Samstag, 25. Juni 2005
Confed-Cup
Synthese
Christof Kneer (SZ 25.6.) beschreibt die Dialektik des brasilianischen Fußballs: „Es ist der ewige Konflikt, der den brasilianischen Fußball in dialektischer Spannung hält. Die Mannschaft von 1982 war die letzte, die so spielte, hochfahrend und hinreißend, und ein Wunder war es nicht, dass das Konzept des schönen Scheiterns bald vom Gegenteil abgelöst wurde. Die 94er-Elf versuchte es mit schnödem Siegen, und nicht wenige meinen, dass die Mannschaft von 2005 das Zeug hat, These und Antithese in einer großen Synthese zu vereinen. (…) Ein Versprechen ist sie schon, diese Mannschaft, aber niemand kann sagen, ob sie es je halten wird. Noch ist Brasilien eine störanfällige Ansammlung von Hochbegabten, noch sind das zwei unterschiedliche Mannschaften. Es gibt das Offensivteam, das auch ohne Ronaldo aus den grandiosen Ronaldinho, Kaka, Adriano und Robinho besteht; und es gibt die Defensivteam, zu dem Lucio ebenso gehört wie die in der Bundesliga zuletzt eher irdischen Leverkusener Roque Junior und Juan. Und es gibt kein Verbindungsstück, das die Hälften dieses zweigeteilten Brasilien harmonisch zusammenklebt.“
FAZ-Interview mit Brasiliens Nationaltrainer Parreira
sid-Interview mit Parreira auf SpOn
FR: Meisterhaft steuert Juan Pablo Sorin aus der Tiefe des Raums das argentinische Kombinationsspiel
Am Grünen Tisch
Petitessen
Doping in der mexikanischen Elf – Jörg Winterfeldt (Welt 25.6.) kritisiert die Fifa: „Die Fifa läßt nicht von Petitessen wie Doping ein renditeträchtiges Turnier beschädigen. Klar darf Mexiko weiter mitkicken, als wäre nichts gewesen. Klar wird einmal mehr: Für ehrlichen Sport kämpft die Fifa nur rigoros, wenn wirtschaftliche Interessen es gestatten.“
Betrugsschatten
Thomas Kistner (SZ/Seite 1 25.6.) lenkt den Blick auf den Konflikt der Fifa mit der Wada: „Auf Zeit spielen ist ein Begriff aus der Fußballwelt, er passt aber auch gut auf das Krisenmanagement der Fifa (…) Falls es stimmt, dass dem mexikanischen Fußballverband (FMF) Positivbefunde schon vorm Spiel gegen Brasilien vorlagen, wäre der Skandal auf höchster Ebene gelandet: Ein Verband, der gedopte Akteure einsetzt, müsste mit dem Ausschluss aus dem Turnier bestraft werden. Daran käme nicht einmal mehr Blatter vorbei, dessen getreuestes Wahlvolk im karibischen Raum siedelt. (…) Weil nun Betrugsschatten über dem Turnier liegen, wird die Fifa ihre ablehnende Haltung gegen das Wada-Reglement aufgeben müssen. Die Agentur, zu deren Gründern Deutschland zählt, hat sogar schon Sanktionen angedroht, falls ihr Code bis September nicht akzeptiert ist: In Wada-Ländern sei kein Platz für Fifa-Turniere, solange diese nicht unter den für alle anderen Sportarten gültigen Regeln abliefen.“
Alle für einen, das gab es in der Fifa noch nie
In Sachen Strafe verweist Hans-Joachim Waldbröl (FAZ 25.6.) aufs Fifa-Regelwerk: „Selbst wenn die beiden Spieler niet- und nagelfest als Sündenböcke überführt wären, müßten sie für ihren Fehltritt allein einstehen. Denn in der Frage von Einzelvergehen und Teamverantwortung liegen die Wada und die Fifa ausnahmsweise auf einer Sanktionslinie. „Wenn mehr als ein Teammitglied…“ gedopt war, „…kann die Mannschaft von einer Disqualifikation oder anderen disziplinarischen Maßnahmen getroffen werden“, heißt es im Wada-Code. Kann. Muß nicht. Die Fifa, die weiterhin auf ihren Vorbehalten gegen die Strafregeln der Wada besteht und jede Regelsanktion ablehnt, pflegt eine Einzelfallprüfung mit individuell, je nach Schuld, Mitschuld und Unschuld, abgestuften Sperren. Alle für einen, das gab es in der Fifa noch nie.“
Dummdreist
