indirekter freistoss

Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Mittwoch, 23. März 2005

Deutsche Elf

Keine Theorie ohne Praxis, aber auch keine Praxis ohne Überhöhung

Christoph Biermann (SZ 23.3.) exzerpiert aktuelle Nationalmannschaftslyrik: „Im großen Kreis sollten alle die Botschaft des Bundestrainers hören und fortan in sich tragen. „Es ging viel um Philosophie“, erklärte Klinsmann, ums große Ganze also. Wobei sich niemand sorgen muss, dass er seine Nationalkicker mit Platons Höhlengleichnis, der Seinhaftigkeit des Seins nach Heidegger oder sonstigen Philosophieschulungen belästigt hat. Im Grunde erlebten die Spieler über den Dächern von Frankfurt die ideologische Grundaufrüstung für die kommenden 15 Monate. „Mehr informativ als interaktiv“, so Klinsmann, vermittelt er ihnen, worauf es auf dem Weg bis zur Weltmeisterschaft ankommen wird. Mit Powerpoint und Videoeinspielungen sollten sie sich auf das große Ziel einstimmen, das bekanntlich Gewinn des WM-Titels im eigenen Land heißt. „Die Grundbotschaft war: Wir haben euch die Türe aufgemacht, aber ihr müsst selbst hindurchgehen, die Initialzündung muss von den Spielern selbst kommen.“ (…) In der Ära Klinsmann gilt: keine Theorie ohne Praxis, aber auch keine Praxis ohne Überhöhung.“

Den Der-wo-Relativsatz wieder eingeführt

Früher gab’s Prosa, mit Markus Babbel kehrt sie zurück – Stefan Hermanns (Tsp 23.3.): „Es ist nicht zu klären, ob die Eigenheiten in der Ausdrucksweise von Markus Babbel bereits auf die Einflüsse seiner neuen, schwäbischen Heimat zurückzuführen sind oder ob es sich um eine Ehrbezeugung an den Bundestrainer handelt. Babbel hat den Der-wo-Relativsatz wieder in die Nationalmannschaft eingeführt, eine Spezialität des Schwaben Klinsmann, der wo früher auch immer so geredet hat. Jetzt spricht Babbel von „diesem Respekt, den wo die anderen vor uns haben“ oder von „dem einzigen Fehler, den wo ich gemacht habe“ und meint damit, dass er sich im Frühjahr 2000 wider besseres Wissen hat überreden lassen, bei der Europameisterschaft zu spielen. Die EM endete genau so, wie Babbel es befürchtet hatte: in einem Desaster.“

Der Anfang einer unglaublichen Geschichte?

Michael Horeni (FAZ 23.3.) erstaunt Babbels Rückkher: “Als der Bundestrainer vor einigen Wochen Markus Babbel anrief, war das die allergrößte Überraschung in Klinsmanns Amtszeit. Einen Spieler mit 32 Jahren zurück in die Nationalmannschaft zu holen und ihm Hoffnungen zu machen, bei der Weltmeisterschaft mit fast 34 dabeizusein – das klang wie ein Scherz für die versteckte Kamera. Tatsächlich könnte es der Anfang einer unglaublichen Geschichte in der Nationalmannschaft sein.“

Sehr sehenswert! faz.net: Bildstrecke der Nationalelf beim Fitness-Test (die schönsten sind von Oliver Kahn)

Dienstag, 22. März 2005

Interview

Ich habe gelernt, dass man jedes Problem sofort energisch ansprechen und entscheiden muss

