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Robert Lewandowski – Simply the best

Kai Butterweck | Freitag, 18. Dezember 2020 ohne Kommentar

Robert Lewandowski zieht an Cristiano Ronaldo und Lionel Messi vorbei. Erstmals gewinnt ein Bundesliga-Profi die prestigeträchtige Fifa-Wahl zum Weltfußballer. Die Presse applaudiert

Nach seinem 250. Bundesliga-Tor wird Robert Lewandowski zum Weltfußballer gewählt. Tobias Nordmann (n-tv.de) zeigt mit beiden Daumen nach oben: „Der FC Bayern und Lewandowski, das ist eine perfekte Einheit. Der Stürmer trifft, bereitet vor und arbeitet als vorderster Pressingspieler hart für die Mannschaft. Er lässt sich auch von skurrilen Begleitumständen wie den Streit mit seinem Ex-Berater nicht von seinem Titel-Fokus abbringen. Lewandowski liefert. Immer. Das hat er Ronaldo und Messi in diesem Jahr voraus. Meilenweit sogar.“

Jörg Jakob (kicker.de) adelt das große Ganze: „Wer andere buchstäblich übertreffen will, auch seine Nebenleute, der muss ausgeprägten Ehrgeiz und einen gewissen Egoismus ausleben. Dass Lewandowski zum Weltfußballer gewählt wurde, nachdem er sich zu einem mannschaftsdienlicheren Stürmer entwickelt hatte, sagt viel Gutes aus über die Teamfähigkeiten der Münchner Triplegewinner.“

Neuer und Lewandowski werden nicht ewig spielen können

Maximilian Koch (abendzeitung-muenchen.de) ist gespannt wie es beim Rekordmeister weitergeht: „Ebenso wie Manuel Neuer bei den Torhütern steht Lewy endlich auf dem Gipfel. Weil er im Laufe seiner Karriere ein Teamplayer geworden ist, ein echter Anführer. Es sind zwei Auszeichnungen, die zeigen, wie viel bei Bayern im Jahr 2020 richtig gelaufen ist. Vor allem dank Coach Flick. Die aber auch klarmachen, wie kompliziert die Zukunftsplanung sein wird. Denn Neuer und Lewandowski werden trotz ihrer famosen Fitness nicht ewig spielen können. Ihre Nachfolgeregelung wird zur wichtigsten Aufgabe der nächsten Jahre.“

Die sportbuzzer.de-Redaktion blickt ganz weit zurück: „Sein Weg in der Bundesliga begann holprig und ausgerechnet beim Dauerrivalen des FC Bayern. 2010 wechselte Lewandowski, der zuvor nur innerhalb seines Heimatlands Polen für Delta Warschau, die zweite Mannschaft von Legia Warschau sowie für Znicz Pruszkow auf Torejagd ging, für rund 4,75 Millionen Euro von Lech Posen zum BVB. Hinter dem gesetzten Lucas Barrios war der Angreifer zunächst nur Option Nummer zwei, musste sich durch zahlreiche Joker-Einsätze empfehlen. Und das tat er: Mit acht Saisontoren wurde er zum erfolgreichsten Einwechselspieler der Bundesliga und hatte damit erhebliche Aktien am Gewinn der deutschen Meisterschaft des BVB in seinem ersten Jahr.“

Christoph Biermann (11Freunde) steht auf Teamplayer: „Er gewann endlich die Champions League, er wurde Europas Fußballer des Jahres und nun auch Weltfußballer. Das alles führt zu der tröstlichen Pointe, dass der beste und erfolgreichste Lewandowski genau der Lewandowski ist, der nicht mehr nur darauf geschaut hat, dass er der beste und erfolgreichste ist. Der also verstanden hat, dass es dem Ich in einer Mannschaft am besten geht, wenn das Wir am stärksten ist.“

Warum, wieso, weshalb? Jörg Leopold (Tagesspiegel) bringt es auf den Punkt: „Abgesehen von der Defensivarbeit hat Lewandowski in seinem Spiel keine Schwäche: Er ist nicht superschnell, aber schneller als die meisten anderen. Er kann mit rechts, links und per Kopf treffen – obwohl er weder besonders groß noch kräftig ist.“

Schritte, Sprints und Sprünge

Christopher Meltzer (FAZ) schaut ganz genau hin: „Wenn man den Stürmer Robert Lewandowski im Stadion beobachtet, sollte man hin und wieder auf seine Beine schauen, auf die kleinen und auf die großen Schritte, auf die Sprints und auf die Sprünge, auf die Bewegungen, die vor den Toren kommen. Manchmal sind sie kraftvoll, manchmal geschmeidig, ganz oft sind sie aber beides. Es kommt im Fußball selbstverständlich auf sehr viele Körperteile an, im Fall von Lewandowski verraten die Beine aber, was er außergewöhnlich gut kann: schnell rennen, fest schießen, Ball behalten sowie beschützen.“

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