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><channel><title>indirekter freistoss &#187; SC Verl</title> <atom:link href="http://www.indirekter-freistoss.de/tag/sc-verl/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.indirekter-freistoss.de</link> <description>Presseschau für den kritischen Fußballfreund</description> <lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 15:34:17 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator> <item><title>Die Unterwelt im Tageslicht</title><link>http://www.indirekter-freistoss.de/2009/11/29/die-unterwelt-im-tageslicht/</link> <comments>http://www.indirekter-freistoss.de/2009/11/29/die-unterwelt-im-tageslicht/#comments</comments> <pubDate>Sun, 29 Nov 2009 10:41:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph Asche</dc:creator> <category><![CDATA[Ascheplatz]]></category> <category><![CDATA[Ante Sapina]]></category> <category><![CDATA[Bestechung]]></category> <category><![CDATA[Deniz C.]]></category> <category><![CDATA[Doping]]></category> <category><![CDATA[DOSB]]></category> <category><![CDATA[Justiz]]></category> <category><![CDATA[SC Verl]]></category> <category><![CDATA[Schiedsrichter]]></category> <category><![CDATA[SSV Ulm 1846]]></category> <category><![CDATA[Wettbetrug]]></category> <category><![CDATA[Wettmanipulation]]></category> <category><![CDATA[Wettskandal]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=14271</guid> <description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung blickt tief in die bislang verschwommene Welt des Wettskandals: über abgehörte Telefonate, die mutmaßlichen Drahtzieher und eine dünne Beweislage der Staatsanwaltschaft. Obwohl man dieser Tage viel über den Wettskandal liest, hält sich der Informationsgehalt oftmals in Grenzen. Das verwundert nicht, handelt es sich doch um ein laufendes Ermittlungsverfahren, bei dem alle (vermeintlich) [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-14271"></span></em></p><p>Obwohl man dieser Tage viel über den Wettskandal liest, hält sich der Informationsgehalt oftmals in Grenzen. Das verwundert nicht, handelt es sich doch um ein laufendes Ermittlungsverfahren, bei dem alle (vermeintlich) beteiligten Parteien lieber zu wenig als zu viel sagen. Umso interessanter ist der Beitrag von <strong>Hans Leyendecker</strong> (<a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/577/495899/text/">Süddeutsche Zeitung</a>), der sich genauer mit dem Verfahren 35 Js 40/09 der Bochumer Staatsanwaltschaft beschäftigt hat.</p><p>So sei aus Ermittlerkreisen und von Anwälten durchgedrungen, dass die Strafverfolger ihren Verdacht ausschließlich auf abgehörte Telefonate gründen. &#8222;Solche Telefon-Überwachungsmaßnahmen (es gibt Tausende Seiten TÜ-Protokolle) können in der Regel nur Hinweise liefern und sind meist sehr interpretationsfähig. Hunderte Telefonate hörten die Polizisten an, ehe sie die Köpfe der Bande dorthin sperren durften, wo der Knastmünzsprecher steht&#8220;, schreibt Leyendecker. Als Pate des Wettskandals scheint sich Deniz C. herauskristallisiert zu haben, dessen Verteidiger Burkhard Benecken sich bezüglich der Vorwürfe gegenüber seinem Mandanten überraschend mitteilsam gibt. So habe sich Deniz C. laut der Strafverfolger mit fünf weiteren Beschuldigten zusammengeschlossen, um &#8222;Sportler aus hochrangigen europäischen Fußballligen zu schmieren&#8220;. Zudem soll er Köche und Ärzte bestochen haben, die Fußballer gezielt außer Gefecht setzen sollten. Laut der Ermittler handele es sich dabei um gewalttätige organisierte Kriminalität, die es in dieser Form noch nie gegeben habe.</p><p>Warum Deniz C.s Anwalt all diese ungewöhnlichen Vorwürfe gegenüber seinem Mandanten bereitwillig an die Öffentlichkeit trägt, ist für Leyendecker klar: &#8222;Seine Berichte aus der Unterwelt sind kein Mandantenverrat, sondern Verteidigungsstrategie.&#8220; Benecken halte Deniz C. für unschuldig und die Thesen der Ermittler für &#8222;aufgeblasen&#8220;. Leyendeckers Prognose für den Fortgang des Verfahrens ist alles andere als optimistisch: &#8222;Wenn es nun aber keine Geständnisse der angeblichen Wettbetrüger regnet, wird die Beweislage für den großen internationalen Betrug nicht üppig sein. Die Ermittler haben ohnehin den Verdacht, dass Deniz C. in anderem Zusammenhang die Rechtsanwalts-Honorare anderer Beschuldigter bezahlt habe, damit die keine Aussagen gegen ihn machten.&#8220; Auffällig sei zudem, dass Berichte über Verdachtsfälle in Deutschland bislang eher &#8222;provinziell&#8220; wirken: &#8222;Viermal soll die zweite Bundesliga betroffen sein. Ansonsten geht es hierzulande nur um Spiele in unterklassigen Ligen. Immer ist der Anfangsverdacht dünn.&#8220;</p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/?p=14214</guid> <description><![CDATA[Der Wettskandal zieht weiter seine Kreise: Einschätzungen, Interviews und Hintergründe, auch aus Asien, sowie ein neuer Gesetzesvorschlag Fahrlässige Annahme Heiko Hinrichsen zeigt sich in der Stuttgarter Zeitung höchst erstaunt, dass es aus Unbedarftheit heraus überhaupt so weit kommen konnte: &#8222;Das gigantische Ausmaß des Skandals mit seinen weltweiten Vernetzungen legt die Verwundbarkeit des Systems Profifußball schonungslos [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-14214"></span></p><p><strong>Fahrlässige Annahme</strong></p><p><strong>Heiko Hinrichsen</strong> zeigt sich in der <strong>Stuttgarter Zeitung</strong> höchst erstaunt, dass es aus Unbedarftheit heraus überhaupt so weit kommen konnte: &#8222;Das gigantische Ausmaß des Skandals mit seinen weltweiten Vernetzungen legt die Verwundbarkeit des Systems Profifußball schonungslos offen. Wer soll im Zeitalter von Online-Zockerei und asiatischen Wettpaten die Betrüger noch stoppen? Längst ist der Profifußball ein Milliardengeschäft &#8211; und die Betrüger sind bestens organisiert. Es war also vonseiten der Funktionäre nicht etwa blauäugig, es war in höchstem Maße fahrlässig zu glauben, in Europas Sportart Nummer eins gäbe es keine großangelegte Korruption.