indirekter freistoss

Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Dienstag, 15. März 2005

Internationaler Fußball

Ein bekümmerter Dinosaurier

Wieder nur Tabellenzweiter, Real Madrid ist gescheitert – Peter Burghardt (SZ 15.3.): „Die berühmteste Vereinsmannschaft aller Zeiten ist eine Karikatur, müde, satt und genervt. „Ein bekümmerter Dinosaurier“, schreibt El País, während den bunten Blättern allmählich die Metaphern ausgehen. Inzwischen ahnt auch der letzte Fan, dass Schöpfer Florentino Pérez vom Sport weniger versteht als vom Geschäft. Der Präsident verfügt den Einsatz matter Helden wie David Beckham, Luis Figo und Raúl González, die Trikots sollen sich schließlich verkaufen zwischen Tokio und Toledo. Und holte falsche Ergänzungen, darunter den Dauerpatienten Jonathan Woodgate und den bislang schwachen Verteidiger Walter Samuel. Dagegen kann wie seine Vorgänger auch Trainer Luxemburgo nichts machen. Auch wird ein gerade verpflichteter Ernährungsberater aus Brasilien wohl kaum noch dafür sorgen, dass die Saison mit einem Festessen endet. Es misslingt sogar die Brachialstrategie, den Ball irgendwie in Richtung Strafraum und Wonneproppen Ronaldo zu befördern.“

Päpstliches Konzil

„Sind die einst so hoch gelobten Jungstars aus der berühmten Ajax-Schule bloss verwöhnte jonkies (Bürschchen), die unter Druck zerbrechen?“, fragt Bertram Job (NZZ 15.3.) angesichts der schwachen Saison und dem Trainerwechsel: „Es wirkt gelegentlich wie ein päpstliches Konzil, wenn sich die mächtigen Interessengruppen in dem Verein auf der Suche nach einem Übungsleiter in Position bringen. Übervater Johan Cruyff soll mit Wim Jansen und dem in Nimwegen entlassenen Johan Neeskens gleich zwei Kumpel aus alten Tagen auf das Tablett gehoben haben. Aus anderen undichten Stellen sickerten weitere Namen durch, ohne dass deren Träger zur Verfügung stünden. Henk ten Cate will in Barcelona Assistent von Rijkaard bleiben, und der hoch gehandelte Martin Jol ist bei den Spurs in Tottenham noch länger unter Vertrag. Jol wäre ein hervorragender Kandidat, platzte Ajax-Youngster Rafael van der Vaart neulich vorlaut heraus. Der Jung-Nationalspieler ist nicht eben glücklich, dass Ruud Krol ihn zugunsten des defensiv stärkeren Talents Hedwiges Maduro aus der Stammformation nahm. Der Spielerrat möchte aber in jedem Fall ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Trainers ausüben, wie Captain John Heitinga in Nimwegen noch einmal bekräftigte. Solche Forderungen sind in dem Land der flachen Hierarchien durchaus normal.“

Ball und Buchstabe

Ohne Fernsehhilfe wird der Schiedsrichter zerstört

Peter Hartmann (NZZ 15.3.), der ewigen Schiedsrichterdiskussion in Italien satt, befürwortet den Videobeweis: „Der Fussball hat ein aufgestautes Gerechtigkeitsproblem, das nicht in Italien gelöst werden kann. Das Fernsehen beginnt das Schauspiel aufzufressen, das es mit seinen Millionen füttert. Immer mehr TV-Kameras enthüllen die Fehler der Schiedsrichter. Und der Schiedsrichter erfährt die Wahrheit immer zuletzt. Früher schrie das Publikum, wenn der Mann in Schwarz irrte: Schiedsrichter ans Telefon. Heute heisst der Notruf: Herr Blatter, ans Telefon. Der Fifa-Boss widersetzt sich vehement dem Fernsehauge als Instrument der Entscheidungsfindung. Die Television denunziert heute die Schiedsrichter und gewinnt daraus Unterhaltungsstoff. Sepp Blatter behauptet, das Fernsehen untergrabe, als Beweismittel eingesetzt, die Autorität der Schiedsrichter. Die Wirklichkeit zeigt das Gegenteil: Ohne Fernsehhilfe wird der Schiedsrichter zerstört, durch Hetzkampagnen, wie sie etwa Mourinho gegen Frisk entfachte. Im Rugby sitzt seit 2001 ein Zusatzschiedsrichter in der Videokabine und entscheidet auf Wunsch des Hauptschiedsrichters fragliche Szenen. Im American Football können die Team-Coaches zweimal pro Spiel die Fernsehaufzeichnung zur Beurteilung anfordern; behält der Schiedsrichter Recht, darf der Coach ein Time-out weniger einfordern.“