Javier Cáceres (SZ 25.6.) ärgert sich über die Lüge der mexikanischen Verbandsführung und stöbert in Mexikos Dopingvergangenheit: „Bisher stehe nur folgendes fest: Am Montag habe Arzt José Luis Serrano bei den Spielern nachgefragt, ob sie Medikamente zu sich nähmen; Galindo und Carmona hätten daraufhin gesagt, „einige Tropfen“ zu konsumieren, deren Zusammensetzung dem Doktor ein Rätsel gewesen sein und nun untersucht werden soll. „Auf Grund dieses Zweifels“, so Verbandschef De la Torre, habe die Mannschaft entschieden, die Spieler nach Hause zu schicken. Das mutet nicht sonderbar an, sondern eher wie eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz. In der Vergangenheit haben die Mexikaner überdies einen anderen Reflex bewiesen: Als bei der Copa América 1999 in Ecuador Paulo César Chávez und Raúl Rodrigo Lara positiv auf Nandrolon getestet worden waren, trotzten Team und Verband möglichen Sanktionen. Schließlich sah die Fifa wegen eines „Verfahrensfehlers“ von einer Sperre ab. Ist die Tropfengeschichte am Ende nichts anderes als ein Versuch, irgendetwas anderes zu vertuschen? Auszuschließen ist das nicht, zumal De la Torre beim bizarren Spiel aus Fragen und Antworten zunehmend ins Schwitzen geriet und sich in unverständlichen, unvollständigen und widersprüchlichen Erklärungen versuchte. Es ist eben nicht ganz einfach, den Überblick über das Gestrüpp aus Dementis und dummdreisten Lügen zu bewahren, am Dienstag etwa hatte Doktor Serrano noch behauptet, die Spieler seien verletzt, am Abend wurde die Geschichte von der Undiszipliniertheit verbreitet. (…) Der Trainer von Galindo und Carmona Rubén Omar Romano quittierte das Gerücht mit Gleichmut: „Nandrolon ist doch keine Droge. Das wird doch auch Tieren gespritzt.““
Beruhigungsoffensive
Uwe Marx (FAZ 25.6.) stört die Gutgläubigkeit der Fifa: „Die Argumentationskette der Mexikaner und die der Fifa war binnen weniger Stunden gerissen. (…) Zwar forderte die Fifa die Mexikaner zu einer raschen Stellungnahme auf und baute jenen Druck auf, der zur nächtlichen Erklärung des mexikanischen Fußballpräsidenten führte. Gleichzeitig aber bestätigte Joseph Blatter zunächst in erstaunlicher Selbstsicherheit die Version des in die Enge gedrängten Verbandes. Mangelnde Disziplin statt Doping: Mit dieser Erklärung fütterte Blatter auch Franz Beckenbauer. Kurz nach dieser Beruhigungsoffensive wurde Fifa-Generalsekretär Urs Linsi vom mexikanischen Verband über die wahren Hintergründe informiert.“
Deutsche Elf
Er weiß, was er nicht kann
Eine Hymne auf Jürgen Klinsmann (den die FR nach dem 3:0 gegen Tunesien als schönredenden Liebhaber „rosaroter Wölkchen“ bezeichnet hat) von Jan Christian Müller (FR 25.6.): „Wenn das Land voll von Klinsmännern wäre, hätte es im Herbst keine Neuwahlen geben müssen. Klinsmann ist struktur-konservativ, egoistisch, sozial und grün, er ist relativ uneitel, er ist immer offensiv, innovativ und mutig. Und notorisch optimistisch. Er ist Individualist und Mannschaftsspieler. Er ist stark amerikanisiert und gilt im traditionsbewussten Deutschen Fußball-Bund als Radikal-Reformer. Er wohnt seit sechs Jahren in den USA. Das macht ihn verdächtig. Vorgänger Rudi Völler war trotz gelegentlicher cholerischer Anfälle berechenbar. Völler lebte am liebsten in Zeitlupe. Klinsmann führt ein Leben im Schnellvorlauf. Tempo ist sein Schlüsselwort. Hohes Tempo. Er treibt unermüdlich an. Er macht Druck. Von hier oder von Übersee. Er packt sich die Tage randvoll mit Terminen und arbeitet jeden einzelnen gründlich ab. Er weiß, was er kann. Aber seine größte Stärke ist eine andere: Er weiß, was er nicht kann. Das tun dann andere. Am 9. Juli 2006 wird sein Projekt beendet sein. Jürgen Klinsmann ist intelligent genug zu erkennen, wie schnell man sich in diesem Job verbraucht: seinen Körper, seinen Geist, sein Vokabular, aber auch sein Bild in den Medien und bei den Spielern. Die Intensität der Personalführung auf ein einziges großes Ziel hin verträgt vermutlich keine Wiederholung ab dem Tag danach. Ohne die ständige Abkehr vom Arbeitsplatz wäre er wohl schon vorher verbraucht.“
Ruhe im deutschen Strafraum
