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Bundesliga

Schalke 04 in der Dauerkrise: Was ist los mit Königsblau?

Kai Butterweck | Mittwoch, 13. Februar 2019 17 Kommentare

Anstatt im Rennen um das internationale Geschäft mitzumischen, steht der FC Schalke 04 nur auf Rang 14 und muss den Blick in Richtung Abstiegsplätze richten. Dabei waren die Hoffnungen der Königsblau-Anhänger nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison hoch. Was sind also die Gründe für das Schalke-Dilemma?

Die Offensive des FC Schalke 04 strahlt in der laufenden Saison kaum Torgefahr aus. Mit nur 25 eigenen Toren erzielte Königsblau bislang genauso viele Treffer wie Aufsteiger Fortuna Düsseldorf – zu wenig für eine Mannschaft mit den Ambitionen der Schalker. Derzeit ist Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri mit vier Saisontoren bester Torschütze der Gelsenkirchener und somit treffsicherer als seine Teamkollegen aus dem Sturmzentrum.

Das Sturmzentrum ist mit Namen wie Mark Uth, Breel Embolo, Guido Burgstaller und Cedric Teuchert auf dem Papier eigentlich ausreichend besetzt, jedoch ist der FC Schalke in der laufenden Saison vom Verletzungspech geplagt und muss aufgrund eines Fußbruches beinahe die komplette Spielzeit auf Sturmtalent Embolo verzichten. Auch Burgstaller fällt bereits seit Wochen verletzungsbedingt aus. Mark Uth befindet sich dagegen im Formtief und konnte erst zwei Saisontore beisteuern.

In der Winterpause entschieden sich die Schalker zudem gegen die Verpflichtung eines neuen hochkarätigen Stürmers. Wie Sportvorstand Heidel im Gespräch mit „Sky Sport“ verriet, war dies in insbesondere der wirtschaftlichen Situation des Vereins geschuldet. Stattdessen stieß mit Rabbi Matondo von Machester City ein junger Flügelspieler hinzu, der langsam aufgebaut werden soll. Somit werden die Knappen auch die Rückrunde mit einer eingeschränkten Offensive bestreiten müssen. Doch die Verletzungsmisere der Königsblauen bringt auch Gewinner hervor. Nachwuchs-Stürmer Ahmed Kutucu bekam aufgrund der vielen Ausfälle seine Chance und nutzte diese: In bislang fünf Bundesliga-Einsätzen konnte der 18-jährige bereits zwei Tore erzielen und zeigte dabei großes Potential. Somit haben die Schalker zumindest einen Hoffnungsträger in den eigenen Reihen, auch wenn von einem so unerfahrenen Mann nicht zu viel erwartet werden sollte.

Mangelhafte Transferpolitik

Zum Ende der Saison 2015/16 verließ der damalige Sportdirektor Horst Heldt den FC Schalke 04 nach fünf Jahren im Amt – zur Freude vieler Fans. Mit Christian Heidel verpflichteten die Knappen einen erfahrenen Manager, der mit Mainz 05 bereits einige Erfolge feiern konnte. Entsprechend groß waren die Hoffnungen der Anhänger von Königsblau, welche sich jedoch mittlerweile zerstreut haben. Denn während junge Leistungsträger wie Leroy Sané oder Thilo Kehrer auch unter Heidel nicht langfristig gehalten werden konnten, überzeugen die bisherigen Neuzugänge kaum. Breel Embolo, der 2016 für 26,50 Mio. € vom FC Basel kam, verpasste so beispielsweise aufgrund langfristiger Verletzungen einen Großteil der Pflichtspiele und stand in knapp drei Jahren auf Schalke nur in 48 Partien auf dem Platz. Spieler wie Konoplianka (12,50 Mio. €), Mascarell (10 Mio. €) und Rudy (16 Mio. €) stellten ebenfalls nicht die erhoffte Verstärkung da. Nabil Bentaleb und Salif Sané gehören somit zu den wenigen positiven Erscheinungen, die sich auch langfristig in die Startelf ihres Teams spielen konnten.

Auch das Transferfenster in der Winterpause kann bisher kritisch gesehen werden. Denn trotz großer Verletzungssorgen blieben große Verstärkungen aus, sodass sich die vorhandenen Spieler in der Rückrunde ordentlich steigern müssen. Zusätzlich wurde der aufgrund von Verletzungen dezimierte Kader im Winter weiter reduziert: Neben Naldo, der in der Vorsaison als Leistungsträger galt und ohne Not abgegeben wurde, verließen zuletzt auch Di Santo, Baba und Geis den FC Schalke. Die Personalsituation der Knappen spitzt sich somit weiter zu.

Schlechte Stimmung

Von der guten Stimmung aus der Vorsaison ist nach der katastrophalen Hinrunde nicht mehr viel übrig. Viele Spieler blieben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück und sind entsprechend gefrustet. Neben der verständlichen Enttäuschung der Spieler aufgrund der anhaltenden sportlichen Krise zeigten sich jedoch zuletzt auch vermehrt Disziplinlosigkeiten auf und neben dem Platz.So sorgte beispielsweise Amine Harit für Schlagzeilen, als er nach dem verlorenen Champions-League-Spiel in Porto das Mannschaftshotel verließ und sich ins wilde Nachtleben stürzte.

Auch Sebastian Rudy zeigte sich zuletzt von einer ungewohnt schlechten Seite: Bei der Niederlage gegen seinen Ex-Club Bayern München wurde der Neuzugang bereits in der 33. Minute ausgewechselt und verweigerte seinem Trainer anschließend den Handschlag. Sportdirekter Christian Heidel hatte für das Verhalten seines bisher enttäuschenden Königstransfers wenig Verständnis und gab diesem stattdessen einen Rat für die Zukunft mit: „Einfach besser Fußball spielen, ganz einfach.“ Gute Stimmung und Zusammenhalt sieht definitiv anders aus.