WM 2006

Äquivalent zu Ludwig XIV

Michael Reinsch (FAZ/Politik 14.3.) beschreibt den (aufgeklärten?) Absolutismus der WM-Organisation: „Franz Beckenbauer, Weltmeister als Spieler, als Trainer und als öffentliche Figur, vertritt mit Leichtigkeit die Bedeutung des Fußballs. Was er, völlig ohne Ironie immer wieder Lichtgestalt genannt, repräsentiert, erscheint als Äquivalent zum Gepränge am Hofe von Sonnenkönig Ludwig XIV. Was vor 350 Jahren die Bälle in Versailles waren, ist heute der Fußball im Olympiastadion von Berlin. Wie Ludwig sein Schloß und die Prachtbauten von Paris brauchte, um sein Reich zum kulturellen Mittelpunkt Europas zu machen, werden im Deutschland von 2006 wenigstens vier Wochen lang zwölf nagelneue oder aufwendig modernisierte Fußballstadien die Bühne der weltweiten Fernsehunterhaltung sein. Zusätzlich zu den zwei bis drei Milliarden für die Arenen hat der Staat vier Milliarden Euro in eine WM-taugliche Infrastruktur investiert. Das Volksfest WM wird gekrönt werden von Feiern. Bundesinnenminister Schily hat ein WM-Eröffnungsfest in Berlin geplant, einen Tag vor dem Eröffnungsspiel in München. Die Fifa, eine Großmacht, deren Reich größer ist als die Summe aller Fußballplätze der Welt, hat sie, ebenso wie die Kosten dafür, in sein Programm aufgenommen. Ein bankrotter Staat, wie bei Ludwig XIV., soll nicht am Ende stehen: Das Bruttoinlandsprodukt werde durch die WM, erwartet die Regierung, um acht Milliarden Euro steigen.“

Bundesliga

Wie immer eine eigene Argumentationslinie

Philipp Selldorf (SZ 15.3.) beschreibt und deutet Worte und Gesichter der Bayern nach der Niederlage gegen Schalke: „Sowie Referee Herbert Fandel die Partie für beendet erklärt hatte, wendete sich Uli Hoeneß vom Geschehen ab und verschwand mit solcher Entschlossenheit im Kellergang hinter seiner Sitzbank, als ob ihm wie einst bei Sodom und Gomorra der Erzengel aufgetragen hätte, sich nicht mehr nach den brennenden Trümmern umzublicken. (…) Glaubwürdig kam einem die Demonstration von Gelassenheit nicht vor, zumal führende Repräsentanten des Vereins, namentlich Uli Hoeneß und Oliver Kahn, in diesem Bayern-typischen Zustand von Empörung und knapp unterdrückter Wut durch die Kulissen der Schalke-Arena liefen. Diese Niederlage war nicht vorgesehen in der Trilogie der großen Herausforderungen, nach dem Sieg gegen Bremen und der Begegnung in London, die zwar 0:1 endete, aber in einem Anflug von konzertierter Selbstsuggestion als Erfolg auf ganzer Linie verklärt wird. Wie immer nach solchen unplanmäßigen Vorfällen entwickelten die Bayern ihre eigene Argumentationslinie, um den Nimbus ihrer einsamen Spitzenstellung zu behaupten. Auch Rummenigge trat zwar gefasst vor die Reporter, ein Unterton von Gekränktheit und Gereiztheit aber hielt sich hartnäckig.“

Peter Heß (FAZ 15.3.) schildert die Stimmung beim Sieger: „Harte Männer zerquetschten Tränen, Sitznachbarn fielen sich in die Arme, Kinder schrieen mit ihren hellen Stimmchen irgendetwas von Lederhosen ausziehen. Dabei nahmen die Zuschauer den Schlußpfiff nicht als Start für ein überbordendes Fest. Die Atmosphäre spiegelte eher die Verwunderung darüber, daß der Fußball-Himmel nicht auf ewig bayern-rot sein muß, sondern schalke-blau-weiß strahlen kann.“

Gelungener Selbsterfahrungstrip

Auf einen Stuttgarter Erfolg in Dortmund hat Michael Ashelm (FAZ 15.3.) nicht gewettet: „Das war nicht unbedingt zu erwarten, gab es doch zuletzt genug Konfliktpotential innerhalb des Vereins und außerdem noch ein dickes Fragezeichen hinter der sportlichen Entwicklung der Elf. Doch dann wirkte die Reise in Sammers Vergangenheit wie ein rundum gelungener Selbsterfahrungstrip. (…) Es scheint, als könnten die Schwaben nun Ruhe und Gelassenheit zurückgewinnen, hatten sie doch davon in den vergangenen Wochen viel verloren. Auf jeden Fall ist etwas vom alten Selbstverständnis als eine der besten Bundesligamannschaften zurückgekehrt.“

Ein seltener Verriss: der FR-Bericht über die Niederlage Mönchengladbachs in Kaiserslautern