Joachim Löw mit Jan Christian Müller (FR 22.3.)
FR: Das Führungsteam der Nationalmannschaft besteht aus alten Kumpeln. Jürgen Klinsmann hat mit Köpke und Oliver Bierhoff in der Europameistermannschaft 1996 gestanden, wie auch Dieter Eilts. Fehlt es da unter Freunden nicht auch mal am Reizklima?
JL: Wir sind weit entfernt von Kumpanei. Wir verstehen uns als Team. Unser Ziel ist es immer: Wie können wir die Mannschaft oder einzelne Spieler weiter entwickeln? Wie schaffen wir es, erfolgreich zu sein? Dass wir uns auch menschlich gut verstehen, ist sicher ein Vorteil. Deshalb können wir viel leichter kontrovers diskutieren. Es spricht für einen Chef wie Klinsmann, der andere Meinungen zulässt und teamfähig ist. Das ist seine große Stärke.
FR: Sie selbst galten einst als der „nette Herr Löw“. Jetzt hat man eher den Eindruck, der Löw arbeitet sehr zielorientiert, strategisch und formuliert glasklar seine Ziele. Haben Sie sich verändert?
JL: Ich bin schon, ehe ich mein erstes Training geleitet habe, in eine Schublade hineingesteckt worden. Aber ich muss auch einräumen, dass ich im Lauf der Jahre dazugelernt habe. (…) Es spricht nichts dagegen, wenn du im Umgang nett und höflich bist. Nett und konsequent, ja, das bin ich. Das habe ich auch früher immer versucht zu sein. Natürlich habe ich am Anfang, als ich in Stuttgart als Trainer ins kalte Wasser geworfen wurde, gewisse Tendenzen zu spät erkannt und auch nicht immer konsequent gehandelt. Ich habe gelernt, dass man jedes Problem, etwa Konflikte zwischen zwei Spielern, sofort energisch ansprechen und entscheiden muss. Aber ich habe deshalb meine Persönlichkeit nicht verändert.
FR: Sie planen derzeit eine Film-Dokumentation über die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf die WM. Sogar in den intimsten Bereich, die Kabine, wollen Sie das Film-Team hineinlassen. Fürchten Sie nicht, dass Fußballprofis, die doch in diesen Dingen eher konservativ sind, damit nicht umgehen können?
JL: Wir haben den Film des französischen Nationalteams zur Vorbereitung auf die WM in Frankreich gesehen, auch die eindrucksvolle Dokumentation über die Tour de France. Dabei sind wir zu der Erkenntnis gekommen: Es wäre für uns eine tolle Geschichte, unseren Weg ähnlich zu dokumentieren. Es war aber von Anfang an klar: Wir müssen die Mannschaft mit einbeziehen. Wir müssen sie fragen: Fühlt ihr euch wohl, wenn ein Kamerateam auch mal in der Kabine oder bei einer Mannschaftsbesprechung dabei ist? Wir werden darüber jetzt sprechen und dann eine Entscheidung treffen.

Internationaler Fußball

Lücke zwischen hohen Ansprüchen und ernüchternder Realität

Marc Lehmann (NZZ 22.3.) kommentiert den Konkurs von Bohemians Prag: „Das Schicksal des im 10. Prager Stadtbezirk beheimateten Klubs, der sich früher der kommunistischen Oberaufsicht einigermassen entziehen konnte und deshalb in weiten Teilen der Bevölkerung beliebt ist, markiert den vorläufigen Höhepunkt einer unrühmlichen Entwicklung in der tschechischen Liga. Wie in vielen Ländern mit vergleichbarer Grösse, klafft im Klubfussball eine Lücke zwischen hohen Ansprüchen und ernüchternder Realität. Zwar füttern die tschechischen Klubs mit erstaunlicher Regelmässigkeit die finanzkräftigen europäischen Ligen mit immer neuen Talenten, die sich dann oft zu Leistungsträgern entwickeln. Und dank Sparta Prag hat sich in den letzten Jahren auch fast immer ein Vertreter aus Tschechien für die Champions League qualifiziert – doch hinter der dünnen Spitze tut sich der Abgrund auf. Es fehlt das Geld, um die auf 16 Teams aufgeblähte Extraliga zu finanzieren. (…) Schliesslich das Übel der Korruption: Lange bevor sich die Fussballwelt über den Schiedsrichter-Skandal in Deutschland empört hat, ist in Tschechien im vergangenen Jahr durch polizeilich abgehörte Telefongespräche eine ähnliche Affäre publik geworden, die bis heute weder geklärt noch in ihrem ganzen Umfang bekannt ist.“

Stoisch und professionell

Ajax Amsterdam verliert 0:4 gegen PSV Eindhoven; Bertram Job (SZ 21.3.) erklärt das Zustandekommen: „Strategische Disziplin heißt die Tugend, die Trainer Guus Hiddink seinem multikulturellen Ensemble mit sanfter, aber entschlossener Autorität vermittelt hat. So stoisch wie professionell scheinen sich auch die übrigen Führungspersonen des amtierenden Meisters geräuschlos auf die gemeinsamen Ziele zu konzentrieren. (…) Von solcher Geradlinigkeit war man in Amsterdam zuletzt ein gutes Stück entfernt. Technisch gefällig, aber ohne letzte Leidenschaft hakte die junge Ajax-Elf vor der synthetisch wirkenden Kulisse der heimischen Mehrzweck-Arena ihre Pflichtsiege ab.“

NZZ: Coach Lippis schwierige Aufgabe – auf der Suche nach einer Squadra Azzurra

Confed-Cup

In Schalkes Schublade aber sähe man lieber den Schnee von gestern

Der Streit zwischen Rudi Assauer und Mainz 05 – ein Strategiefehler, findet Klaus Hoeltzenbein (SZ 22.3.): „Assauer hat sein Team einer hoch emotionalisierten Atmosphäre ausgesetzt, in der es prompt die Tabellenführung verlor, womöglich aber noch viel mehr: nämlich das Vertrauen in die taktischen Fähigkeiten ihres Managers. Der stellt eine Privatfehde über das Schicksal des Vereins. Meister werden will der Klub, erstmals seit 1958, und ein Doppelsieg über den FC Bayern war bereits gelungen. Der größte Kraftakt? Mitnichten, wer rechnet schon damit, dass der eigene Chef in die Parade grätscht? (…) Jüngst, zum Schiedsrichter-Skandal, ist Assauer ein treffender, wenn auch nicht stubenreiner Spruch eingefallen: „Schmilzt der Schnee, sieht man die Kacke.“ Der Winter ist vorbei, in Schalkes Schublade aber sähe man lieber den Schnee von gestern.“