&#8220;</p><p><strong>Blauäugiger Zwanziger</strong></p><p>Der ehemalige Trainer des SC Verl, <strong>Mario Ermisch</strong>, selbst Anwalt, hat im Interview mit <strong>Marcus Bark</strong> in der <a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/news/:interview-mit-verls-ex-trainer-dass-spieler-wetten-ist-nicht-ruchbar/50042138.html">Financial Times Deutschland</a> eine eindeutige Auffassung, welche Wetten zugelassen sein dürften. Und plaudert aus des Amateurfußballers Nähkästchen:</p><p>&#8222;Spiele, bei denen es um wenig geht, gerade auch zum Ende der Saison, sind natürlich problematisch. Ich weiß gar nicht, wie da seriös Quoten ermittelt werden sollen. Auf solche Partien sollte nicht gesetzt werden dürfen. (&#8230;) Jeder, der selber gespielt hat, weiß doch, was bei den Amateuren abgeht. In der Kreisliga B ist es die Kiste Bier, für die eine Mannschaft den Gegner weghauen soll. Oder es wird Geld für absichtliche Niederlagen zumindest geboten. Jeder weiß, dass im unteren Amateurbereich zum Saisonende die abenteuerlichsten Ergebnisse herauskommen. Ich fand es schon sehr blauäugig vom DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, als er betonte, dass von 1,4 Millionen Spielen in Deutschland ja nur 32 verdächtig seien. Allein schon deshalb, weil nur auf einen Bruchteil der Spiele gewettet werden kann.&#8220;</p><p>Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Lektüre eines Werkes des Autoren Joe McGinniss, &#8222;Das Wunder von Castel di Sangro&#8220;, in dem er zwar am Rande, aber unmissverständlich beschreibt, wie es in italienischen unteren Klassen Usus sei, gegen Saisonende Spiele zu verschieben, wenn diese für das eigene Team keine Relevanz mehr hätten &#8212; ganz so, wie es Mario Ermisch oben auch für den deutschen Fußball andeutet.</p><p><strong>Eine Frage der Veranlagung</strong></p><p>DFB-Schiedsrichterleiter <strong>Lutz Michael Fröhlich</strong> zweifelt im Interview mit <strong>Dominik Bardow</strong> (<a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Bundesliga-Wettskandal-Lutz-Michael-Froehlich;art133,2957947">Tagesspiegel</a>) daran, dass höhere Entlohnung der Schiedsrichter diese gegen Betrugsgedanken immunisieren könnte, auch wenn noch nicht feststeht, ob und wie viele Schiedsrichter beteiligt waren. Zunächst gibt er Auskunft über die aktuellen Verdienste: &#8222;3800 Euro pro Spiel in der Bundesliga über 2000 in der Zweiten Liga bis 300 Euro in den Regionalligen.</p><p><em>Würde die Manipulationsgefahr zurückgehen, wenn man die Sätze erhöht?</em></p><p>Da bin ich skeptisch, weil das auch eine Frage der Veranlagung ist. Wer es darauf abgesehen hat, nur Geld zu kassieren, den wird man auch mit höheren Honoraren nicht in den Griff bekommen.&#8220;</p><p>Auf die Frage, ob es weitere Maßnahmen geben könne nach jenen, die man im Rahmen des Hoyzer-Skandals bereits ergriffen hatte, ist Fröhlich skeptisch: &#8222;Wenn Sie in Ihrer Wohnung alle möglichen Schlösser vor die Tür hängen, schreckt das sicherlich im ersten Moment ab, aber wenn es jemand wirklich darauf anlegt, bei Ihnen einzubrechen, dann schafft der das auch. Sie können keine Schiedsrichter einsperren, zur Spielleitung herauslassen und dann wieder einsperren. Das sind alles freie Menschen. Wir müssen zwar gegen schwarze Schafe vorgehen, aber auch an diejenigen denken, die jedes Wochenende redlich ihre Leistung bringen.&#8220;</p><p><strong>Als Student mit 50.000DM Einsatz zum &#8222;High Roller&#8220;</strong></p><p><strong>Axel Raack</strong> portraitiert für <a
href="http://www.11freunde.de/bundesligen/125890">11Freunde</a> einen mutmasslichen Hauptdrahtzieher, zumindest der Vorgänge in Deutschland, den allseits bekannten Ante Sapina: &#8222;Das erste große Geld macht der eingeschriebene Student 2000, als er zu Saisonbeginn der Bundesliga 50.000 DM auf die Meisterschaft von Bayern München setzt und nach dem dramatischen letzten Spieltag &#8211; den die Münchener doch noch als nationaler Meister beenden &#8211; um 100.000 DM reicher ist. Der Einstieg als &#8218;High Roller&#8216;, unter Profizockern quasi die Eliteliga, ist perfekt. In der Folge verschleudert der junge Berliner Unsummen, verdient sich aber gleichzeitig eine goldene Nase. Monatlich habe er bis zu 400.000 in Sportwetten investiert. In der Folge reißen sich die großen Lotterien um den Dukatenesel aus Charlottenburg. Als er bei einer verlorenen Wette 300.000 Euro in den Sand setzt, überbringt ihm ein Oddset-Mitarbeiter &#8217;schöne Grüße&#8216; und als Trostpflaster einen Kugelschreiber plus Feuerzeug. In der Hauptstadt ist er bald bekannt wie ein bunter Hund.&#8220; In Berlin selbst habe er schon bald nicht mehr setzen dürfen, weil er zu oft große Kasse gemacht hatte. Im Hoyzer-Prozess wird ihm schließlich Spielsucht attestiert, was ihn vermindert schuldfähig macht. Diese Sucht war ihm wohl weiterhin Antrieb, auch nach seiner ersten Verurteilung: &#8222;Das zwielichtige Spiel aus Bestechung, Anbiedern, Bedrohung und Überredungskunst hat Sapina in den vergangenen Jahren offenbar so gut gespielt, wie kein anderer.&#8220;</p><p><strong>In Deutschland lebende Studenten berichten live</strong></p><p><strong>Frank Hollmann</strong> und <strong>Benedikt Voigt</strong> schildern im <a
href="http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Wettskandal-China;art133,2958857">Tagesspiegel</a> die Lage in Ostasien: &#8222;China scheint sogar vorne zu liegen in Sachen manipulierter Fußballspiele, dort hat die Manipulation beinahe Tradition. Häufig sammeln die kleinen Buchmacher in Bars Einzelwetten von bis zu 10.000 Euro und reichen sie an die großen Buchmacher weiter, diese setzen das eingesammelte Geld dann via Internet weltweit. Die Informationen für obskure Wetten auf untere deutsche Ligen liefern in Deutschland lebende Studenten live vom Spielfeldrand per Handy nach China, berichtete die &#8218;ARD&#8216;.&#8220; Ganz im Zuge dieser Tradition erläutern Voigt und Hollmann weiter: &#8222;Das große Geld wird in Untergrundbars und verbotenen Spielhöllen verzockt. 2008 registrierte Chinas Polizei 179.000 Fälle illegalen Spielens. Die Gesamteinnahmen durch illegale Wetten werden auf 100 Milliarden Euro geschätzt, mehr als die Hälfte davon sind Fußballwetten.&#8220;</p><p><strong>Die Hydra der illegalen Buchmacher</strong></p><p><strong>Marcus Bark</strong>, <strong>Andreas Förster</strong> und <strong>Lukas Heiny</strong> beleuchten in einem umfangreichen Dossier der <a