Ascheplatz

Realitätstest steht an

Michael Horeni (FAZ 15.3.) kommentiert die Abwendung der Dortmunder Insolvenz: „Ob die schwarz-gelben Hasardeure tatsächlich mit einem blauen Auge davonkommen, wird erst die Zukunft zeigen. Dann muß das Sanierungskonzept nicht mehr nur Gläubiger und Anleger auf dem Papier überzeugen, sondern auch den Realitätstest bestehen – ein Unterfangen, bei dem der Klub in den vergangenen Jahren unter kräftiger Mitarbeit von Michael Meier ziemlich aus der Übung gekommen ist. Frisches Geld hat der Verein erhalten. Nun muß das Unternehmen BVB zeigen, daß es endlich auch in einem frischen Geist geführt wird.“

Kostenkorsett

Die Financial Times Deutschland (15.3.) befasst sich mit der möglichen Folge für den sportlichen Werdegang: „Der BVB, für den der Stadionrückkauf Kern der Sanierung ist, kann zwar durchatmen. Die Insolvenz ist vorerst abgewendet, der Grundstein für die erneute Lizenzerteilung gelegt. Doch das 1:0 gegen die Molsiris-Anleger hat einen schalen Beigeschmack. Der BVB ist gezwungen, sich penibel an das Sanierungskonzept zu halten. Dieses Kostenkorsett bedeutet auch, dass es den „alten BVB“ vorerst nicht geben wird. Es droht der weitere Abstieg ins spielerische Mittelmaß.“

Es waren am Ende doch wieder die Emotionen, die die Köpfe geleitet haben

Michael Kläsgen (SZ/Wirtschaft 15.3.) denkt grundlegend nach über Fußball und Börse: „Die drohende Insolvenz ist nicht abgewendet, sondern nur aufgeschoben. (…) Es waren am Ende doch wieder die Emotionen, die die Köpfe geleitet haben, und nicht rationale Entscheidungen. Dies scheint der Teufelskreis zu sein, aus dem sich Borussia Dortmund nicht befreien kann. Aber wahrscheinlich könnte sich dem kein börsennotierter Fußballklub entziehen. Dieser Umstand zeigt, dass Fußball und Börse nicht zusammenpassen, weil eine solide Geschäftsgrundlage fehlt. Die Kurse steigen, wenn die Mannschaft Spiele gewinnt und Fernsehrechte kassiert. Doch sobald der Erfolg ausbleibt, sich Spieler verletzen, was gleich per Ad-hoc-Meldung bekannt gegeben werden muss, geht der Kurs nach unten. Labiler könnte ein Geschäft kaum sein.“

Im Wirtschaftsbuch der FAZ (15.3.) lesen wir: „Der Verein hat erheblichen Anteil daran, daß nach der Umfrage einer Regionalzeitung 95 Prozent der Dortmunder gerne bis sehr gerne in Dortmund leben – und das bei einer Arbeitslosenquote von 17 Prozent. Nun hat der Haupteigentümer des Westfalenstadions, ein Immobilienfonds der Commerzbank, die Sanierung des Vereins ermöglicht. Wie gut diese Nachricht für Dortmund wirklich ist, wird sich dem Rest des Landes nur schwer erschließen. Aber für die Dortmunder wird es nun leichter erträglich sein, daß der Erzrivale Schalke 04 derzeit an der Tabellenspitze steht. Es wäre nicht auszudenken gewesen, hätte Borussia Dortmund in derselben Woche Insolvenz anmelden müssen.“

Bittsteller

Klaus Hoeltzenbein (SZ 15.3.) versetzt sich in die Seele der Borussia: „Nichts sehnen die Borussen inzwischen sehnlicher herbei als die Rückkehr in ihre Vergangenheit, als ein Spiel noch ein Spiel war. Und dass sie nicht mehr als Aktie, sondern als Fußball-Verein wahrgenommen werden mit forscher Mannschaft und geordneten Finanzen. Derzeit aber sind sie Bittsteller bei Gläubigern.“

