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Bundesliga

Keine Hilfe für Werder Bremen

Kai Butterweck | Freitag, 6. Dezember 2019 7 Kommentare

Die DFL lässt den SV Werder Bremen in der Frage der Polizeikosten im Regen stehen. Außerdem: Gladbacher Leidenschaft, ein Verbindungsmann in Berlin und Schalker Dribbelkünste

Im Polizeikostenstreit steht dem SV Werder Bremen wie erwartet keiner zur Seite. Johannes Aumüller (SZ) regt sich auf: „Der Profifußball tut sich mit dieser Haltung keinen Gefallen. Besser wäre es, er würde eine Fonds-Lösung mitgestalten, an der sich alle Klubs beteiligen – und die dann einzelne Gebührenordnungen in einzelnen Bundesländern sowie die Abrechnung einzelner Risikospiele ersetzen würde. Das wäre auch nicht zwingend unfair gegenüber den Klubs, die keine Problemfans haben. Die Bundesligen sind auch ein Produkt als Ganzes und nicht 306 einzelne Spiele.“

Auch Bastian Mojen (butenunbinnen.de) ist entsetzt: „Die Vereine haben auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, dass die DFL die Bescheide weiterreicht und Werder Bremen die Gebühren alleine tragen soll. Das ist unschön. Und zeigt ein Bild der professionellen Fußball-Welt, welches mit Fair Play wenig zu tun hat. Denn zahlt nur Werder für die Kosten, ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil.“

Locker a la Heynckes

Trotz der Heimschlappe gegen Bayer Leverkusen herrscht in München gute Laune. Dennis Melzer (spox.com) steht applaudierend vor der FCB-Trainerbank: „Bewertet man objektiv, was sich unter Flick verändert hat, rücken besonders zwei Punkte in den Fokus: Der 54-Jährige lässt eine klare Philosophie erkennen, die auf einem höheren, aggressiveren und geschlossenen Verteidigen und schnellerem Umschaltspiel fußt. Im Zuge dessen hat er es geschafft, das Team mit seiner lockeren Art a la Heynckes hinter sich zu bringen und selbst Edel-Reservisten wie Philippe Coutinho und Thiago bei Laune zu halten.“

Oliver Fritsch (Zeit Online) adelt Gladbach-Coach Marco Rose: „Es ist nicht nur die Taktik, die Rose neben Julian Nagelsmann zum interessantesten Trainer der Bundesliga macht. Die Spieler schwärmen von ihm als Führungskraft und schätzen sein Trainerteam. Zuletzt sagte Florian Neuhaus in der Sport Bild über Rose: „Er gibt uns ein super Gefühl, was er genau sehen will. Jeder hat Bock, die Ideen umzusetzen.“ Mit welcher Leidenschaft die Borussia vorgeht, sieht man auf dem Platz. Und alle machen mit.“

Auf den Spuren von Jogi Löw

Christoph Dach (Tagesspiegel) beschäftigt sich mit der Rolle von Herthas Co-Trainer Alexander Nouri: „Mit Jürgen Klinsmann ist in der vergangenen Woche bekanntlich auch ein neues Funktionsteam in Berlin gelandet, das Hertha vor dem sportlichen Niedergang bewahren soll. Nouri kommt dabei jene Rolle zu, die einst der heutige Bundestrainer Joachim Löw unter Klinsmann ausgefüllt hat: Er ist der verlängerte Arm des neuen Cheftrainers und sein wichtigster Assistent.“

Christian Eichler (FAZ) befasst sich mit gehandicaten Rasenhelden: „Kann man mit einem Auge bei den Bayern gewinnen? Antwort: ja. Lukas Hradecky gab sie am Samstag beim 2:1-Sieg seines Teams in München, als er während der ersten Halbzeit wegen einer in den Augenwinkel verrutschten Kontaktlinse rund zwanzig Minuten lang nur einseitig sehen konnte. Mit insgesamt zwölf gehaltenen Bällen gelang ihm die herausragende Torwartleistung der bisherigen Saison.“