href="http://www.ftd.de/sport/fussball/news/:agenda-wenn-fussballer-marionetten-werden/50040931.html">Financial Times Deutschland</a> die Situation weiter: &#8222;Es ist ein dunkles Geflecht aus illegalen Wettbüros, Mittelsmännern und Geldboten, dem die Ermittler gegenüberstehen. Nicht selten laufen die Wetten über Spielhöllen in den Hinterhöfen von Hanoi, Bangkok oder Schanghai. Kontrolliert von organisierten Banden, werden dort Milliarden Dollar verzockt, meist in Livewetten. Bei ihrer letzten Großrazzia gegen die Wettmafia hob die internationale Polizeiorganisation Interpol in Asien mehr als 1000 solcher illegaler Wettbüros aus. 1300 Verdächtige nahmen die Fahnder fest. Doch es ist wie bei einem Kampf mit einer Hydra: Kaum ist dem Ungeheuer ein Kopf abgeschlagen, wachsen zwei neue nach.&#8220;</p><p><strong>&#8222;Wer den Verlauf in unlauterer Weise beinflusst&#8220;</strong></p><p><strong>Heribert Prantl</strong> berichtet in der <a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/312/495636/text/">SZ</a> von bayrischen Plänen, sich juristisch in Zukunft anders mit der Anfälligkeit des Sports für Missbrauch auseinanderzusetzen: &#8222;Bayerns Justizministerin Merk (CSU) hat einen Entwurf ausgearbeitet. Demnach sollen Doping, Bestechung, Bestechlichkeit und sonstige betrügerische Manipulation verfolgt werden. Die Strafen reichen bis zu 10, bei gewerbsmäßigem Doping bis zu 15 Jahren Haft.&#8220; Ein ähnlicher Vorstoß vor drei Jahren war am Widerstand des damaligen Bundesinnenministers Schäuble gescheitert, dieser sei jedoch nicht so umfassend wie der aktuelle gewesen. &#8222;Es soll nun jede Korruption im Sport vom Strafrecht abgedeckt werden: Wer den &#8218;Verlauf eines sportlichen Wettkampfs in unlauterer Weise&#8216; mit Geld oder sonstigen Vorteilen beeinflusst, wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft.&#8220; Ob dieser Entwurf Erfolg haben könne, sei allerdings schwierig einzuschätzen. Denn die Sportverbände beharrten darauf, dass die Sanktionen überwiegend in ihrer Hand blieben, die Union sei uneinig, dem DOSB reiche die aktuelle Situation aus. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dagegen halte erhöhten &#8222;Verfolgungsdruck&#8220; für notwendig.</p><p><a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/139/495464/text/">freistoss des tages</a></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2004/03/25/4810/</guid> <description><![CDATA[Drei-Säulen-Theorie des Abstiegskampfes: die akut bedrohliche Situation in Leverkusen &#8211; die fast so akut bedrohliche Situation in Rostock &#8211; Shao, der Münchner Chinese assimiliert sich &#8211; St. Pauli muss Personal entlassen &#8211; ein Trainerrausschmiss während der Pressekonferenz in Verl u.a. Drei-Säulen-Theorie des Abstiegskampfes Michael Horeni (FAZ 26.4.) erklärt die Situation in Leverkusen. “Vor genau einem [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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id="more-4810"></span></p><p><strong><strong><strong>Drei-Säulen-Theorie des Abstiegskampfes</strong><strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong>Michael Horeni</strong> (<strong>FAZ </strong>26.4.) erklärt die Situation in Leverkusen. “Vor genau einem Jahr, auf den Tag genau, da spielte Leverkusen bei Manchester United, und in dieser Nacht verzauberte Bayer die Fußballwelt. Das war phantastisch für den Fußball, sagte damals Sir Alex Ferguson, nachdem Bayer sich mit einer zauberhaften Vorstellung (2:2) in Old Trafford den Weg ins Finale der Champions League geebnet hatte. Wie sich heute zeigt, war diese Nacht der Höhepunkt in einem Jahrhundert Bayer-Fußball. Aus Träumen werden Ziele, sagte Trainer Toppmöller damals. Im Rückspiel retteten sie den Ertrag noch über die Zeit. Danach ging alles verloren. Calmund hat sich am Mittwoch das großartige 4:3 von Real Madrid im Viertelfinale in Manchester angesehen. Die beiden großen Bayer-Gegner vom letzten Jahr &#8211; aber jetzt Lichtjahre entfernt (&#8230;) Calmund hat eine Drei-Säulen-Theorie des Abstiegskampfes. Nachdem er Reals Sieg in Manchester sah, ist er tiefer denn je davon überzeugt, daß Bayers vielleicht unaufhaltsamer Absturz die schwindelnde Höhe zur Bedingung hat. Die erste Säule: Existenzkampf. Wenn er den Spielern mit diesem Argument komme, dann weiß er, was diese sich denken und womöglich sogar sagen: Schau dir mein Haus an, schau dir mein Konto an, sagt Calmund, Existenzkampf ist bei uns Fehlanzeige. Die Spieler haben gute Perspektiven. Die zweite Säule: Selbstkritik. Ohnehin kaum vorhanden bei Bundesligaspielern, sagt Calmund, aber bei erfolgreichen Spielern noch viel weniger. Die hören doch zu Hause und von ihren Freunden nur, wie gut sie im letzten Jahr noch waren, in Leverkusen und bei der Nationalmannschaft. An ihnen könne das doch nicht liegen. Und wenn sie Selbstkritik übten, zeigten sie gleich auf drei oder vier andere dazu. Selbstkritik &#8211; dafür gibt es keine Pillen. Dritte Säule: Das Strickmuster des Spiels. In Notsituationen, so Calmund, tendierten die Spieler auch unter veränderten Bedingungen dazu, auf diejenigen Muster zurückzugreifen, die sie erfolgreich gemacht hätten &#8211; auf das spielerische Muster also, auf Toppmöllers Erbe. Aber am Strickmuster läßt sich etwas ändern, sagt Calmund. Das ist des Trainers Aufgabe. Aber die Säulen-Theorie klingt nicht nach Calmund. Auch nicht nach Hörster. Sie klingt nach Daum, nach seinem Vermächtnis. Aber wer weiß, ob es in diesen Tagen nicht schon um Calmunds Erbe geht.“ </strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong>Kopfsache</strong><strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong>Erik Eggers</strong> (<strong><a