Montag, 14. März 2005

Allgemein

Die Intellektualisierung von Schalke fand nicht statt

Udo Muras (WamS 13.3.) erinnert an den Anfang von Ralf Rangnicks Trainerkarriere: “Waren das schöne Tage damals für den FC Viktoria Backnang. Vielleicht die schönsten überhaupt in der Geschichte des kleinen schwäbischen Vereins aus dem Rems-Murr-Kreis. Anno 1984 wurde Backnang mit acht Punkten Vorsprung Meister der Bezirksliga, und „Professionalität hielt Einkehr in die fußballerische Arbeit“, heißt es in der Klub-Chronik. In den Heimspielen wurden zur Pause Eintrittskarten für Spiele des VfB Stuttgart verlost, Geschäftsleute schalteten Werbespots, urplötzlich hatte Viktoria einen Stadionsprecher und ein Vereinsheft. Außerdem hatte der Klub einen Trainer, der selbst noch mitspielte und für all das verantwortlich war. Sein Name: Ralf Rangnick. 25 Jahre jung war er gerade, als er zum letzten Auswärtsspiel nach Murrhardt mit dem Fahrrad fuhr, wie man das so macht in der kleinen Fußballwelt. Im Jahr darauf marschierte „Viktoria Rangnick“ auch durch die Landesliga, hatte am Ende wieder acht Punkte Vorsprung, und es gab Tage, da kamen bis zu 800 Zuschauer ins Karl-Euerle-Stadion. Das waren die ersten glücklichen Berührungen des Trainers von Schalke 04 mit der Meisterschaft (…) Die in hoher Auflage gedruckte Mär vom Fußball-Professor, der womöglich nicht zum hemdsärmeligen Schalker Fußballvolk paßt, findet längst keinen Absatz mehr. Der Boulevard hat sich beruhigt, die Intellektualisierung von Schalke fand nicht statt, der einstige Klub der Bergleute ist nicht zum Dorado der Literaten und Soziologen geworden. Primus Rangnick (Trainerlizenz als Jahrgangsbester 1985 mit Note 1,2) paßt auf, daß die Schublade nicht mehr gezogen wird.“

Tarnkappenkicker

Michael Wulzinger (Spiegel 14.3.) würdigt den besten Torschützen der Bundesliga: „In der gestylten, selbstbewussten Kickerszene wirkt Marek Mintal wie eine Figur aus einer Zeit, in der die Wahrheit noch auf dem Platz lag. Er macht nur seinen Job. Doch den erledigt er mit eindrucksvoller Präzision. Für einen Torjäger spielt Mintal reichlich unspektakulär. Er meidet Dribblings und direkte Zweikämpfe. Stattdessen rennt der Slowake unaufhörlich querfeldein. Mit seinen weiten Laufwegen bringt er die gegnerischen Verteidiger zur Verzweiflung und außer Atem – bis er sich irgendwann unbeobachtet und unbewacht dort einfindet, wo der Ball landet. Das ist der Moment des Tarnkappenkickers. Denn Mintals Schusstechnik ist so exzellent, mit dem linken wie mit dem rechten Fuß, dass er nur wenige Gelegenheiten für einen Treffer benötigt.“

Interview

Jeder Profi ist eine Art kleiner Unternehmer

Frank Rost mit Richard Leipold (FAS 13.3.)
FAS: Bei Ihrem Kollegen Ailton entsteht zuweilen der Eindruck, daß er sich wie ein Achtzehnjähriger benimmt. Wie sehr stören seine verbalen Eskapaden den Teamgeist?
FR: Den einen oder anderen Exoten wie Toni kannst du ruhig drin haben in einer Mannschaft, den ziehst du mit durch, da können die Leute sich dran reiben, das ist sogar gut. Aber die Exoten dürfen nicht die Oberhand gewinnen. Auch bei uns muß nicht jeder des anderen Freund sein. Jeder Profi ist eine Art kleiner Unternehmer mit individuellen Interessen. Aber bei Schalke mußt du als Spieler mehr als anderswo die Haltung verkörpern, daß du alles für deinen Klub gibst. (…)
FAS: Haben Sie als Fußballstar noch eine Beziehung zum Fan?
FR: Das Verhalten unserer Fans ist faszinierend. Die sind immer da, egal was passiert, die kämen auch in der zweiten oder dritten Liga, das ist bei unserem Partner aus Lüdenscheid genauso, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Die Fans sind wahnsinnig. Manche sind 52 Stunden mit dem Zug nach Donezk gefahren, um uns spielen zu sehen. Darauf muß man erst einmal kommen. Am Anfang habe ich gedacht, die sind nicht ganz frisch. Aber ich muß zugeben, das war ein Vorurteil. In Donezk habe ich mich mit einigen unterhalten. Und ich habe festgestellt, die sind nicht irgendwie doof, der eine studiert Jura, der nächste Betriebswirtschaft. Ich habe mich gefragt, was treibt diese Jungs an? Deshalb habe ich einen von ihnen zum nächsten Heimspiel eingeladen.
FAS: Was hat er Ihnen erzählt?
FR: Bei Schalke dabei zu sein, egal wo, das ist die Passion dieser Ultras. Die wollen Fun und Abenteuer. Zu Hause haben sie dann etwas zu erzählen. Die sind am Montag losgefahren und am Freitag wieder nach Hause gekommen. Und wie oft sie umsteigen mußten, sechs- oder siebenmal. So viel kannst du gar nicht trinken, daß so eine Fahrt schön wird, durch die Ukraine und solche Länder. Das machen nur die Knallharten, die wollen ihre Städte- und Länderpunkte mitnehmen. Hauptsache, die Anreise ist nicht leicht, die würden nie für ein paar Euro so einen Billigflieger nehmen, das wäre kein Anreiz.

