indirekter freistoss

Presseschau für den kritischen Fußballfreund

Donnerstag, 1. März 2007

Ball und Buchstabe

Er macht es sich und den Deutschen noch immer nicht leicht

Debatte über die verspätete und nichtöffentliche Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für Jürgen Klinsmann

Stefan Hermanns (Tsp) kritisiert Jürgen Klinsmann dafür, daß er sein Bundesverdienstkreuz verspätet und nichtöffentlich entgegennimmt: „Die Mißachtung des Publikums ist eigentlich noch schlimmer als die Mißachtung des Bundespräsidenten, der inzwischen mehr als ein halbes Jahr darauf wartet, daß sich Herr K. über den Atlantik bequemt, um sich das Verdienstkreuz an die breite Brust heften zu lassen. Zum Glück ist Horst Köhler nicht so verbohrt wie Jürgen Klinsmann. Sonst hätte er die Ehrung längst mit der Post in die USA geschickt. Per Nachnahme.“ Andreas Lesch (BLZ) ergänzt: „Als Leiter eines auf zwei Jahre befristeten Projekts sind seine Sturheit, seine Konsequenz, sein Blick von außen seine Stärke gewesen; sie haben ihm geholfen, gegen alle Widerstände zu bestehen. Jetzt aber, fast acht Monate nach der WM, schwankt Klinsmanns Verhalten immer noch zwischen eigenwillig und eigenartig. Seine Geheimnistuerei wirkt angestrengt und deshalb anstrengend.“

Michael Horeni (FAZ) schätzt hingegen Klinsmanns Sperrigkeit: „Zu Klinsmanns Qualitäten gehören seine Unabhängigkeit und der distanziert-analytische Blick auf das (Fußball-)Leben in Deutschland. Der Grat zwischen eigenwilligem und eigenartigem Verhalten war immer schmal in Klinsmanns Karriere. Der Held der Massen von gestern kümmert sich auch jetzt als Unternehmer und Familienmensch in Amerika nicht darum, was Funktionäre, Politiker oder Medien in Deutschland von ihm erwarten. In diesem Fall mindestens einen Auftritt für die Kameras – und auch eine Antwort auf die Frage, warum er seinen Orden so lange hat liegenlassen. Desinteresse, Undankbarkeit und fehlende Kinderstube sind auch in diesem Ehrungsfall die öffentlichen Stichworte gegenüber einer sperrigen Führungskraft, die von Konsensverhalten nicht viel wissen will. Klinsmann macht es sich und den Deutschen noch immer nicht leicht. Man kann das auch für eine Qualität halten.“

FAZ: Real immer schlechter, Capello immer zufriedener

John Terrys Verletzung auf youtube

Montag, 26. Februar 2007

Bundesliga

Der Fußball macht mit uns, was er will

Pressestimmen zum 23. Spieltag: Über Trainerfragen in Frankfurt und Bielefeld, neue Freude beim FC Bayern, Dortmunder Hadern, eine schnelle Hamburger Sättigung und die Unberechenbarkeit der Liga

Thomas Kilchenstein (FR) räsonniert über Gegenwart und Zukunft von Eintracht Frankfurt: „Das Grummeln in Frankfurt ist bereits vernehmbar, aber noch genießt Friedhelm Funkel Vertrauen. Es ist aber nicht endlos. Bruchhagen, so viel dürfte sicher sein, wird nicht sehenden Auges den vierten Abstieg so einfach hinnehmen wie 2004 mit Willi Reimann. Dafür hat die Eintracht zu viel investiert, dafür wäre der Weg zurück zu beschwerlich.“ Roland Zorn (FAZ) knöpft sich ungewöhnlich direkt die Trainer von Frankfurt und Bielefeld vor: „Die Mannschaft verbreitet nicht das Feuer, die Kraft und den Widerstandsgeist, Tugenden, die ein Bundesligateam braucht, um der Gefahr nachhaltig zu begegnen. Bei diesem Klub, der dank Bruchhagen inzwischen für Seriosität und ausgewogenes Handeln steht, stellt sich jetzt oder sehr bald die Trainerfrage. Die Mannschaft, an der der Trainer chronisch herumbastelt, scheint als hierarchisch amorphes Gebilde einen letzten Frische-Impuls zu brauchen. Schlimmer noch sieht die Lage in Bielefeld aus. Frank Geideck ist, weil der ideale zweite Mann, kein tauglicher Ersatz für die Chefposition. Der Mann leidet fast noch mehr als seine abstiegsangsterfüllten Spieler an der von ihm nicht gebremsten Pleitewelle. Wie sie beim Fahrstuhlverein Arminia angesichts des schon unter Thomas von Heesen negativen Laufs darauf kommen konnten, dessen loyalsten Zuarbeiter mit der Krisenbewältigung zu beauftragen, ist ein Rätsel. So aber könnten sich die Verantwortlichen in Bielefeld, voran der seltsam konturlose Sportgeschäftsführer Reinhard Saftig, schon in Kürze gezwungen sehen, ihren Fehler zu korrigieren.“

Aufflammende Leidenschaft

Heinz-Wilhelm Bertram (BLZ) deutet die ausgelassene Freude des FC Bayern gegen Wolfsburg als Methode: „Im taumelnden Zustand, in dem sich der FC Bayern seit Jahresbeginn befindet, reichen Fußballkonfirmanden, um einen halben Weltjubel auszulösen. Ottmar Hitzfeld stört das nicht, seinetwegen könnte morgen der FC Hintertupfingen aus der fünften Kreisklasse kommen. Auch gegen den würde der FC Bayern derzeit die Arme vor Jubel kaum wieder herunter kriegen. Vorausgesetzt natürlich, er würde gewinnen. Das macht vielleicht das Geheimnis der derzeitigen Bayern-Mannschaft aus: Hitzfeld trägt seine innerste Freude über kleine Besserungen und seine Zuversicht nach außen – und motiviert auf diese Weise selbst die Verzagenden. (…) Hitzfeld hat seinem Team wieder eine Seele mit einer aufflammenden Leidenschaft eingehaucht.“

Felix Meininghaus (Tsp) nimmt alle Dortmunder Offiziellen für das Tief in die Verantwortung: „Das eklatante Schnelligkeitsdefizit und der Mangel an Persönlichkeiten im Kader waren von Anfang an offensichtlich. Eigentlich hätte sich das Ziel, einen Startplatz im internationalen Wettbewerb anzustreben, verboten. Sportdirektor Michael Zorc für den schlimmen Ist-Zustand an den Pranger zu stellen, scheint legitim; er muß eine verfehlte Transferpolitik verantworten. Andererseits haben auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Ex-Trainer Bert van Marwijk die Zugänge für gut befunden. Und soll man Zorc und den anderen ernsthaft zum Vorwurf machen, sie hätten ahnen müssen, daß ein hochgelobter Stürmer wie Nelson Valdez eine Katastrophensaison hinlegt? Die Vorstellung, daß der im Winter verpflichtete Jürgen Röber eine Mannschaft mit so wenig Ausstrahlung (und aktuell vielen Verletzten) allein mit knackigen Parolen zu neuen Perspektiven führen würde, scheint reichlich naiv. Was bleibt? Nur der Vorsatz, eine verkorkste Saison mit möglichst wenig Schaden zu Ende zu bringen, um danach den personellen Umbau einzuleiten.“

