unbekannter Größenordnung auszuhändigen. Nun hat sich die Szene beruhigt, und Korruption wie Spielbetrug kennt man auch in Polen und der Ukraine. Polens Verband wollte sogar die eigene Regierung das Handwerk legen. Ukraines Verbandsboss Grigorij Surkis war als Klubchef von Dynamo Kiew in einen Bestechungsfall involviert, bei dem es um Pelzmäntel für den Referee ging. Jetzt aber sind die Oligarchen von Kiew in die politische Opposition geraten, sie hissen angeblich schon von sich aus die weiße Fahne: Wir schaffen’s nicht. Also Italien? Da bedürfte es einer Kernsanierung aller Stadien. Aber das käme Platini, Franzose mit nie verleugneten italienischen Wurzeln, von Herzen gelegen.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-fussball-em-2008/artikel/1/dieser-weg-wird-kein-leichter-sein/ ">taz</a>: Wo 2012 das Turnier stattfinden wird, ist gerade fraglich. In Polen und der Ukraine laufen die Vorbereitungen schleppend. Jetzt rückt die Uefa an</p><p><strong>Ramschverfahren</strong></p><p><strong>Andreas Lesch</strong> (Berliner Zeitung) warnt die Uefa davor, die Teilnehmerzahl an Europameisterschaften aufzustocken: „Die EM in ihrer Kompaktheit zeigt: Klasse schlägt Masse. Wird die Europameisterschaft künftig mit 24 Teams ausgespielt, verliert sie ihre Identität. Sie ist dann eine Art WM, nur ohne den Glanz der Argentinier und Brasilianer und ohne die Exotik, die Mannschaften wie Trinidad &amp; Tobago einbringen. Die Exoten, die Europa zu bieten hat, heißen im Zweifelsfall Schottland, Albanien und Lettland und sind vergleichsweise gewöhnlich. Ihre Teilnahme führte dazu, dass in der Vorrunde täglich drei statt zwei Spiele ausgetragen werden &#8211; eine Menge, die kaum zu konsumieren ist. Auch der Modus geriete zum Problem: Es gäbe sechs Vorrundengruppen mit je vier Teams; die Ersten und Zweiten kämen ins Achtelfinale, dazu die vier besten Gruppendritten. Welch spannungsfreie Farce die erste Turnierphase dadurch wird, haben andere Ballsportarten schon leidvoll erfahren. (…) Die EM muss bleiben, wie sie ist.“</p><p><strong>Klaus Hoeltzenbein</strong> (<strong>SZ</strong>) ergänzt: „Fraglich wird sein, ob das Turnier eine Verwässerung verkraftet. Der Reiz der aktuellen EM lag auch darin, dass es ein tolerables Niveaugefälle gab, mehr von Mut als von Angst diktierte Spielstrategien sowie kaum Partien mit gesicherter Ergebnisprognose. Wenn aber künftig halb Europa das Startrecht im Ramschverfahren übereignet bekommt, kann aus hartem Wettbewerb zumindest in den Gruppenduellen ein Sichtungsturnier für Fußballzwerge werden. Im Gegensatz zu einer WM, die ihren Anfangsreiz aus der Exotik bezieht.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0630/em2008/0009/index.html ">BLZ</a>: Michel Platini droht den EM-Veranstaltern 2012, Polen und Ukraine, und will die das Turnier ab 2016 aufstocken</p><p><strong>Die Olympier besiegt</strong></p><p>Die Uefa verpflichtete die Spielführer der K.o.-Runden-Teilnehmer, im Stadion kurz vor Anpfiff Botschaften für den Einhalt der Menschenrechte vorzulesen; an den Trikotärmeln trugen während des Turniers alle Teams „Respect“-Buttons. <strong>Thomas Hahn</strong> (<strong>SZ</strong>) schickt das IOC in den Nachhilfeunterricht: „Nach all den Debatten über die Olympischen Spiele, welche die KP-Diktatur Chinas im August zur Feier ihres neuen Anspruchs als Weltwirtschaftsmacht veranstaltet, ist das ziemlich peinlich gewesen für das IOC. Die Menschenrechtssituation in China ist kritikwürdig, viele Sportler überlegten, wie sie als Olympia-Teilnehmer in Peking ein Zeichen setzen konnten für die allgemeingültigen Werte einer aufgeklärten, freien Gesellschaft. Prompt präzisierte die juristische Kommission des IOC unter Vorsitz Thomas Bachs die Charta-Regel 51.3 so, dass im Grunde gar keine Möglichkeit mehr blieb, irgendwelche Zeichen zu setzen. Ausgerechnet der durchkommerzialisierte Fußball ließ nun Raum für Banner und Bekleidungsgegenstände, die das Publikum sogar als Demonstration verstehen sollte. Mehr noch, er ließ die Sportler politische Reden halten, bevor sie das taten, weshalb auch Fußballfunktionäre sie am meisten schätzen: spielen, um der Unterhaltungsindustrie zu dienen. Und die Schweizer als Gastgeber, die das Problem der Ausländerfeindlichkeit auch kennen, applaudierten einmütig. Es wirkte in diesen Momenten, als könnte der Fußball mehr zu einer besseren und friedvollen Welt beitragen als das IOC, das sein teuer vermarktetes Feuer genau mit diesem Vorsatz durch die Welt tragen lässt.