Ball und Buchstabe

Sucht nach Erfolg

Christian Zaschke (SZ 14.3.) macht José Mourinho für den Rücktritt Anders Frisks mitverantwortlich: „Sicherlich ist es nicht Mourinho selbst gewesen, der Frisk und dessen Familie mit dem Tode bedroht hat. Aber es war Mourinho, der die Drohungen ausgelöst hat, indem er eine Hetzkampagne gegen Frisk anzettelte. (…) Mourinho steht als Symbolfigur für einen professionellen Fußball, dem in der Sucht nach Erfolg zunehmend jedes Mittel Recht ist.“

Jan Christian Müller (FR 14.3.) fordert härtere Strafen für maßlose Schiedsrichterkritiker: „Frisks Rücktritt sollte weitreichendere Folgen haben als die positiven für Frau und Kinder des großen Blonden. Unbewiesene und dumm-dreiste Verschwörungstheorien, wie sie sich der unerträglich arrogante Portugiese José Mourinho leistete, müssen künftig viel, viel härter bestraft werden als mit ein paar Tausend Euro; Spieler wie der Berliner Andreas Neuendorf, der jüngst aus Wut über eine krasse Fehlentscheidung eines Schiedsrichter-Assistenten sein Trikot zerriss und damit eine unsägliches Vorbild gab, gehören öffentlich ebenso erbarmungslos als Geiferer bloß gestellt wie Medienvertreter, die nach umstrittenen Entscheidungen zur Hetzjagd gegen Schiedsrichter aufrufen. Dann hätte Frisks Rücktritt nicht nur für ihn einen Sinn.“

Fußball-Interviews sind so überraschungsreich wie das Ticken der Uhr

Marc Schürmann (FTD 14.3.) wendet sich ab: „Man hätte doch Gelächter des Reporters hören müssen, als Ewald Lienen nach dem 0:1 in Wolfsburg befand: „Wir haben momentan eine Ergebniskrise.“ Wahrscheinlich spricht Lienen nächste Woche von Nullwachstum auf dem Punktekonto oder erklärt, die Torlinienüberquerungsperformance sei ins Stocken geraten, und alle finden das normal, weil Trainer halt so Sachen sagen. Und was meinen Peter Neururer, Jörg Berger und Volker Finke? Natürlich: dass rechnerisch noch alles möglich sei und sie fest an den Klassenerhalt glauben und so weiter. Fußball-Interviews sind so überraschungsreich wie das Ticken der Uhr, man braucht nicht zuzuhören. Aber vielleicht sind auch die Fußballmenschen solche Rituale insgeheim leid, und nächstes Mal platzt es aus Neururer heraus: „Klassenerhalt? Ja haben Sie die Tage mal auf die Tabelle geguckt? Haha! Klassenerhalt…“ Sein Präsident versichert derweil, selbstverständlich werde er Neururer feuern, und der Mannschaftskapitän erklärt, also wenn an der Misere einer schuld sei, dann der Trainer.“

Falsche Lebensentscheidung, die für Ruhm und Geld die Ideale verrät

Ein schöner Vergleich in einer CD-Kritik – Richard Kämmerlings (FAZ/Feuilleton 12.3.): „Das letzte Stück auf der letzten Platte von Kettcars Vorgängerband But Alive von 1999, ein versteckter Bonustrack, widmete sich der Karriere des früheren Fußballnationalspielers Calle Del‘ Haye. Der kleingewachsene, schnelle und dribbelstarke Flügelstürmer war Ende der siebziger Jahre bei Borussia Mönchengladbach zum Star geworden und wechselte dann zum FC Bayern München, wo er sich rasch auf der Tribüne wiederfand und sich nie entscheidend durchsetzen konnte – sein Schicksal gilt Sänger Marcus Wiebusch als Menetekel, als exemplarischer Fall einer falschen Lebensentscheidung, die für Ruhm und Geld die Ideale verrät. (…) Wer aus der Indie-Szene kommt, wird stets einen Verdacht gegen die Bayern Münchens dieser Welt hegen. Doch wie damals Calle Del‘Haye haben sich eben auch Kettcar für die ganz große Bühne entschieden; das Stadion ist nicht mehr weit.“

