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Internationaler Fußball

Das Ende von Mourinhos Magie

Matthias Nedoklan | Montag, 4. April 2011 5 Kommentare

In Spanien kassiert Mourinho seine erste Heimniederlage nach neun Jahren, in Mailander-Derby siegt der AC gegen Inter. Außerdem: Rooney und ein Wort, das um die Welt geht

Javier Caceres (SZ) schildert die überraschendste Niederlage des Wochenendes: „Es war nicht irgendeine Niederlage, die Mourinho gegen die Asturier hinnehmen musste. Sondern nach 182 Heimspielen – 45 mit dem FC Porto, 75 mit dem FC Chelsea, 44 mit Inter Mailand und 18 mit Real – die erst zweite Pflichtspiel-Heimniederlage als Trainer überhaupt.“

Ralf Itzel (Berliner Zeitung) sieht Mourinho schon in Bedrängnis: „Allerdings geht Mourinho das Personal aus. Diesmal fehlten neben dem gesperrten Xabi Alonso die Verletzten Cristiano Ronaldo, Marcelo und Benzema. Nun rächt sich, dass der Portugiese die Saison bisher mit 14 Profis bestreiten wollte und brauchbare Ergänzungsspieler am ausgestreckten Arm verhungern ließ. Das wird ihm von den Kritikern genauso vorgeworfen wie Planlosigkeit im Angriff und taktische Fehler. Diesmal zog er beispielsweise Mesut Özil von der Zentrale auf die linke Seite ab und verminderte so den Einfluss des deutschen Nationalspielers.“

Maldini schimpft über Verräter

Birgit Schönau (SZ) schreibt über ein brisantes Mailänder Derby: „Aus Judas Ischariot war also bei diesem Fastenderby Leonardo geworden, einige Milan-Spieler, darunter der notorische Gentleman Gennaro Gattuso, brüllten ihrem ehemaligen Kollegen auch noch ganz andere Bezeichnungen an den Kopf. Selbst der alte Milan-Held Paolo Maldini, der oben auf der Tribüne saß, um seiner ehemaligen Mannschaft die Daumen zu drücken, hatte erklärt, er könne nicht nachvollziehen, wie einer nach einer Profikarriere bei Milan derart nonchalant zu Inter wechseln könne.“
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Christian Eichler (FAZ.net) hört in England genau hin: „Wayne Rooeny benutzte dieses Wort, nachdem er die Partie bei West Ham United nach 0:2-Pausenrückstand mit einem Hattrick gewendet und Tabellenführer Manchester United zum 4:2-Sieg geführt hatte. Er sprach es gleich mehrfach, und das in kräftiger Lautstärke, giftiger Tonlage und direkt in eine Fernsehkamera. Die Kamera sendete das Wort, das mit F beginnt und für dessen beleidigende Wirkung es keine adäquate deutsche Übersetzung gibt, live in Millionen Haushalte. Schon wieder stand er als geborener Prolet da, ja als volkspädagogische Katastrophe.“ Mehr dazu im freistoss des tages

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Kommentare

5 Kommentare zu “Das Ende von Mourinhos Magie”

  1. Ulan
    Montag, 4. April 2011 um 12:24

    FdT: „Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von FA Premier League nicht mehr verfügbar.
    Das tut uns leid.“

  2. who_cares
    Montag, 4. April 2011 um 15:08

    @Ulan

    Bitteschön: http://www.101greatgoals.com/videodisplay/wayne-rooney-3-west-ham-8935770 …auch wenn mir ehrlich gesagt nicht so recht einleuchtet, was an dem fluchenden Rooney FdT-würdig sein soll! Who cares?!

  3. Christoph
    Montag, 4. April 2011 um 16:10

    Rooney, the Rummelboxer speaks his mind.

  4. anderl
    Montag, 4. April 2011 um 17:27

    „Ralf Itzel (Berliner Zeitung) sieht van Gaal schon in Bedrängnis: „Allerdings geht van Gaal das Personal aus. Diesmal fehlten neben dem gesperrten Pranjic die Verletzten Ribery Kroos, Olic und Gomez. Nun rächt sich, dass der Holländer die Saison bisher mit 14 Profis bestreiten wollte und brauchbare Ergänzungsspieler am ausgestreckten Arm verhungern ließ. Das wird ihm von den Kritikern genauso vorgeworfen wie Planlosigkeit in der Defensive und taktische Fehler. Diesmal zog er beispielsweise Robben von der Rechten auf die linke Seite ab und verminderte so den Einfluss des holländischen Nationalspielers.“

    Jaja, was man eben so schreibt, wenn das Saisonziel verpasst wird…

  5. Tobias (Meine Saison)
    Montag, 4. April 2011 um 19:36

    „…die erst zweite Pflichtspiel-Heimniederlage als Trainer überhaupt.“

    Und das stimmt eben nicht, auch wenn es in einigen deutschen Medien nun behauptet wird. Die Bilanz bezieht sich ausschließlich auf Ligaspiele. In der Champions League hat er zuhause bspw. mit Inter gegen Panathinaikos verloren (2008) und mit Chelsea gegen Barcelona (2006). Das macht die Bilanz allerdings kaum weniger beeindruckend.

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