“</p><p><strong>Der Schiedsrichter als Gouvernante</strong></p><p><strong>Jürgen Kaube</strong> (<strong>FAZ</strong>) ärgert sich über maßregelende Gelbe Karten wegen Trikotausziehen beim Torjubel, Ballaufdotzen und anderen Kleinigkeiten: „Das alles passt nicht zu einem Spiel, das von adrenalinüberfluteten Jugendlichen betrieben wird, von denen man auch genau dies möchte: dass sie lebendig sind, brüllen, Enttäuschung ausdrücken und überschnappen, wenn sie getroffen haben. Grob foulen sollen sie nicht, Schwalben sollen sie unterlassen, und wenn sie ständig Schmerzen simulieren, wünscht man sich einen Schiedsrichter, der dieses Getue als affigen Betrugsversuch unterbindet. Aber ständig mit dem Knigge unterm Arm herumzulaufen, verfehlt den Sport. Die Regeln sind für das Spiel da, nicht umgekehrt. (…) Ein Irrsinn, der seit Jahren den Fußball drangsaliert: die Moralisierung des Spiels, Betragensnoten für jede Aktion, der Schiedsrichter als Gouvernante.“</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/21/6282/</guid> <description><![CDATA[Hanspeter Künzler (Neue Zürcher Zeitung) nimmt Chelseas Trainer gegen Anfeindungen in Schutz: „Avram Grant muss einerseits gegen ähnliche Vorurteile kämpfen, wie sie Christian Groß einst bei Tottenham Hotspurs begegneten: Spieler und Fans, die ihren Klub zu den Großen zählen, halten es für unter ihrer Würde, von einem Manager aus einem fußballerischen Zwergreich geführt zu werden. [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/chelsea_im_unfrieden_1.715958.html ">Neue Zürcher Zeitung</a>) nimmt Chelseas Trainer gegen Anfeindungen in Schutz: „Avram Grant muss einerseits gegen ähnliche Vorurteile kämpfen, wie sie Christian Groß einst bei Tottenham Hotspurs begegneten: Spieler und Fans, die ihren Klub zu den Großen zählen, halten es für unter ihrer Würde, von einem Manager aus einem fußballerischen Zwergreich geführt zu werden. Um als erfolgreich gewertet zu werden, müsste Grant doppelt so viel leisten wie ein Manager aus Spanien oder Italien. Sein größtes Problem hat allerdings weder mit Fußball noch mit der Herkunft zu tun (obwohl ihm deswegen Todesdrohungen zugeschickt wurden). José Mourinho sorgte mit seinen absurden Sprüchen und paranoiden Bezichtigungen nicht nur für Belustigung, er kreierte damit auch Schlagzeilen und Aufregung – Glamour eben. Im Chelsea FC, so der Eindruck, war immer etwas los, selbst dann, wenn er gerade verloren hatte. Avram Grant fehlen weniger die Resultate als die für die fußballerische Weltmarke ‚Chelsea’ unabdingliche Starqualität während Pressekonferenzen, Partys, Filmpremieren und Modeschauen.“</p><p><strong>Raphael Honigstein</strong> (<strong>Financial Times Deutschland</strong>) hingegen findet die Kritik an Grant angebracht: „Groß ist der Unmut im Kader über Grants rudimentäre Trainingspraktiken und seine passive Amtsführung; sein vollmundig versprochener attraktiver Fußball wird weiter vermisst. Unverzeihlich ist aus Sicht von Roman Abramowitsch außerdem die mittlerweile nur noch bemitleidenswerte Außendarstellung des überforderten Trainers. Nach dem 1:0 beim FC Everton verweigerte sich Grant mit einsilbigen, sinnlosen Antworten komplett den Fragen der Reporter; ganz ohne Worte redete er sich so um Kopf und Kragen. Abramowitsch und die Fans der ‚Blauen’ können mit dem Hass des ganzen Landes leben – nicht aber mit Spott.“</p><p><strong>Problemlöser im Chaos</strong></p><p><strong>Christian Eichler</strong> (<strong>FAS</strong>) spürt, dass der FC Liverpool derzeit vor allem von den genauen Schüssen ihres spanischen Torjägers lebt: „An der Anfield Road geht es derzeit drunter und drüber. Die beiden amerikanischen Klubbesitzer sind über Kreuz; Trainer Benitez ist sauer auf sie, seit sie heimlich mit Jürgen Klinsmann verhandelten; die Ölmilliardäre aus Dubai wollen den Klub gern kaufen, kommen aber noch nicht zum Zug; auch ein paar tausend Fans sammeln Geld, um den FC Liverpool zu übernehmen; einer der beiden Klubbesitzer will den Klubgeschäftsführer loswerden, der aber wird von dem anderen Besitzer gestützt, und auch Benitez wäre ihn gern los. In diesem Chaos bieten die Tore von Fernando Torres derzeit die einzige Konstante. Er ist unglaublich wendig, schnell und technisch perfekt. Gegen Inter Mailand und den FC Arsenal schoss er zwei typische Torres-Tore, in einer Drehgeschwindigkeit, die an Gerd Müller erinnert: Annahme, Drehung, und während der Gegenspieler noch die Orientierung sucht, ist der Ball schon im Netz. Fußball lebt von denen, die Probleme lösen, und die besten Problemlöser sind immer noch Torjäger.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0422/sport/0016/index.html ">BLZ</a>: Der FC Liverpool leidet vor dem Champions-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea unter dem Streit zwischen seinen Eigentümern<br