Imagevorsprung verspielt

Daniel Theweleit (FTD 22.3.) ergänzt: „Dabei hatte Assauer noch jüngst voller weiser Besonnenheit alle Provokationen aus München vom Hauptkonkurrenten um die Meisterschaft pariert. Jetzt wirkt er nicht mehr souverän und auch ein wenig unseriös mit seinen altmodischen Managermethoden. Schalke gilt als hoch attraktiver Klub, bei dem Spieler wie Fabian Ernst gar eine bessere sportliche Perspektive wähnen als bei Bayern. Jetzt scheint der Manager diesen Imagevorsprung ziemlich leichtfertig zu verspielen. Denn es ist relativ klar, das Schalke etwas zu voreilig eine Bescheinigung über die sportliche Tauglichkeit von Azaouagh unterzeichnet hat.“

Keinerlei Strategie

Peter Unfried (SpOn 21.3.) empfiehlt Assauer Fortbildung: „Assauer hatte im ZDF-Sport-Studio Gelegenheit, Psychopunkte zu sammeln. Allerdings ist es seit einiger Zeit so, dass Assauers starke TV-Auftritte sich allenfalls in der Bierwerbung vollziehen – wenn überhaupt. Mal ganz abgesehen von der Kontroverse um eine verweigerte Ablösesumme: Es sieht aus, als könnte Assauer dringend einen spin doctor oder eine Medienberatung gebrauchen. Was der Schalke-Manager vor Moderator Michael Steinbrecher müde rauspresste („Am Ende wird abgerechnet“, „Durch dumme Sprüche ist noch keiner Meister geworden“) ließ im Gegensatz zu Rummenigge keinerlei Strategie erkennen.“

Auflösung der Rubriknamensgebung durch die Leser

Das hat Spaß gemacht, ich habe so viele E-Mails erhalten, dass ich gar nicht alle beantworten konnte. Daher hier ein Dank an alle Absender für Ihre Engagement und Ihre Kreativität: Gewonnen hat, so entscheidet die freistoss-Jury: „Am grünen Tisch“, diese Entscheidung muss man wohl nicht erläutern. Unter den etwa hundert Nennungen (nur zu: „Grüner Tisch“ oder „Am grünen Tisch“) haben wir einen Sieger gelost: Markus Mehr aus Bern.

Weitere Namensvorschläge, die zum Teil ausführlich begründet wurden:

VIP-Tribüne
Vereinsmeier
Vereinskneipe
Havelounge (sehr findig)
Sesselfurz (na, na, na!)
Seitenlinie
Tatsachenentscheidung
Rasenschach
Heilige Dreifaltigkeit/Göttliche Dreifaltigkeit/Dreifaltigkeit (entspreche Fifa, Uefa, DFB)
Verbandskasten
Schlammschlacht
Rudelbildung
Gipfeltreffen
Netzwerk
Abseits
Entmüdungsbecken (?)
Kunstrasen
Thekenmannschaft
die Kiste sauber halten
Leistungszentrum

Den größten Begründungsaufwand leistet Ulrich Breusing aus Hannover:

„Hallo Herr Fritsch, als neuen Rubrik-Namen für Verbandspolitik schlage ich vor: Seitenwahl. Analogien zur Verbandspolitik sind:

eher mittelbarer Einfluss auf das Spiel
klare Erwartung der Beobachter an die Handlungen der Beteiligten
Bekenntnis zur eigenen Seite / Partei
ritualisierte Wahlen – meist ohne echte Wirkung
jede Partei/Mannschaft geht unabhängig vom Ergebnis als Sieger aus der Wahl hervor
sobald das Spiel angepfiffen ist, interessiert sich keiner mehr dafür.