Sven Goldmann (Tsp 25.6.) hält die Torwartfrage für geschickt beantwortet: „Mit einem einfachen Trick hat Klinsmann die alte Rangordnung auf der wichtigsten Position der Nationalelf bestätigt. Nicht per Erlass wie Rudi Völler, sondern transparent und nachvollziehbar, auch für die drei unmittelbar Beteiligten und deren Lobbyisten. Es herrscht Ruhe im deutschen Strafraum. Wenn das kein Meisterstück ist.“
Signale
Andreas Lesch (BLZ/Seite 3 25.6.) rügt Michael Ballack für seine Fouls und sein Dominanzverhalten: „Seine Spielweise ist härter geworden (…) Glaubt er, dass er solche Signale geben muss, nun, da er der Kapitän ist im deutschen Team? Vertraut er nicht auf all seine anderen Begabungen, die so viel positiver wirken auf dem Platz? Oder will er die alten Vorurteile weggrätschen, die ihm unterstellten, er sei ein Weichling, ein Schönling, ein Genie, einer, der sich zu fein ist für den Kampf? Diese Fragen bilden die einzigen Unebenheiten in Ballacks Karriere, die ansonsten so glatt verläuft (…) Die fiesen Fouls passen nicht in das Bild, das sich die Öffentlichkeit von Ballack macht. Er spricht vor den Kameras Sätze, die souverän sind. Er ist im deutschen Team anerkannt als wichtigster Mann. Er wird von den Boulevardzeitungen als Familienvater fotografiert, im Urlaub mit seinen drei Kindern. Er könnte der perfekte Profi sein – wenn die Fouls nicht wären. Aber Ballack interpretiert seine Rolle als Kapitän ohnehin aggressiv. Wenn der Schiedsrichter eine Entscheidung trifft, die ihm nicht passt, rennt er wütend auf ihn zu, diskutiert, gestikuliert, das Gesicht vor Wut verzerrt. Ballack schubst seinen Gegenspieler auch schon mal weg.“
Qualitätsmaßstab
Roland Zorn (FAZ 25.6.) befasst sich mit der Frage, wie Brasilien zu schlagen ist: „Eine Mustervorlage, wie den südamerikanischen Künstlern beizukommen sei, gibt es nicht. Brasilianer können mit zwei, drei Aktionen Marksteine setzen, über die ihre Gegenspieler bei noch so viel Anstrengung letztlich oft genug gestolpert sind. Selbst ein matter Ronaldinho, Adriano, Kaka oder Robinho wird sich im Zweifel immer wie ein Weltmeister fühlen; die Deutschen dagegen streben zwar fleißig nach dem höchsten der Titelgefühle, müssen aber selbst nach größten Triumphen immer wieder von vorn um Ruhm und Respekt kämpfen. Brasilianer sind im Fußball der Qualitätsmaßstab und deshalb immer ganz oben – auch dann, wenn sich andere Länder mal die Krone aufsetzen dürfen.“
FAZ: vor dem Halbfinale – „Triumph über den Weltmeister oder schachmatt in zwei Zügen?“
NZZ-Portrait Per Mertesacker
Tsp-Interview mit Torsten Frings
FR-Interview mit Thomas Hitzlsperger
SpOn: Robert Huth – vom Holzmichel zum Heiligen
Freitag, 24. Juni 2005
Interview
Du hast sowieso kein Talent
Per Mertesacker, Zivildienstleistender, mit Ludger Schulze & Philipp Selldorf (SZ 24.6.)
SZ: Wussten die Behinderten, dass Sie Fußballer sind?
PM: Einer von dreizehn. Die anderen hatten gar keinen Bezug zur Realität mehr. Wegen des Confed-Cups habe ich mich gar nicht richtig verabschieden können von der Station, aber nach dem Turnier werden wir noch eine kleine Feier mit Grillen machen. In dem Heim ist ja jetzt ein Hannover-Fanklub gegründet worden. Auch für einige der Behinderten kann der Fußball das Leben bereichern.
SZ: Glauben Sie, dass die Arbeit mit diesen Kranken eine bleibende Erinnerung sein wird?
PM: Schon, ich kann das gar nicht mehr vergessen, dazu waren die Eindrücke zu stark.
SZ: Kommen wir mal zum Sportlichen. Es gibt die deutsche Tradition der Vorstopper: Förster, Kohler, Buchwald. Sehen Sie sich in dieser Tradition?
PM: Ich habe noch nie in Erwägung gezogen, nach irgendwelchen Parallelen zu suchen. Ich hatte auch nie ein großes Vorbild, weil bei mir gar nicht abzusehen war, dass es mal so nach oben geht. Als Jugendlicher war ich Fan von Schalke 04 und Hannover 96, nebenbei ein bisschen Gymnasium, ein bisschen Fußball, mehr war da nicht.
SZ: Sie haben nicht die typische Nationalspieler-Laufbahn durchlebt in all den Jugend-Auswahlmannschaften?