/> <a
class="extlink broken_link" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/?em_cnt=1322792 ">FR</a>: Chaos in der Liverpool-Chefetage</p><p><a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/in_der_schwebe_oder_auf_dem_abstellgleis_1.715931.html">NZZ</a>: Transferspekulationen um die südamerikanische Fußballdiva Ronaldinho</p><p><a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/selbstbeschaedigung_alla_romana_1.715964.html ">NZZ</a>: Geht zum Abschluss einer bisher großartigen Saison geht der AS Roma die Luft aus?</p><p>Meine Lieblingsversion (Johnny Cash)</p><p><strong>Emotionale Wirkung weit über Vereinssympathien hinaus</strong></p><p>Eichler schildert die Bedeutung der lang ersehnten Meisterschaft des belgischen Traditionsklubs Standard Lüttich: „Es gibt Meistertitel, die werden eher geschäftsmäßig gefeiert, mit routinierten Abläufen, dem Gestus von Gewohnheitssiegern – Meistertitel wie jener, den der RSC Anderlecht im vergangenen Jahr gewann, der 29. des Klubs aus Brüssel. Der von 2008 ist etwas ganz anderes. Denn ihn gewann der populärste Klub im Land, der Klub mit den treuesten und leidenschaftlichsten Fans, Standard Lüttich – ein Klub, der dennoch ein Vierteljahrhundert auf den Meistertitel warten musste. Denn Wallonien, der vom Strukturwandel, vom Sterben der Schwerindustrie gebeutelte Teil Belgiens, hatte seit 1983 keinen Fußballmeister mehr gestellt – und das, obwohl hier Fußballsiege wichtiger sind und intensiver erlebt werden als in der verwöhnten Hauptstadt oder im properen Flandern. Deshalb hat der Erfolg eine emotionale Wirkung, die weit über Vereinssympathien oder sportliche Vorlieben hinausgehen dürfte. Dass Standard de Liège seine Fans und Landsleute so lange hatte warten lassen, hatte mit den letzten Titeln zu tun. 1982 und 1983 gewann Standard die Meisterschaft, aber bald wurde gerichtskundig, dass zumindest beim ersten der beiden Titel Bestechung im Spiel gewesen war. (…) Zuletzt wurde die Liga von einem Wettskandal mit chinesischen Drahtziehern erschüttert. Doch jetzt hat sie einen Champion, von dem etwas Unverbrauchtes ausgeht, der mit den alten Geschichten nichts mehr zu tun hat.“</p><p><a
class="extlink broken_link" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga/artikel/939/170441/ ">SZ</a>: Pater Pacult führt Rapid Wien zur Meisterschaft</p><p><a
class="extlink" href="http://www.welt.de/sport/fussball/article1918824/Sie_konnten_dem_Ruf_des_Rubels_nicht_widerstehen.html ">Welt</a>: Weil der Sport vom Geld aus Wirtschaft und Politik profitiert, leisten sich Russlands Klubs immer öfter teure Profis aus dem Westen. Auch einige deutsche Profis konnten dem Ruf des Rubels nicht widerstehen</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
href='http://www.indirekter-freistoss.de/2009/10/28/liverpool-benitez-fink-basel-italien-fussball-monopoly/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fußball-Monopoly funktioniert nicht mehr'>Fußball-Monopoly funktioniert nicht mehr</a> <small>Der Fußballmarkt in Italien ist erschlafft, ausländische Investoren schrecken zurück,...</small></li><li><a
href='http://www.indirekter-freistoss.de/2009/12/31/liverpool-premier-league-grossen-vier-einbrueche-krise-arsenal/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ohne Ronaldo ist Manchester United nicht mehr Weltklasse'>Ohne Ronaldo ist Manchester United nicht mehr Weltklasse</a> <small>In der Premier League brechen die lange Zeit zementierten Verhältnisse...