Endlich beweist jemand Härte beim HSV

Mit ihrem Trainer liest Frank Heike (FAZ) den – wenn auch siegreichen – Hamburgern die Leviten: „Es wird wieder eine anstrengende und unangenehme Woche werden für die Profis des Hamburger SV. Überhaupt sind alle liebgewonnenen Bequemlichkeiten des behaglichen Lebens als Angestellter des HSV gestrichen, seit Huub Stevens in die Trainerkabine eingezogen ist. Man mag es kaum glauben: Nur zwei Siege nacheinander hatten manchen Hamburger Profi schon wieder satt und überheblich werden lassen – obwohl die Mannschaft Vorletzter der Bundesliga war. Diese lässige, bisweilen uneinsichtige Haltung hätte beinahe das glückliche 3:1 gegen Eintracht Frankfurt verhindert. Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Vorstand Bernd Hoffmann freuen sich über jede Disziplinarmaßnahme von Stevens und reiben sich im Hintergrund die Hände: Endlich beweist jemand Härte beim HSV, Härte und Durchsetzungsvermögen. Stevens ist im Moment genau der richtige Mann für den HSV, und es wird noch einmal deutlich, woran Thomas Doll scheiterte: Er war zu nett.“

Alles Wackelbilder, alles vergänglich

Andreas Lesch (BLZ) läßt sich irritieren von der Unberechenbarkeit der Tabelle: „Es gibt in der Bundesliga keine Sicherheiten mehr. Es gibt keinen Trend mehr, der das Geschehen dauerhaft prägt. Die Liga ähnelt einer Geisterbahn: Keiner weiß, welcher Schrecken hinter der nächsten Ecke lauert – oder welche Erleichterung. Das ist gut, weil es die Liga spannend hält und allzu frühzeitige Entscheidungen verhindert. Es ist aber auch schlecht: weil die Ausgeglichenheit kein Qualitätsmerkmal ist. Nicht die schwachen Vereine sind stärker geworden, sondern die starken Vereine schwächer. Die Liga hat sich auf einem Einheitsniveau eingependelt, das jede Vorhersage unmöglich macht.“ Auch Oskar Beck (Welt) wird aus der Liga nicht schlau: „Der Fußball macht mit uns, was er will. Die beste Antwort auf alle Fragen stammt von Descartes, der als Philosoph und Mathematiker auch den Fußball durchschaut hat: Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. Alles Wackelbilder. Alles vergänglich. (…) Stellen Sie sich vor, die Saison wäre erst mit der Rückrunde losgegangen. TV-Teams und Sonderkorrespondenten aus aller Welt wären am Samstag am Bruchweg erschienen, um das vorgezogene Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zu erleben.“

Samstag, 24. Februar 2007

Allgemein

Die Kahn-Kopie der Stunde

Das 1:3 Werders in Amsterdam löst in der Presse Entsetzen aus

Christian Eichler (FAZ) zeigt den dünnen Bremer Faden, der dank Tim Wiese nicht gerissen ist: „Erst warf er die Hände hoch zum Ball und wehrte Sneijders Schuß aus kurzer Entfernung spektakulär ab. Dann warf er die Hände hoch zum Himmel – und den Kopf, die weit aufgerissenen Augen gleich dazu. War es der Dank, die Probe bestanden zu haben? War es die Frage, womit er Vorderleute verdient habe, die ihm solche Proben auferlegten? Wahrscheinlich war es noch etwas ganz anderes: die Kahn-Kopie der Stunde, die Kombination von Torwart-Artistik und Torwart-Theatralik. Ein Spiel, von dem Werder nichts befürchtete und das am Ende zum Fürchten wurde, war in diesem Moment im Begriff zu kippen. Ohne Wieses Adrenalinstoß wäre das 1:4 gefallen, und vieles sprach dafür, daß dann in der letzten Viertelstunde im Ajax-Wirbel für das wankende Werder womöglich eine ganze Saison kaputtgegangen wäre. (…) Die Infektionsgefahr geht bei Werder inzwischen von allen gleichzeitig aus: von der desorientierten Abwehr um Mertesacker & Co., vom einfallslosen Mittelfeld, vom fahrigen Sturm. Nur Torwart Wiese rettete am Ende das Weiterkommen.“

Der Tagesspiegel schreibt: „Bei Werder scheint es ein Verhaltensmuster zu geben, das immer wieder auftaucht. Die Mannschaft kann sich in einen Rausch spielen. Zugleich gibt es nur wenige Teams, die in Krisenlagen derart die Haltung verlieren. Das 2:7 gegen Lyon aus dem Jahr 2005 – es wiederholt sich bei den Bremern regelmäßig, mit wechselnden Darstellern, in wechselnden Situationen, mit wechselnden Gegnern. Wie ein Virus verbreitet sich in diesen Spielen die Lähmung durch die Mannschaft.“

BLZ: „Es macht mir Angst“ – Susanne Franke, Kopf einer Schalker Fan-Initiative über den Gasprom-Deal

taz: Turbine Potsdam, der erfolgreichste Frauenfußballklub der letzten Jahre, ist nur noch Mittelmaß

FAZ/Hintergrund: Die ersten WM-Babies sind da – Babyboom nach WM, Kinder des Nachspiels

Freitag, 23. Februar 2007

Champions League

Vom Erfolg bereits ausgebrannt?

Pressestimmen zur Niederlage Barcelonas gegen Liverpool

Ronald Reng (SZ/taz) ergründet das Schwinden der Schönheit des FC Barcelona und legt den Finger in eine Bremer Wunde: „Der Fußball rollt längst zu schnell, er läßt großartigen Teams keinen Atem mehr zum Verweilen, seit 1990 feiert die Champions League jedes Jahr einen neuen Sieger, selbst Barça, das spielstärkste Team seit dem AC Mailand der frühen neunziger Jahre, wird nun offenbar nach nur einer Saison vom Thron gestoßen. Die traurige Sehnsucht nach der guten, alten Zeit, die doch nur ein Jahr zurückliegt, wohnt schon die gesamte Spielzeit über im Camp Nou. Barça, das im Sommer auf Schautournee nach Amerika ging, im Winter die Klub-WM in Japan spielte, hetzt von Spiel zu Spiel, ohne das nötige Training, ohne die nötige Fitness. Ronaldinho, der im Duell um den Ball ein ums andere Mal von den Liverpoolern einfach weggedrückt wurde, war ein schreiendes Denkmal dieser Kraftlosigkeit. Leo Messi, Symbol der Grenzenlosigkeit des Vorjahres, spielte wie er aussieht: ein schüchterner Junge unter Männern. Man braucht keine außergewöhnlichen Anstrengungen mehr, um Barça zu besiegen. Man muß noch nicht einmal Fußball spielen. Man muß nur den von Barça verhindern. So wie dieses Jahr schon Madrid, Chelsea, Valencia genügte Liverpool Beharrlichkeit und eine vorzügliche defensive Ordnung. Nur Werder Bremen glaubte, gegen Barça mitspielen zu können und wurde prompt vorgeführt. Umso erstaunlicher ist es, daß in Deutschland nie über die Bremer Taktik debattiert wurde.“ Markus Jakob (NZZ): „Sollte eine Mannschaft, deren Schlüsselspieler zwischen 19 und 27 Jahren alt sind, vom Erfolg bereits ausgebrannt sein?“