class="extlink broken_link" href="http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.04.2003/541631.asp ">Tsp</a> 26.4.) schreibt. „Der Kern des Problems bei Bayer liegt ohnehin woanders. Es ist „die Kopfsache“, wie Hörster sie nennt. Auch er hat noch keine Generalantwort darauf gefunden, warum seine Mannschaft in kritischen Momenten in beunruhigender Permanenz kollabiert. „Wir haben viel darüber geredet“, sagt er. Hörster hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sein Team endlich „die guten Leistungen im Training auf dem Platz umsetzen kann“. Vor gut zwei Jahren noch hat sich bei Bayer ein Sportpsychologe mit derlei Kopfsachen beschäftigt. Der damalige Trainer Klaus Toppmöller hat ihn sofort abgeschafft. Sein Argument: Ein Trainer müsse sein Team selbst motivieren. Und nun, da viele Spieler ganz offenbar schwere mentale Probleme haben? „Da haben wir nicht drüber nachgedacht“, sagt Hörster. „Wenn man so etwas macht, dann die ganze Saison über.“ In dieser Situation sei das zu kurzfristig. Bayers Sportdirektor Jürgen Kohler verzieht bei solchen Worten keine Miene. Und das leidige Thema Udo Lattek, die ganze Diskussion, wer nun wem einen Korb gegeben hat, Bayer Lattek oder Lattek Bayer – da verdreht Kohler nur noch genervt die Augen. „Wir konzentrieren uns nur auf Gladbach, alles andere interessiert uns nicht“, sagt Kohler. Thema erledigt, für ihn jedenfalls – aber auch für Bayer Leverkusen?“ </strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Mit sieben Millionen Euro gegen den Abstieg versichert</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Christoph Biermann</strong> (<strong>SZ26.4.) teilt mit. „Sollte Bayer absteigen, werden sich andere Vereine darum reißen, Schneider, Bastürk, Lúcio oder Neuville zu verpflichten. Sie mögen das sportliche Stigma eines Abstiegs mitbringen, aber selbst das wäre bald vergessen. „Es ist jedenfalls lachhaft im Vergleich zur Situation bei anderen Klubs“, findet Calmund, denn in Gladbach oder Nürnberg, Bochum oder Rostock würde manchem Profi in der Zweiten Liga ein deutlich bescheideneres Auskommen oder gar die Arbeitslosigkeit drohen (&#8230;) Es dürfte an den Bayer-Profis auch nicht spurlos vorübergehen, dass sich ihr Arbeitgeber fast zwei Wochen lang vom geltungssüchtigen Udo Lattek vorführen ließ. „Es muss endlich Ruhe in den Laden“, fordert Carsten Ramelow. Der Mannschaftskapitän scheint sich zu fragen, wie im Kabinentrakt Geschlossenheit und Teamgeist entstehen soll, wenn aus den Büros nur Kakophonien zu hören sind, als wolle jeder vor dem Versinken in der Zweiten Liga noch so oft in der Zeitung stehen, wie es geht. „Das kann doch für die Spieler kein Alibi sein“, entgegnet Calmund und rechnet vor, dass unter Toppmöller, wo es noch ruhig blieb, im Schnitt 0,95 Punkte pro Spiel geholt wurde. Unter Hörster hingegen wären es trotz all der öffentlichen Debatten im Schnitt immerhin 1,25 Zähler gewesen. Das mag sein, nur wenn in diesem Tempo weiter gepunktet würde, hätte Bayer Leverkusen am Ende der Saison 36 oder 37 Zähler. Und müsste absteigen. Immerhin ginge Bayer selbst in diesem Fall nicht ganz leer aus. Der Klub ist mit sieben Millionen Euro gegen den Abstieg versichert.“</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Lattek kontra Leverkusen SZ</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Wenn man den Platz betritt, beginnt der Krieg</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Christian Zaschke</strong> (<strong>SZ 26.4.) porträtiert einen Chinesen in den Reihen von 1860 München. „Als der Fußballer Jiayi Shao aus China nach Deutschland kam, von Peking nach München, von Guo’an Bejing zum TSV 1860 München, da haben sie ihm erstmal Weißwürste serviert. Manche Eltern werfen ihre kleinen Kinder ins Wasser, weil diese dann angeblich schwimmen lernen. Sie beginnen, sich im Wasser zu bewegen, weil sie überleben wollen; das sagt die Theorie. Jiayi Shao schob mit der Gabel ein Stückchen Weißwurst in den Mund. Er kaute. Er lächelte dabei. Die Fotografen drückten auf die Auslöser ihrer Kameras. Schließlich schluckte Shao. „Lecker“, ließ er den Dolmetscher sagen. Nach dieser ersten und ernsten Prüfung brachte er alle weiteren Initiationsriten ohne Probleme hinter sich. Er wurde in Lederhosen fotografiert, er wurde mit riesigen Brezeln fotografiert, er hielt Weißbier in die Kameras. Dazu lächelte er. Ein Chinese in München. Den Sechzigern war ein Coup gelungen. Aber konnte der Mann auch Fußball spielen? Bei seinem ersten Spiel verloren die Löwen 0:1 gegen Hannover. Es war ein absurd schlechtes Spiel, die wenigen Zuschauer hatten ziemlich miese Laune, es war trostlos. Weit mehr als das Weißwurstessen hat dem Fußballer Shao dieser erste Auftritt deutlich gemacht, wo er gelandet war. Er hatte von dem Fußball gekostet, der in den tieferen Lagen der Bundesliga gespielt wird. Geschmeckt haben kann ihm das nicht. Auch die Sechziger sahen nun, wen sie da eingekauft hatten. Einen technisch guten Fußballer, Linksfuß, harter Schuss, der bisweilen staunt über das Spiel, das auf dem Platz um ihn wogt. „Ich muss noch viel lernen“, sagte Shao, und dieser Satz stimmt. Taktik zum Beispiel, Härte, Übersicht, Selbstbewusstsein (&#8230;) In China ist er ein Star, er wird dort verehrt. In München ist er jemand, der lernt, vielleicht eine Hoffnung, sicher ein Exot. Eine neue Rolle. „Es braucht Zeit“, sagt Jiayi Shao, „alles braucht Zeit.“ Wann er bereit sei? „Ich muss den Rhythmus des Teams lernen. Es dauert nicht mehr lange.“ Er ist so ruhig. Dann sagt er: „Man muss seine Haltung hier ändern. Fußball ist nicht mehr nur Spaß. Wenn man den Platz betritt, beginnt der Krieg.“ Dabei schaut er genau so freundlich wie damals, als er seine erste Weißwurst aß.“ <strong>Kantinenfußball</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> <strong>Dirk Böttcher</strong> (<strong><a