Daneben hat der Begriff in Bezug auf das Internet Sinn.“

Stimmt! Mal sehen, wie wir ihn verwerten…

Ball und Buchstabe

Respektlosigkeit

Hans Werner Kilz (SZ/Medien 22.3.) schaut Fußball im Fernsehen und fasst sich, wie wir alle, an den Kopf: „Es ist eine Unart gedankenloser Fernsehreporter, den Fußballklub Mainz 05 immer wieder „Karnevalsverein“ zu nennen. Das ist sachlich völlig falsch und beleidigt jeden Rheinhessen, ob mit oder ohne Humor. Die Zeit, in der Büttenredner in Mundart und Versform sich oder andere lächerlich machen, heißt in Mainz Fassenacht und nicht Karneval. Meine Herren Fußball-Reporter von Premiere, WDR oder NDR, jetzt mal aufgepasst! Humor ist in ästhetischer Hinsicht die höchste Form des Komischen. Wäre es da nicht passender, Schalke 04 oder Borussia Dortmund als „Karnevalsverein“ vorzustellen, zumal die beiden seit Jahren fröhlich und unbeschwert viel mehr Geld ausgeben als sie einnehmen? Oder die Werksmannschaft des VfL Wolfsburg, die auf dem Fußballplatz eine Arbeitsmoral zeigt, bei der sich jeder zahlende VW-Arbeiter verhöhnt vorkommen muss? Also, „Karnevalsverein“ reizt nicht den Lachmuskel, diese Respektlosigkeit jagt mich aus dem Programm.“

Unterhaus

Aus Bauchmenschen sind Kopfmensch geworden

Ronny Blaschke (BLZ 22.3.) schildert Dresdner Wandlungen: „Der besonnene Franke Christoph Franke hat die Zicke gezähmt, der Abstieg ist kein Thema mehr, und die einst mächtige Opposition ist nur noch ein Oppositiönchen. Vielleicht hat es Franke deshalb länger ausgehalten als seine 15 Vorgänger seit der Wende, nämlich fast vier Jahre. Doch Dynamo wäre nicht Dynamo, wenn ein zaghafter Aufschwung nicht Anlass zum Schwärmen geben würde. 2006, so träumen die Entscheidungsträger, sollen die Dresdner in die Bundesliga zurückkehren, elf Jahre nach dem Zwangsabstieg. (…) Auch das ist eine Dresdner Revolution: Schuldenberg schrumpft, Professionalität wächst. Aus Bauchmenschen sind Kopfmenschen geworden.“

Bundesliga

Nicht ganz ernst genommen

Michael Eder (FAZ 22.3.) sucht die Ursache für die Schalker Niederlage: „Was immer die Schalker an Erklärungen für die Niederlage boten – den schlechten Platz, die verschlafene erste Minute, ein paar vergebene Chancen –, die Wahrheit wird sein: Sie hatten die Mainzer unterschätzt, nicht ganz ernst genommen, wollten im Stile einer Spitzenmannschaft locker beeindrucken, kamen damit gegen die Mainzer Kampfstärke aber viel zu lange nicht ins Spiel.“

NZZ: Schalke hat begonnen, die Nerven zu verlieren – und das in mehrerlei Hinsicht

SZ: Die Schalker Niederlage wird vom Transferstreit um Mimoun Azaouagh überlagert

Spiegelbild der Saison

Christoph Kieslich (FAZ 22.3.) berichtet vom 1:0 der Stuttgarter gegen Freiburg: „Ein trauriges baden-württembergisches Derby. Trist, weil die Schwaben spielerisch nicht viel zustande brachten, traurig auch, weil die Badener außer einem Pfostenschuß – und der stammte noch vom Stuttgarter Zivkovic – rein gar nichts aufs VfB-Tor brachten. So nimmt der unvermeidliche Abstieg der Freiburger seinen Lauf. Volker Finke, der momentan die wildesten Geschichten über seine angebliche Schreckensherrschaft wegzustecken versucht, sah im Spielverlauf und dem individuellen Aussetzer beim Gegentor mal wieder ein Spiegelbild der Saison. (…) Ein Alibi für die dürftige Leistung wird in den kommenden Tagen beseitigt werden: Die Ackerfurche im Daimler-Stadion, auch Spielfeld genannt, wird durch einen neuen Rasen ersetzt.“

„Der VfB Stuttgart spielt hässlicher und erfolgreicher, seit Sammer das System umstellte“, bedauert Oliver Trust (SZ 22.3.): „Die Zuschauer erweckten den Eindruck, als ertrügen sie die Vorstellungen nur mit viel Mühe, was sich in Pfiffen ausdrückte. Die allenfalls verhalten auftretende Freude hat vor allem zwei Gründe. Zum einen den erbärmlichen Rasen und zum anderen das defensive System, mit dem Sammer ins internationale Geschäft strebt.“

