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Bundesliga

Green, Coke, Dembélé – Neue Besen kehren gut

Kai Butterweck | Montag, 1. August 2016 Kommentare deaktiviert für Green, Coke, Dembélé – Neue Besen kehren gut

Vier Wochen vor dem Start der neuen Saison präsentieren sich auf den Trainingsplätzen der Bundesliga-Vereine viele neue Gesichter

Auf der Amerikareise des FC Bayern spielt sich der junge Julian Green zurück ins Rampenlicht. Benedikt Warmbrunn (SZ) hält jedoch den Ball flach: „Die Konkurrenz ist nicht geringer geworden, es gibt immer noch Ribéry und Robben, dazu Kingsley Coman und Douglas Costa, auch Thomas Müller muss ja irgendwo spielen. Es wird anspruchsvoll für Green, all die frühen Komplimente einzulösen, aber sollte er noch einmal auf eine Amerikareise mit den Bayern gehen, hätte er schon viel gewonnen. Im nächsten Sommer endet der Vertrag dieses immer noch jungen Mannes, der nun um die eigene Zukunft spielen muss.“

Solide Strukturen

Dirk Schuster fühlt sich bei seinem neuen Arbeitgeber (FC Augsburg) pudelwohl. Elisabeth Schlammerl (FAZ) streckt beide Daumen hoch: „Schuster hat es jetzt sicher etwas leichter als Weinzierl vor vier Jahren. Der FC Augsburg ist mittlerweile etabliert in der Bundesliga, wenngleich die Teilnahme an der Europa-League in der vergangenen Saison eher eine Ausnahme sein dürfte. Der neue Coach findet solide Strukturen vor und mit Stefan Reuter einen tüchtigen und in der Branche mittlerweile anerkannten Manager. Für Dirk Schuster ist es der nächste Schritt in seiner Trainerkarriere, denn er findet bei den Schwaben, was ihm Darmstadt nicht hätte bieten können. Und für den FC Augsburg ist der frühere Profi die fast logische Lösung nach Weinzierls Abschied Richtung Schalke 04.“

Wechselt Leroy Sané zu Manchester City? Oder bleibt das Schalke-Juwel im Pott? Noch ist nichts entschieden. Oliver Müller (Welt) ist gespannt: „Was macht Sané so wertvoll und so begehrt? Der Spieler hat schließlich erst 47 Bundesligaspiele hinter sich, bei der EM war er zwar als von Bundestrainer Joachim Löw als Edeljoker vorgesehen, doch dieser Plan wurde nur einmal zur Ausführung gebracht und dann noch erfolglos: In den letzten elf Minuten des Halbfinales gegen Frankreich spielte er – verhindern konnte er das Ausscheiden der DFB-Elf bekanntlich nicht. Es sind aber weniger die Daten und Fakten, die Sané für Pep Guardiola, den Trainer von Manchester City, interessant machen. Es ist die Fantasie, die dieser Spieler vielleicht wie kein zweiter Bundesligaprofi beflügelt. Guardiola sieht in Sané einen potenziellen Weltklassespieler – und hat diese Meinung keinesfalls exklusiv.“

Taktische Intelligenz und Disziplin

Javier Cáceres (SZ) beschäftigt sich mit dem neuen „Knappen“ Jorge Andújar Moreno alias „Coke“: „Ausdruck seiner tiefen Beschäftigung mit der Sportart ist seine taktische Intelligenz und Disziplin, die ihn zu einem vielseitigen Spieler gemacht haben. Auf der rechten Außenbahn hat er sich auf allen Positionen als verwendbar erwiesen, auch im Mittelfeld hat er zufriedenstellend ausgeholfen. Schalke sieht in ihm überdies einen Spieler, der einer eher jungen Mannschaft Charakter und Mentalität verleihen soll. Coke zeigt sich gerade in schwierigen Momenten einer Partie präsent – wie im Europa-League-Finale, als er sich nach dem 0:1-Rückstand gegen Liverpool zur zentralen Figur des Spiels aufschwang.“

Stefan Aigner verlässt Eintracht Frankfurt und kehrt zu 1860 München zurück. Peter Lohrum (FR) ist traurig: „In Aigner haben die Frankfurter einen Spielertyp verloren, wie es ihn sonst in ihrem Aufgebot nicht gibt. Der 28-Jährige ist ein Verlust als Rechtsaußen, hat er doch in 136 Pflichtspielen für die Hessen 28 Tore erzielt und 27 vorgelegt. Damit ist er nach Alexander Meier der erfolgreichste Spieler der vergangenen vier Jahre. Selbst in seiner schwächsten Saison, der abgelaufenen, sind ihm noch drei Treffer gelungen, sechs weitere hat er vorgelegt. Wenn Kapitän Meier nun davon spricht, „dass dieser Weggang eine Katastrophe“ sei, meint er natürlich den Verlust dieser sportlichen Qualitäten, aber mindestens im gleichem Maße auch der menschlichen Qualitäten im Innenleben der Mannschaft.“

Marc Bartra könnte sich als Glücksgriff erweisen

Nach der Chinareise herrscht in Dortmund Aufbruchsstimmung. Marian Laske (derwesten.de) blickt optimistisch in die Zukunft: „Für die Neuzugänge waren die neun Tage eine Möglichkeit, sich im BVB-Umfeld zu integrieren. Die Erkenntnisse: Emre Mor und Ousmane Dembélé haben ihre Klasse angedeutet. Gerade der Franzose Dembélé hat Tuchel Freude bereitet, auch wenn er ihn noch am Anfang der Entwicklung sieht. Ebenfalls positiv: Sebastian Rode versucht, eine Führungsrolle in der Zentrale zu übernehmen. Marc Bartra könnte sich als Glücksgriff erweisen, der innen und rechts verteidigen kann. Die richtige Arbeit beginnt für Tuchel aber erst im Schweizer Bad Ragaz. Dann stoßen auch die Neuzugänge André Schürrle und Mario Götze sowie die übrigen EM-Fahrer dazu.“

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