class="extlink broken_link" href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport/sport/?cnt=200897 ">F</a><strong>R</strong> 26.4.) skizziert die bedrohliche Lage für Hansa Rostock. „Eine Lokalzeitung hat in dieser Woche über die Kandidaten für die zweite Liga abstimmen lassen, Hansa Rostock war dabei. Nun kann man das sachverständige Publikum im Norden zwar loben, doch so wenig Glaube an das eigene Team verwundert schon. Das Wissen kommt aus erster Hand. Wer die stolprigen Heimauftritte der Hanseaten bisher verfolgen musste, tut sich schwer, auf diese Mannschaft noch einen der viel zitierten Pfifferlinge zu geben. Zumal doch bessere Fußballkost versprochen wurde. Armin Veh soll Rostock noch immer das elegante Ballspiel beibringen. Was der Zuschauer zu sehen bekam, war jedoch die gleiche Standard-Norm-Soße, wie schon zu Friedhelm Funkels Zeiten. Den jagten sie davon, weil sie es nicht mehr mit angucken konnten, das grobfüßige Gebolze. Dabei war sich Funkel sicher, Rostock könne nur diesen Kantinenfußball, für das Gala-Buffet reicht es nicht. Auch Armin Veh plagen nun solcher Art Einsichten. Besser können sie es nicht, lautete sein Fazit nach der jüngsten Heimniederlage gegen die Hertha. Statements wie in der Rückrunde der letzten Saison, als Veh den Kader für derart ungeschickt zusammengestellt hielt, dass er viele taktische Feinheiten im Training gar nicht erst probte. Weil ihn doch die meisten der Durchschnittsspieler eh nicht verstanden hätten. Also wünschte er sich neue, bekam sie auch &#8211; und es änderte sich nichts (&#8230;) Veh stöhnt derweil: Geld schießt Tore und verhindert sie, und sagt, wenn wir am Ende drei Mannschaften hinter uns lassen, ist das ein großer Erfolg. Das ist es zweifelsohne, doch seine und die Ansprüche des Vereins waren das nicht. Sein Intimfeind, die Zeitung mit den großen Schlagzeilen, rechnete ihm in dieser Woche recht knackig ihr Einmaleins vor. Immerhin kann sich Rostock einen jährlich 1,3 Millionen Euro teuren Bachirou Salou leisten, für Rade Prica blätterte man immerhin 2,2 Millionen hin.“</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> Interview mit Hans Meyer <a
class="extlink broken_link" href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport/sport/?cnt=200895 ">FR</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> Zwei Berliner Tageszeitungen porträtieren Fredi Bobic <a
class="extlink broken_link" href="http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/26.04.2003/541627.asp ">Tsp</a> BLZ</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> <strong>Aus dem Unterhaus</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> Zur finanziellen Lage in St. Pauli liest man von <strong>Jörg Marwedel</strong> (<strong>SZ 26.4.). „Der Brief an Kölns Trainer Friedhelm Funkel enthielt eine Reihe unkonventioneller Ratschläge für das Fußball- Zweitligaspiel gegen den FC St. Pauli an diesem Montag. „Geben Sie Ihrer Mannschaft vor dem Spiel vier Tage am Stück frei, die diese dafür nutzen soll, die Aufstiegsfeierlichkeiten bereits einmal zu proben“, hieß es dort. Oder: „Es ist in den Regeln nicht vorgeschrieben, dass eine Mannschaft mit elf Spielern auf dem Platz stehen muss. Zeigen Sie Mut zur Lücke!“ Oder: „Probieren Sie mal ein 2-2-6 resp. 2-2-4-System aus!“ Die Ideen zur Förderung eines St. Pauli-Sieges beim Tabellenführer, ausgeheckt von einem Kölner Fan und einer St.-Pauli-Anhängerin, spiegeln die aktuelle Stimmung im Sympathisantenlager des in Not geratenen Hamburger Kultvereins ziemlich gut wider: irgendwo zwischen Verzweiflung und ungebrochenem Humor. Weniger humorig geht es in diesen Tagen auf der Geschäftsstelle am Millerntor zu. In dem Container neben Klubhaus und baufälligem Stadion spürt man längst die Vorläufer des düsteren Szenarios, das dem drohenden Abstieg des FC St. Pauli in die Regionalliga folgen würde. Der Abschied aus dem Profilager würde bedeuten, dass der größte Amüsierbetrieb jenseits der Reeperbahn Stellenabbau betreiben muss – in einem Maße, das nicht einmal der abgezockteste Unternehmer sozialverträglich nennen würde. Doch die Sparwelle hat schon begonnen. Dem Platzwart und dem Klubwirt ist bereits gekündigt worden, den Redakteuren des Vereinsmagazins 1/4nach5 ebenso. Um ihre Jobs bangen die Damen in der Buchhaltung, ein Marketingmann, der Talentspäher und mehrere Jugendtrainer (&#8230;) Fest steht, dass man die Personalkosten nun um rund 50 Prozent reduziert. Und weil reizvolle Alternativen für die meisten Spieler rar sind, wollen viele selbst zu den neuen Bedingungen bleiben. St. Pauli profitiert also ein weiteres Mal von der Rezession. Beutel jedenfalls ist überzeugt, dass die veränderte Marktlage „die Wertigkeiten verrückt“. Statt der „Fokussierung auf das Geld“ bekämen „Werte wie Atmosphäre und Tradition wieder mehr Bedeutung“ für die Spieler. Kann nur heißen: St. Pauli hat Zukunft.“</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> <strong>Dirk Graalmann </strong>(<strong>SZ 26.4.) meldet sich aus der Provinz. „Peter Mankartz ist ein Geschäftsmann. Seit 25 Jahren kümmert sich seine Firma um Schuhreparaturen, Beschilderungen und Schlüsseldienst. Mankartz hat viel zu tun. Er ist ein Entscheider. Seit vergangenem Sommer ist er nebenbei Präsident des Fußball-Regionalligisten SC Verl. Auch da entscheidet er schnell. Zuletzt am Donnerstag. Da hat er seinen Trainer Dieter Brei entlassen. Live. Vor Publikum. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Dresdner SC. Ein Novum im deutschen Fußball. 40 Minuten hatte der 52-jährige Fußballlehrer Brei (der als Spieler von Fortuna Düsseldorf im Europacup-Finale 1979 stand) über die prekäre Situation des abstiegsbedrohten Klubs (Rang 13) referiert, dabei auch Seitenhiebe auf die Vereinsspitze eingestreut. Dann wurde es Mankartz zu viel. „Er fühlte sich wohl beleidigt, in die Ecke getrieben“, glaubt Brei. Der Boss stand auf, ging raus, telefonierte kurz – und senkte cäsaristisch den Daumen: „Du hast fehlende Einigkeit und ein Machtvakuum beim SC Verl beklagt. Ich als Präsident fülle das jetzt aus und beurlaube dich mit sofortiger Wirkung.“ Eine lustige Posse, und vermutlich wird sie das Einzige sein, das jemals in der Fußball-Geschichtsschreibung über den SC Verl zu lesen sein wird.“</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> <strong>Stefanie Kneer</strong> (<strong>FR</strong> 25.4.) besuchte Union-Trainer Miroslav Votava. „Ein halbes Jahr ist der frühere Bremer Profi jetzt in Berlin-Köpenick; ein halbes Jahr Auf und Ab im Ostteil der Hauptstadt. Noch sind sich die Berliner nicht einig über die Qualitäten ihres Trainers. Stürmer Baumgart formulierte es so: Ob er wirklich ein Guter ist, muss er sicher erst noch unter Beweis stellen. Aber Votava leistet engagierte Arbeit und hat eine faire Chance verdient. Eine Eins mit Stern klingt anders. Votava selbst sagt über die schwierige Situation in Berlin: Wo ein Georgi Wassilew oder, wie früher in Bremen, ein Otto Rehhagel lange Jahre erfolgreich gearbeitet haben, da ist es immer schwer, sich als Trainer zu etablieren. Der zweifellos begabte Fußballlehrer, der bisher nur auf kurze Engagements bei den damaligen Regionalligisten VfL Oldenburg und SV Meppen zurückblicken kann und danach als Scout beim SV Werder Bremen tätig war, wirkt manches Mal noch wie in der Lehrzeit. Manchmal übt der Übungsleiter selbst noch ein bisschen. So zum Beispiel bei der Torwartrotation. Zwei Spiele war Sven Beuckert die Nummer eins, zwei Spiele stand Robert Wulnikowski im Kasten &#8211; immer abwechselnd. Schmarrn sagte Sepp Maier, Bundestorwarttrainer, dazu auf Anfrage der Berliner Zeitung. Von da an war Wulnikowski Stammtorwart.“</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a