Montag, 21. März 2005

Allgemein

Vom Versager zum Hoffnungsträger, vom Verteidiger zum Stürmer

Richard Leipold (FAZ 21.3.) freut sich zurückblickend mit Edu über zwei Tore: „Bochum führte gegen Lüttich 1:0, das Weiterkommen schien sicher. Doch in der Nachspielzeit trat Edu im eigenen Strafraum über den Ball, die Belgier erzielten den Ausgleich, und Fußball-Bochum versank in Tränen. Sosehr Edu sich im Training seitdem anstrengte – Neururer konnte ihn nicht mehr aufstellen, schon gar nicht im eigenen Stadion. Edu war nicht mehr salonfähig. Ein derart grober Fehler unterlaufe fast jedem Profi irgendwann, sagt er. „Mein Pech war, daß es mir am Anfang meiner Karriere passiert ist, ohne daß ich vorher durch gute Leistungen eine vergleichbare Aufmerksamkeit erreichen konnte.“ (…) Vom Versager zum Hoffnungsträger, vom Verteidiger zum Stürmer: Die Metamorphose des Eduardo Goncalves gehört zu den Rätseln des Fußballgeschäfts. Weisheiten aus dem Lehrbuch vermögen den Aufstieg dieses Gestrandeten nicht zu erklären.“

Interview

Wo Kommissionsmitglieder schon rennen, wenn er unten am Eingang ankommt

Theo Zwanziger mit Michael Ashelm (FAS 20.3.)
FAS: Der DFB ist zuletzt kräftig aufgemischt worden. Doch plötzlich sind äußert selbstbewußte Töne zu hören – die Flucht nach vorne?
TZ: Wir lassen uns nicht daran hindern, unsere Arbeit zu machen.
FAS: Der DFB dreht am großen Rad, will Franz Beckenbauer zum Präsidenten der Uefa machen und mit einer eigenen Sportwette das staatliche Monopol brechen.
TZ: Ich fange nicht an, mich zu verstecken und politisch zu taktieren. Ich war zwar mal politisch tätig, aber ich bin kein Politiker. (…) Beckenbauer in der Uefa verankert – das ist eine riesige Chance. Dabei geht es gar nicht so um den Franz, sondern den Einfluß unserer Kultur im Fußball. Ohne Überheblichkeit, ich weiß, daß wir Deutschen etwas einbringen können – die wichtige Balance zwischen professionellem Fußballgeschäft und dem ausgeprägten ehrenamtlichen Vereinsleben an der Amateurbasis.
FAS: Eigentlich geht es doch um Macht. Welche deutschen Themen wollen Sie über einen Uefa-Präsidenten durchsetzen?
TZ: Wir müssen darauf achten, daß es nach der WM für den deutschen Fußball attraktive weitergeht. Denn Deutschland wird für die Fifa nach der WM nicht mehr so bedeutend sein wie im Moment. Dann spielt für uns die Uefa eine herausragende Rolle. Ein Franz Beckenbauer könnte sich in der EU politisch darstellen. Er verfügt in der Politik über großes Ansehen. Und in der Zukunft müssen wir noch mehr mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten – zum Beispiel bei den Themen Sportwetten und der Finanzierung des Sports. Das sind keine deutschen Themen mehr. Dort brauchen wir einen Mann, der die Türen öffnet, wo Kommissionsmitglieder schon rennen, wenn er unten am Eingang ankommt. (…)
FAS: Hat Gerhard Mayer-Vorfelder deutsche Interessen auf internationaler Ebene vernachlässigt?
TZ: Ich glaube, nicht unbedingt.

Ball und Buchstabe

Auf Schalker Seite wurde erstaunlich unprofessionell verhandelt

Kommt es zum Prozess zwischen Schalke und Mainz? Michael Eder (FAZ 21.3.) sortiert Chancen und Argumente: „Die Schalker Position ist schwach. Die Vertragsinhalte sind eindeutig. Assauer kann sich nur auf angebliche mündliche Nebenabreden („Ehrenwort“) berufen, daß im Falle einer länger andauernden Verletzung noch einmal nachverhandelt werde. Heidel bestreitet solche Verabredungen und verweist auf den Vertrag. Der spricht eine deutliche Sprache – und auch dafür, daß auf Schalker Seite erstaunlich unprofessionell verhandelt wurde. Heidel hatte den Kontrakt ausgearbeitet und war am Ende selbst überrascht, daß Schalke nur zwei unbedeutende Korrekturen verlangte. In Mainz vermutet man, daß in Schalke angesichts der Diskussion über gewagte Finanzpraktiken und hohe Schulden die Frage aktuell geworden sei, warum man für einen verletzten Spieler in der Winterpause einen Haufen Geld bezahlt, wenn man ihn nach der Saison gesund und wahrscheinlich ablösefrei hätte haben können.“

Michael Ashelm (FAZ 21.3.) kommentiert den Wunsch Theo Zwanzigers nach der Beckenbauer-Kandidatur: „Der DFB sieht mit einem Präsidenten Beckenbauer die große Chance, eigene Interessen wieder besser durchsetzen zu können. Daran hatte es in den vergangenen Jahren gemangelt. Die Nominierung Deutschlands als WM-Standort für 2006, die vor allem dem Bemühen Beckenbauers zu verdanken war, galt als letzter großer Höhepunkt. Gerade Gerhard Mayer-Vorfelder ist oft vorgeworfen worden, als Vorstandsmitglied der Uefa und Fifa nicht immer deutsche Interessen mit aller Vehemenz vertreten zu haben.“