PM: Nein, gar nicht. Das war auch gut so. Um mich herum war nicht dieses Fieberhafte, auch von den Eltern her, nicht dieses Muss mit 14, 15 Jahren. Ich war immer zweite Mannschaft, in der C und auch in der B-Jugend bei 96. Als C-Jugendlicher hatte ich Probleme mit meinem Wachstum, das hat mich aus dem Konzept gebracht. Zu langsam, zu unbeweglich, das waren die beiden Wörter, die ich öfter gehört habe. So hatte ich auch neben der Schule noch ein bisschen Freizeit. Das hat geholfen, nicht zu früh verheizt zu werden. Die Entwicklung kam im richtigen Moment, mit der Einführung der Viererkette. Dann stand ich dann da und bin geblieben.
SZ: Sie hatten immer diese Position?
PM: Nö, mal so, mal so. Keiner wusste so recht, wo und warum ich spiele. Sie haben gesagt, du hast sowieso kein Talent, du schaffst es nie.
Diese neue Form verunsichert alle
Schiedsrichter-Sprecher Manfred Amerell mit Heinz-Wilhelm Bertram (FTD 24.6.) über das neue Abseits
FTD: Im Confederations Cup wird Abseits erst geahndet, wenn der im Abseits stehende Spieler den Ball berührt. Ist das gut so?
MA: Nein, es ist Humbug. Da läuft ein Spieler bei 35 Grad 50 Meter einem Steilpass hinterher, damit erst in dem Moment, da er den Ball berührt, die Strafbarkeit eintritt. Und damit ihm ein Verteidiger womöglich noch die Knochen poliert hat. Diese Neuerung ist ein zusätzliches Laufprogramm, mehr nicht.
FTD: Hat sich der Inhalt der Regel denn nicht verändert?
MA: Eben nicht. Was sich geändert hat, ist allein, dass sich die Abseitsbewertung räumlich verschoben hat.
FTD: Die Fifa will die Fehler bei Abseitsentscheidungen reduzieren.
MA: Was sie todsicher nicht schaffen wird. Denn der Wahrnehmungsfehler von Schiedsrichtern oder Assistenten wird immer bleiben. Im Spiel Japan gegen Brasilien war das gut zu beobachten: Da verhinderte die neue Handhabung nicht, dass die Schiedsrichter den Japanern ein lupenreines Tor wegen angeblicher Abseitsstellung versagten. Dieser Fall verdeutlicht die eigentliche Problematik der neuen Handhabung: Nach der alten Praxis wäre das Tor gar nicht gefallen (…) Man muss sich nur vorstellen, in der Champions League sprintet in der 90. Minute ein abseits stehender Spieler der Heimmannschaft 40 Meter einem Ball nach und erzielt mit dem ersten Kontakt ein Tor. Was dann aberkannt wird. Nicht auszumalen, was das für Aggressionen schafft. Und es gibt hinreichend Spielsituationen, die dazu führen können. Ganz realistisch ist, dass ein abseits stehender Stürmer einem Steilpass nachläuft – und vom Torhüter gefoult wird, noch ehe er den Ball berührt. Der Torwart bekommt dann die Rote Karte für einen Vorgang, zu dem es gar nicht mehr hätte kommen dürfen.
FTD: Wird der DFB diese Fifa-Praxis in Deutschland umsetzen?
MA: Nein. Diese neue Form verunsichert alle: die Schiedsrichter, die Spieler, die Zuschauer.
