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Bundesliga

Hansi Flick hat gut lachen

Kai Butterweck | Dienstag, 6. April 2021 ohne Kommentar

Auch die Bullen aus Leipzig können den Siegeshunger der Bayern nicht stoppen. Ist die Meisterschaft bereits entschieden?

Die Bayern kommen der neunten Meisterschaft in Folge immer näher. Klaus Hoeltzenbein (SZ) schlägt die Hände vors Gesicht: „Den Sachsen gebührt ein Kompliment dafür, es wenigstens versucht zu haben. Doch schon heute, nach erst 27 von 34 Runden, ist es blanke Theorie, dass die Münchner ihren Sieben-Punkte-Vorsprung noch verspielen könnten. Gebucht ist seit Ostern die neunte deutsche Meisterschaft in Serie, noch schockierender aber ist die Prognose: Warum sollte im Jahr 2031 nicht der 19. und im Jahr 2041 der 29. Titel hintereinander folgen? Droht da Monotonie bis in alle Ewigkeit?“

David Bedürftig und Torben Siemer (n-tv.de) schließen sich an: „Die Münchner sind so viel besser als der Rest der Liga, es gibt mittlerweile Drittklässler, die noch nie erlebt haben, dass nach dem 34. Spieltag NICHT der FC Bayern deutscher Meister ist. Für den Rest der Liga wiederum bedeutet das eine Belastung, dessen bester Ausgang ein zweiter Platz ist.“

Wie ein stetig wiederkehrender Alptraum

Auch Ingo Durstewitz (FR) gibt die Hoffnung auf: „Auffällig: Selbst dann, wenn die Bayern nicht ihre beste Saison spielen, sind sie, gerade in den entscheidenden Phasen, noch zu gut, effizient oder abgezockt für den Rest der Liga – egal, ob da nun Dortmund oder Leipzig zwischenzeitlich am Hacken klebt. Das gewohnte Bild ist schön für die Münchner, langweilig für die Allgemeinheit und ein (stetig wiederkehrender) Alptraum für die Liga samt ihrer Dachorganisation. Aber ändern lässt es sich ja nicht, und klarerweise schon gar nicht par ordre du mufti. Also heißt es weiter wie in dem total originellen Vereinslied: „FC Bayern, forever number one.““

Florian Wittmann (donaukurier.de) staunt nicht schlecht: „Sieben Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung: Die neunte Schale in Serie ist für die Münchner nur noch Formsache. Um auch in der Champions League auf Kurs Titelverteidigung zu bleiben, muss im Viertelfinale die Hürde Paris Saint-Germain genommen werden. Gerade nach der Finalniederlage 2020 dürfte PSG vor Motivation nur so strotzen. Eine Blaupause dafür, wie ein Weiterkommen dennoch gelingen kann – und das sogar ohne den torgefährlichsten Akteur –, hat der FC Bayern durch sein couragiertes und effizientes Meisterstück in Leipzig selbst geschaffen.“

Schwache Konkurrenz

Jörg Leopold (Tagesspiegel) tadelt die Rivalen: „In den vergangenen neun Jahren war die Mannschaft auch deshalb oft so überlegen, weil die Konkurrenz einfach nicht stark genug war und nicht einmal selbst daran glaubt, die Bayern vom Thron stoßen zu können. Dass Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff nach dem 0:1 am Samstag am Sky-Mikrofon erklärte, das Ziel seines Klubs sei nicht die Meisterschaft gewesen, sondern das Erreichen der Champions League, sagt eigentlich schon alles.“

Oliver Fritsch (Zeit Online) grüßt alle Timo Werner-Fans: „Das Problem der Leipziger ist: Sie treten immer ohne Torjäger an. Sie scheiterten an diesem kühlen Ostersamstag aus den gleichen Gründen am FC Bayern wie insgesamt im Titelrennen. Sie haben eine Schlüsselstelle nicht besetzt. Sie haben keinen Stürmer, der regelmäßig Tore schießt.“

Sebastian Stier (FAZ) lobt Lewandowski-Ersatz Eric Maxim Choupo-Moting: „Der Kameruner war zwar in Sachen Torgefahr kein Äquivalent zu Lewandowski, der mit 35 Toren einsam an der Spitze der Torschützenliste steht, aber Choupo-Moting bewies einmal mehr sein herausragendes Spielverständnis, indem er im Zentrum eine wichtige Anspielstation gab, viele Bälle festmachte oder auch durchließ, um die schnellen Außenangreifer Kingsley Coman und Leroy Sané ins Spiel zu bringen.“

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