indirekter freistoss

Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Köppel übernimmt eine Mannschaft ohne Struktur

Richard Leipold (FAZ 20.4.) beleuchtet die Aufgabe Horst Köppels: „Köppel scheint vor allem als Therapeut gefordert. Auf ihm ruht nicht nur die Hoffnung irgendwelcher Profis, die das Wirken Advocaats als sportliche Leidenszeit aufgefaßt haben. Köppel verkörpert in diesen Tagen die Sehnsucht eines ganzen Vereins. Er steht für die Befreiung von der Diktatur des „kleinen Generals“. […]

Selten hat sich ein Verein einem Trainer derart ausgeliefert

Klaus Hoeltzenbein (SZ 19.4.) hält die Trennung von Advocaat und Borussia Mönchengladbach für überfällig: „Dick Advocaat geht, aber es wird für immer etwas von ihm bleiben: den deutschen Rekord in Personal-Entscheidungen, den hat der Niederländer sicher. Da kommt kein Konzernvorstand und kein Mittelständler mehr hinterher, in nur 167 Tagen hat nie zuvor ein Leitender Angestellter […]

Im Alltag genügen viel zu oft durchschnittliche Leistungen

Von wegen Glück – Michael Horeni (FAZ 18.4.) erklärt den Erfolg Bayern Münchens: „Die Kategorien Glück und Pech, die Schalke bei seinem verlorenen Titelendspurt 2001 schon zur Genüge strapazierte (das reicht für ein ganzes Fan-Leben), taugten in dieser Spielzeit keineswegs für einen Vergleich mit dem FC Bayern. In wenigen Sekunden verdichtete sich im Fernvergleich vielmehr […]

Loserfußball erster Güte

Matti Lieske (taz 16.4.) rückt das Lob für Bayern München zurecht: „Immer wieder wurde die Feldüberlegenheit der Bayern erwähnt, wurden ihre Torchancen aufgezählt, die man eben nur hätte nutzen müssen, dann wäre alles anders gekommen. Nichts könnte der Wahrheit ferner sein. In Wirklichkeit hat Bayern München, auf Champions-League-Niveau übertragen, gespielt wie ein Absteiger: Eine Zeit […]

Eigengewächse

Daniel Theweleit (SpOn 11.4.) verweist auf das Modell Stuttgart: „Erwin Staudt bringt ungewöhnliche Methoden in die Fußballwelt. Seit er da ist, wird in Stuttgart mit „Balanced Score Cards“ gearbeitet, die der Wirtschaftsmann mit den Karten beim Minigolf vergleicht. „In der einen Spalte steht die Zahl der Hindernisse, in der anderen, wie viele Schläge man gebraucht […]

Die größte Leistung

Peter Penders (FAZ 11.4.) lenkt den Blick auf Bert van Marwijk: „Bei allem Respekt – selbst wenn Felix Magath mit den Bayern noch die Champions League gewinnt, selbst wenn Ralf Rangnick mit Schalke den Titel holt, oder wenn Jürgen Klopp und Uwe Rapolder mit Mainz und Bielefeld die Klasse halten: Vielleicht hat ihr Dortmunder Trainerkollege […]

Die eigene Mannschaft stärken, die Konkurrenz schwächen

Richard Leipold (Tsp 9.4.) blickt auf das Schalker Spiel in Stuttgart: „Die Begegnung mit dem VfB ist auch ein Spiel um Kevin Kuranyi. Es ist kein Geheimnis, dass dessen Vertrag eine Klausel enthält, die ihm einen Wechsel erlaubt, wenn der VfB nicht mindestens Zweiter wird. Für Rudi Assauer wäre eine Verpflichtung nicht nur die Gelegenheit, […]

Überraschend und überzeugend

Frank Hellmann (FR 7.4.) kommentiert den Ausstieg Kurt Jaras: „So überraschend der Zeitpunkt der Trennung wirkt, so überzeugend scheint er aus Jaras Sicht gewählt: Denn der Tag wäre nächste Spielzeit gewiss gekommen, und er wäre von erzürnten roten Teufeln mit Schimpf und Schande vom Berg gejagt worden.“ Axel Kintzinger (FTD 7.4.) kann Jaras Entscheidung nachempfinden […]

Verkennung der Fakten

Azouagh-Transfer – Rudi Assauer lehnt den Schlichtungsvorschlag der DFL ab; Frank Hellmann (FR 5.4.) kann es nicht begreifen: „Es hat allen Anschein, als hätte sich Schalkes Boss mit der endgültigen Ablehnung der gütlichen Einigung in die Bredouille gebracht. Denn dass unabhängige Justiziare zu einem anderen Schluss kommen, als der mit allen juristischen Wassern des Fußball-Geschäfts […]

Sympathieverlierer und Gernegroß

Gerd Schneider (FAZ 4.4.) kommentiert den 27. Spieltag – mit Blick auf Stuttgart und Wolfsburg: „Matthias Sammer hat den einst „jungen Wilden“ mit preußischer Gründlichkeit die Flausen und den Spieltrieb ausgetrieben. Jetzt verhindert der VfB erfolgreich mit System. Aber mit Schönheit und Faszination hat der neue Stuttgarter Stil nichts mehr zu tun. Sammer gewinnt Punkte […]

Wenn wir gute Fans haben, werden sie nicht daran denken, wer auf der Trainerbank sitzt

„Aufwand und Ertrag stehen in Mönchengladbach in einem Missverhältnis“, stellt Richard Leipold (FAZ 2.4.) fest: „Neues Stadion, neuer Trainer, neue Profis, neues Glück: Diese Gleichung hat zu viele Unbekannte, um aufzugehen. (…) Falls gegen Bochum der Befreiungsschlag gelingt, drängt Mönchengladbach mit Macht ins Mittelmaß. Wenn nicht, heißt es vermutlich: Kleiner General, was nun? Dick Advocaat […]

Egoismus und Selbstüberschätzung

Javier Cáceres & Jörg Marwedel (SZ 1.4.) beschreiben das schwierige Innenleben des VfL Wolfsburg: „Die Misserfolgsserie des Teams hat schonungslos offengelegt, was der neue Geschäftsführer Thomas Strunz vor seinem Amtsantritt im Januar bereits „gedacht, geahnt, gesehen“ haben will. Nun benennt der frühere Bayern-Profi das Übel, das er anfangs mit intensiven Gesprächen und gewagten Zielvorgaben („Wir […]

« jüngere Beiträgeältere Beiträge »
  • Quellen

  • Blogroll

  • Kategorien

  • Ballschrank

116 queries. 0,774 seconds.