Hast du einen Firlefranz, schick ihn weit weg, gar und ganz

Ist Beckenbauer alt genug, Bernd Müllender (FTD 21.3.)? „Franz Beckenbauer wird in diesem Jahr 60. Nun weiß man, dass dieses Alter unter Funktionären kaum Volljährigkeit ist. Und so erklärt sich auch die letzte Motivationsfrage dieser Tage: Warum will der DFB das Giesinger Meinungschamäleon so plötzlich und offensiv auf den Uefa-Chefsessel wegloben? In der Politik gilt: Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa. Wir sind solidarisch mit dem DFB: Hast du einen Firlefranz, schick ihn weit weg, gar und ganz.“

Unterhaus

Hauptrolle im Osten

Ulrich Hartmann (SZ 21.3.) lenkt die Aufmerksamkeit auf Aue: „Der FC Erzgebirge, 1992 aus dem DDR-Traditionsklub Wismut Aue hervorgegangen, ist auf dem besten Weg, zweitstärkste Fußballkraft im Osten zu werden. Wenn Hansa Rostock aus der Bundesliga absteigen sollte, wären die fünf jüngsten deutschen Bundesländer in der höchsten Spielklasse nicht mehr vertreten. Zum ersten Mal. In der Zweiten Liga tummeln sich derzeit vier Ostklubs. Am wenigsten hatte man Aue die Hauptrolle zugetraut. (…) In Duisburg konnten die Auer spielerisch zwar nie mit dem besser besetzten MSV mithalten, sie hatten durch glänzend vorgetragene Konter aber gute Chancen und gingen durch ein Tor in Führung, das in die Champions League gepasst hätte. Mit einem Lupfer über seinen Gegenspieler und einer anschließenden Direktabnahme sorgte Sebastian Helbig für Erstaunen.“

of: „Für Erstaunen gesorgt“ ist untertrieben. Helbigs Tor ist wohl das beste und schönste, was in den letzten Jahren auf deutschen Fußballplätzen erzielt worden ist.

Bundesliga

Radikalpädagogik aus der Vor-Lattek-Zeit

Klaus Hoeltzenbein (SZ 21.3.) empfiehlt, recht klar, Dick Advocaats Entlassung: „Sie machen es sich oft sehr einfach, die Leitenden Angestellten. Während Ralf Rangnick oder Thomas Doll vorführten, welche Energien ein Trainer mit einer Mischung aus Humanität und Härte wecken kann, setzen die Borussen auf eine Radikalpädagogik aus der Vor-Lattek-Zeit. „Es gibt keinen Grund, mit Spielern zu diskutieren“, ist eine der Leitlinien vom „Kleinen General“. Borussen-Präsident Königs und Manager Hochstätter hatten Advocaat in der Hoffnung geholt, er werde ihnen die Höhen der Tabelle zeigen. Dafür wurde Soforthilfe verlangt: neue Spieler! (…) Sollte die Tournee in der Zweiten Liga enden, sollte Advocaat in den Turbulenzen verloren gehen, dann ein kleiner Tipp an die Borussen: Nehmt nicht wieder einen Feldherren! Sucht einen, der den Angestellten nicht sofort verkündet, dass sie für den Beruf, den sie erwählt und zu dem der Verein sie angestellt hat, kollektiv nicht taugen! Sucht doch einfach mal ’nen Trainer!“

Abstiegskandidat geblieben

Achim Lierchert (FAZ 21.3.) warnt Borussia Mönchengladbach: „Advocaats Runderneuerung trägt noch immer keine Früchte. Blüten treibt dagegen Advocaats Wahrnehmung der Dinge, die wieder einmal Realitätssinn vermissen ließ. „Wir spielten hier gegen einen Gegner, der auch gewinnen wollte“, lautete eines der verblüffenden Statements. „Mönchengladbach hat in sechs Jahren nur sieben Auswärtsspiele gewonnen. Ich kann in drei Monaten nicht verändern, was in den letzten Jahren nicht gut gewesen ist“, ein anderes. Fakt ist, daß die einst für ihren Konterfußball national und international gefürchtete Borussia seit bald genau einem Jahr auf einen Auswärtserfolg wartet, daß sie sich trotz großen wirtschaftlichen Kraftaufwands qualitativ kaum weiterentwickelt hat und infolgedessen ein Abstiegskandidat geblieben ist.“

