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Die stärkste 2. Liga aller Zeiten?

Kai Butterweck | Freitag, 23. Juli 2021 1 Kommentar

HSV, Schalke, Werder Bremen… Die 2. Liga lockt in der neuen Saison mit großen Namen. Aber wieviel Qualität steckt dahinter?

Schalke gegen Hamburg: Die 2. Liga startet mit einem Knaller in die neue Saison. Oliver Müller (Welt) ist gespannt: „Für die Fans mag die neue Zweitliga-Saison ein Traum sein – für die großen Traditionsklubs bedeutet sie Stress. Schalke, Werder und der HSV sind zum Aufstieg verdammt. Ihnen wird keine Schwäche verziehen.“

Keiner lässt sich hängen

Schafft es der HSV im vierten Anlauf? Simon Braasch (mopo.de) ist guter Dinge: „Unter Walter kam es zu erkennbaren Änderungen in Sachen Taktik und Trainingsablauf. Den Profis ist der Spaß anzumerken, keiner lässt sich hängen. Walter zeigt sich hochzufrieden mit dem Engagement. Aber: Die schweren ersten Saisonwochen (Schalke auswärts, Dresden heim, St.Pauli auswärts) werden zeigen, wie weit der HSV wirklich ist und inwiefern sich auch unzufriedene Profis mit Nachdruck anbieten.“

Hanno Bode (ndr.de) befasst sich mit Hamburgs neuem Cheftrainer Tim Walter: „Nach seinem unglücklichen Intermezzo beim VfB, das auch ob seiner zuweilen etwas forschen Art nach lediglich einem halben Jahr endete, muss sich der 45-Jährige nun in einem nicht minder schwierigen Umfeld beweisen. Denn Ruhe herrscht beim HSV traditionell eigentlich nur dann, wenn die Ergebnisse stimmen. Und in der Vergangenheit zuweilen selbst dann nicht. Möglicherweise ist es für Walter aber von Vorteil, dass die Erwartungshaltung bei den Hamburgern nach drei verpassten Aufstiegen – zumindest öffentlich – gesunken ist.“

Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat viel zu tun. Tim Jürgens (11Freunde) möchte nicht tauschen: „Die Baustelle Schalke ist ein Hochsicherheitstrakt. Und Bauleiter Rouven Schröder im Vollstress. Der nächste Call mit einem Berater, einem Spieler, einem Kluboffiziellen wartet schon. In seinem Leben geht es zu wie in einem Abholmarkt. Alles muss raus. Jeder Vertrag, der noch zu Bundesligakonditionen abgeschlossen wurde, ist auf dem Prüfstand. Denn Schalke muss seinen Spieleretat von zuletzt 80 Millionen Euro auf knapp 22 Millionen eindampfen.

Paradefall eines charakterstarken Zweitligaprofis

Philipp Selldorf (SZ) beschäftigt sich mit der Schalker Einkaufspolitik: “ Kenner loben besonders den Königstransfer der Königsblauen: Der heißt angeblich nicht Simon Terodde (eine quasi obligatorische Anschaffung, wie es Stuttgart, Köln und Hamburg vorgemacht haben), sondern Victor Pálsson. Der 30-jährige Isländer ist aus Darmstadt gekommen und gilt als Paradefall eines charakterstarken Zweitligaprofis. Auch vom Österreicher Reinhold Ranftl, 28, wird geschwärmt.“

Auf Schalke blickt niemand gerne zurück. Alexander Schultze (n-tv.de) weckt gruselige Erinnerungen: „Am Ende war Schalke so schwach, dass viele Fans anderer Mannschaften sich sogar die Witze sparten, weil Königsblau hilflos am Boden lag. Die Anhänger selbst sprachen von völliger Leere, zeigten sich erschrocken über die eigene Gleichgültigkeit, die sie dem Abstieg entgegenbrachten. Allerdings keimte bei nicht wenigen Hoffnung auf eine Art „reinigendes Gewitter“, das Strukturen erschüttert, den Blick schärft, das ein oder andere personelle „Opfer“ in der Mannschaft oder den Vereinsgremien fordert. Lieber ein Ende mit Schrecken…“

Hoffnung auf bessere Zeiten

Neben Hamburg, Schalke und Bremen wollen auch andere Vereine positive Zeichen setzen und oben mitspielen. Dirk Tietenberg (sportbuzzer.de) fängt die Stimmung in Hannover ein: „Wenn von Aufbruchstimmung die Rede ist – hier in Rotenburg war sie zu spüren. Die Saison müsste also ein Hit werden, wenn Fußball wie Musik wäre und kein Ergebnissport. In der Hitparade der 2. Liga geht 96 nämlich nicht als Favorit ins Rennen. Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten sollte man nicht aufgeben.“

Sebastian Schlichting (Tagesspiegel) warnt die Favoriten: “ Eine Garantie für die Rückkehr gibt es nicht, zumal auch Mannschaften wie Düsseldorf oder Nürnberg einiges zuzutrauen ist. In den vergangenen beiden Jahren sorgte außerdem jeweils ein Überraschungsteam für Aufsehen, das erst in der Relegation die Bundesliga verpasste: der 1. FC Heidenheim und Holstein Kiel. Davor hatte es der 1. FC Union über den dritten Platz nach oben geschafft.“

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Kommentare

1 Kommentar zu “Die stärkste 2. Liga aller Zeiten?”

  1. Christian relationship advice
    Freitag, 6. August 2021 um 07:41

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    indirekter freistoss

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