Einer von den alten Wilden

Christian Eichler (FAZ) porträtiert Liverpools ersten Torschützen, der jüngst noch seinen Kollegen John Arne Riise, den zweiten Torschützen, mit einem Golfschläger bearbeitet haben soll: „Wo Craig Bellamy ist, ist immer Strafraum. Die Sauftouren und Männlichkeitsrituale, die pubertären Eskapaden und Exzesse und zerstörten Hotelzimmer, sie gehörten lange Zeit zur Folklore des englischen Fußballs. Es war das Symbol des Aufsteigers aus der Arbeiterklasse, der nun so viel Geld hat wie die Oberklasse und seine Unabhängigkeit von deren Regeln demonstrieren muß. Ausländische Trainer wie Wenger, Mourinho und Benitez haben als Gegenbild dazu ein professionelles Arbeitsethos durchgesetzt, das den ungezähmten englischen Kick europäisierte. Nur manchmal taucht noch einer von den alten Wilden auf, er wirkt dann wie ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert.“

BLZ: Gehirn schlägt Geld – der Erfolg des VfB Stuttgart beweist, daß die Hierarchie in der Bundesliga nicht betoniert ist

Donnerstag, 22. Februar 2007

Champions League

Beim FC Bayern beginnt langsam wieder Leben einzuziehen

Uneinheitliche Bewertungen der 2:3-Niederlage in Madrid / Viel Lob für David Beckham

Roland Zorn (FAZ) dreht den Schwarzsehern eine lange Nase und hofft auf Zugaben: „Es lebe das Vorurteil, das zu diesem Sport der unverhofften Wendungen und unerwarteten Volten gehört wie der Ball selbst. Alle Welt dachte, einen Klassiker mit Patina-Überzug vorgesetzt zu bekommen, einen Krisengipfel zweier kränkelnder Spitzenklubs von gestern, eine Zitterpartie, die nur von ganz weitem an die großen Tage von Real Madrid und Bayern München erinnern würde. Es kam ganz anders und wie so oft im Fußball, dessen Protagonisten sich immer wieder selbst widerlegen – und sei es nur für einen triumphalen oder traurigen Moment. Vergessen wir das nicht im luftleeren Raum gebildete Vorurteil und glauben an die wiederentdeckte Realität, die vielleicht auch nur ein schöner Tagtraum gewesen ist!“ Sven Goldmann (Tsp) deutet die Torflut anders: „Ohne Fehler fallen keine Tore, und ohne Tore hat das Publikum keinen Spaß. Die Krisenklubs aus Madrid und München haben den Zuschauern großartige Unterhaltung geboten. Möge ihre Krise noch ein wenig anhalten, am besten bis zum Rückspiel.“

Andreas Burkert (SZ) hebt den Kampfesmut der Bayern hervor: „Was den Münchnern nach einer Ewigkeit mal wieder gelang, ist eine späte Antwort. Ein Signal, ein Lebenszeichen, das zuletzt gegen Hannover ausgeblieben war und in Dortmund und in Nürnberg und kürzlich auch in Aachen.“ Christoph Biermann (SpOn) fügt hinzu: „Die großen Webfehler dieses Teams, dem ein Mann im offensiven Mittelfeld genauso fehlt wie Stabilität in der Innenverteidigung und Flexibilität im Sturm, wird Ottmar Hitzfeld in dieser Saison kaum noch lösen können. Doch in Madrid ahnte man zum ersten Mal, daß beim FC Bayern langsam wieder Leben einzuziehen beginnt.“

Das schlechtere zweier kriselnder Teams

Boris Herrmann (BLZ) kann dem Lob nicht viel abgewinnen: „Der FC Bayern hat sich in der ersten Hälfte wie eine Schülermannschaft verkauft, und danach immerhin eine ansprechende Reaktion gezeigt. Das ist kein Grund zum Jubeln, sondern eine Selbstverständlichkeit in einem Spiel, das vorab zum großen Charaktertest erklärt worden war. Die Münchner haben sich nicht blamiert, aber sie haben 2:3 verloren; und zwar zum fünften Mal hintereinander in einem Pflichtspiel auf fremden Rasen. Dem Verein droht eine Saison ohne Titel, da fällt es schwer, von einem Aufbruch in bessere Zeiten zu sprechen.“ Und an anderer Stelle schreibt er: „Der FC Bayern präsentierte sich als das schlechtere zweier kriselnder Teams.“

Ein Verlust für Real und die Champions League

Die Journalisten erklären David Beckham zum besten Spieler. Joachim Klumpp (StZ) gibt zu: „Wohl selten hat nicht nur das Haargel von Beckham so geglänzt, sondern auch er, als Spieler. Und das keineswegs als Galaktischer, sondern einfach als Fußballer, der köpft, grätscht, flankt und Tore vorbereitet. In dieser Form ist er ein Verlust – für Real und die Champions League.“ Florian Haupt (Welt) ergänzt: „Zwei seiner Standardsituationen führten gegen die Bayern zu Toren, eine dritte bescherte dem parierenden Oliver Kahn einen der für ihn immer selteneren Momente des Ruhms. Aber Beckham war viel mehr als nur der üblich präzise Schütze von Eckbällen und Freistößen. Zusammen mit den anderen Veteranen führte er sein Team aus der spielerischen Depression der letzten Monate. Beckham (102 Einsätze), Roberto Carlos (105) und Raúl (106) sind die Rekordspieler der Champions League, und es war vor allem die alte Garde, die Real Madrid in den ersten sechzig Minuten mal wieder wie Real Madrid aussehen ließ.“

Tsp: Vorteil Bayern
FAZ: Der gefühlte Sieg des FC Bayern (mit Bildstrecke)
SZ-Interview mit Lucio: „Hitzfeld weiß, wovon er redet“
BLZ: Kommentar über Mark van Bommels Jubelgeste
NZZ: Ängstlich oder ausgepowert? Real Madrid nur eine Halbzeit lang mit Spielfreude und Energie

NZZ-Bericht Celtic–Milan (0:0)

NZZ-Bericht Barcelona–Liverpool (1:2)
FAZ: Risse im Universum FC Barcelona
SZ: Barcelonas Angreifer Samuel Eto‘o mißachtet wieder einmal die Grenze zwischen Ehrgeiz und Egoismus
NZZ: Zoff in Liverpool
FR: FC Liverpool – mit US-Dollar an die europäische Spitze