Dem FC Schalke fehlt es generell an einem Führungsspieler, der seine Mitspieler mitreißt und lenkt. Sebastian Rudy könnte diese Rolle mit seiner Erfahrung einnehmen, zeigt jedoch bislang starke Anpassungsschwierigkeiten und bringt zu wenig Leistung auf dem Platz. Gleichzeitig disqualifizieren ihn Disziplinlosigkeiten wie im Spiel gegen die Bayern für höhere Aufgaben. Mit Naldo haben die Gelsenkirchener einen weiteren Führungsspieler verloren, sodass die junge Truppe derzeit etwas verloren wirkt.

Was ist noch drin?

Schalke 04 spielt bislang eine grausame Saison und wird froh sein, wenn diese halbwegs unbeschadet überstanden ist. Doch trotz aller genannten Defizite ist durchaus Qualität im Kader vorhanden und die Saison noch längst nicht vorüber. Was ist also für die Knappen noch drin? Und wie hoch ist die Gefahr noch einmal in den Abstiegskampf hineinzurutschen?

Die Quoten der Wettanbieter bieten hier einen guten Anhaltspunkt, um den weiteren Saisonverlauf einzuschätzen. Neben Fußballexperten beschäftigen die Buchmacher auch Statistiker, die anhand vorliegender Zahlen und Ergebnisse die Wahrscheinlichkeiten für den weiteren Saisonverlauf bestimmen. Die Annahmen der Wettanbieter spiegeln sich somit direkt in den Wettquoten wider: Während wahrscheinliche Ergebnisse nur mit einer niedrigen Wettquote belohnt werden, stehen hohe Wettquoten für unwahrscheinliche Ereignisse. Wie also stehen für die Schalker die aktuellen Quoten bei Fußball Wetten?

 

Der Wettanbieter Tipico erwartet in der restlichen Saison ein leicht verbessertes Schalke 04, welches weder im Kampf um die internationalen Plätze mitmischt noch in den Abstiegskampf verwickelt wird. Für eine Wette darauf, dass Schalke am Ende unter den besten sechs Teams steht, bietet Tipico eine Quote von 35,00 an. Somit schätzt der Wettanbieter die Schalker in der restliche Saison zwar stärker als die derzeit besser platzierten Mannschaften Mainz 05 (Quote 50,00), Fortuna Düsseldorf und SC Freiburg (beide mit Quote 80,00) ein, doch das große Comeback traut der Buchmacher den Knappen nicht mehr zu. Stattdessen räumt der Wettanbieter den Mannschaften Werder Bremen (Quote 6,0), Hertha BSC (Quote 5,5) und dem VFL Wolfsburg (Quote 3,8) deutlich bessere Chancen für einen Angriff auf die internationalen Plätze ein.

Wer anderer Meinung als die Buchmacher ist und den Schalkern noch den ein oder anderen Sieg zutraut, kann sich aufgrund der zuletzt schwachen Auftritte von Königsblau über attraktive Quoten der Wettanbieter freuen. Fußballfans können so nicht nur zusätzliche Spannung erleben, sondern auch noch lukrative Gewinne einstreichen – und das ganz ohne Risiko. Denn viele Buchmacher bieten Neueinsteigern attraktive Gratiswetten, sodass die ersten Wetten ganz ohne Risiko platziert werden können. Einem spannenden Saisonfinale steht somit nichts mehr im Wege.

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Kommentare

17 Kommentare zu “Schalke 04 in der Dauerkrise: Was ist los mit Königsblau?”

  1. Van Kuchen
    Montag, 18. Februar 2019 um 11:23

    Ursachensuche für die Gründe des schlechten Abschneidens?

    Mmmh, hier wird aufgeführt, daß die verpflichteten Spieler nicht einschlugen.
    Doch ich Frage mich, was ist denn der Grund, daß dies nicht gelang?
    M.M. wird hier statt über Ursachen über Symptome gesprochen.

    Wenn dann die Quoten herangezogen werden, wird es – für mich – völlig absurd.
    Okay, Quoten sind nicht ganz von ungefähr, werden von sogenannten Profis erstellt, doch sind eben keine Garantie.
    Die Erfahrung zeigt, daß auch gesetzte Manschaften scheitern, und jedes Jahre ein Verein aus der bisherigen Spitzengruppe Probleme bekommt.
    Ebenso gut könnte man auch ein Orakel befragen.

    Als wirklich stichhaltige Indizien scheinen mir da vor allem, daß ehemalige Leistungsträger abgegeben wurden UND,
    der Kommentar gegenüber des Spielers Sebastian Rudy läßt es erahnen, die Kommunikation nicht stimmt.
    Einfach besser Fußball spielen ist leicht daher gesagt.

  2. RaymondNut
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  17. van Kuchen
    Freitag, 5. April 2019 um 13:13

    Es ist schon traurig, daß Vereine, wie Schalke, einfach einen Huub Steevens verpflichten können und, schwups ist der Klassenerhalt ein vielfaches leichter.
    Oder auch Bayern, als sie bei der letzten Verpflichtung Jupp Heynckes einfach mal so eben Hermann Gerland für 1 Mio. einem anderen VErein wegkauften.
    Augsburg kann so etwas nicht.
    Und dann wird – zur Erhaltung der Chancengleichheit – der Videobeweis eingeführt.

    Und das Faulen – auf dem Platz – verboten.
    Das weggkaufen von wertvollen Spielen jedoch nicht. (Hauptsache sie spielen nicht beim KOnkurrenten, das Bayern-Modell seit mind. 4 Jahrzehnten)

    Was für eine Farce!

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