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Geduldsprobe für den Fan

Oliver Fritsch | Mittwoch, 10. November 2004 Kommentare deaktiviert für Geduldsprobe für den Fan

„Wie lange wird und darf Frankfurt in der zweiten Liga spielen?“ (FAZ) – „der Boden für die

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Wie lange wird und darf Frankfurt in der zweiten Liga spielen, Ralf Weitbrecht (FAZ 10.11.)? „Fußball der zweiten Klasse in Frankfurt – das paßt nicht so recht zur Stadt der Bankentürme. Bis zur WM 2006 ist es nicht mehr lange hin, und der kurz vor der Vollendung stehende Umbau des Waldstadions zu einer WM-reifen Arena spielt eine große Rolle in den sportlichen Planungen der Eintracht. Maximal drei Jahre lang, so die schlimmsten Annahmen von Bürgermeister Achim Vandreike, könne man sich das Abenteuer zweite Liga leisten. Das Stadion, 188 Millionen Euro teuer, verlangt erstklassigen Fußball, und der mit der Vermarktung der Arena beauftragte Sportfive-Geschäftsführer Thomas Röttgermann glaubt gar: „Ein Verein wie Eintracht Frankfurt darf sich nur kurz in der zweiten Liga aufhalten.“ Eine Stadt wie Frankfurt ruft nach erstklassigem Fußball. Wann der Ruf erhört wird, ist die Frage. Im Moment sieht alles nach einer Geduldsprobe für den Fan aus.“

Neue Arena, neue Zeitrechnung, neuer MSV

Und der MSV Duisburg, Richard Leipold (FAZ 10.11.)? “Der Boden für die Rückkehr in die höchste Klasse ist bereitet, sportlich wie architektonisch. Die Arena, in gut einem Jahr auf dem Gelände des alten Wedau-Stadions entstanden, bietet buchstäblich einen Grund für die Rückkehr in die Beletage der kickenden Zunft. „Neue Arena, neue Zeitrechnung, neuer MSV“ heißt es im Editorial der Vereinspostille „Zebra-Magazin“. Und bald auch eine neue Liga?“

Kindergeburtstag

Über den Pokal-Achtelfinalisten SC Paderborn schreibt Christoph Kieslich (FTD 10.11.): „Es war eine schlaue Idee, die der Marketingfachmann Marcus Rüther beim SC Paderborn 07 ausgeheckt hatte. Weil dem altehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion ein Flutlicht fehlt, muss das DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg um 14 Uhr zu einer Zeit angepfiffen werden, zu der man vielleicht über einen Espresso, nicht aber über Fußball nachdenkt. Um eine Kulisse zu bekommen, die einem Achtelfinale angemessen ist, hat der Regionalligaverein Sponsoren dafür gewinnen können, Kartenpakete zu erwerben und Schulen zu stiften. „Daraus“, sagt Diplom-Betriebswirt Rüther, „ist eine Lawine geworden.“ Was bedeutet, dass das Schulamt für den Kreis Paderborn für heute die letzte Stunde freigegeben hat. Im mit 10 000 Plätzen ausverkauften Haus werden rund 8000 Schüler, so die Schätzung, die Partie in einen Kindergeburtstag verwandeln. „Und mit einem vollen Stadion im Rücken“, hofft man auf der Vereinswebsite, „will der SCP auch den dritten Favoriten aus dem Wettbewerb kegeln.“ Zweimal ist das den Ostwestfalen, die 1985 aus der Fusion des FC Paderborn und des einstigen Zweitligisten TuS Schloss Neuhaus hervorgingen, schon eindrucksvoll gelungen.“

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