Confed-Cup
Heißes Versprechen für den nächsten Sommer
Ein vorläufiges Fazit von Roland Zorn (FAZ 24.6.): „Sommerfußball im Gewand des Confederations Cup ist mehr, zumindest in diesem Jahr: Was in Frankfurt, Köln, Hannover, Nürnberg und Leipzig zu sehen ist, darf als heißes Versprechen für den nächsten Sommer gedeutet werden.“
Qual mit der neuen Rolle
Nach dem 0:0 gegen Mexiko – Uwe Marx (FAZ 24.6.) fasst das Turnier der Griechen zusammen: „Etwas mehr als eine Woche hat gereicht, um Rehhagel mit all seinen Facetten zu erleben: Charmanter Plauderer, gönnerhafter Fußball-Weiser, aufbrausender Irrwisch: Der bald 67 Jahre alte Trainer beherrscht nach wie vor mehr als nur eine Rolle. Ein unterhaltsamer Januskopf. (…) Dabei hatte Rehhagel auch überzeugendere Argumente auf seiner Seite: Griechenland ist durch den famosen Titelgewinn keine großartige Mannschaft geworden. Das Spiel zu gestalten fällt ihr nach wie vor schwer. Das Hoch bei der Europameisterschaft war bemerkenswert, aber daß ein Dauerzustand daraus werden würde, konnte im Ernst keiner erwarten. Außerdem fehlten wichtige Spieler, die von einer personell und fußballerisch limitierten Mannschaft nicht so einfach ersetzt werden können. Nun quälen sich die Griechen also in ihrer neuen Rolle, und mit ihnen quält sich der Trainer.“
taz: Mit seiner ottonischen Arroganz hat Trainer Rehhagel die Griechen gegen sich aufgebracht
Welt: Angelos Charisteas personifiziert den Niedergang von Europameister Griechenland
Weh dem, der es mit ausgeschlafenen Brasilianern zu tun bekommt
Roland Zorn (FAZ 24.6.) zieht die Lehre aus dem 2:2 Brasiliens gegen Japan: „Wer den deutsch-brasilianischen Zweikampf zu einem vorweggenommenen WM-Finale von 2006 stilisieren möchte, soll es tun – er darf sich aber nicht wundern, wenn Brasilien erst im kommenden Jahr, dann aber wirklich, Ernst macht mit seinem Fußball nach Lust und Laune. In Köln wurde nur ein Vorfilm im Zeitraffer gezeigt. Titel: Wenn sie wollen, können sie’s richtig. Tor eins und Tor zwei beruhten auf jeweils phantasievollen und federleicht abgeschlossenen Koproduktionen zwischen Ronaldinho und Robinho. Als Zutaten verzuckerten die Brasilianer ihr Spiel mit Andeutungen, wozu sie, falls der Ehrgeiz sie triebe, imstande sein könnten. Alles in allem aber hinterließ der fünfmalige Weltmeister nur ein großes Versprechen: Weh dem, der es 2006 mit ausgeschlafenen Brasilianern zu tun bekommt. Die Japaner aber enthüllten die systemimmanente Schwäche des manchmal zweckfreien brasilianischen Kombinationswirbels: Sie haben einfach keine Lust darauf, sich massiv zu verteidigen, wenn sie attackiert werden.“
FAZ: die deutsche Elf vor dem Halbfinale
SZ: die neue deutsche Lust am Spiel
FR: Kevin Kuranyi und Gerald Asamoah – deutsche Stürmer werden im Ausland geboren
BLZ: Tim Borowski wartet auf seinen Einsatz
Ball und Buchstabe
Der gefühlte Präsident
Sehr lesenswert! Holger Gertz (SZ/Seite 3 24.6.) stellt die Alleinherrschaft Franz Beckenbauers in Deutschland fest: „Franz Beckenbauer hat, als Kapitän, die Weltmeisterschaft 1974 gewonnen und als Teamchef die von 1990. Im Moment ist er Chef des Organisationskomitees der WM 2006, aber das ist eine zu sperrige Beschreibung für seine Rolle in einem verzagten Land. Er war noch nie größer als heute. Er ist wie ein nationales Maskottchen. Der gefühlte Präsident. Vielleicht braucht ein Land, wie es eine Hymne, eine Flagge, eine Verfassung braucht, auch einen Helden, zur Not einen Fußballer. Vielleicht profitiert Franz Beckenbauer davon, dass es Konkurrenten für die Heldenrolle außerhalb des Fußballs im Moment nicht gibt, oder – wenn es sie gibt – dass sie nicht so massenwirksam sind. Und vielleicht erzählt all das am Ende mehr über das Land als über den Helden. (…) Direkt und auf Umwegen wird er zum Helden gesendet und geschrieben. Beckenbauer analysiert bei Premiere und im ZDF, und zwar in der Art, wie daheim am Wohnzimmertisch analysiert wird. Er ist Kolumnist bei der Bild-Zeitung, in der ihm auch sonst – zwischen allerlei Mädchen, die ihre Brüste und Hintern zeigen – beste Plätze freigeräumt werden. Im Oktober 2001, nachdem in einem Volksentscheid die Münchner für den Bau des neuen Stadions gestimmt hatten, titelte das Blatt in seiner Münchner Ausgabe: „Riesensieg für Kaiser Franz.“ Er sei als erster so mutig gewesen, „öffentlich zu sagen: Das Olympiastadion taugt nicht mehr“. So kann man es natürlich auch ausdrücken. Tatsächlich hatte er gesagt, es werde sich doch ein Terrorist finden, der das Stadion in die Luft sprengt. (…) Beckenbauer hat die WM so wenig im Alleingang geholt wie Helmut Kohl die Mauer eigenhändig eingerissen hat.“
Ball und Buchstabe
Feiere dich selbst!