FR: Dampf unterm Bremer Deckel

BLZ: Erstmals könnte eine Fußball-EM nicht im Fernsehen übertragen werden

Dienstag, 20. Februar 2007

Unterhaus

Diese Mannschaft kann nichts

Fast apokalyptische Kommentare zum 0:5 der Kölner in Essen

Nach dem 0:5 in Essen räumt Frank Nägele (Kölner Stadt-Anzeiger) einen fast zwanzig Jahre alten Kölner Irrtum ein: „Dieses Ereignis markiert das Ende einer Idee, die so tief in den Köpfen der Menschen hier saß, daß sie sogar noch daran festhielten, als schon alles dagegen sprach. Die Idee besagte, daß all das sportliche Scheitern hier ausschließlich mit der Abwesenheit des Fußballtrainers Christoph Daum zu tun hatte. Doch jetzt und heute darf man festhalten: Diese Erklärung war falsch. Denn die Mannschaft hat mit dem Trainer Daum ein Spiel auf eine Art verloren, die keinen Raum mehr für Interpretationen zuläßt. Im Licht dieser Pleite erscheinen auch die Siege gegen Jena und Braunschweig als bloße Launen des Zufalls. Denn diese Mannschaft kann nichts. Sie hat keinen Zusammenhalt, kein fußballerisches Potenzial, keine Offensivkraft, keine Ordnung, keinen Geist. (…) Dieser Trainer hat schon viele Dinge gemacht in seiner Karriere, aber wie es sich anfühlt, die zerrüttete Mannschaft eines Zweitligisten zu übernehmen, der zu den Gesängen des tief gläubigen Anhangs seinen einst klangvollen Namen wie eine Monstranz vor sich herträgt, davon konnte Daum keine Ahnung haben. Er hätte aber wissen können, daß er sie nicht hat.“

Daniel Theweleit (FR) läßt an der Kölner Vereinsführung kein gutes Haar: „Die Darbietung muß wohl als ein Akt der Selbstaufgabe begriffen werden. Man kann sie durchaus als Reaktion der Mannschaft auf all den Irrsinn rund um den Verein betrachten. Die Klubführung hat sich in den vergangenen Monaten oft ebenso destruktiv verhalten wie Daum – daß sich eine Mannschaft in solch einem Umfeld irgendwann selbst aufgibt, folgt einer gewissen Logik. Zuletzt hatte Manager Michael Meier im Transferstreit mit Bayer Leverkusen um Patrick Helmes eine Eskalationspolitik betrieben, wie sie auch George W. Bush nicht besser hinbekommen hätte. Zwar hat der FC in diesem Konflikt von der DFL erst mal Recht bekommen, das Ergebnis ist jedoch, daß viele Fans den Stürmer nun wüst beschimpfen und Meiers Ansehen großen Schaden genommen hat. Auch das messianische Theater um die Figur Daum ist in Teilen der Mannschaft nicht gut angekommen, zudem hat die wilde Kaufwut des neuen Trainers in der Winterpause die Schar der Unzufriedenen im Kader deutlich wachsen lassen. Und die bisweilen nahe an der Respektlosigkeit entlang schrammende öffentliche Kritik Daums hat die Identifikation der Spieler mit diesem Klub gewiß nicht erhöht.“

Fähigkeit zur Selbstkritik? In Köln keine Spur davon, vermutet Theweleit: „Immerhin merkte Meier an, daß man nun ‚alles in Frage stellen‘ müsse, das eigene Wirken eingeschlossen. Erinnert man sich jedoch, wie unfähig Meier als Dortmunder Manager war, eigene Fehler im Finanzskandal einzusehen, und nimmt man die Kritikunfähigkeit Overaths hinzu, wird sich vermutlich wenig ändern.“ Thomas Kistner (SZ) spottet: „Wem verdankt sich all das? Dem Coach, der ein namhafter Guru ist! Ein Hexer, Großmotivator und Handaufhal … sorry, -leger, dessen marienhafte Erscheinung ganz Köln schon im Herbst in Faschingstaumel versetzt hatte. Ja, selbst der Oberbürgermeister war Teil jener Polonaise, die den Guru direkt vom Krankenbett im örtlichen Spital weg verpflichtete: Hlg. Christoph, rette uns!“

FAZ-Interview mit Oliver Kahn: „Wer Extreme sucht, ist im Fußballtor gut aufgehoben“
SZ-Interview mit Mark van Bommel
SpOn: Bayern München, überfordert, fertig, kaputt
BLZ: Die Krisenklubs Real Madrid und Bayern München wollen für eine Nacht die Zeit zurückspulen
NZZ: In einem Duell zweier Vertreter aus der letzten Dekade des europäischen Klubfußballs, die in ihrer stampfenden Schwerfälligkeit wie leibhaftige Relikte wirken, ist der FC Bayern nur Außenseiter
Interview mit Reals Ex-Trainer Vicente del Bosque auf welt.de

NZZ: Glasgow – ein reizvoller Schauplatz in der Champions League

Montag, 19. Februar 2007

Bundesliga

Fußballgucken ist auch in Bremen wieder Strafarbeit geworden

Pressestimmen zum 22. Spieltag

Andreas Burkert (SZ) nimmt die 0:1-Niederlage der Bayern in Aachen zum Anlaß, deren Unternehmensstrategie zu kritisieren: „Welche Philosophie hinter den zugegeben recht imposanten Werbeplakaten des FC Bayern steht, ist seit Jahren nicht mehr zu erkennen, sofern man wirtschaftliche Potenz, den Vip-Faktor auf der Tribüne oder die Legende vom Sieger-Gen nicht als Philosophie durchgehen läßt. Die beiden Erfolgsjahre unter Magath haben den Platzhirschen glauben lassen, er mache vieles richtig – doch wer sich perspektivisch orientiert, darf sie nun als verlorene Jahre werten. Als Folge dessen steht Bayern nicht der gewünschte Übergang in eine neue Ära bevor, sondern ein Umbruch wie ein Unwetter. Schon bei der nahenden Trainerkür werden die auf namhafte Meisterlehrer geeichten Münchner andeuten, ob sie bereit sind, sich doch einmal den Trends des modernen Fußballs öffnen zu wollen. Denn ihnen fehlt kein Name. Sondern eine Idee.“

Auch Gerd Schneider (FAZ) knöpft sich die Klubführung vor: „Der Zeitpunkt naht, da die sportliche Krise auf die operative Führung der Bayern – in Person von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge – zurückfällt. Sie haben die Qualität des aktuellen Kaders weit über- und das Vakuum nach Michael Ballacks Weggang weit unterschätzt. Sollte ihre risikofreie Retro-Lösung in der Trainerfrage nicht bald aufgehen, könnten turbulente Monate auf die Münchner zukommen. Fußball-Derrick Ottmar Hitzfeld und sein Harry Michael Henke machen momentan nicht den Eindruck, als könnten sie den kniffligen Fall rasch lösen. Bislang spricht Hitzfelds Bilanz nicht dafür, daß sich Magaths Rauswurf gelohnt hat. Nicht auszudenken, setzte sich das Scheitern nun auch im Duell mit Real Madrid fort. Früher waren die Bayern Meister der Kunst, Krisen zu bewältigen, indem sie ihnen einfach zuvorkamen. Doch dafür ist es dieses Mal definitiv zu spät.“

