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Presseschau für den kritischen Fußballfreund

EM 2020

Nationalelf – Patient wieder stabil

Kai Butterweck | Montag, 25. März 2019 ohne Kommentar

Holland ist geknickt, Fußball-Deutschland applaudiert: Nach Monaten im Schatten tritt die deutsche Nationalelf wieder vor ins Licht

Nach dem unerwarteten Erfolg gegen Holland atmet der zunehmend in die Kritik geratene Bundestrainer erst einmal kräftig durch. Lars Gartenschläger (Welt) atmet mit: „Die deutsche Elf und ihr Trainer machten in Amsterdam schon viel richtig. Auf dem Weg zurück an die Weltspitze gibt es allerdings noch einiges zu tun. Doch der Erfolg gegen die Niederländer verschafft vor allem dem Bundestrainer nun erst einmal Ruhe. Nach Wochen der Kritik und des Drucks, der auf Löw lastete, war der Sieg ein Befreiungsschlag. Der Coach hat seine Position wieder gefestigt.“

Zarte Hoffnung, dass da etwas Neues entsteht

Stefan Giannakoulis (n-tv.de) ist guter Dinge: „In der Fünfergruppe geht es in der EM-Qualifikation noch gegen Weißrussland, Estland und Nordirland, am Ende sind die beiden besten Teams bei der EM 2020 dabei. Das sollte zu schaffen sein. Und da gibt es nun tatsächlich Anlass zu der zarten Hoffnung, dass da etwas Neues entsteht.“

Oliver Fritsch (Zeit Online) verlässt das Stadion mit schönen Bildern im Kopf: „Das erste Tor erzielte Leroy Sané, der Fummler, der seinen Platz in der Nationalmannschaft lange nicht gefunden hatte, mit einem gekonnten Dropkick. Noch schöner traf Serge Gnabry. Er zog vom linken Flügel nach innen, kochte Hollands Hünen Virgil van Dijk ab und jagte den Ball hoch ins rechte Eck. Der Robben-Klassiker, nur andersrum.“

So manches bleibt trotz Umbruch beim Alten

Marco Fuchs und Tobias Escher (Spiegel Online) finden ein Haar in der Suppe: „Dass Löw selten einen Plan B in der Tasche hat, wenn sein Plan A nicht funktioniert, weiß man spätestens seit dem Aus bei der EM 2012 gegen Italien. Evident war das Problem auch in Russland. Dass die Niederlande nun bereits zum zweiten Mal binnen sechs Monaten einen 0:2-Rückstand gegen Deutschland drehen, beweist: Taktisch auf den Gegner zu reagieren, bleibt Löws Schwachstelle. So manches bleibt eben trotz Umbruch beim Alten.“

Marc Heinrich (FAZ) lobt Manuel Neuer: „Dass ihre Möglichkeit auf einen Lucky Punch gewahrt blieb, lag auch an der Courage ihres Keepers, der sich Georginio Wijnaldum bei einem Konter kühn vor die Füße warf und so Schlimmeres verhinderte. Am Ende gaben einige hundert deutsche Fans unter den mehr als 50.000 Besuchern den Ton an und bejubelten einen wichtigen Fortschritt – Neuer hatte maßgeblichen Anteil daran.“

Unverschämtes Tempo

Matthias Schmid (SZ) schwärmt von Serge Gnabry und Leroy Sané: „Fußballer mit diesem unverschämten Tempo sind selten im deutschen Fußball. Sie zu fordern und zu fördern hat sich Bundestrainer Löw nun zur Aufgabe gemacht. Auch international verbreiten die beiden schon gehörig Schrecken. Immer wenn einer von ihnen am Ball war, raunte das Publikum in der Johan-Cruyff-Arena. Es fehlte nur noch, dass die Zuschauer Sané und Gnabry in der ersten Halbzeit stehend applaudierten.“

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