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Ball und Buchstabe

Diaspora

Oliver Fritsch | Freitag, 21. Dezember 2007 Kommentare deaktiviert für Diaspora

Frank Hellmann (FR) bedauert den Entschluss Gerd Schädlichs, das Traineramt in Aue nach mehr als acht Jahren aufzugeben und macht sich Gedanken über verkümmernde Fußballlandschaften: „Wieder ist einer die Gratwanderung leid, die alle Vereine in den neuen Bundesländern durchmachen. Hansa Rostock und Energie Cottbus hängen in der Ersten Liga zwischen Baum und Borke, Carl-Zeiss Jena strampelt sich auf einem Abstiegsplatz in Liga Zwei ab. Und noch eine Etage tiefer? Rot-Weiß Erfurt steht auf einem Aufstiegsplatz, doch Dynamo Dresden, der Verein mit dem größten Potenzial, ist nur Regionalliga-Achter, und Ex-Europapokalsieger 1. FC Magdeburg gelingt wohl nicht mal die Qualifikation für die eingleisige Dritte Profiliga. Sachsen Leipzig, eigentlich auserkoren, das teure WM-Stadion zu nutzen, schafft es aus der NOFV-Oberliga Süd nach derzeitigem Stand nicht in die dreigleisige Regionalliga. Und wo Lok Leipzig spielt, geht in Berichten über gewaltbereite Fans unter. Die Analyse, wer wann wo welche Fehler begangen hat, erfordert eine Doktorarbeit. Es kann nicht im Sinn des deutschen Fußballs sein, dass der östliche Landesteil zur Diaspora wird. Aber für Aufbauhilfe Ost gibt es – allen Solidaritätsbekundungen aus den Zentralen (West) von DFB und DFL zum Trotz – im gnadenlosen Kommerzgewerbe des globalisierten Profifußballs keinen Raum.“

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