</small></li></ul></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/22/ohne-glamour/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Strafrechtlich irrelevant, sportpolitisch von großer Bedeutung</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/07/strafrechtlich-irrelevant-sportpolitisch-von-groser-bedeutung/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/07/strafrechtlich-irrelevant-sportpolitisch-von-groser-bedeutung/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Apr 2008 22:00:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Am Grünen Tisch]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Gericht]]></category> <category><![CDATA[Wirtschaft]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/06/4276/</guid> <description><![CDATA[Jens Weinreich (Neue Zürcher Zeitung) bringt uns in Sachen ISL-Prozess auf den neuesten Stand: „Präzise betrachtet, laufen zwei Verfahren ab: zum einen der Strafprozess gegen die ehemaligen ISL/ISMM-Gewaltigen, die sich seinerzeit als Herren des Universums fühlten und teilweise so benahmen. Zum anderen vollzieht sich eine Art moralische Reinigung, in deren Mittelpunkt das gerichtsfest dokumentierte, atemraubende [...]No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h2 id="h0_7.-April-2008"></h2><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/das_perfekte_verbrechen_1.701963.html ">Neue Zürcher Zeitung</a>) bringt uns in Sachen ISL-Prozess auf den neuesten Stand: „Präzise betrachtet, laufen zwei Verfahren ab: zum einen der Strafprozess gegen die ehemaligen ISL/ISMM-Gewaltigen, die sich seinerzeit als Herren des Universums fühlten und teilweise so benahmen. Zum anderen vollzieht sich eine Art moralische Reinigung, in deren Mittelpunkt das gerichtsfest dokumentierte, atemraubende Schmiergeldsystem steht. Die Rolle der Medien als vierter Gewalt rechtfertigt es, sich darauf zu konzentrieren. (…) Der Fokus auf dem Schmiergeldsystem ist schon deshalb wichtig, weil die Bestechung von Privatpersonen (als solche gelten hochrangige Sportfunktionäre aus IOK, Fifa, IAAF, Fina und anderen Verbänden), die über Jahrzehnte dieses Business dominierte (und vielleicht immer noch dominiert), im fraglichen Zeitraum nicht strafbar war. Es gibt also gar keine andere Instanz als die Medien, die diese skandalösen Vorgänge öffentlich machen können. Moralisch gehören die Sportfunktionäre, die sich schmieren ließen, mit auf die Anklagebank. Nur dann könnte es Aufklärung geben. Denn Korruption kennt nur einen Todfeind: Öffentlichkeit.“</p><p>In einem weiteren Text in der <a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/vorwuerfe_gegen_fifa_bestaetigt_1.700938.html ">NZZ</a> heißt es: „Ohne solche Schmiergelder – vor Gericht war von 138 Millionen Franken die Rede – wäre die ISL vermutlich nie zu ihren immer wieder erneuerten Verträgen gekommen. Und die Funktionäre aus den Reihen des Weltsports, auch der Fifa, hätten keinerlei Zusatzeinkommen generiert. Diese Schmiergeldzahlungen sind zwar strafrechtlich nicht relevant – sportpolitisch aber von großer Bedeutung; vor allem auch, weil sie ein System offen legen, das es offiziell nie gegeben hat und das immer wieder als Hirngespinst allzu kritischer Journalisten abgetan wurde. Dass der Strafprozess selber die Liste mit den Namen der Geldempfänger zutage fördert, ist zu bezweifeln – zumindest bisher war dies nicht der Fall. Interessant dürfte es aber alleweil werden – vor allem auch, weil die Fifa mit Hauptsitz in Zürich, die ursprünglich den Prozess gegen die sechs ehemaligen Manager der ISL angestoßen, später aber, aus welchen Gründen auch immer, wieder ihr Desinteresse erklärt hatte, von der Verteidigung zum Hauptschuldigen am zweitgrößten Konkursfall in der hiesigen Wirtschaftsgeschichte gestempelt wird.“</p><p>No related posts.</p> Bags:<a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/bestechung/" title="Bestechung" rel="tag">Bestechung</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/gericht/" title="Gericht" rel="tag">Gericht</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/wirtschaft/" title="Wirtschaft" rel="tag">Wirtschaft</a><br
/> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/04/07/strafrechtlich-irrelevant-sportpolitisch-von-groser-bedeutung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Weltsport: Ohne Schmiergeld kein Vertrag</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/13/weltsport-ohne-schmiergeld-kein-vertrag/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/13/weltsport-ohne-schmiergeld-kein-vertrag/#comments</comments> <pubDate>Wed, 12 Mar 2008 23:00:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Am Grünen Tisch]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Dida]]></category> <category><![CDATA[Gericht]]></category> <category><![CDATA[Wirtschaft]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/13/4279/</guid> <description><![CDATA[Sensation in Zug: Großer (größter?) Sportskandal nun aktenkundig Neues aus Zug: Die Katze ist jetzt schon aus dem Sack, und Jens Weinreich bezeichnet es als „Sensation“: Mehr als 85 Millionen Euro Schmiergeld habe die ISL/ISMM in den zwölf Jahren ihrer Existenz an Sportfunktionäre gezahlt. Das räumten die Angeklagten freimütig ein, allerdings ohne Namen von Empfängern [...]No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h2 id="h0_13.-M--rz-2008"></h2><p>Sensation in Zug: Großer (größter?) Sportskandal nun aktenkundig</p><p>Neues aus Zug: Die Katze ist jetzt schon aus dem Sack, und <strong>Jens Weinreich</strong> <a
