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Bwin und der DFB – eine umstrittene Partnerschaft

Kai Butterweck | Montag, 22. Februar 2021 1 Kommentar

Sponsorings von Wettanbietern sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Fast jeder Bundesligaverein ist mittlerweile eine Partnerschaft mit einem Buchmacher eingegangen. Die Zusammenarbeit zwischen dem FC Bayern München und Tipico ist da beispielgebend. Bwin hat es sogar geschafft, den DFB ins Boot zu holen. Doch ist diese Partnerschaft zielführend? Oder ist sie sogar umstritten? Ein Gastbeitrag

Bwin gibt es mittlerweile seit fast 25 Jahren und der Wettanbieter aus Österreich hat sich in der Branche einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Bwin setzte als einer der ersten Buchmacher auf Sponsoring. Bahnbrechend war das Engagement bei Real Madrid, als das Bwin-Logo viele Jahre die Trikotbrust der Königlichen zierte. Seit einiger Zeit geht der Wettanbieter einen etwas anderen Weg. Bwin möchte zur Basis der Fußballfans vordringen und hat sich deshalb Klubs ausgesucht, deren Fans für Bodenhaftung und Identifikation stehen. So sind Sponsorentätigkeiten bei Borussia Dortmund, Union Berlin, St. Pauli und Dynamo Dresden entstanden. Auch der Deal mit dem DFB passt da ins Bild. In dem mit über sechs Millionen Mitgliedern größten Sportverband der Welt sind die Amateurligen organisiert. Das ist dann wirklich die Basis. Das Sponsoring beim DFB-Pokal und bei der deutschen Nationalmannschaft könnte sich zudem für Bwin auszahlen, weil die breite Masse sich für diesen Wettbewerb und die Partien der DFB-Elf interessiert.

Post von der Staatsanwaltschaft

Die meisten Sportwettenanbieter betreiben zusätzlich noch ein Casino-Angebot. Hier kann zum Beispiel an Slots gedreht werden oder es finden Poker-Turniere statt. Wegen dieser virtuellen Glücksspiele wurden Borussia Dortmund und der DFB von der Staatsanwaltschaft angeschrieben, da beide Institutionen mit Bwin zusammenarbeiten. Aber das hat eben nichts mit Sportwetten zu tun. Hier gibt es strenge Regularien, beispielsweise durch die Vergabe einer deutschen Wettlizenz.

Sportwetten sind inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Bwin hat mehrere Millionen Kunden, obwohl der Sportwettenmarkt in Deutschland heiß umkämpft ist und immer neuere Anbieter dazukommen. Der deutsche Staat möchte Wettliebhaber schützen und schwarze Schafe aussortieren. Daher wird an seriöse und vertrauenswürdige Buchmacher die deutsche Wettlizenz vergeben. Dabei sind die Hürden sehr hoch, damit ein Wettanbieter solch eine Lizenz erhält. Im Oktober 2020 wurden die ersten 15 deutschen Lizenzen erteilt. Bwin erfüllt als einer der wenigen die strengen Auflagen der deutschen Wettlizenz. Das dürfte auch den DFB freuen, die wohl weitere Negativschlagzeilen gerne vermeiden würden. Aber Bwin ist auch international hochangesehen und so könnte die Zusammenarbeit der beiden Partner am Ende auch erfolgreich werden.

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Kommentare

1 Kommentar zu “Bwin und der DFB – eine umstrittene Partnerschaft”

  1. wowiki
    Montag, 22. Februar 2021 um 11:53

    moin,

    ja, das ist doch die alte Debatte!
    Nein es ist nicht gut; aus versch.Gründen.
    Menschl. und sozial
    aber, was ist heute noch sozial ?
    Geiz ist Geil oder nur noch der „Mammon“ zählt !
    Letztes doch wohl, gerade beim Profi-Fußball inzwischen zählt doch schon l a n g e GELD !
    Der Sport als Leistung allein ist doch Nebensache geworden.
    Deshalb ist es ( für sich selbst & moralisch ) schwer geworden sich noch eine Dauerkarte für einen Profiverein zu kaufen !
    Zur nächsten Saison werd ich’s nach über 25 Jahren stark überlegen das Geld noch auszugeben ! Glück auf

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