indirekter freistoss

Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Das konnte nicht gutgehen

Matthias Wolf (FAS 27.3.) erklärt den Misserfolg Fredi Bobics bei Hertha BSC: „Ein typisches Mißverständnis à la Hertha. Bobic paßt nicht ins System. Sportlich und menschlich. Er ist ein typischer Ein-Kontakt-Stürmer, der meist sofort den Abschluß sucht. Flanken aber bekommt er aber bei der Berliner Spielweise, von einem breiten Mittelfeld dominiert, kaum. (…) Früher sagte […]

Er geniesst es, das Etikett des Intellektuellen angehängt zu bekommen

Flurin Clalüna (NZZ 26.3.) porträtiert Raymond Domenech: „Die harte Hand wird nicht von allen geschätzt. Auch dass er gerne kokettiert und verschiedene Rollen ausfüllt wie auf der Theaterbühne, wo er sich als Laienschauspieler versuchte, macht ihn nicht greifbarer. Schon als Spieler galt er als knorriger, eisenharter Verteidiger mit mächtigem Schnurrbart und finsterem Blick. Er habe […]

Beckenbauer kann nur einer ins Straucheln bringen: er selbst

Thomas Kistner (SZ 24.3.) misst die Chance Franz Beckenbauers auf einen Wahlsieg: „Die Bahn ist schon ziemlich frei für Beckenbauer. Zumal ihn auch sein sprichwörtliches Glück nicht im Stich lässt: Wenn die Uefa-Delegierten im Januar 2007 zur Wahl ihres neuen Präsidenten an die Urnen schreiten, werden sie das – Schicksalslaune des Veranstaltungskalenders – in München […]

In Schalkes Schublade aber sähe man lieber den Schnee von gestern

Der Streit zwischen Rudi Assauer und Mainz 05 – ein Strategiefehler, findet Klaus Hoeltzenbein (SZ 22.3.): „Assauer hat sein Team einer hoch emotionalisierten Atmosphäre ausgesetzt, in der es prompt die Tabellenführung verlor, womöglich aber noch viel mehr: nämlich das Vertrauen in die taktischen Fähigkeiten ihres Managers. Der stellt eine Privatfehde über das Schicksal des Vereins. […]

Die Intellektualisierung von Schalke fand nicht statt

Udo Muras (WamS 13.3.) erinnert an den Anfang von Ralf Rangnicks Trainerkarriere: “Waren das schöne Tage damals für den FC Viktoria Backnang. Vielleicht die schönsten überhaupt in der Geschichte des kleinen schwäbischen Vereins aus dem Rems-Murr-Kreis. Anno 1984 wurde Backnang mit acht Punkten Vorsprung Meister der Bezirksliga, und „Professionalität hielt Einkehr in die fußballerische Arbeit“, […]

Sucht nach Erfolg

Christian Zaschke (SZ 14.3.) macht José Mourinho für den Rücktritt Anders Frisks mitverantwortlich: „Sicherlich ist es nicht Mourinho selbst gewesen, der Frisk und dessen Familie mit dem Tode bedroht hat. Aber es war Mourinho, der die Drohungen ausgelöst hat, indem er eine Hetzkampagne gegen Frisk anzettelte. (…) Mourinho steht als Symbolfigur für einen professionellen Fußball, […]

Naiver Meister von gestern

„Wunder gibt es immer wieder – blaue Wunder ebenso“, spottet Roland Zorn (FAZ 10.3.) über sieben Stück: „Markiert diese Differenz etwa die aktuelle Distanz zwischen Bundesliga und Ligue 1? Selbst wenn man den diesmal anlaßgemäß ganz in Schwarz daherkommenden Bremern diesen einen europäischen Blackout freundlicherweise zugestehen will, mutet die Art der Selbstaufgabe eines naiven Meisters […]

Antistar und Sündenbock

Steffen Haffner (FAZ 9.3.) schließt eine Lücke der Berichterstattung: Er preist Carsten Ramelow, was man, wenn nicht mutig, so doch außergewöhnlich nennen muss: „Die schmucklose Art des Abräumers und der Anspielstation im Mittelfeld ist beim breiten Publikum und bei den Medien allenfalls für Fleißnoten gut. Im Urteil vieler Fachleute schneidet der lange Blonde dagegen besser […]

Hoyzer-Rucksack

Michael Jahn (BLZ 8.3.) erklärt die schlechten Schiedsrichterleistungen vom Bundesliga-Sonntag: „Man darf davon ausgehen, dass die zum Teil katastrophalen Auftritte der Referees Nachwirkungen des Manipulationsskandals sind. Wenn sie in die Stadien einlaufen, tragen sie unsichtbar den Hoyzer-Rucksack mit sich.“ Kulanz der Fans hört auf „Manuel Gräfe verhängt in Nürnberg drei Strafstöße – und liegt dreimal […]

Aus den Bohrlöchern des ewigen Eises auf die Glamourgipfel der Champions League

Go East! Dirk Schümer (FAZ 8.3.) korrigiert die Weltkarte der Fußball-Macht: „Roman Abramowitsch hat die Chancen der Globalisierung erkannt und genutzt. Der Patron des Londoner Vereins sucht und findet seine Milliarden in sibirischen Ölfeldern – einer Permafrost-Gegend, in der es sogar zum Eishockeyspielen zu kalt ist. Seine Rendite versilbert Abramowitsch darum lieber dort, wo Medien […]

Gedopt wie in Radrennställen und in der Leichtathletik

Peter Hartmann (NZZ 26.2.) schlussfolgert aus dem Bericht, wonach Juventus Turin systematisches Doping nachgewiesen worden sein soll: „Mit der Augenwischerei ist es nun vorbei. Der Fall Juventus belegt, dass im Fussball nach medizinischer Strategie gedopt wird, wie in Radrennställen und in der Leichtathletik, und nicht nur versehentlich Einzeltäter ertappt werden – auch wenn der Fifa-Generalsekretär […]

Synchronschwimmer gegen Freistil

Ronald Reng (BLZ 23.2.) erläutert anhand Frank Rijkaards Bescheidenheit („eine einzelne Person ist niemals für den Erfolg eines Teams verantwortlich“) den Unterschied zwischen ihm und José Mourinho: „In einer Zeit, in der der Posten des Trainers eine Überhöhung wie noch nie erfährt, ist das ein schockierendes Bekenntnis. 2004 war das Jahr, als das System die […]

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