Philipp Selldorf (SZ) beschreibt die Atmosphäre am Tivoli nach dem Spiel und wirft einen Blick in die Münchner Zukunft: „Es herrschte diese zirkusartige Menschen-Tiere-Sensationen-Stimmung, die typisch ist, wenn Bayern ein Auswärtsspiel verliert. (…) Uefa-Cup, das ist für die seit einem Dutzend Jahren in Europas Spitzenliga beheimateten Bayern ein verlorener Ort wie die Wüste Gobi, in der kein Strauch wächst und kein Leben möglich ist.“

FAZ-Hintergrundbericht über die Stimmung bei den Bayern

Natürlich kommt auch im Fußball Hochmut vor dem Fall

Ralf Wiegand (SZ) schildert das Bremer Problem am Beispiel ihrer Fans: „Nach dem Tor zum 2:0 war den Bremern der Spaß vergangen. Eine Massenflucht aus dem Weserstadion setzte ein, wie man sie seit den Zeiten eines Trainers Felix Magath hier nicht mehr gesehen hat. Der Fun-Park hat fürs Erste geschlossen, Fußballgucken ist auch in Bremen wieder Strafarbeit geworden. Mitten hinein in die Überzeugung des Publikums, ausgerechnet in ihrer Stadt sei die Kunst des Ballspiels neu erfunden worden und ihr Team Barcelona längst viel näher als Bielefeld, hat Werder dreimal hintereinander verloren. Nun staunt das Publikum (…) Natürlich kommt auch im Fußball Hochmut vor dem Fall.“

Dominanter Konterfußball

Christof Kneer (SZ) preist das neuartige Erfolgsrezept Stuttgarts und Schalkes: „Es ist nicht mehr zu übersehen, dass ein neuer Spielstil dabei ist, die Liga zu erobern. Der auf Dominanz und Spielkontrolle berechnete Bremer Kombinationsfußball tut sich im Moment schwer gegen jene neue Art des Konterfußballs, die der VfB oder gerne auch Schalke 04 vorführen. Es ist nicht die Art Konterfußball, mit der sich kleine Mannschaften gegen große Mannschaften wehren. Es ist eine Art Fußball, die den Kontercharakter mit dominanten Elementen so mischt, daß am Ende ein abenteuerlustiger Überfallfußball daraus wird. Wie ein Außenseiter lauern die Stuttgarter/Schalker auf Fehler des Gegners, und wenn sie einen sehen, dann nutzen sie ihn aus wie ein Favorit. Sie kombinieren sich dann mit halsbrecherischem Tempo und schwindelerregender Präzision ins Ziel.“

FAS-Interview mit dem Bielefelder Trainer Frank Geideck

BLZ: Durch präventive Maßnahmen gelten die englischen Hooligans heute als relativ problemlos

Freitag, 16. Februar 2007

Allgemein

Beste Bremer Pokal-Tradition (3)

Differenziertes Lob für Werder Bremen, 3:0-Sieger gegen Ajax Amsterdam, und Bayer Leverkusen, 3:2 über die Blackburn Rovers erfolgreich

Frank Heike (FAZ) bescheinigt den Bremern eine gelungene Rückbesinnung auf ihre Tugenden: „Nach den beiden Niederlagen in der Bundesliga standen die vorher gefeierten Bremer Profis plötzlich als Schönspieler da. Schaaf hatte in vielen Gesprächen dann mehr Biß und Zweikampfstärke verlangt; Inhaltsstoffe des Fußballs, die auch in Bremen, dem Hort des hochwertigen Spiels, dringend benötigt werden, um nicht nur hübsch, sondern auch erfolgreich zu spielen. Das 3:0 brachte Werder Bremen zurück zu der bewährten Mischung aus grimmigem und ansehnlichem Auftreten, die nun einmal notwendig ist, um (selbstgesteckte) höchste Ziele zu erreichen.“ Auch Ralf Wiegand (SZ) gefällt das Kernige am Bremer Spiel: „Ein brodelnder Topf voller gespannter Erwartung war das – willkommen im Europapokal! Die Ursprünglichkeit des K.o.-Systems – Auge um Auge, Zahn um Zahn – war genau das Richtige, um die Fußballer von Werder Bremen aus ihrer Minidepression zurück ins Leben zu holen. Der Sieg war weniger brillant als leidenschaftlich herausgespielt, stand damit aber in bester Bremer Pokal-Tradition.“

Dennoch erschrickt Wiegand über die Form der Bremer Stürmer, insbesondere Miroslav Kloses: „Im Bremer Angriff, in der Hinrunde wahrscheinlich der beste Europas, fehlt jegliches Vertrauen in sich und die anderen. Der lange verletzte Aaron Hunt, vor ein paar Monaten noch auf dem Weg in die A-Nationalelf, ist momentan Werders Regionalliga-Mannschaft viel näher, aus der er kam. Hugo Almeida ist zwar ein Hochsprung-Wunder, aber kein Kopfball-Ungeheuer, und der schwer nierenkranke Ivan Klasnic hat andere Sorgen. Aber Miroslav Klose? Dem prominentesten deutschen Angreifer gelingt, seit er öffentlich mit einem Wechsel ins Ausland kokettiert, nicht mehr sehr viel. Manches erinnert an seine letzten Monate beim 1. FC Kaiserslautern. Vom FCK-Vorstand in höchster Finanznot für fünf Millionen Euro an eine Lottogesellschaft verpfändet, brach er unter dem Druck, das einzige Kapital seines Vereins zu sein, komplett zusammen. Diesmal macht sich Klose den Druck selbst.“ Heike stimmt ein: „Es wurde sehr deutlich, daß sich Werder die Formschwäche aller drei Stürmer nicht leisten kann: Weder Klose noch Hunt noch Almeida sind so torgefährlich wie in der Hinrunde. So paßte es ins Bild, daß die Torschützen allesamt Defensivkräfte sind.“