Bundesliga

Beruhigende Niederlage

Michael Horeni (FAZ 14.3.) lobt die Gelassenheit beim SC Freiburg: „Tatsächlich ist der SC Freiburg nicht mehr zu retten, wie das im Jargon des Fußballs heißt, aber das Gegenteil dürfte richtig sein. Nach dem 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg – einer Niederlage, wie sie in ihrer sportlichen Ungerechtigkeit auch nur den Absteigern widerfährt – wird sich der SC Freiburg zwar in der kommenden Saison ziemlich sicher in der zweiten Liga wiederfinden. Aber immerhin hat der Klub dem Druck widerstanden, nach einem 0:7 gegen Bayern und einem 0:5 bei Aufsteiger Mainz sein Geschäftsmodell innerhalb einer Woche zu kippen – auch wenn Abnutzungserscheinungen schon seit längerem unübersehbar geworden sind. Nach einer diesmal nur unglücklichen und daher den Verein beruhigenden Niederlage haben Trainer Finke und Präsident Stocker jetzt jedoch Gelegenheit, ernsthaft darüber nachzudenken, wie sich der SC Freiburg dauerhaft erneuern läßt und welche Rolle Finke in einem veränderten Modell zukommen könnte. Das ist jedoch eine weit schwierigere Aufgabe, als nur den Trainer zu entlassen.“

Was ist eigentlich so furchtbar an der zweiten Liga?

Dirk Schümers (FAS 13.3.) Worte über Abstiegskampf in den Ohren der betroffenen Entscheider! Seine Ansicht über die zweite Liga wird wohl nicht jeder teilen: „Warum das aggressive Gegröle nach dem Trainer-Rausschmiß? Warum die Haßparolen auf solide Kicker, die sich nun einmal nicht über Nacht in Zauberkünstler verwandeln können? (…) Warum also den Trainer entlassen, wenn das Vorhersagbare eintrifft? Im Gegenteil – ein Übungsleiter, der schon im Abstieg den Kader für die zweite Liga mitbestimmen kann, hat beste Aussichten auf den Wiederaufstieg – wie von Finke mehrfach bravourös vorgemacht. Und was ist eigentlich so furchtbar an der zweiten Liga? Wer öfter die hartumkämpften, meist abwechslungsreichen Spiele der zweithöchsten Klasse anschaut, wird sich nach einem öden Mittelfeldgekicke der ersten Liga oder einem ereignislosen 1:0-Pflichtsieg von Bayern München nicht länger sehnen. Und die Fans der Absteiger, die derzeit bei jeder Niederlage ihre Verzweiflung herausschreien, bekommen bald eine Saison voller Siege, mit neuen Gegnern und vielleicht gar einer heißen Aufstiegsfete als krönendem Abschluß geboten. Für ein solches Gipfelpanorama lohnt es sich doch abzusteigen.“

Die ganz normale Achterbahnfahrt

Gregor Derichs (FAZ 14.3.) wird auch nach dem 3:3 gegen Hertha BSC aus Leverkusen nicht schlau: „Selbst ständige Beobachter wissen nicht mehr, woran sie bei Bayer Leverkusen sind und in welche Richtung sich die Mannschaft bewegt. Die Instabilität ist eine große Konstante des Werksvereins. Gegen Berlin boten die Spieler die ganz normale Achterbahnfahrt des sich stetigen abwechselnden Formanstiegs und Formverfalls innerhalb eines Spiels.“

Lasst die Finger von O-wo-moyela!

Ulrich Hartmann (SZ 14.3.) befasst sich mit dem erneuten HSV-Sieg und dem Wechselgerücht um Patrick Owomoyela: „Zwischen Führung und Rückstand, Freude und Enttäuschung waren die Hamburger im Schneegestöber hin- und hergeschüttelt worden. Nach solchen Erlebnissen mit wegweisendem Charakter werden oft neue Ziele geboren und hehre Visionen formuliert, aber so leicht lässt sich Doll nicht aus der Reserve locken. (…) Auch der HSV gilt als Interessent, weshalb die Bielefelder Fans einen aktuellen Gassenhauer der Popgruppe „Fettes Brot“ umdichteten und warnend sangen: „Lasst die Finger von O-wo-moyela!“ Damit brachten sie es zwar live ins WDR-Radio, ihr Einfluss auf die Regeln des freudlosen Transfermarkts bleibt allerdings abzuwarten.“

Javier Cáceres (SZ 14.3.) ist genervt von Thomas Brdaric’ Wichtigtuerei: „Brdaric, der sich seit seiner Berufung zur Nationalelf für eine Kreuzung aus Adriano, Ronaldo und Gerd Müller hält, zwickt wieder mal das Gemüt. Nachdem er sich vor dem Spiel mit Trainer und Manager via Medien über die Taktik ausgetauscht und dann auch noch instinktsicher bei Hannover ins Gespräch gebracht hatte, wollte er sich erst selbst zur Pressekonferenz einladen und dann im Fernsehen „einiges richtig stellen“. Offenbar riet ihm sein Geldgeber davon ab. Brdaric interpretiert dies als Maulkorb: „Ich weiß nicht, was die damit bezwecken wollen.“ Ruhe, womöglich?“