In einer Diktatur könnte es nicht schlimmer sein

Bemerkenswert! Markus Lotter (WamS 21.3.) beschreibt, mit anonymen Zitaten gewürzt, Freiburgs Radikalisierung und Degeneration unter Volker Finke: “Protestant Finke entwickelte im erzkatholischen Breisgau aus einem unbedeutenden Zweitligaverein ein sympathisches und attraktives Gegenkonzept zu der sich immer mehr dem Kommerz hingebenden Fußballwelt. Die Crux: Finke hat sich in seine eigene Vision verstrickt und ist zugleich ihr Sklave. Anstatt seinen Klub den sich ständig verändernden Mechanismen fortlaufend anzupassen, hat er ihn der erfolgsorientierten Wirklichkeit zunehmend entzogen. Freiburg hat er zu einem Ort mit eigenen Gesetzen gemacht, dabei ist das alternative Anti-Modell zur Utopie verkommen. Ein Freiburger Ex-Profi bestätigt Thomas Morus, der diesen Begriff Anfang des 16. Jahrhunderts prägte, in dessen Warnung vor einer Verwirklichung eines unausführbaren Plans ohne reale Grundlage: „In einer Diktatur könnte es nicht schlimmer sein.“ In der Manier eines Despoten versucht Finke sein Idyll zu schützen. Nach außen mit einem Defensivbollwerk, nach innen mit strenger Kontrolle. Die Pressekonferenzen nutzt er, um harsche Kritik an der ungerechten Berichterstattung zu üben. Ein Freiburger Journalist: „Jeden Samstag macht er einen von uns vor den anderen Kollegen zum Idioten der Woche. (…) Es darf Negatives nur noch gedacht und nicht mehr gesagt oder gezeigt werden. Auch nicht von den Fans. Seit Beginn dieser Saison sind Megaphone im Badenova-Stadion verboten. Jede Choreographie, die die Anhänger entwerfen, muß beim Verein angemeldet werden. „Die geben uns immer wieder zu verstehen, daß wir nicht in das grün-alternative Bild passen. Aber der Mythos vom Studentenpublikum ist tot“, sagt Ralf Hettich, Vorsitzender der beim Verein unbeliebten Ultras. Die Anhänger werden weniger (…) Persönlichkeitsentwicklung ist in Freiburg für jeden Spieler ein schweres Unterfangen. Woche für Woche werden den Profis Fehler in stundenlangen Videositzungen vor Augen geführt. Die Tüte Erdnüsse oder ein kleines Bier aus der Minibar im Hotel haben deftige Geldstrafen zur Folge.“

Die Fans beschäftigen sich intensiv mit sich selbst

Christoph Kieslich (FAS 20.3.) schildert den Redefinitionsversuch Freiburger Identität und preist „die verblüffende Solidarität mit Finke“: „Daß im Breisgau auch noch im Tabellenkeller keine Untergangsstimmung herrscht, ist schwer zu begreifen. Wo andernorts längst der Trainer und die Vereinsführung vom Hof gejagt worden wären, da wird in Freiburg weitergemacht. (…) Natürlich spaltet der Saisonverlauf die Fanszene, und im Internetforum beharken sich Finke-Anhänger und Finke-Gegner. Viele aber, die ihre Mannschaft schon vor der Saison als nicht erstligatauglich bezeichnet haben, haben das auch früher schon getan, als der Sport-Club in den Uefa-Pokal kam. Inzwischen beschäftigen sich die Fans intensiv mit sich selbst, mit Fragen, ob das Freiburger Publikum wirklich noch etwas Besonderes sei, wie es jahrelang behauptet wurde. Denn kürzlich zeigten die Fernsehkameras nackte Hintern, die an den Zaun gehalten wurden.“

Emotional über seine Verhältnisse gelebt

Christian Eichler (FAZ 21.3.) erklärt Uneinigkeit und Verstörung der Bochumer Fans: „Das Glück am Spiel, es hängt nicht so sehr am Ergebnis. Sondern an der Erwartung. (…) Am Samstag mußte die Polizei Fans trennen – die einen, die Trainer Neururer loswerden, die anderen, die ihn behalten wollen. Prügelnde Fans desselben Klubs, ein kurioses Bild, und das an einem Tag, da endlich wieder ein Sieg gelang. Jahrzehntelang kämpfte Bochum gegen den Abstieg, abwechselnd für den Aufstieg, und die Fans waren’s zufrieden. Man hatte weniger als Dortmund und Schalke, aber mehr als Wattenscheid oder Essen oder Duisburg – das kleine Nachbarglück. Nun hat man mal am Großen geschnuppert, das „Europa“ heißt; schon ist bereits die Drohung der zweiten Liga eine soziale Degradierung und spaltet den Anhang. Bochum hat nicht finanziell, aber emotional über seine Verhältnisse gelebt.“