href="/home/bogenlampe-experte_der_woche.html"> </a> Gewinnspiel für Experten</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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isPermaLink="false">http://www.indirekter-freistoss.de/2004/03/25/4922/</guid> <description><![CDATA[Der DFB-Pokal bekommt seine Bedeutung wieder zurück Warum gewannen die Beobachter der hiesigen Fußballszene in den letzten beiden Jahren den Eindruck, dass der über lange Zeit hinweg marginalisierte DFB-Pokalwettbewerb wieder an Bedeutung gewann? Weil die „Richtigen“ ihn gewannen, was an dieser Stelle so viel heißt wie: diejenigen, die diese traditionsreiche Trophäe angemessen zu schätzen wussten [...]Verwandte Artikel<ul><li><a
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Nach den Schalker Triumphen 2001 und 2002 markierten bis zu über hunderttausend freudetrunkene Anhänger sowohl den Endspielort Berlin als auch die Gelsenkirchener Innenstadt tagelang in königsblaue Vereinsfarbe.</p><p>Die atmosphärelosen Halbfinals dieser Saison – man muss es sagen – werden diese Aufwertung wieder deutlich relativieren. Schließlich trat Vorjahresfinalist Bayer Leverkusen beim Ligaprimus aus München tatsächlich mit dem Ziel an, die Niederlage in Grenzen zu halten. „Das ist schon ein seltsamer Abend gewesen. Ein Abend, an dem die so genannten Werksprofis von Bayer Leverkusen, nach dem verpassten Einzug ins DFB-Pokalfinale mit ihrer Zufriedenheit verblüfften“, verurteilt die SZ den Auftritt der Verlierer und schreibt über ein „dramatisch spannungsarmes Duell“ im „trostlosesten Halbfinale der Neuzeit“. Allein 16.000 Zuschauer wollten das Spiel im Olympiastadion sehen, wobei Bayern-Manager Uli Hoeneß nachher bedenkenlos zugab, dass sein Verein Schönwetterfans hat. „Zumindest in der Anfangsphase konnte man nur jedem gratulieren, der sich für diesen Abend etwas besseres vorgenommen hatte“, liest man in der FTD. So bleibt für diesen letztendlich einseitigen 3:1-Sieg allein das traurige Fazit: „Der FC Bayern rückt dem Double nahe, doch keiner schaut hin – nur Oliver Kahns Seitensprung interessiert“ (Tsp).</p><p><strong><strong>In der anderen Partie standen sich zwei Teams gegenüber, die sich „auf diametral entgegen gesetzten Reisewegen“ (SZ) annähern. Dabei bezwang der abstiegsbedrohte aber im Aufwind befindliche 1. FC Kaiserslautern die zweitbeste Mannschaft der Hinrunde aus Bremen mit 3:0, die die sechste Niederlage in Folge „widerstandslos in Kauf genommen hat“(FAZ). Die SZ hält zudem folgende Erkenntnis fest: „Wenn es Zweifel gab, dass Werder über die beiden schwächsten Torhüter der Bundesliga verfügt – sie sind zerstreut.“</strong></strong></p><p><strong><strong><strong>Bayern München – Bayer Leverkusen 3:1</strong><strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong>Philipp Selldorf</strong> (<strong>SZ 7.3.) ist von der Leverkusener Spielweise und ihren Reaktionen nach der Niederlage erschrocken. „Gegen Ende des Spiels schickte Reiner Calmund ein Gebet in den schwarzen Himmel über München. „Lieber Gott, lass es Schluss sein“, flehte der Manager. Und siehe: Der Herr erhörte ihn und befahl seinem Diener Edgar Steinborn den Schlusspfiff. Calmund registrierte ihn mit Erleichterung. Die 1:3-Niederlage beim FC Bayern empfand er als Gnade einer gütigen Fügung; das ruhmlose Ausscheiden aus dem DFB-Pokal, der Verlust der letzten Gelegenheit zur Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb – für Bayer 04 sind das unbedeutende Phänomene am Rande. Calmund setzt andere Prioritäten: „Wir müssen an die Psyche denken“, sagt er. Diese therapeutische Dringlichkeit lässt sich selbst ohne medizinische Ausbildung mit der Herrschaft von Angst begründen. Es galt, acht Gegentreffer zu vermeiden, wie sie der 1.FC Köln kürzlich beim Pokaltreff am selben Ort hatte hinnehmen müssen. „Diese Blöße wollten wir uns nicht geben“, erzählte Mittelfeldspieler Hanno Balitsch später, und allein an diesem traurigen Geständnis lässt sich ablesen, wie tief die Leverkusener Ambitionen gesunken sind. So haben sie dann auch gekickt. Die Bayer-Elf fürchtete weniger das Ausscheiden als die Höhe der Niederlage und deren womöglich verstörende Folgen. Daher gratulierte Calmund den Spielern (&#8230;) So drängte sich das Gefühl auf, dass nicht der Beinahe-Meister und Champions-League-Gewinner Bayer 04 Leverkusen sein Bestes gegeben hatte, sondern Borussia Neunkirchen oder der SC Verl zur Visite erschienen waren. Hörster gibt dazu den passenden Trainer ab. Ständige Besucher der Spiele des FC Bayern konnten sich ein Kichern nicht verkneifen, als der Leverkusener Coach mit entwaffnender Unbefangenheit berichtete, er wüsste gar nicht, was er von dem Spiel halten solle, „ich muss mich erst mal sammeln und in Klausur gehen“. Sein Auftritt an der Seite des ultraroutinierten Bayern-Fachmanns Ottmar Hitzfeld und seine Analyse („Wie der Herr Hitzfeld richtig sagt. ..“) erweckte den Eindruck, als habe er den Logenplatz auf der Trainerbank im Fernsehquiz gewonnen.“ </strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong>Thomas Becker</strong> (<strong><a