class="extlink" href="http://jensweinreich.de/?p=163">bezeichnet</a> es als „Sensation“: Mehr als 85 Millionen Euro Schmiergeld habe die ISL/ISMM in den zwölf Jahren ihrer Existenz an Sportfunktionäre gezahlt. Das räumten die Angeklagten freimütig ein, allerdings ohne Namen von Empfängern nennen zu wollen oder zu können.</p><p>Weinreich (Berliner Zeitung) wird in allen Befürchtungen bestätig und schreibt es uns allen noch mal hinter die Ohren: „Es ist jetzt belegt, dass im olympischen Weltsport kein attraktiver Vertrag ohne Millionen an Schmiergeldzahlungen zu akquirieren war. Die Behauptungen von IOC-Funktionären, der Bestechungsskandal des Winters 1998/99 habe zur Flurbereinigung beigetragen, ist eher ein Witz. Die ISMM hat bis zur Pleite im Frühjahr 2001 weiter Millionen unter Ehrenamtlern aller Kontinente verteilt. Fast alle dieser Figuren sind noch in Amt und Würden, ob nun in der Fifa oder in anderen olympischen Sport-Weltverbänden. Man darf diese Zahlen ruhig nachklingen lassen: 138 Millionen [gemeint sind Franken, of] über nur zwölf Jahre, von einer Firma! Wer vermag zu ahnen, wie viel Bestechungsgeld seit 1981, als die Kommerzialisierung der Olympischen Welt beschleunigt wurde, von Marketingfirmen, Olympiabewerbern, WM-Bewerbern, EM-Bewerbern und anderen verteilt worden ist? Niemand! Wer aber jetzt noch leugnet, dem ist nicht zu helfen. Der sollte einen Arzt seines Vertrauens aufsuchen – oder dabei helfen, die Namen aller Schmiergeldempfänger öffentlich zu machen.“</p><p><strong>Thomas Kistner</strong> (<strong>SZ</strong>) weist auf den erheblichen bundesrepublikanischen Beitrag hin: „Erstmals offiziell testiert am Zuger Strafgericht ein deutsches Bestechungssystem, kreiert vom Adidas-Patron und ISL-Gründer Horst Dassler, dessen einstige Schachfiguren übrigens – dies die wichtigste Mitteilung – noch heute die Geschicke des Weltsports leiten. Zutage tritt ein Schmiergeld-System, das mit Irrsinnssummen weit jenseits von Scham- oder Peanuts-Grenzen hantierte. Weil die Existenz dieses Systems nicht mal der Hauptbeschuldigte bestreitet, gilt: Funktionäre, die Vertraute oder Günstlinge jener Dassler-Ära waren, haben spätestens jetzt ein äußerst heftiges Glaubwürdigkeitsproblem. Zumal, wenn sie heute hohe Ämter von Fifa über IOC bis hin zum Deutschem Olympischen Sportbund bekleiden. Denn eines ist klar: Für Saubermänner war in Dasslers System definitiv kein Platz.“</p><p><strong>Beziehungspflege</strong></p><p>Am brisantesten, wenn auch wohl gelassen vorgetragen, sind die Aussagen des einstigen ISL-Verwaltungsratschefs <strong>Christoph Malms</strong>, die in allen Zeitungen angeführt werden: „Die Begünstigung von namhaften Persönlichkeiten im Sport zur Förderung von sportpolitischen und wirtschaftlichen Zielen stammt aus den Siebzigerjahren, als Sport zu einem Wirtschaftsfaktor wurde. Mit der Tatsache, dass die ISL seit ihrer Gründung derartige Praktiken anwandte, wurde ich (&#8230;) Anfang der Neunzigerjahre (&#8230;) konfrontiert. Auf mein wiederholtes Drängen, die Begünstigungen einzustellen, wurde mir von Jean-Marie Weber, dem Nachfolger Dasslers bei der ISL, klar gemacht, dass diese Beziehungspflege zu weiter bestehenden Verpflichtungen geführt hätten und seit dem Ableben von Horst Dassler allein seine Aufgabe und Verantwortung bleiben würden.“</p><p>BLZ: Hintergrund</p><p>No related posts.</p> Bags:<a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/bestechung/" title="Bestechung" rel="tag">Bestechung</a>>><a
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href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/gericht/" title="Gericht" rel="tag">Gericht</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/wirtschaft/" title="Wirtschaft" rel="tag">Wirtschaft</a><br
/> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/13/weltsport-ohne-schmiergeld-kein-vertrag/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>In weiten Teilen des Weltsports ist Korruption an der Tagesordnung</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/11/in-weiten-teilen-des-weltsports-ist-korruption-an-der-tagesordnung/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/11/in-weiten-teilen-des-weltsports-ist-korruption-an-der-tagesordnung/#comments</comments> <pubDate>Mon, 10 Mar 2008 23:00:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Am Grünen Tisch]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <category><![CDATA[Meisterschaft]]></category> <category><![CDATA[Schweiz]]></category> <category><![CDATA[Sponsor]]></category> <category><![CDATA[Sponsoren]]></category> <category><![CDATA[Veruntreuung]]></category> <category><![CDATA[Wirtschaft]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/11/4280/</guid> <description><![CDATA[Vor dem Prozess gegen sechs ehemalige ISL-Manager, von dem Aufschlussreiches über das weltweite Sport-Business zu erwarten ist Jens Weinreich, bis Ende letzten Monats Sportchef der Berliner Zeitung, begleitet, nun als freier Journalist, den heute beginnenden Prozess in Zug gegen sechs ehemalige Manager aus der Sportrechtevermarktungsbranche, namentlich von der ISL. Die Anklage lautet auf verschiedene Delikte, [...]No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Prozess gegen sechs ehemalige ISL-Manager, von dem Aufschlussreiches über das weltweite Sport-Business zu erwarten ist</p><p><strong>Jens Weinreich</strong>, bis Ende letzten Monats Sportchef der Berliner Zeitung, begleitet, nun als freier Journalist, den heute beginnenden Prozess in Zug gegen sechs ehemalige Manager aus der Sportrechtevermarktungsbranche, namentlich von der ISL. Die Anklage lautet auf verschiedene Delikte, die sich mit „Korruption“ zusammenfassen lassen. Weinreich (Berliner Zeitung) merkt an: „Den Prozess darf man als spektakulär bezeichnen. Die ISL (International Sports and Leisure) mit ihrer später gegründeten Holding ISMM (International Sports and Media) war ein gigantomanisches Konstrukt. ISL-Firmen unterhielten Sponsoren- und Fernsehverträge mit dem IOC, den Weltverbänden in Fußball, Leichtathletik, Schwimmen, Basketball, der Tennis-Organisation ATP, der Uefa und vielen mehr. Manche Verträge, wie etwa mit den Fußballklubs Gremio Porto Alegre oder Flamengo Rio de Janeiro, hatten Optionen bis 2028! Unter dubiosen Umständen hatte die ISL-Gruppe gemeinsam mit Leo Kirch auch milliardenschwere Rechte an den Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006. Am Ende aber stand Großmannssucht und der Konkurs, der im Frühjahr 2001 angemeldet werden musste. Es war nach dem Swissair-Crash die zweitgrößte Milliardenpleite in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Den sechs Angeklagten werden nun Veruntreuung, Betrug, Gläubigerschädigung, betrügerischer Konkurs, Urkundenfälschung und unwahre Angaben über kaufmännische Gewerbe zur Last gelegt. Ihnen drohen Zuchthausstrafen von bis zu viereinhalb Jahren.“</p><p>Welche Bedeutung könnte das Verfahren für den Weltfußball haben? Weinreich ordnet ein: „Ob die ISL-Führungscrew auch die Fifa geschädigt und der Fifa Millionen aus den WM-Fernsehverträgen mit dem brasilianischen Sender Globo vorenthalten hat, erscheint beinahe nachrangig. Sportpolitischen Sprengstoff bieten andere Details. Funktionäre aus zahlreichen olympischen Weltverbänden blicken ängstlich nach Zug. Denn der Prozess wird dokumentieren, dass in weiten Teilen des Weltsports Korruption an der Tagesordnung ist. Der Erwerb von milliardenschweren Fernseh- und Marketingrechten funktionierte nur mittels Schmiergeldzahlungen – und funktioniert womöglich immer noch so.“ Ein wenig bedauernd resümiert er:„Wie immer der Prozess ausgeht, Sportfunktionäre haben zunächst nichts zu fürchten. Denn im verhandelten Zeitraum stellte das Schweizer Strafgesetzbuch ‚private Bestechung’ nicht unter Strafe.“</p><p>Weinreich, dem Korruptionsexperten, werden die nächsten Tage und Wochen einige Knochen vorgeworfen, an denen er nagen kann. Und wir werden davon profitieren, denn mit pikanten Informationen ist  zu rechnen. In seinem <a
