Paradigmenwechsel
Richard Leipold (FAZ 1.6.) wertet den Einfluss Rolf Königs auf Borussia Mönchengladbach: „Als Unternehmer begreift der erste Mann der Borussen den Fußball zuerst als Geschäft. Dieser Ansatz hat dem Traditionsverein einen Paradigmenwechsel [of: müsste es nicht heißen: Paradigmata?] beschert. Wirtschaftlich haben Königs und seine Mitstreiter den Klub auf gesunde Füße gestellt. Sportlich aber treten die […]
Volksaktie Premiere
Armin Lehmann (Tsp 21.5.) resümiert die Saison und blickt auf die Verhandlung um TV-Geld: „Auch in Deutschland wollen die Fans große Stars sehen, die spielen hier aber nicht. Die 300 Millionen Euro für die DFL aus den Fernseheinnahmen reichen nicht, um mit anderen europäischen Ligen zu konkurrieren. Wer alles haben will, eine ausgeglichene Liga, teure […]
WM-Effekt und Wirtschaftskraft
Köln, ein Aufsteiger mit Gewicht – Christoph Biermann (SZ 4.5.): „Mit drei Ab- und nun drei Aufstiegen in den letzten sieben Jahren ist der FC in jene Welt zwischen der ersten und zweiten Liga geraten, in der auch Freiburg, Bielefeld, Bochum, Frankfurt, Nürnberg oder Rostock zu Hause sind. Doch mehr als bei den genannten Klubs […]
Die Gerechtigkeitskontroverse in der Bundesliga ist programmiert
Deutschlands Fußball-Föderalismus – Wie ist der Ist-Stand der Marke Bundesliga? Darüber herrscht Einigkeit. Wie ist der Soll-Stand, und wie ist er zu erreichen? Darüber wird gestritten werden, wie wir Michael Ashelm (FAS 24.4.) entnehmen; denn die Bayern wollen das Fernsehgeld von Freiburg (mit dem sie Chelsea weghauen würden): „Der Marke Bundesliga fehlt Glanz und Glamour, […]
Alles scheint wie programmiert
Roland Zorn (FAZ 25.4.) vermisst, nicht nur in der Bundesliga, Überraschungen und führt diesen Mangel auf Geld zurück: „Aus der zementiert wie lange nicht anmutenden pyramidalen Ordnung ist seit Wochen keine Mannschaft ausgebrochen oder weggebrochen; alles scheint wie programmiert; allein Hertha BSC Berlin, der große Aufsteiger der Rückrunde, liefert der Kundschaft zur Zeit erfreuliche Spiele […]
Loserfußball erster Güte
Matti Lieske (taz 16.4.) rückt das Lob für Bayern München zurecht: „Immer wieder wurde die Feldüberlegenheit der Bayern erwähnt, wurden ihre Torchancen aufgezählt, die man eben nur hätte nutzen müssen, dann wäre alles anders gekommen. Nichts könnte der Wahrheit ferner sein. In Wirklichkeit hat Bayern München, auf Champions-League-Niveau übertragen, gespielt wie ein Absteiger: Eine Zeit […]
Nicht ganz ernst genommen
Michael Eder (FAZ 22.3.) sucht die Ursache für die Schalker Niederlage: „Was immer die Schalker an Erklärungen für die Niederlage boten – den schlechten Platz, die verschlafene erste Minute, ein paar vergebene Chancen –, die Wahrheit wird sein: Sie hatten die Mainzer unterschätzt, nicht ganz ernst genommen, wollten im Stile einer Spitzenmannschaft locker beeindrucken, kamen […]
Radikalpädagogik aus der Vor-Lattek-Zeit
Klaus Hoeltzenbein (SZ 21.3.) empfiehlt, recht klar, Dick Advocaats Entlassung: „Sie machen es sich oft sehr einfach, die Leitenden Angestellten. Während Ralf Rangnick oder Thomas Doll vorführten, welche Energien ein Trainer mit einer Mischung aus Humanität und Härte wecken kann, setzen die Borussen auf eine Radikalpädagogik aus der Vor-Lattek-Zeit. „Es gibt keinen Grund, mit Spielern […]
Beruhigende Niederlage
Michael Horeni (FAZ 14.3.) lobt die Gelassenheit beim SC Freiburg: „Tatsächlich ist der SC Freiburg nicht mehr zu retten, wie das im Jargon des Fußballs heißt, aber das Gegenteil dürfte richtig sein. Nach dem 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg – einer Niederlage, wie sie in ihrer sportlichen Ungerechtigkeit auch nur den Absteigern widerfährt – […]
Ansammlung von Durchschnittsspielern
Stefan Hermanns (Tsp 7.3.) befasst sich mit der Lage in Freiburg: „Dass sich die Wut vor allem gegen den Trainer richtet, liegt daran, dass Finke mehr ist als eine Symbolfigur. Das System Finke sieht keine Stars vor – außer Finke selbst. Die Mannschaft ist eine Ansammlung von Durchschnittsspielern, aus denen der Trainer in guten Jahren […]
Das Teamgefüge stimmt, nicht nur in der Kleingruppe Angriff
Wie machen die Bremer das mit ihren Stürmern, Frank Heike (FAZ 5.3.)? „Werder Bremen hat eine Tradition starker Offensivkräfte. Das liegt an Allofs‘ Gespür für Stürmer. Er war ja selbst ein Angreifer. In seine Amtszeit seit 1999 fallen Einkäufe wie Claudio Pizarro und Charisteas; Ailton wurde unter Allofs/Schaaf erst groß; natürlich darf man Johan Micoud […]
Mitunter plump
Hört, hört! Heinz-Wilhelm Bertram (FTD 2.3.) über Sebastian Deisler: „Der Hochgeschwindigkeitsfußball hat den unentwegt mit seinem Gewicht kämpfenden Mittelfeldspieler, dessen Bewegungen auch bei seinem allenfalls mittelmäßigen Spiel in Freiburg mitunter plump wirkten, einfach stehen gelassen. (…) Der Mittelfeldstar soll seine Reha-Maßnahmen nach seiner Knie-OP nicht so professionell absolviert haben, wie man das erwartet hatte. Wiederholt […]
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