Vorfreude auf eine gemeinsame Zukunft

Über die Dortmunder Wechselwirkung von Geld und Ball lesen wir von Frank Heike (FAZ 21.3.): „Natürlich hinterlassen die täglichen Negativschlagzeilen vom Finanzmarkt – der Schuldenstand, die drohende Insolvenz, die Demontage der Verantwortlichen Meier und Niebaum – Spuren im Seelenleben einer Mannschaft. So stumpf kann gar kein Profi sein, als daß ihn der Niedergang des Arbeitgebers nicht scherte. Und doch ist es van Marwijk und der Mannschaft in diesem Sturm gelungen, sich einen Platz im Nirgendwo der Liga zu sichern. (…) Es brachte Gänsehautatmosphäre ins halbleere Stadion, wie die Dortmunder Profis mit ihren etwa 8000 Fans nach Spielende feierten – Tänze, die hochgeworfenen Arme, Applaus für die Anhänger. Das volle Programm der gemeinsamen Freude. Es war Freude über einen unerwarteten Sieg, aber auch Vorfreude auf eine gemeinsame Zukunft.“

Berlin ist in die Zeit der hohen Ziele gekommen

Michael Reinsch (FAZ 21.3.) vernimmt das Ende der Berliner Bescheidenheit: „Berlin will in den Europapokal. Was daran neu ist? Die Berliner trauen sich erst jetzt, am 26. Spieltag, mit der Wahrheit über ihre Ansprüche heraus. Dabei unterscheiden sich die Erwartungen von Management, Spielern und Publikum keineswegs. Das Publikum in Berlin will Stars sehen, und es will die Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft und in Begegnungen auf internationalem Niveau verfolgen. Darum meckert es, wenn die Hertha nicht gewinnt, darum bleibt es weg, wenn mittelmäßige Spiele anstehen. (…) Nun ist in Berlin die Zeit der hohen Ziele gekommen.“

Positionen halten, für einander dasein, miteinander reden, geschickt kontern

Von Leverkusen lernen heißt…? Ja, was denn, Hans-Joachim Leyenberg (FAZ 21.3.)? „Peer Steinbrück und Franz Müntefering haben schon mal Anschauungsunterricht nehmen können, wie man, geschwächt und unter Erfolgsdruck stehend, doch noch gewinnen kann. Der Polit-Prominenz auf der Tribüne der BayArena wurde von Leverkusener Profis vorgeführt, was mit Disziplin alles zu bewerkstelligen ist. Als Erfolgsrezept machte Klaus Augenthaler die Einhaltung der „taktischen Marschroute“ aus. So diszipliniert und einsatzfreudig wünschen sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Steinbrück und der SPD-Vorsitzende Müntefering auch ihre Parteisoldaten. (…) Positionen halten, für einander dasein, miteinander reden, geschickt kontern, sobald sich die Gelegenheit bietet. (…) Mit der Rückkehr der Stammspieler wird Bayer vielleicht wagemutiger und anfälliger zugleich. Die Balance finden zwischen Angriff und Verteidigung zählt auch zu den Herausforderungen im Wahlkampf auf Landesebene. Die Politprofis Steinbrück wie Müntefering trugen nach ihrer Stippvisite zum Profifußball eine so siegesgewisse Miene zur Schau, als wüßten sie, wie es geht. Aber das tun sie ja selbst im Zweifelsfall.“

Realitätsfern

Nürnberger Leichtsinn? Oder Nürnberger Lust am Untergang? Boris Herrmann (SZ 21.3.): „Nach einer Viertelstunde rissen die Nürnberger Fans die Arme in den Himmel. Die Anzeigetafel hatte gerade die zwischenzeitliche Führung von Hansa Rostock beim FC Bayern vermeldet. Das Frankenstadion kochte. Im Stammhirn eines Club-Anhängers ist es eben so abgespeichert, dass man jubelt, wenn der große Bruder aus München strauchelt und die guten Freunde vom Schalke 04 nach der Meisterschale greifen. Dass ein Sieg der Rostocker die Lage der eigenen Mannschaft im Abstiegskampf dramatisch verschlechtert hätte, interessierte in diesem Moment nicht. Seltsam realitätsfern präsentierten sich auch die elf Nürnberger auf dem Rasen.“

Nutzlose Taten

Philipp Selldorf (SZ 21.3.) sucht einen Höhepunkt beim Bayern-Heimsieg: „Für die 52 000 Zuschauer, die es gewagt hatten, ins Olympiastadion zu kommen, obwohl sie es besser hätten wissen müssen, begann die Partie mit einem unheilvollen Zeichen. Abstoß Hansa Rostock: Matthias Schober wiegt den Ball sorgfältig in seinen Händen, ehe er ihn so hoch in den Himmel schießt, dass er nicht mehr zu sehen ist. In die Erdatmosphäre zurückgekehrt, landet er auf dem Kopf von Robert Kovac, der die Kugel steil in die Luft befördert, also eine so genannt Kerze produziert, was aber keine Gefahr bedeutete, weil nirgendwo ein Rostocker auch nur in Sichtweite war, was einem wiederum ins Gedächtnis rief, dass Schobers Abschlag eine nutzlose Tat war. Viele weitere sollten folgen, von beiden Seiten.“

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