class="extlink" href="http://jensweinreich.de/?p=157 ">Blog</a> stimmt Weinreich uns zusätzlich ein und läuft sich warm.</p><p><strong>Felix Reidhaar</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/kaum_enthuellungen_1.686904.html">Neue Zürcher Zeitung</a>) will die letzte Hoffnung nicht aufgeben: „Weshalb soll im Sport anders sein, was in Politik und Wirtschaft weitherum spielt, nicht nur in Ländern und auf Kontinenten mit andere Kulturen und Wertvorstellungen, auch vor der Haustür (Stichwort Siemens)? Dass es mit Ehrenhaftigkeit und Moral in männerbündlerischen Sportkomitees, zusammengesetzt aus Funktionären aus allen Herren Ländern, nicht weit her ist, weiß der interessierte Beobachter. Er darf aber hoffen, dass sich mit der Übernahme der Rechtevermarktung durch große Dachverbände in Eigenregie wenigstens hier Besserung einstellt.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/das_letzte_kapitel_der_isl-dynastie_1.686903.html ">NZZ/Hintergrund</a>: Über die Geschichte der ISL und die Rolle Horst Dasslers</p><p>No related posts.</p> Bags:<a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/bestechung/" title="Bestechung" rel="tag">Bestechung</a>>><a
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href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/meisterschaft/" title="Meisterschaft" rel="tag">Meisterschaft</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/schweiz/" title="Schweiz" rel="tag">Schweiz</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/sponsor/" title="Sponsor" rel="tag">Sponsor</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/sponsoren/" title="Sponsoren" rel="tag">Sponsoren</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/veruntreuung/" title="Veruntreuung" rel="tag">Veruntreuung</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/wirtschaft/" title="Wirtschaft" rel="tag">Wirtschaft</a><br
/> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/03/11/in-weiten-teilen-des-weltsports-ist-korruption-an-der-tagesordnung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>In die Tat umgesetzt</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/01/17/in-die-tat-umgesetzt/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/01/17/in-die-tat-umgesetzt/#comments</comments> <pubDate>Wed, 16 Jan 2008 23:00:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Am Grünen Tisch]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Doping]]></category> <category><![CDATA[FC Barcelona]]></category> <category><![CDATA[FC Porto]]></category> <category><![CDATA[Gericht]]></category> <category><![CDATA[Michel Platini]]></category> <category><![CDATA[Premier League]]></category> <category><![CDATA[Schiedsrichter]]></category> <category><![CDATA[Wirtschaft]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2008/01/17/4284/</guid> <description><![CDATA[Roland Zorn (FAZ) schreibt die Auflösung der ungeliebten G 14 dem Uefa-Präsidenten Michel Platini gut: „Zwar hat auch Joseph Blatter seinen Anteil daran, dass sich die von beiden großen Dachverbänden mal ignorierte, mal bekämpfte G 14 demnächst auflösen dürfte. Den Ausschlag aber für den Aufbruch zur neuen Gemeinsamkeit zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen des Fußballs – [...]No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h2 id="h0_17.-Januar-2008"></h2><p><strong>Roland Zorn</strong> (<a
class="extlink" href="http://www.faz.net/s/Rub31BAF3CC293542EBAD4C45D7027BF394/Doc~EAAFBF4BCBE4D49B1A58DD6372B8039B2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>) schreibt die Auflösung der ungeliebten G 14 dem Uefa-Präsidenten Michel Platini gut: „Zwar hat auch Joseph Blatter seinen Anteil daran, dass sich die von beiden großen Dachverbänden mal ignorierte, mal bekämpfte G 14 demnächst auflösen dürfte. Den Ausschlag aber für den Aufbruch zur neuen Gemeinsamkeit zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen des Fußballs – Verbände, Vereine, Spielervertretungen – gab sicher die Glaubwürdigkeit des unverbrauchten und so gar nicht zeremoniellen Würdenträgers Platini. Anders als der allzeit umstrittene und affärenbelastete Blatter, der gern als Fußballliebhaber auftritt, vor allem aber machtpolitisch in seiner Manege agiert, überzeugt Platini mit seiner bisher noch nicht angekratzten Integrität und seiner zielstrebigen Art, schwungvoll Kompromisse zu schmieden. Dass sich die G 14 bald verabschiedet und ihre elitären Klubs mit anderen Vereinen unter dem Dach der zu gründenden europäischen Klubvereinigung diskutieren, ist gewiss zuerst dem Streben Platinis zu verdanken, die jahrelang zerstrittene ‚Fußballfamilie’ wieder zu vereinen. Diese Absicht stand in der Wahlkampagne des Franzosen an erster Stelle – er hat sie in die Tat umgesetzt.