Bayer, die Unvollendete

Peter Heß (FAZ) streicht das Fragmentarische an Bayer Leverkusen heraus: „Es war wie so oft in dieser Spielzeit. Als der Vorhang fiel, erhielt Bayer Leverkusen freundlichen, wohltemperierten Applaus für seine Vorstellung, aber unter den Beifall mischten sich Seufzer. Tja, die alten glorreichen Tage sind vorüber, seitdem die Bayer AG das Geld spärlicher in den Leverkusener Profifußball fließen läßt. Die angehäufte Qualität reicht immer noch aus, um ein paar Glanzlichter zu setzen, aber der durchschlagende Erfolg stellt sich nicht ein. (…) Die ambitionierte Arbeit von Michael Skibbe, einen modernen, offensiven Fußball spielen zu lassen, ist erkennbar, aber nicht abgeschlossen. Bayer, die Unvollendete. Das gilt nur nicht für einen: Bernd Schneider. Er dirigiert im Mittelfeld auf einem Niveau, das absolute europäische Spitzenklasse darstellt. Trotz des fortgeschrittenen Alters verfügt Schneider über eine körperliche Fitness, die ihn dazu befähigt, 90 Minuten das Spielfeld zu beackern und ohne Konzentrationsverlust sein Genie zum Strahlen zu bringen. Kunst und Handwerk, Frechheit und Demut, Freude am Solo wie am Mannschaftsspiel: Schneider vereinigt alle Tugenden eines Fußballprofis in sich.“ Philipp Selldorf (SZ) ergänzt: „Die Leverkusener Elf hat an einem eigentlich gelungenen Europacupabend mal wieder nachgewiesen, daß sie zwar bei Bedarf gut Fußball spielen kann, daß ihr aber auch die zupackende Mentalität fehlt. Wobei der Trainer übrigens keine Ausnahme bildet.“

SZ-Kommentar: Daß die Bundesliga vorerst nicht in T-Com-League umgetauft wird, ist eine gute Nachricht
FAZ: Sponsoring – Telekom will Bundesliga keinen Namen geben

FAZ: Wie übernehme ich einen englischen Fußballverein? Ein Leitfaden
FAZ: Geldanlage – riskantes Spiel mit Fußballaktien
BLZ: FC Immobilie – im spanischen Fußball verdienen etliche Spitzenklubs mit windigen Baulandgeschäften das große Geld

NZZ: Eto‘o aus Neid ausgerastet?

NZZ: Neuer Randalierer-Typus? Die Täter von Leipzig entziehen sich einer Kategorisierung
BLZ: Ultra ist nicht gleich Ultra – Italiens Fanszene dient zwar als Vorbild, unterscheidet sich aber deutlich von der in Deutschland

FAZ-Portrait Bruno Labbadia

FR-PortraitBenjamin Lauth

Mittwoch, 14. Februar 2007

Ball und Buchstabe

Gewalt und Fußball gehören leider oft zusammen

Die Randale in Leipzig beschäftigen die Sportpresse: Kritik an der Politik wegen mangelndem Präventionswillen

Philipp Selldorf (SZ) empfiehlt Sozialarbeit, um der Gewalt entgegenzuwirken: „Die Fußball-Gewalt ist vor allem im Osten akut. Dort wird die von mangelnden sportlichen Erfolgen ihrer Vereine frustrierte Fan-Szene von Rechtsradikalen unterwandert. Eine Abgrenzung läßt sich – wie es im Westen gelungen ist – nur durch gezielte Fan-Arbeit erreichen. Das verlangt Zeit, ist mühsam und kostet Geld, das der Freistaat Sachsen bisher nicht aufzubringen bereit war. Aber es ist allemal besser, als zu Spielen der fünften Liga Hundertschaften der Polizei zu entsenden. Wenn alles nichts nützt, bliebe nur der italienische Weg: ohne Publikum spielen zu lassen.“

Michael Horeni (FAZ) stört, daß die Politiker ihren Liebling schnell vergessen kann: „Die Reaktionen der beiden großen Fußballnationen, wenn der Lieblingssport ihrer Gesellschaften seine Fratze zeigt, sind nahezu identisch. Wie in Italien will nun auch in Deutschland die Politik nicht mehr mitspielen, wenn Leib und Leben von Beamten und Zuschauern regelmäßig in Gefahr geraten. Geisterspiele oder eine Spieltagsabsetzung sind nach den Ausschreitungen auch im deutschen Osten nicht mehr fern. Die einschneidenden Maßnahmen sind aber auch das Eingeständnis, daß der Sport und die Politik an der präventiven Lösung des Gewaltproblems bisher kläglich gescheitert sind.“

Boris Herrmann (BLZ) trennt die Gewalt in Italien von der in Deutschland: „Das deutsche Konzept hat das Problem des Hooliganismus keineswegs gelöst, es hat die Gewalt nur aus dem Blickfeld der Fernsehkameras heraus in die unteren Spielklassen verdrängt. Deutschland freut sich zwar gern über seine hochmodernen WM-Arenen und zeigt mit dem Finger nach Sizilien, aber an Standorten wie Leipzig und Dresden sind die Mitarbeiter der Fan-Projekte weiter heillos überfordert und chronisch unterfinanziert. Auch wenn es naheliegt, es geht an der Realität vorbei, die Ereignisse von Catania und Leipzig als zwei Symptome derselben Krankheit zu sehen. Dafür ist das Gemisch der Ursachen von Jugendgewalt zu komplex, die Fan-Kultur in Italien und Deutschland zu unterschiedlich. Eine Parallele läßt sich dennoch ziehen: Die Probleme werden so lange verdrängt, bis Blut fließt und alle hinschauen. Dann werden so lange populistische Vorschläge gemacht, bis alle gelangweilt sind und wieder wegschauen.“

Thomas Kistner (SZ) ordnet die Randale in Leipzig in einen großen Zusammenhang ein: „Gewalt und Fußball gehören leider zu oft zusammen, auch wenn die Unterhaltungsindustrie Profifußball mit ihrer ins Wirtschaftssystem integrierten Medienmaschine davon sehr geschickt abzulenken weiß. Wie sonst könnte unter dem Eindruck von Leipzig schon in Vergessenheit geraten, daß gerade erst im Siegerland-Kreis ein ganzer Spieltag abgesagt wurde: Dort spielten sich die Jagdszenen auf dem Rasen ab, und die Schiedsrichter hatten Angst, bestimmte Teams zu pfeifen. Vergessen der Berliner Kreisligist, dessen Spieler und Betreuer nach Ausfällen gegen den jüdischen Klub Makkabi via Sportgericht zum Besuch von Antirassismus-Seminaren verurteilt werden mußten. Und haben nicht Millionen die Kabinenpredigt des Bundestrainers im Sommermärchen-Film noch im Ohr, von den Polen, die es durch die Wand zu hauen gilt? Auch der Fußball spielt mit.“ Wolfgang Hettfleisch (FR) ergänzt: „Wer nun mit dem Finger auf die Schmuddelkinder aus Leipzig zeigt, ignoriert die Ausmaße des Problems. Die Jagd auf Polizisten wird in einschlägigen Internet-Foren bereits schamlos beklatscht. Der Haß ist grenzenlos. Und er gilt auch dem Staat.“

SpOn: In Fanprojekte und Sozialarbeit will die Landesregierung nicht investieren – stattdessen fließen Millionen in Polizeieinsätze
FAZ/Hintergrund: Über Fan-Arbeit in Leipzig
FAZ/Hintergrund: „Der finanzielle und ideelle Schaden ist schwer zu ermessen. Doch die schlimmste Erkenntnis des Geisterspieltags liegt darin, daß die Ultras in ihrem Krieg gegen Polizei, Staat und friedlichen Fußball nicht so schnell kapitulieren werden.“
taz: Leipziger Allerlei – erfahrene Hooligans stiften gewaltbereite junge Ultras zu einer Schlacht gegen Polizisten an; die Fanszene des 1. FC Lokomotive Leipzig gerät in den Fokus
BLZ: Nach den Ausschreitungen in Leipzig setzt der sächsische Fußballverband sechzig Spiele am Wochenende ab
SZ-Feature über die Krawalle von Leipzig