Sehr lesenswert! Christian Kamp (FAZ 24.6.) erforscht den Fan als sozialen Typ: „Das Spiel mit nationalen Motiven und Stereotypen dient weniger dem verbissenen Bekenntnis einzelner als vielmehr einem gemeinsamen Ziel: Mitglied der Spaßgesellschaft des Fußballs zu sein. Fußball-Literaten haben in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe von Archetypen beschrieben, die sich dem Phänomen Fußball ganz unterschiedlich annähern. Seien es die schwärmerischen Liebesbekundungen des Südamerikaners Eduardo Galeano, sei es der Brite Nick Hornby, der uns verschrobene Insel-Sonderlinge anbietet, die den Fußball todernst und sich selbst doch hoffnungslos ironisch nehmen. Solche Typen verschwinden in der Wirklichkeit zusehends und weichen einem Universalmodell, das sich vor allem durch eines auszeichnet: die Begeisterung am Fan-Sein. Ein Blick in die modernen Fußballtempel während der Partien der deutschen Elf genügt: Im Grunde sind es zwei Spiele, die man beobachten kann, eines auf dem Rasen und ein weiteres auf den Tribünen. Beide berühren sich, und natürlich verstärken sie sich in Momenten der Entscheidung gegenseitig. Aber das Gefühl verschwindet nicht, daß sich die Fans auch selbst genug sein könnten – etwa, wenn schon lange vor dem Anpfiff die Welle der Begeisterung ihre Runden dreht, ohne daß auf dem Platz etwas geschähe. Allerdings hat erst das (von sich selbst) begeisterte Publikum den Confederations Cup zu dem gemacht, was er bislang zu sein nur vorgab: eine Mini-WM als Fußballfest, das von den Akteuren ernst genommen wird und sich nun auch an seinem sportlichem Wert messen lassen kann. (…) Das Publikum hat seine eigenen Regeln aufgestellt, und Paragraph eins lautet: Feiere dich selbst!“
Am Grünen Tisch
Zugzwang
Mexikos Elf – Thomas Kistner (SZ 24.6.) nennt die Folgen des möglichen Dopings (das inzwischen vom mexikanischen Verband bestätigt ist): „Weil sich der Dopingvorwurf hartnäckig hält im Umfeld der Mexikaner und die Fifa so (vor-)eilig die Auffassung vertritt, es läge kein Doping vor, wächst noch eine andere Gefahr: Dass sich hier eine Abwehrmauer aus Funktionären mit verbandsübergreifendem Interesse bildet. Falls Mexiko mit positiv getesteten Spielern antrat, müsste dies ja den Ausschluss vom Turnier nach sich ziehen, womöglich gar den von der WM. Es wäre ein Verstoß des Verbandes, falls er vorm Brasilien-Spiel von Positivproben wusste. Den Confed-Cup aber würde ein Rauswurf Mexikos zur Farce machen – und die Fifa auch für 2006 in Zugzwang bringen. Sie müsste nun den Vertrag der Welt-Antidopingagentur Wada unterzeichnen, um nicht die WM zu gefährden. Dass die Bundesregierung der Fifa Steuerbefreiung gewährt für die WM, ist generös genug – eine Befreiung der WM von geltenden Dopinggesetzen, die Otto Schily persönlich mit auf den Weg brachte, wäre öffentlich nicht mehr durchsetzbar.“
Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen
Ulrike Spitz (FR 24.6.) hofft auf Klärung: „Es wäre nicht der erste Dopingfall, der nur durch die Recherche von Journalisten ans Licht der Öffentlichkeit gerät. Schon deshalb kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. (…) Gut, dass es mittlerweile die Wada gibt. Es ist sicher, dass diese Geschichte deren Vertreter aufschrecken wird. Es könnte viel Licht ins Dunkel bringen, dass sie sich nicht mit Beschimpfungen und Beteuerungen zufrieden geben werden, sondern wissen wollen, was wirklich hinter dieser überstürzten Heimreise steckt.“
Keine Position
Christof Kneer (SZ 24.6.) beschreibt seinen Traumberuf: „Fifa-Funktionär, das ist ein Beruf mit Zukunft! Der Fifa-Funktionär ist so etwas wie der Aufsichtsbeamte vom Mittwochslotto, nur ohne Mittwoch natürlich. Aber er ist auch schön angezogen, er sitzt auch viel rum, und manchmal kommt er auch im Fernsehen. Man ist praktisch der Chef vom ganzen Fußball, und trotzdem – und das ist das Tollste an dem Job! – darf man immer bequem die Position vertreten, keine Position zu haben. Ist die neue Abseits-Regelauslegung gut oder schlecht? Ach, sagt der Fifa-Sprecher, das ist reine Gewöhnungssache. Doping im mexikanischen Fußball? Ach, sagt der Fifa-Sprecher, da ist der mexikanische Verband in der Verantwortung. Der Streit um den Namenssponsor des Hamburger WM-Stadions? Ach, sagt der Fifa-Sprecher, da ist das WM-Organisationskomitee in der Pflicht. Wo man sich bewerben kann für diesen tollen Job? Am besten direkt bei der Fifa. Aber Vorsicht: Die hat dazu wahrscheinlich keine Position.“