class="extlink" href="http://www.taz.de/pt/2003/03/07/a0189.nf/text ">taz</a> 7.3.) meint dazu. „Was der neue Trainer sagt, klingt schlimm: Ja, und am Samstag müssen wir schon den Blick auf Barcelona richten. Heißt das: Die Besseren von den vielen Schlechten im Abstiegskampf schonen für die Champions League? Damit es in Barcelona nicht ganz so schlimm wird? Gehts dort um irgendwas, Herr Hörster? Ich weiß noch nicht, wie ich mit diesem 1:3 umgehen muss. Ich muss mich erst mal sammeln. Morgen mehr. Das personifizierte Achselzucken, ein Bild des Jammers. Das war selbst Uli Hoeneß vor seiner Tiefschlafphase aufgefallen: Der neue Trainer scheint sein Heil in der Defensive zu suchen.““ </strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Oliver Trust </strong>(<strong><a
class="extlink broken_link" href="http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/06.03.2003/452783.asp ">Tsp</a> 6.3.). “Vielleicht legt Bayer Leverkusen Protest ein. Michael Ballack, der Torschütze zum 1:0 im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen, hatte vor seinem Kopfballtreffer gegen das Regelwerk verstoßen, ob fahrlässig oder vorsätzlich, das weiß wohl niemand. Ballack hatte sich eine weiße Radlerlegging unter seine blaue Sporthose gezogen; derartige Geschmacklosigkeiten verbieten die Gesetze des Deutschen Fußball-Bundes. „Werden Thermohosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der Hosen übereinstimmen“, heißt es da in Regel 4, Ausrüstung der Spieler. Vermutlich aber verzichtet der abstiegsbedrohte Verein auf ein Veto – zum einen, weil es wohl recht peinlich wirken würde nach dem 3:1 (1:0)-Sieg der Münchner, zum anderen, weil die Rheinländer nach dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal nun alle Kräfte für den Klassenverbleib bündeln wollen. Es war schnell so wie immer in den vergangenen Jahren im Olympiastadion, wenn diese beiden Vereine aufeinander trafen. „Unsere Spieler scheißen sich schon bei der Fahrt ins Stadion in die Hose“, hatte Manager Reiner Calmund einmal eine derbe, aber treffende Bezeichnung für die übertrieben respektvolle Spielweise der Leverkusener in München gefunden. Genauso agierten sie auch am Mittwoch. Nach einer recht forschen Anfangsphase überließen sie den Hausherren die Initiative, die prompt zu einigen Chancen kamen.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>1. FC Kaiserslautern – Werder Bremen 3:0</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>„Nichts klappt mehr bei Werder, der zweitbesten Mannschaft der Hinrunde, vieles plötzlich beim FCK, dem Tabellenletzten mit direktem Anschluss nach oben“, schreibt <strong>Ralf Wiegand</strong> (<strong>SZ 6.3.). „Die Entwicklungen beider Mannschaften sind so kurios wie einfach zu erklären. Die FCK-Profis schweißt die nackte Existenz-Angst zusammen. Die gut bezahlten Arbeitsplätze am Betzenberg – Sport-Bild legte soeben die komplette Liste der Gehälter von bis zu 185458 Euro monatlich offen – sind nur über den Klassenerhalt, besser noch: Klassenerhalt und Pokalsieg, zu retten. Neue Jobs sind in der vorsichtiger werdenden Branche rar. Der FCK ist eine Schicksalsgemeinschaft, in der sogar Plaudertasche Mario Basler sich seit Wochen so folg- wie schweigsam auf der Ersatzbank einfindet. Auf dieser Basis konnte Trainer Gerets aus einem Kader, der, klagt FCK-Boss Jäggi, von seinen Vorgängern „ohne jede Strategie“ zusammengekauft wurde, eine halbwegs funktionierende Mannschaft formen (&#8230;) Während die Kaiserslauterer nun die Tage bis zum Endspiel in Berlin zählen und „mit einer großen Euphorie“ (Christian Timm) ins nächste Abstiegs-Endspiel gegen den 1.FC Nürnberg gehen, regiert bei den Bremern die nackte Angst: Was sollen sie denn noch tun, um den Absturz aufzuhalten? „Wir müssen uns selbst den Kampf ansagen“, schlägt Trainer Thomas Schaaf vor, der erkennen muss, dass seine Elf nicht beißen kann. Wo Schaaf für solche Spiele „das Messer zwischen den Zähnen“ fordert, kauten seine Spieler auf Gänseblümchen herum. Die in der Hinrunde von der Muse geküssten Fußball- Künstler finden gegen die rauen Mittel der Überlebenskämpfer der Branche kein Mittel mehr, was die Zahlen belegen. Von den inklusive der Pokalniederlage sechs Niederlagen seit der Winterpause setzte es vier gegen Abstiegskandidaten.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Jan Christian Müller </strong>(<strong><a
class="extlink broken_link" href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport/sport/?cnt=164013 ">FR</a> 6.3.) wundert sich über den Bremer Niedergang. “Vermutlich gehört es zum auf ewige Zeiten Unerklärbaren im Fußball, dass eine zuvor zerzauste Truppe wie die aus der Pfalz nach der Winterpause die Kurve kriegt, derweil ein bis Weihnachten vor Selbstvertrauen nur so strotzendes Team wie Werder ihre schöne, neue Welt unplanmäßig selbst zerstört. Vielleicht aber lassen sich die sonderbaren Entwicklungen schlicht damit erklären, dass der Mensch zur Selbstzufriedenheit neigt (Bremen), aber in bedrohlicher Situation ungeahnte Kräfte freizusetzen in der Lage ist (Kaiserslautern). Zumal, wenn einem plötzlich gewahr wird, dass der Arbeitsplatz aufgrund drohender Insolvenz im Abstiegsfall verloren ginge. Angesichts derart düsterer Aussichten tragen einen die Beine schon mal etwas schneller. Zudem hat Trainer Erik Gerets zweierlei erreicht: Dank seines einnehmenden, sympathischen Wesens haben sich die zwischenzeitlich geradezu angewidert abwendenden Fans wieder in alter Liebe mit dem FCK vereinigt. Und: Er hat es geschafft, seine Idee von Fußball auf die Mannschaft zu übertragen. Monatelang stellte der 1. FC Kaiserslautern unter dem Belgier Gerets auf dem Fußballplatz gelebte geballte Ratlosigkeit dar, die mit fußballspezifischer Taktik ja schon in den späten Tagen unter Andreas Brehme so rein gar nichts mehr zu tun hatte. Das ist nun vorbei. Weiter gereicht an den SV Werder Bremen.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Roland Zorn </strong>(<strong>FAZ</strong> 6.3.) analysiert Bremer Reaktionen. „Ich bin stinksauer. Wir haben uns vorgenommen, vollen Einsatz zu zeigen. Aber es sind immer nur fünf, sechs Mann, die halten, was vorher groß angekündigt wird. (Bremens Stürmer) Markus Daun jedenfalls schlich nicht wie die anderen Bremer mut-, kraft- und lustlos zur Arbeit. Fußball ist doch unser Beruf, sagte der noch kerngesund argumentierende junge Mann, der muß uns doch Spaß machen. Von wegen. Nur Bremer Zyniker mochten sich daran ergötzen, wie Jakub Wierzchowski in seinem Tor herumhampelte und seinen Job zu persiflieren schien; und nur mit grimmigem Humor ließ sich auf Seiten Werders ertragen, wie die eigenen Spieler bei den Lauterer Treffern den Weg durch lähmende Passivität oder alarmierende Fehlpässe frei machten. Wir haben dreimal bitte gerufen, und der Gegner hat dreimal danke gesagt, faßte Trainer Thomas Schaaf die wieder einmal restlos verunglückte Vorstellung des SV Werder Bremen zusammen. Fortsetzung folgt? Zumindest nicht in der Aufstellung vom Dienstag. Am Samstag, im Heimspiel gegen den VfL Bochum, darf wieder einmal der zuletzt ähnlich wie Wierzchowski geschmähte Pascal Borel sein Glück im Tor versuchen. Werder haltlos &#8211; die Bremer Fußballfans erleben in diesen Wochen ihren ganz alltäglichen Albtraum in einer grün-weißen Horrorserie.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Spielbericht <a