NZZ: Der Calcio auf der Intensivstation

Dienstag, 13. Februar 2007

Bundesliga

Stil, Charakter und Konsequenz

Respektbezeugungen der Presse über den leisen Rücktritt Thomas von Heesen in Bielefeld

Roland Zorn (FAZ) nimmt den Trainerwechsel in Bielefeld von Kritik aus: „Business as unusual rund um den ostwestfälischen Klub, dessen handelnde Hauptpersonen Stil, Charakter und Konsequenz bewiesen hatten. Dazu sorgten die alten und neuen Verantwortlichen des Klubs auch noch für ein Überraschungselement im Augenblick der Verkündigung des Unabwendbaren. Weder von Heesens Spieler noch irgendein journalistischer Begleiter der Arminia wußten vorher, daß sich der scheidende Trainer schon während der Woche mit der Geschäftsführung des Klubs auf den Abschied von Bielefeld nach zwölf Jahren treuer Zusammenarbeit in verschiedenen Funktionen – Spieler, Manager, Trainer – geeinigt hatte. (…) Die interne Bielefelder Lösung birgt viel Charme, ist aber auch risikobehaftet, denn Geideck war von Heesen stets ein loyaler und überzeugter Begleiter.“

Ulrich Hartmann (SZ) fügt hinzu: „Der kurzfristige Rücktritt von Heesens sorgt weder in der Mannschaft noch im Management noch bei den meisten Fans für ein Gefühl der Befreiung, insofern ist der Trainerwechsel kein klassischer, wie ihn branchenübliche Bredouillen bisweilen fordern. Von Heesen mußte nur vorsorglich verhindern, dem neuen Trainer sowie seinem langjährigen Verein im Mai einen Absteiger zu hinterlassen.“

FAZ-Interview mit dem möglichen Bayern-Kandidaten Bernd Schuster: „Ich bin Leuten gegenüber, die ich nicht kenne, anfangs ziemlich reserviert. Aber ich bin offener geworden. Das haben mir Leute aus meinem Umfeld bescheinigt. Aber man kann sich halt nicht total ändern. Aus einem Griesgram wird nicht plötzlich ein Karnevalsjeck.“

SZ: Eine neue Generation Trainer ist in der Bundesliga am Werk

Tsp: Bundesliga-Trainer wollen keine Konkurrenten sein

BLZ: Einmal Verteidiger, immer Verteidiger – Georg Buschner, der die DDR 1976 zum Olympiasieg im Fußball führte, starb im Alter von 81 Jahren

FR: Südafrikas Trainer Perreira erhielt Arbeitsverbot – durch eine Organisationspanne

NZZ: Schonfrist für Capello in Madrid

NZZ: In Belgien avanciert der KRC Genk zum Titelaspiranten

Montag, 12. Februar 2007

Ball und Buchstabe

Spätfeudale Attitüde des Fußballs

Sehr lesenswerte Hintergrundanalysen zur Lage des italienischen Vereinsfußballs

Dirk Schümer (FAZ/Leitartikel) beleuchtet das Archaische des italienischen Fußballs : „Nicht grundlos wird man beim calcio immer öfter an die uralten römischen Zirkusspektakel erinnert: Brot und Spiele, bei denen der stolze Patron die Gladiatoren spendiert und der Pöbel sich gehenläßt. Mit ähnlicher Triebabfuhr wurde der Fußball bereits im Florenz der Renaissance als dynastische Feier der Medici-Sippe abgehalten. Offenbar sind diese Rituale zäher, als die Zivilgesellschaft glauben macht; sie haben den anderswo so hippen calcio in Italien zum Sport der Gestrigen gemacht. Seine rückwärtsgewandten Inszenierungen offenbaren ein Land, das seine Modernisierung höchstens halb vollzogen hat und seine moderne Identität nicht findet. Die wenigen an der Spitze wollen ihre Feudalmacht nicht abgeben und gehen – wie Liga-Präsident Matarrese – bei ihrem Millionenspiel lächelnd über Leichen. Und die Massen unten wollen nicht von ihrem angestammten Recht auf Rabatz lassen. Beide Phänomene, der Medienmogul-Fußball-Politiker Berlusconi und seine altkommunistische Opposition, sind zwei Seiten derselben Medaille. In anderen Ländern wurden die reichen Industriellen, die den Fußball aus der Firmenkasse unsauber finanzierten und ruinierten, durch Management und lukrative Vermarktung ersetzt. Die bürgerlichen Mittelständler, die Freizeitspaß statt Prügel suchen, zogen begeistert nach. Italien dagegen hat seine unvergleichliche Küche und seine ansteckende Lebenslust vor der Gleichmacherei der Globalisierung einstweilen bewahren können, aber eben auch seine halb- oder illegalen padroni und seine allzu vielen ideologischen Feuerköpfe – und die zurückgebliebenen und arbeitslosen Vorstadtjugendlichen, in deren Vitalität Pasolini so fatal vernarrt war. In diesem einzigartigen Milieu hat eine spätfeudale Attitüde des Fußballs überlebt, die nicht mehr nach Europa paßt, rund ums alte Rom aber nur schwer auszurotten ist.“

Wird Italiens Fußball die Gewalt in den Griff bekommen? Giuseppe D‘Avanzo (NZZ) sieht schwarz: „Alles, was der italienische Fußball anfaßt, wird vergiftet, deformiert, gelähmt. Auch die Arbeit der Polizei, wie das der kommunistische Abgeordnete Francesco Caruso, leichtsinnig in die Diskussion geworfen hat (und auch er wurde von der nationalen Heuchlerfront zum Schweigen gebracht). Dieser Spinner hat die unangenehme Wahrheit ausgesprochen, daß die Polizei ihr Metier nicht beherrscht beziehungsweise daß sie es nicht ausüben darf. (Caruso kritisierte die immer gleiche Gummiknüppeltaktik.) Dadurch verwandelt sie den gewalttätigen Wahn von ein paar wichtigtuerischen Rädelsführern auf der Suche nach Ruhm, Selbstdarstellung, Macht, Einfluß und Geschäften in ein sozio-kriminelles Phänomen. Statt diese wenigen auszuschalten – deren Namen, Adressen und Händel bekannt sind –, simuliert die Polizei jeden Sonntag den Mann-gegen-Mann-Kampf, wie wenn es sich um einen gefährlichen Gesellschaftsfeind handeln würde, wie wenn die Ultras ein monolithischer Feind wären. Das sind sie nicht, aber diese vorgetäuschte Situation dient dazu, alles so zu lassen, wie es ist, und keine Einzeltäter zu verfolgen, denn harte Urteile könnten destabilisierende Angriffe auf das System auslösen, das unfähig zur Erneuerung ist. Alle, auch das Publikum, das den Fußball liebt, zahlen den Preis für diese Mißachtung von Gesetz und Ordnung. Ob das so weitergeht? Ja, so wird es weitergehen. Trotz den Toten von gestern und, Gott verhüte es, den Toten von morgen.“