Trainerstimmen zum Spieltag, sueddeutsche.de

Ascheplatz

Die CSU des deutschen Fußballs

Sehr lesenswert! Christian Eichler (FAS 13.3.) wiegt den Wert Bayern Münchens im Vergleich mit der deutschen Konkurrenz: „Schalke ist eine Art Religion im Revier, für die in Fenstern, Hutablagen, Leuchtreklamen ein blau-weißes Glaubensbekenntnis abgelegt wird. Bayern ist etwas anderes: eine Marke. Die einzige Weltmarke des deutschen Fußballs. Der einzige Klub, den man im Ausland niemandem erklären muß. Schalke dagegen: Wo ist denn das? Rummenigge lästerte: „Uns wird niemals ein deutscher Klub einholen.“ Der Mann hat leider recht. Sport ist eigentlich nicht geschaffen, auszusehen wie Politik. Doch die Bundesliga als Bayern-Liga tut es: mit Rollenverteilung nach föderal-feudalem Zuschnitt. Sollen sich die Provinzler beim Vorsitz in der Länderkammer ruhig abwechseln, die Regierungsgeschäfte führt doch der FC Bayern. Felsenfest und rollensicher, die CSU des deutschen Fußballs. (…) Mit seinen finanziellen und sportlichen Verlockungen betreibt der Klub effizienten Kicker-Kannibalismus: Er holt sich die Topspieler der Konkurrenz. Und definiert sich als eine ständig runderneuerte Allstar-Auswahl: Best of Bundesliga.“

Samstag, 12. März 2005

Ball und Buchstabe

Wissen genügt in dem Milliardengeschäft nicht, handeln ist besser

Thomas Kistner (SZ 12.3.) kritisiert die Verdopplung der Gehälter für Fifa-Funktionäre: „In der nach außen so harmonischen Fußballfamilie gibt es zumindest einen, der Blatters Thron begehrt. Dass es sich dabei um Ricardo Teixeira handelt, Chef des brasilianischen Verbandes, mag aus europäischer Sicht ein schlechter Scherz sein: Kaum eine Figur im Weltfußball weist mehr Skandale auf (…) Wissen genügt nicht in dem Milliardengeschäft, handeln ist besser. So hat sich Blatters Exekutive, in der Teixeira schon vier, fünf Parteigänger haben soll, per Handstreich die Diäten verdoppelt und dazu eine Rente für Vorständler bewilligt. Was erklären hilft, warum Leute wie Gerhard Mayer-Vorfelder, denen in der Heimat Beliebtheitswerte um den Gefrierpunkt eignen, so an ihren Ehrenämtern kleben – unterm Strich tragen die ihnen Saläre aus der höheren Managementebene ein.“

Selbstbedienungsmentalität

Jens Weinreich (BLZ 12.3.) ergänzt: „Schiedsrichterskandal hier, Wettbetrug dort; geradezu epidemisch werden im Fußball Fälle von Betrug, Korruption und Misswirtschaft bekannt. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase, da die Branche, die allein in Deutschland jährlich viele Hundert Millionen Euro aus öffentlichen Kassen verschlingt, verzweifelt um öffentliche Anerkennung ringt, verdoppelt das Exekutivkomitee die Diäten. Für die vermeintlichen Ehrenamtler gibt es nun 100 000 US-Dollar pro Jahr, lang gediente Exekutivler streichen zusätzlich eine Pension ein, so wie die Skandalnudel Gerhard Mayer-Vorfelder: Dem 72-jährigen schwäbischen Pensionär werden künftig 24 000 Dollar Rente von Fifa-Konten überwiesen. Diese Selbstbedienungsmentalität, die das von Präsident Joseph Blatter geführte Exekutivkomitee erneut offenbarte, lässt sich nur unzureichend mit dem laut Fifa-Erklärung „gestiegenen Arbeitsvolumen“ begründen. Eine weitere Erklärung für die exorbitante Steigerung der Nebeneinnahmen dürfte das sich rasant drehende Personalkarussell sein. Anders gesagt: Blatter kommt damit den abzusehenden Versprechen seiner Widersacher zuvor.“

Bundesliga

Die üblichen Sticheleien

Richard Leipold (FAZ 12.3.) beleuchtet die Gegenwart des Duells zwischen Schalke und Bayern, die Vergangenheit reflektierend: „Vieles ist anders als vor vier Jahren „auf Schalke“. Nur eins ist wie einst im Mai. Der FC Schalke 04 konkurriert mit Bayern München um die deutsche Fußballmeisterschaft. An dieser Stelle erklärt Rudi Assauer den Vergleich für beendet. Die aktuelle Mannschaft habe mehr Klasse, mehr Qualität, sagt der Manager. Im Frühjahr 2001 waren die Schalker ein Außenseiter, mit dem niemand gerechnet hatte. Und so hatten sie sich auch benommen: jederzeit bescheiden. Selbst Assauer, in guten wie in schlechten Tagen ein selbstbewußter Mann, sprach in jenem Titelkampf wie ein Bayern-Fan. Bei jeder Gelegenheit pries er die Münchner, vor allem ihr Management. Am Ende gewannen die Bayern wieder den Titel, wenn auch äußerst knapp – dank eines umstrittenen Freistoßes in der Nachspielzeit. (…) Während Schalke vom größten Erfolg nach fast fünf Jahrzehnten träumt, gehen die Bayern den Titelkampf routiniert an und versuchen es mit den üblichen Sticheleien.“