class="extlink" href="http://www.taz.de/pt/2003/03/06/a0153.nf/text ">taz</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Vor dem DFB-Pokal-Halbfinale</strong><strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Michael Ashelm </strong>(<strong>FAZ</strong> 4.3.) sorgt sich ein wenig um den Lauterer Torjäger. „Miroslav Klose redet nicht gern. Das war immer so und muß einem keine Sorgen machen. Der junge Stürmer ist kein Mann vieler, schon gar nicht großer Worte. Die einzige Extravaganz gönnt sich der Lauterer auf dem Platz, wenn es gut läuft für ihn, dann springt er nach einem Treffer diesen wunderbar erlösenden Salto. Ganz Deutschland kennt Kloses Dreher. Doch aus dem Senkrechtstarter, der sich in vier Jahren vom Bezirksligakicker zum umschwärmten WM-Torschützen katapultierte, ist ein einsamer Kämpfer geworden. Ein Kämpfer gegen die eigene Erfolglosigkeit, auch wenn es nach vielen Monaten des größten Pechs nun wieder ein wenig besser läuft. Gemessen wird der 24 Jahre alte Angreifer am puren Ergebnis. Tore können ein Fluch sein. Rudi Völler hat es erlebt, Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff. Keiner weiß so recht, weshalb es plötzlich nicht mehr funktioniert. Oft langt für das Lösen der Blockade ein spektakuläres Erfolgserlebnis, ein richtiges Knallerspiel. An diesem Dienstag könnten Klose und der 1. FC Kaiserslautern gemeinsam dem traurigen Alltag etwas entgegensetzen (&#8230;) Schien es im Sommer so, als habe Klose auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber die freie Auswahl, sieht es nun aus, als sei er ein schwacher Bittsteller. Der Druck auf seine Person wächst, ein nervenaufreibendes Poker im Wechselspiel könnte in den nächsten Wochen noch folgen, wenn der gebürtige Pole nicht längst schon irgendwo beim FC Bayern München, bei Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder Hertha BSC Berlin einen Vorvertrag unterschrieben hat.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Zur schwierigen Lage in Bremen lesen wir von <strong>Olaf Dorow</strong> (<strong><a
class="extlink broken_link" href="http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport/sport/?cnt=158999 ">FR</a> 4.3.). “Fanproteste, dazu ein Interview-Verbot für die Spieler und unter der Woche versteckte Trainer-Kritik sowie eine Ohrfeige für einen Journalisten: Welch&#8216; eine schnelle Metamorphose vom Bayern-Jäger zum Gespött der Liga. Werder, das unbekannte Wesen. Im Großen wie im Kleinen passieren unerklärlichen Sachen. Bei der Mitgliederversammlung im November wurde ein Jahres-Minus von 3,6 Millionen Euro ausgewiesen, obwohl der Verein auf dem Transfermarkt für Pizarro, Rost und Frings rund 25 Millionen Euro einstreichen konnte. Das ist mit gedrosselten Fernseheinnahmen kaum noch zu erklären. Am Samstag trug in Leverkusen Torwart Jakub Wierzchowski eine Halbzeit lang ein falsches Trikot. Die Sponsor-Beflockung fehlte. Dies wiederfährt nun ausgerechnet einem Klub, der mehr als ein Jahr ohne Trikotwerbung auskommen musste. Das größte Rätsel jedoch bleibt die Verfassung der Mannschaft. Der anstelle des überforderten Pascal Borel zwischen den Pfosten postierte Wierzchowski hält in Leverkusen einen Elfmeter. Es hat schon Fälle gegeben, in denen ein Torwart dadurch Selbstvertrauen gewinnt. Was aber folgt? Eine Krise. Wierzchowski patzt gleich zweimal und Werder hat wieder ein Torwart-Problem. Und die Kundschaft seufzt: Wie schön waren die Zeiten, als wir nur ein Torwart-Problem hatten. Nun gesellt sich noch ein Feldspieler-Problem dazu.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Ralf Wiegand</strong> (<strong>SZ 4.3.) schreibt dazu. „Als es noch gut lief beim SV Werder, vor ein paar Monaten, war Johan Micoud die Personifikation des Bremer Spiels. Ein intelligenter, zurückhaltender Mann, ein Schöngeist schon fast, interessiert an den Menschen, der Stadt, der neuen Kultur. Einer, der den Ball behandelt wie eine gute Flasche Wein, sanft und mit dem Gefühl für die inneren Werte. Der Franzose, hieß es, sei nicht viel schlechter als Zinedine Zidane, der berühmteste seiner kickenden Landsleute. Johan Micoud, der Weser-Zidane, brachte Spielkultur ins biedere Ensemble und auch ein bisschen Glanz. Jetzt, da es schlecht läuft bei den Bremern seit vielen Wochen, ist derselbe Johan Micoud das Sinnbild der Krise. Aus dem filigranen Franzosen scheint ein Rüpel geworden zu sein; er stänkerte öffentlich gegen seinen Trainer und rangelte nach dem Training mit einem Reporter von Bild. Auf dem Platz investiert er weniger Kraft. Dem Bremer Spiel kann er nichts mehr geben, weil nun andere Werte gefragt sind. Die Leichtigkeit, die Micouds Spiel eigen ist, lief gegen kämpferische Krisenklubs aus Nürnberg, Cottbus, Leverkusen, gegen die ambitionierten Löwen vom TSV 1860 und gegen routinierte Hamburger ins Leere – fünf Niederlagen in sechs Spielen der Rückrunde, und gegen Bielefeld gab es auch nur ein Unentschieden. „Wir haben mit dem Hammer in die Porzellankiste gehauen“, sagt Jürgen Born, der Vorsitzende des Vereins, „sogar mit der Abrissbirne.“ Nun liegt nicht nur die Saison in Scherben, auch die zart modellierte Büste des Künstlers Micoud ging zu Bruch.“ </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Gewinnspiel für Experten</strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p><p>Verwandte Artikel<ul><li><a
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