WM 2006
Ein Dossier der Berliner Zeitung „Was kostet die Fußball-WM 2006?“
Nonchalant
Jens Weinreich verweist auf die Kosten der WM für den Steuerzahler und kritisiert Otto Schily und die Politik: „Am Beispiel der WM 2006 sieht man einmal mehr, wie nonchalant deutsche Politiker die berechtigten Interessen des Wahlvölkchens missachten – oder sollte man besser sagen: des mündigen Bürgers? Zu Anfang hieß es gar, die WM-Bewerbung koste den Steuerzahler keinen Pfennig. Wer sich nun erkundigt, wie viele Milliarden Euro dieses vierwöchige Turnier verschlingt, der wird – wie vor kurzem noch in Leipzig – gern der Miesmacherei und Verdrießlichkeit geziehen. Den Kollegen der FR antwortete Schily kürzlich auf eine einfache Frage (Wie hoch sind die Kosten, die auf Deutschland zukommen?) mit den üblichen Ausflüchten: „Zahlen zu nennen wäre spekulativ und nicht seriös. Aber der Gewinn, den wir aus der WM ziehen, ist mit Sicherheit bei weitem höher als alle Aufwendungen, die zu leisten sind.“ Spekulativ und nicht seriös? Vielleicht ist das die Frage. Zumal Schily & Co. täglich Jubelmeldungen verbreiten und sich des Daseins auf den Ehrentribünen erfreuen.“
Wunschdenken
Florian Treiss prüft schöne Zahlen: „„Wachstumspille Fußball“ und ähnlich heißen Überschriften der vergangenen Wochen. Etliche Zahlen kursieren: Eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 10 Milliarden Euro, also von 0,46 Prozent (Uni Bochum). Darin enthalten sind ein Konsumzuwachs von bis zu drei Milliarden Euro und ein Tourismusplus von einer Milliarde Euro (Postbank). Langfristig sollen bis zu 30 000 neue Arbeitsplätze (Bochum), kurzfristig bis zu 100 000 Jobs (Frick) entstehen. Wirtschaftswissenschaftler Bernd Frick von der Privat-Universität Witten/Herdecke hält sogar ein BIP-Zuwachs von bis zu 40 Milliarden langfristig durch die WM für möglich, wenn durch ein friedliches Fußballfest ausländische Investoren angelockt und die Lethargie im Land weggewischt würde. Allerdings gesteht er zugleich einen gehörigen Anteil „Wunschdenken“ ein. Insgesamt erscheint die Basis für all diese Kalkulation nicht sonderlich gefestigt, zudem widersprechen sich die Zahlen. So geht der nationale WM-Förderer Postbank nur von 10 000 nachhaltigen Arbeitsplätzen aus. Der Londoner Sportökonom Stefan Szymanski zweifelt alle optimistischen Berechnungen und auch die der konservativeren Studien an: „Es gibt keinerlei Beweise, dass derartige Events in der Vergangenheit irgendwo auf der Welt langfristige Effekte gehabt hätten.“ Die Ausrichtung von Großveranstaltungen habe wenig mit Wachstum und viel mit nationalem Prestige zu tun. (…) Ein Gewinner steht in jedem Fall schon fest: Die Fifa konnte durch Fernseh- und Sponsorenmittel gleich vier Jahresetats speisen.“
WM-Etat
Kosten für die Städte
„Die verdeckten belaufen sich Subventionen auf über eine Milliarde.“
Deutsche Elf
Gegen die Bedenken der bayerischen Lobby
Im europäischen Ausland ist nicht viel zu lesen über den Confederations Cup; eine Ausnahme ist die Analyse der Klinsmann-Reform von Luís Martin (El País 23.6.): „Am Tag seiner Ernennung als Bundestrainer haben sich die Türen in Deutschland geöffnet. Ein Jahr danach scheint die Sonne, und es riecht nach Sauberkeit. Nachdem er mit Bedenken aufgenommen wurde, vor allem seitens der bayerischen Lobby, hat er sich inzwischen durchgesetzt. Die Fans haben ihre Illusion wiedergewonnen. Bereits nach der ersten Phase des Confederations Cup hat die „Klini-Revolution“ gesiegt. Die Leute feiern auf der Straße, und an keinem Stammtisch wird opponiert oder widersprochen. (…) Trotz allen Schwierigkeiten hat er sich vor allem aufgrund der Sympathie durchgesetzt, die er seit seiner Zeit als Spieler genießt.“
Donnerstag, 23. Juni 2005
Confed-Cup
Mehr Höflichkeit ist nicht möglich