Die wesentliche Differenz von Emotionalität und Qualität

Auch Christoph Biermann (SZ 12.3.) blickt, mit Rudi Assauer, zurück: „„Wir haben damals in der Verteidigung mit Waldoch und Hajto gespielt“, sagt Assauer und beginnt ganz langsam zu lächeln. „Mit Hajto“, sagt er noch einmal und hat nun ein ganz breites Grinsen auf dem Gesicht. Die ersten Zuhörer lachen. Genau, Hajto! Ganz vergessen, mit dem wäre Schalke 2001 fast Deutscher Meister geworden. Stammspieler war er, inoffizieller Weltmeister im Einsammeln von Gelben Karten, Einwurfmaschine und legendärer Bälle-nach-vorne-Klopper. Ein harter Junge, der später irgendwann noch geklaute Zigaretten gekauft hat. Auch nicht gerade ein Delikt für Champions. Inzwischen lachen alle im Raum, so viel Spaß bei einer Pressekonferenz ist selten. (…) Heute heißt das Pendant zu ihm und Tomasz Waldoch in der Innenverteidigung Marcelo Bordon und Mladen Krstajic, und nichts könnte den Unterschied von damals zu heute besser illustrieren. „Sie haben eine gewisse Klasse“, sagt Assauer und benennt die wesentliche Differenz: die von Emotionalität und Qualität.“

Die 11 Freunde erinnern an den seltsamen indirekten Freistoß vom 19, Mai 2001: „Der Schuldige war schnell gefunden: Markus Merk hatte gepfiffen, als HSV-Verteidiger Thomas Ujfalusi den Ball schwer bedrängt zu Keeper Matthias Schober zurückgespielt hatte. Der Zahnarzt aus Kaiserslautern pfiff – und tut dies auf eigenen Wunsch seither nicht mehr, wenn Schalke involviert ist. Merk hat sich merkwürdigerweise auch nach 44 Monaten keine Erklärung für den Fehler vom Mai 2001 zurechtgelegt. Er sagte zwar, dass er nie zuvor und danach einen solchen Rückpass geahndet habe. Ein Fehlereingeständnis ließ er sich aber nicht abringen.“

BLZ: Mit gepflegter Ironie hat Felix Magath die Münchner Millionäre diszipliniert

FR: Bastian Schweinsteiger muss sich beim FC Bayern München in Geduld üben

FR: Lewan Kobiaschwili ist bei Schalke 04 zu einer festen Größe im Mittelfeld geworden

Ehrliche Gefühlen

Franz Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen, sagt der SZ: „Wir haben einen der geilsten Fußballvereine Deutschlands, zu dem die Menschen mit ehrlichen Gefühlen stehen. Die Münchener sollten da ruhig mal überprüfen, ob ihr Verhältnis zum FC Bayern genauso tief und aufrichtig ist.“

Ausbeinen des DDR-Fußballs

Oskar Beck (Stuttgarter Zeitung 12.3.) befürchtet den Abstieg Hansa Rostocks: „Für viele im deutschen Osten war Hansa Rostock die letzte Bastion gegen die Besserwessis, der Stolz der Region, der Rächer der Enterbten, des Bewahrer des Selbstwertgefühls – jetzt macht sich das drohende Gefühl des nächsten gesellschaftlichen Abstiegs breit, und der Frust grassiert wie die Grippe. (…) „Immer gegen den Osten“, ärgert sich Altfan in einer Internetdebatte und kommt sich zurzeit so untergebuttert vor wie vor 15 Jahren, als die dicksten Bundesligabosse bei Nacht und Nebel durch die ersten Löcher der Berliner Mauer krochen und sich als kapitalistische Kriegsgewinnler ans Ausbeinen des DDR-Fußballs machten, angeführt von Reiner Calmund, der Personifizierung des cleveren Wessis. Wie sich der damalige Bayer-Manager den Oststar Andy Thom unter den Nagel gerissen hat? Calmund: „Ab über die Grenze, im Wohnblock von Thom den Aufzug hochfahren, am Türschild klingeln, mit dem Kind auf dem Boden Auto fahren und den netten Onkel spielen.“ Papa Andy wurde schnell weich.“

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