Oliver Müller (Welt) outet sich als Harit-Fan: „Niemand ist derzeit erfolgreicher bei Dribblings, kaum jemand zielstrebiger in Eins-gegen-eins-Duellen. Harit zieht die Gegenspieler auf sich, schafft Räume für die Mitspieler. Sein Spiel wirkt inspiriert und leicht – und wenn er seine überraschenden Richtungswechsel auf dem Spielfeld vollzieht, kann kaum ein Verteidiger folgen. Nicht von ungefähr ist Harit der Spieler, der in der Liga am häufigsten gefoult wird.“

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Kommentare

7 Kommentare zu “Keine Hilfe für Werder Bremen”

  1. van Kuchen
    Dienstag, 10. Dezember 2019 um 23:15

    es heißt:

    „Die DFL lässt den SV Werder Bremen in der Frage der Polizeikosten im Regen stehen.
    Der Profifußball tut sich mit dieser Haltung keinen Gefallen. Besser wäre [..]eine Fonds-Lösung mitgestalten, [..] Das wäre auch nicht zwingend unfair gegenüber den Klubs, die keine Problemfans haben.

    Unfair war aus meiner Sicht schon, als vor der WM 2006, wo die Spielstadien ausgewählt wurden, Bremen keine Berücksichtigung fand.
    Im Klartext bedeutete das nämlich, das die ausgewählten Stadien kostenfrei aufgewertet wurden, andere nicht.
    Bremen hat sein Stadion auf eigene Kosten umgebaut.
    Und, hinkt (nicht nur deshalb, sondern auch, weil immer wieder Schlüssel-Spieler abgegeben wurden (vielleicht auch, weil Geld fehlte)) seit Jahren in der Bundesliga hinterher, obwohl es von 2004-2008 durchaus respektable Erfolge vorzuweisen hat.
    Anders als Bayern und Dortmund haben diese allerdings nicht riesige Stadien und Fan-Unterstützung, allerdings eine beachtliche Bundesliga-Geschichte vorzuweisen.
    Doch, was solls, wir müssen wohl eher schauen, wie lange wir hier noch leben können (in den letzten Drei Jahren ist in der Natur und Gesellschaft ja vieles kaputt gegangen), deshalb wäre eine Abschaffung der Bundesliga und friedliche Beendigung des Kapitalismus sicherlich sinnvoll.

  2. van Kuchen
    Dienstag, 10. Dezember 2019 um 23:15

    es heißt:

    „Die DFL lässt den SV Werder Bremen in der Frage der Polizeikosten im Regen stehen.
    Der Profifußball tut sich mit dieser Haltung keinen Gefallen. Besser wäre [..]eine Fonds-Lösung mitgestalten, [..] Das wäre auch nicht zwingend unfair gegenüber den Klubs, die keine Problemfans haben.

    Unfair war aus meiner Sicht schon, als vor der WM 2006, wo die Spielstadien ausgewählt wurden, Bremen keine Berücksichtigung fand.
    Im Klartext bedeutete das nämlich, das die ausgewählten Stadien kostenfrei aufgewertet wurden, andere nicht.
    Bremen hat sein Stadion auf eigene Kosten umgebaut.
    Und, hinkt (nicht nur deshalb, sondern auch, weil immer wieder Schlüssel-Spieler abgegeben wurden (vielleicht auch, weil Geld fehlte)) seit Jahren in der Bundesliga hinterher, obwohl es von 2004-2008 durchaus respektable Erfolge vorzuweisen hat.
    Anders als Bayern und Dortmund haben diese allerdings nicht riesige Stadien und Fan-Unterstützung, allerdings eine beachtliche Bundesliga-Geschichte vorzuweisen.
    Doch, was solls, wir müssen wohl eher schauen, wie lange wir hier noch leben können (in den letzten drei Jahren ist, wie so mancher weiß, in der Natur und Gesellschaft vieles kaputt gegangen), deshalb wäre eine Abschaffung der Bundesliga und friedliche Beendigung des Kapitalismus sicherlich sinnvoll.

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