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Bundesliga

Bayern-Flirt Matthijs de Ligt – Kommt er, oder kommt er nicht?

Kai Butterweck | Dienstag, 12. Juli 2022 ohne Kommentar

Die Presse beschäftigt sich intensiv mit dem in München heiß gehandelten Süle-Ersatz Matthijs de Ligt

Nach der Verpflichtung von Sadio Mané hat der FC Bayern München nun den niederländischen Nationalspieler Matthijs de Ligt im Visier. Robert Hiersemann (t-online.de) ist begeistert: „Die Verpflichtung von Matthijs de Ligt wäre nicht nur gut, sie wäre herausragend. Ein Riesending! Er hat das Zeug zum Bayern-Abwehrchef, und damit hätte der Rekordmeister für die nächsten Jahre in der Defensive ausgesorgt. Mit seiner Verpflichtung würden die Bayern nach den bitteren Defensiv-Abgängen in den letzten beiden Jahren (Alaba und Süle) ein Zeichen setzen. Und genau das braucht der Verein jetzt.“

Redaktionskollege Florian Wichert (t-online) sieht das ein bisschen anders: „Dieser Transfer hat so viele Haken, dass hier eher von einer Fehlinvestition die Rede sein muss, nicht von einem Top-Transfer. Warum? Weil de Ligt sicher schon viele gute Spiele gemacht hat – allerdings auch viele schlechte. Wer Süle ablösefrei abgibt und einen Spieler auf dem gleichen Niveau für 90 Millionen Euro holt, handelt unklug und ineffizient.“

Ein bodenständiger Bessermacher

Yannik Möller (90min.de) bindet schon mal einen großen Willkommensstrauß: „Ein bodenständiger Typ abseits des Platzes, der zudem große Sympathien für den FCB übrig hat. Dass er den Verein toll findet, ist kein Geheimnis. Nicht nur das Foto vor dem Bayern-Logo, breit grinsend mit Daumen nach oben, ist dafür ein Beleg. Nagelsmann hat absolut Recht, wenn er in ihm den Innenverteidiger sieht, der die Mannschaft über Jahre hinweg nochmals besser machen kann. Matthijs de Ligt ist einer der wenigen Spieler, für die der deutsche Rekordmeister an seine finanziellen Schmerzgrenzen gehen sollte.“

Hasan Salihamidzic ist im Arbeitsflow und Uli Hoeneß poltert wie in besten Zeiten. Wohin geht die Reise des momentan vor Selbstvertrauen strotzenden FC Bayern München? Tobias Nordmann (n-tv.de) ist gespannt: „Beim letzten Mal, als der FC Bayern mit einer markigen, hoeneß’schen Transferansage in die Saison gestartet ist, stand am Ende tatsächlich der Triumph in der Champions League, es stand am Ende sogar das historische Triple, das erst zweite der Vereinsgeschichte. Im Sommer 2019 verpflichteten die Münchner Benjamin Pavard, Lucas Hernández und, nun ja, Jann-Fiete Arp (er geht nun steinreich zu Holstein Kiel) und, nun ja (II), Michaël Cuisance. Sie liehen Ivan Perišić und Philippe Coutinho. Allerdings trennten sie sich im Herbst auch von ihrem Trainer. Auf den ausgelaugten Niko Kovac folgte Hansi Flick. Geschichte muss sich ja nicht immer in allen Details wiederholen.“

Komplett und offensiv geschult

Sebastian Fischer (SZ) hat ein gutes Gefühl: „De Ligt, 22, hatte seine auffälligeren Jahre in Amsterdam; in Turin war er nicht immer der überragende Verteidiger, als der er geholt wurde. Chef in der Juve-Abwehr war zuletzt eher Kapitän Leonardo Bonucci. Als kompletter Spieler gilt de Ligt trotzdem, zudem würde er wohl mit seinem offensiven, von der Ajax-Schule geprägten Verteidigungsstil zum Münchner Fußball passen.“

Stephan Uersfeld (n-tv.de) klopft Bayerns Sportchef anerkennend auf die Schulter: „Was ist eigentlich mit Hasan Salihamidžić los? Stand der Sportvorstand des FC Bayern München nicht noch vor wenigen Wochen in der Kritik? Galt es nicht als ausgemacht, dass er über das Jahr 2023 hinaus keine Zukunft beim Rekordmeister hat? Und stand nicht mit Max Eberl bereits ein Nachfolger für diesen Sommer fest? Fragen über Fragen und es kann nur eine Antwort geben: Hasan Salihamidžić hat einen unfassbaren Lauf. Jetzt muss er aufpassen, dass er keine Fehler macht.“

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