Christian Zaschke (SZ 23.6.) ist eingenommen von der Argentiniern – auf und neben dem Spielfeld: „Verglichen mit den aktuellen argentinischen Nationalspielern muss man sich einen englischen Gentleman als ungehobelten Klotz vorstellen. Das Land muss seine höflichsten Bürger zu Fußballern ausgebildet haben, anders ist das Auftreten der Mannschaft kaum zu erklären. Zuvorkommend, geduldig und immer mit einem freundlichen Wort für den Gegner waren die Argentinier auch am Dienstagabend unterwegs. Als Meister der Höflichkeit erwies sich Juan Riquelme, der bester Mann auf dem Platz gewesen war. Der Argentinier sagte: „Deutschland ist eine großartige Mannschaft, die auf den Platz geht und weiß, was zu tun ist. Deshalb sind wir sehr stolz, dass wir gegen sie ein gutes Spiel abgeliefert haben.“ Solche Worte von einem der besten Mittelfeldspieler der Welt, von einem, der auf den Platz geht und tatsächlich weiß, was zu tun ist – mehr Höflichkeit ist nicht möglich. (…) Das vielleicht Interessanteste an den Lobeshymnen auf die Deutschen ist jedoch: Man streiche in ihnen das Wort Deutschland und ersetze es durch Argentinien, und alle Sätze bleiben wahr. Die Argentinier verfügen über eine junge Mannschaft, die sich um ihr Zentrum Riquelme organisiert. Sie ist physisch und taktisch stark, vor allen Dingen ist sie noch längst nicht ausgereift.“
Vorbild sein
Die Pekerman-Schule, im PISA-Test des Fußballs ganz weit vorne – eine sehr lesenswerte Evaluation von Ruedi Leuthold (Zeit 23.6.): „Pekerman hat den Argentiniern eine neue Spielkultur beigebracht. Bescheidenheit und Solidarität statt dreckigen Spiels und übersteigerten Machogehabes. Mit diesen Tugenden kommen die Argentinier den Brasilianern im ewigen Nachbarstreit um die regionale Vormachtstellung wieder sehr nahe. Er versucht, die Tugenden der beiden großen und verfeindeten argentinischen WM-Trainer zu versöhnen: den ästhetischen Fußball des Cesar Menotti, den kämpferischen Fleißfußball von Carlos Bilardo. (…) Neulich traf die gute Gruppe auf die brasilianische Nationalmannschaft. Die Argentinier legten los wie unter Strom, in der Pause führten sie mit 3:0, und in Brasilien gestand Staatspräsident Lula wenig später: Das war meine schlimmste Stunde. Er sagte das in einem Moment, als in der Hauptstadt Brasília ein Korruptionsskandal ausgebrochen war, der seine eigene Partei betraf und seine Regierung bedrohte. Was ihn aber tatsächlich beunruhigte, war der Erfolg des traditionellen Rivalen um die lokale Vorherrschaft. Natürlich weiß er auch, dass Fußballspiele mehr bedeuten als sportliches Glück. Argentinien, gebeutelt von einer schweren Wirtschafskrise, Folge von Schuldenwirtschaft und Korruption, ist dabei, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Und wie schon zu Zeiten des Niedergangs, als Maradona mit seinen Drogenskandalen die moralische Krise des Landes verkörperte, spiegelt der Fußball den Zeitenwechsel. In der südamerikanischen WM-Qualifikation spielte und gewann Pekerman manchmal mit völlig verschiedenen Teams. Jeder Spieler weiß, worum es geht. Erstens: Fußball spielen. Zweitens: Vorbild sein in einem Land, das nach einer schweren Krise das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnen will. Brasilien ist gewarnt.“
FR-Bericht Tunesien-Australien (2:0)
FAZ-Bericht Tunesien-Australien (2:0)
Ball und Buchstabe
Lernender
Rechte Maustaste, einfacher Klick, Verknüpfung im neuen Fenster öffnen (oder so) – Stefan Hermanns & Michael Rosentritt (Tsp 23.6.): „Gerald Asamoah hat noch einige Probleme mit den modernen Zeiten. Zumindest wird diese Version weiterhin in der Öffentlichkeit verbreitet, und niemand weiß genau, ob das nicht vielleicht längst ein bisschen Folklore ist. Oliver Bierhoff jedenfalls hat erst am Mittwoch ausführlich über die technischen Neuerungen bei der Nationalmannschaft berichtet: dass die Anweisungen und Mitteilungen des Trainerstabes inzwischen per E-Mail bei den Nationalspielern eingehen, dass es einige Profis gibt, die sehr gewandt mit den neuen Möglichkeiten umgehen – und dass Asamoah immer noch ein Lernender ist: „Der muss gelegentlich seine Freundin hinzuziehen, um den Anhang zu öffnen“.“
of: Wenn Nationalspieler sich dieselben E-Mails senden wie alle anderen Fußballer dieser Welt, sind die Anhänge, nach meiner Erfahrung, weniger für Asamoahs Freundin gedacht und geeignet.
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