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Bundesliga

Magath weckt Hoffnung auf Kontinuität

Frank Baade | Freitag, 8. Mai 2009 Kommentare deaktiviert für Magath weckt Hoffnung auf Kontinuität

Magath plant bereits den Schalker Kader, der VfB Stuttgart holt wohl Horst Heldt in den Vorstand

Oliver Müller beobachtet für die Welt Wandlungen in der Stimmung auf Schalke noch vor Magaths Ankunft. Begonnen hat er mit der Arbeit allerdings schon, in der Kaderplanung scheint er aktiv zu sein: „Magath verbreitet bereits Aufbruchstimmung, obwohl er noch gar nicht physisch anwesend ist. Und er weckt Hoffnung, dass in einem Verein, der seit drei Jahren nie eine klare sportliche Linie erkennen ließ, Kontinuität einzieht. Es ist die Aussicht auf eine Professionalisierung des gesamten Profibereichs. Denn die konnte weder unter Mirko Slomka noch unter Fred Rutten nachhaltig vorangetrieben werden. Magaths Verpflichtung resultiert auch aus der speziell bei Tönnies offenkundigen Einsicht, dass er einen starken Mann im sportlichen Bereich zulassen muss, um Schalke in die Erfolgsspur zu bringen. Allerdings wird Magath seine personellen Vorstellungen nach einem geringeren Etat ausrichten müssen. Einsparungen können zwangsläufig nur durch Spielerabgänge erreicht werden.“

Heldts Mentor und Freund

Peter Stolterfoht berichtet in der Stuttgarter Zeitung von den Auswirkungen, die der Wechsel Magaths auf das Personal beim VfB Stuttgart zeigt: „Künftig soll Horst Heldt dem Vorstand angehören. Damit zeigt der Verein eine deutliche Reaktion auf den Schalker Vorstoß und signalisiert, Heldt unbedingt halten zu wollen. Zuvor hatte er sich lange vergeblich darum bemüht. (…) Einen großen Reiz dürfte es für Heldt haben, mit seinem Mentor und Freund Magath zusammenzuarbeiten. Für Schalke spricht zudem, dass in keinem anderen deutschen Verein einem Teammanager im Moment größere gestalterische Möglichkeiten eröffnet werden als – angesichts der aktuellen Aufbruchstimmung – auf Schalke. In Stuttgart wiederum, das klingt bei Heldt immer mal wieder durch, sah er seinen Beitrag zum Titelgewinn 2007 nicht entsprechend gewürdigt. Für den VfB dürfte in Horst Heldts Überlegungen allerdings Folgendes sprechen: Auf Schalke wird er unter dem neuen starken Mann Felix Magath nie ein solches Mitspracherecht erhalten, wie er es in Stuttgart bald bekommen würde. Als zweiter Mann nach Gelsenkirchen zu wechseln wäre für Heldt ein Rückschritt. Nicht zuletzt dürfte eine Rolle spielen, dass es unklar ist, wie die Schalker mit ihrem Sparkurs eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen.“

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