Eine Frage der Zeit
Richard Leipold (FAZ 20.7.) hat es kommen sehen: „Die Liaison zwischen Schalke 04 und dem Stürmerstar Ailton war keine Liebesheirat. Das war von Anfang an klar. Spätestens seit der Brasilianer das Ruhrgebiet in seinem Freizeitwert unterhalb Bremens angesiedelt hatte, waren Zweifel erlaubt. Doch viele, auch menschlich enttäuschte Fans und Kommentatoren, hofften, Ailtons Tore würden das […]
Fortschreitende Spezialisierung
Thomas Klemm (FAS 17.7.) befasst sich mit dem Trend Trainerteam: „Es würde an den Spielfeldrändern dieses Landes eng werden, wenn alle Bundesligaklubs ihre ganze Betreuerriege auf die Sitze schickten. Cheftrainer, Assistenten, Torwarttrainer und Fitnesscoach gehören längst zum Stab jedes Klubs – und immer mehr Fachkräfte kommen hinzu: ein Prophylaxetrainer in der medizinischen Abteilung des 1. […]
Schwerstbeladener Job der Liga
Christof Kneer (SZ 16.7.) misst die Aufgabe Giovanni Trapattonis und befasst sich mit Gegenwart und Zukunft des VfB Stuttgart: „Es liegt ein kleiner Ausnahmezustand über der Stadt, nur sind sich die Einwohner noch nicht einig über das mathematische Vorzeichen. Muss man ein Minuszeichen davor setzen, weil der Stadt außer Kevin Kuranyi und Philipp Lahm auch […]
Stimmung besser als die Lage
Die FAZ (28.6.) warnt die Bundesliga-Manager vor Hochstimmung: „Ein Jahr vor der WM im eigenen Land sind auch die Manager der Bundesligavereine optimistischer als zuvor. Sie machen sich laut einer Umfrage Hoffnungen auf positive Komplementär- und Synergieeffekte. So berechtigt diese Hoffnungen auch sein mögen, so gewiß ist zugleich, daß gerade im Fußball die schönsten Erwartungen […]
Moralisch nicht gerade wertvoll
Das Theater Bundesliga – keine empfehlenswerte Lehranstalt, findet Philipp Selldorf (SZ 14.6.): „Studenten der Fußball-Ökonomie dürften den Fall Kuranyi als Lehrbeispiel dafür heranziehen, wie der Seitenwechsel eines Nationalspielers inszeniert wird. Dazu sucht und nutzt man vor allem die Öffentlichkeit. So ging Kuranyi schon im Wintertrainingslager auf Distanz zu seinem Verein, indem er Erwin Staudt mangelnden […]
Versprechen gebrochen
Christian Zaschke (SZ 13.6.) kommentiert den Weggang Kevin Kuranyis aus Stuttgart und schaut wehmütig zurück auf den 1. Oktober 2003 – der Tag, an dem der VfB Manchester United 2:1 besiegt hat: „Nicht viel ist übrig geblieben von der Elf, die so viel hätte erreichen können. Mit dem Weggang Kuranyis hat der Zerfall einer Mannschaft […]
Kompromiß
Achim Lierchert (FAZ 7.6.) schreibt über die Verpflichtung Holger Fachs in Wolfsburg: „Fach ist die Kompromißlösung zwischen höchst unterschiedlichen Vorstellungen gewesen, die man sich über das Profil des neuen Mannes gemacht hatte. (…) Schon in zwei Wochen beginnt die Vorbereitung auf eine Saison, in der Mannschaft, Trainer und Manager nach zuletzt erfolglosen Jahren im Bundesliga-Mittelmaß […]
In Stuttgart sind die Spieler wichtiger als der Trainer
Benedikt Voigt (Tsp 4.6.) kritisiert die Entlassung Matthias Sammers: „Erwin Staudt hat seinen Trainer entlassen. Und einen großer Fehler begangen. Er hat Stuttgarts Spielern mehr Macht zugebilligt, als ihnen zusteht. Das Verhältnis zwischen Trainer und Spielern ist kein demokratisches, sondern ein autoritäres. In Stuttgart gehen unzufriedene Spieler wie Alexander Hleb, Andreas Hinkel oder Kevin Kuranyi […]
Wiese der Ahnungslosen
Die Fehlentscheidungen Florian Meyers, für Christoph Biermann (SZ 30.5.) ein Grund, sein Plädoyer für den Videobeweis zu erneuern: „Meyer ging weniger beschadet aus dem Spiel, als man vermuten konnte. Meyer überzeugte in der B-Note, die sich aus Auftreten und Haltung ergibt. Es wird auch niemanden geben, der Vermants Parade in Echtzeit sofort gesehen haben dürfte. […]
Durchschnittsware
Roland Zorn (FAZ 23.5.) kommentiert den letzten Spieltag: „Europa muß Deutschland auch im kommenden Spieljahr nicht fürchten – das wurde zum Bundesliga-Abschluß überdeutlich. Zu Ende ging eine Saison, die nur einem Verein gehörte: Bayern München, der als einzige deutsche Fußballadresse von Rang auch jenseits der Landesgrenzen höchstes Ansehen genießt. 14 Punkte dahinter, also vom Tabellenzweiten […]
Talentschuppen
Ralf Weitbrecht (FAZ 23.5.) bemerkt zum Frankfurter Aufstieg: „Mit dem einstigen Oberstudienrat Heribert Bruchhagen, einem schon in Bielefeld, Schalke und Hamburg erprobten Manager, der vor seiner Frankfurter Zeit als Geschäftsführer bei der DFL wirkte, hat die Eintracht einen Kurs eingeschlagen, der Stabilität und Seriosität verspricht. Die Lizenz für die kommende Bundesligasaison hat die Eintracht ohne […]
Das Stadion als therapeutische Anstalt
Rainer Moritz (FTD 20.5.) blickt auf 33 Folgen Bundesliga-Soap zurück: „Was haben wir in der Saison alles durchlitten. Johan Micouds rätselhafte Lustlosigkeit, Delron Buckleys Wiedergeburt, Oliver Neuvilles Torflaute, Oliver Kahns zurückgewonnene Power, Thomas Dolls Gruppentherapie zum Zwecke der Toppmöller-Austreibung, den Zusammenhang von Finanzkrise und Abstiegsangst in Dortmund, Uwe Rapolders Zerrissenheit, Volker Finkes Ausgebranntsein, Ailtons Schmollmund […]
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