“</p><p><strong>Christof Kneer</strong> (<strong>SZ</strong>) verweist darauf, dass an der G 14 nicht alles schlecht gewesen sei: „Jeder weiß, dass nirgendwo so leidenschaftlich gelogen wird wie an offenen Gräbern, aber die G 14 ist eine besondere Herausforderung für alle Trauerredner. Das Lebenswerk dieser Klubvereinigung verträgt, je nach Blickwinkel, unterschiedliche Interpretationen. Blatter wird den Klubs bestimmt Raffgier unterstellen, und in der Tat hat es die G 14 nie geschafft, als Interessenvertreterin aller Klubs durchzugehen. Sie war vom ersten Atemzug an ein heterogenes Gebilde, was nicht verwundert, weil die Interessen von Barcelona, Bayern und dem FC Porto niemals dieselben sein können. Aber immerhin darf es die G 14 als Vermächtnis betrachten, dass sie dem Fußball eine neue Möglichkeit gezeigt hat – die Möglichkeit, jenseits der Verbände eine zweite Kraft zu etablieren.“</p><p><a
class="extlink" href="http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~E13339F81D4524767945DD986290D5129~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>: Das Ende der G 14</p><p><strong>Pest des Schmierens</strong></p><p><strong>Jens Weinreich</strong> (<strong>Berliner Zeitung</strong>) erneuert seine Forderung nach Maßnahmen, um die weit verbreitete Korruption im Sport zu bekämpfen: „Das Geschäft mit dem Sport ist ein grenzüberschreitendes Milliarden-Business, in dem sich alle Arten von Korruption finden, die von Kriminalisten beschrieben werden: Drogenhandel, Menschenhandel, Wettbewerbsmanipulation, Bestechung von Amtsträgern jeder Art – also von Schiedsrichtern, Kampfrichtern, Athleten, Funktionären, Politikern und, auch das, von Journalisten. Eine wichtige Erkenntnis der Kriminalwissenschaft dürfte auf den Sportbetrieb ebenfalls zutreffen: Mehr als 95 Prozent aller Korruptionsfälle bleiben unerkannt. Anders gesagt: Weniger als 5 Prozent aller Korruptionsvorgänge werden öffentlich – und davon wird nur ein Bruchteil geahndet. In der Olympischen Charta, dem Grundgesetz des IOC, taucht das Wort Korruption allerdings noch immer nicht auf. Es gibt keinen verbindlichen Ethik-Kodex für die fünfunddreißig olympischen Weltverbände. Die Ethik-Kommission des IOC trifft, wie die gleichnamige Combo der Fifa, immer wieder desaströse Entscheidungen. Etliche Ganoven, die in ihren Ländern wegen Korruption verurteilt wurden, durften IOC-Mitglieder bleiben. Fest steht: Für dopende Sportler haben Sportfunktionäre weniger Verständnis als für Betrüger in den eigenen Reihen. Ein Kernproblem im grenzüberschreitenden Sportgeschäft ist, dass keine der internationalen Anti-Korruptions-Konventionen gilt. Die Abkommen von OECD oder Europarat gelten nur für Wirtschaft und Politik – aber nicht für den Sport. (…) So ist die Pest des Schmierens nicht einzudämmen.“</p><p>BLZ: Der spektakulärste Korruptionsprozess in der Geschichte des olympischen Sports findet im Frühjahr in Zug statt</p><p>BLZ: Die französische Zeitung Le Monde muss, so entscheidet ein Gericht, wegen ihrer Doping-Berichte über den FC Barcelona 300.000 Euro Strafe zahlen – doch eine Absolution ist dieses Urteil nicht</p><p><a
class="extlink" href="http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~EBC6052C62CBF48508FC0BAE9472CB424~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>: Die Bundesliga als Exportschmiede der Premier League</p><p>No related posts.</p> Bags:<a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/bestechung/" title="Bestechung" rel="tag">Bestechung</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/doping/" title="Doping" rel="tag">Doping</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/fc-barcelona/" title="FC Barcelona" rel="tag">FC Barcelona</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/fc-porto/" title="FC Porto" rel="tag">FC Porto</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/gericht/" title="Gericht" rel="tag">Gericht</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/michel-platini/" title="Michel Platini" rel="tag">Michel Platini</a>>><a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/premier-league/" title="Premier League" rel="tag">Premier League</a>>><a
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href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/wirtschaft/" title="Wirtschaft" rel="tag">Wirtschaft</a><br
/> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.indirekter-freistoss.de/2008/01/17/in-die-tat-umgesetzt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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