Fahrlässig

Ralf Köttker (Welt) kehrt vor der eigenen Haustür: „Um der Gewalt nachhaltig entgegen wirken zu können, müssen gesamtgesellschaftliche Maßnahmen getroffen werden. Erschreckend ist deshalb, wenn die Politik nicht mitspielt. Daß gerade ein für seine Hooliganproblematik bekanntes Bundesland wie Sachsen zweckgebundene Fördermittel für Fanprojekte ablehnt und sich mit einer unzureichenden Jugendpauschale rechtfertigt, ist fahrlässig und unverantwortlich. Heute wirbt DFB-Präsident Zwanziger in der sächsischen CDU-Landtagsfraktion für mehr Unterstützung. Die Politiker sollten auf ihn hören. Prävention zahlt sich mehr aus als kostspielige Polizeieinsätze.“

Bundesliga

Stuttgart, der lachende Vierte?

Pressestimmen zum 21. Spieltag: Respekt für Schalke, doch nachlassende Sympathie / Sorgen um Werder / Stuttgart macht auf sich aufmerksam / Bewunderung für Jürgen Klopp und Mainz

Katrin Weber-Klüver (taz) überdenkt ihr Daumendrücken für den Tabellenführer angesichts dessen Deals mit dem russischen Staat: „Aber königsblaues S04, König im Revier, alles hat seine Grenzen. Neudeutsch gesprochen: Es gibt K.o.-Faktoren, die sind überhaupt nicht verhandelbar. Und wenn all eure kollektive Nettigkeit und all eure gefühlsduseligen Anhänger und all eure sportliche Leistung auch reizend sind, die geldgierige Blindheit eurer Vereinsleitung ist es bestimmt nicht. Ende. Aus. Was werdet ihr sein, wenn ihr nächste Saison mit eurem russischen Großsponsor auf der Brust als Deutscher Meister Champions League spielt? Gasprom-Zubehör auf Tour. Ach Schalke!“

SZ-Bericht Schalke–Hertha (2:0)

Man will Werder jetzt schlagen

Peter Heß (FAZ) schreibt Werder Bremen noch lange nicht ab: „Werder in der Krise? Noch nicht. Eine ähnliche Ergebnisdelle im sonst fast perfekten Saisonverlauf haben die Bremer schon in der Hinrunde hinnehmen müssen. Auch im Spätsommer unterlagen die Hanseaten Schalke und dem VfB – und wurden dann Herbstmeister. Was fehlt Werder im Moment im Vergleich zu den Vormonaten? Nicht viel. Das Team hat in Nuancen nachgelassen – und das Pech gehabt, in etwas schwächeren Momenten auf starke Gegner zu treffen.“

Christof Kneer (SZ) liest die erneute Niederlage der Bremer gegen den Strich als Schritt nach vorne: „Seit Jahren wird die Bremer Elf besser und besser, und wie es scheint, hat sie gerade eine neue Entwicklungsstufe erreicht. Es ist diesmal aber eine, die ein bißchen wehtut. Im Herbst waren die Bremer noch so etwas wie die lieben Bayern, für die Heimteams war das ein Festtag, wenn die Bremer kamen, und wenn die Bremer wieder gingen, hinterließen sie meist einen 6:0-Sieg und viele neue Freunde. Inzwischen sind die Bremer so etwas wie die ganz normalen Bayern: Wenn sie kommen, ist das Stadion des Gegners immer noch voll, aber man will sie nicht mehr zaubern sehen. Man will sie jetzt schlagen. (…) Offenbar ist es so, daß die Gegner den SV Werder nun viel ernster nehmen, wobei Werder die Gegner nicht viel ernster nimmt – eine Mischung, die sich in den letzten beiden Spielen auf null Punkte summierte.“

Formidabel

Frank Hellmann (Tsp) entdeckt sein Herz für den VfB Stuttgart: „Wer genauer hingeschaut hat, kann es sehen: Dieses formidable VfB-Ensemble, das eine Halbzeit lang die behäbigen Bremer schwindlig kombinierte, ist zu mehr in der Lage, als nur die brave Überraschungsmannschaft zu mimen. Mittlerweile gibt es gute Gründe, die die Schwaben zu höherem befähigen: Alles spricht jetzt von und für Schalke, doch jeder weiß, daß königsblaue Kicker schon mal zittrige Knie bekommen können, wenn tatsächlich die Schale in Reichweite gerät. Die Bremer sind auf bestem Wege, in wenigen Wochen den Lohn ihres Vorwärtsfußballs zu verspielen. Und die ewigen Meister aus München? Die Bayern werden wohl künftig häufiger gewinnen als verlieren, aber mitnichten noch den Titel einheimsen. Also der VfB Stuttgart, der lachende Vierte? Warum nicht!“

SZ: Die Verwandlung – Ludovic Magnin zeigt sich von seiner brasilianischen Seite und euphorisiert sein Team und die Journaille
FR: Über die neue Leichtigkeit Timo Hildebrands
FR-Bericht Stuttgart–Werder (4:1)

Die Bundesliga hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert

Michael Eder (FAZ) beschreibt den Sieg der Mainzer gegen Cottbus als aufrechten, couragierten Kampf: „Das eindeutige Ergebnis täuscht ein wenig über die hart umkämpfte erste Halbzeit hinweg, in der Cottbus erbitterten Widerstand leistete und viel zu einem temporeichen, rassigen Fußballspiel beitrug, in dem es hin und her ging wie auf dem Tennisplatz.“ Christoph Hickmann (SZ) bewundert Jürgen Klopp und Mainz, wie sie sich lösen von der Mutlosigkeit der Hinrunde: „Es mag altmodisch klingen, aber man konnte sehen, daß sie wieder an sich selbst glaubt, wie auch immer Klopp das geschafft hat. Vor allem in der zweiten Halbzeit spielte das Team derart befreit, als stünde da kein direkter Konkurrent auf dem Platz, sondern nur ein Testspielgegner. Mainz steht nun nicht mehr auf einem Abstiegsplatz, und daß dies bereits nach vier Spielen so kommen würde, hatten die meisten Kommentatoren als ungefähr so realistisch eingeschätzt wie die Vorstellung von einem Abstieg des FC Bayern. Das vor der Rückrunde ausgerufene Projekt Mission Possible 15, die Zielvorgabe Klassenerhalt, hatte man für eine niedliche Idee zur Unterhaltung der eigenen Anhänger gehalten.“

Thomas Kistner (SZ) entwirft eine Theorie über die Stärke der Bundesliga auf Basis von Zahlen und Punkten: „Der Daseinskampf hat eine begrüßenswerte Wiederbelebung erfahren. Mainz siegt wie bekloppt, ja, sogar der Hamburger SV setzt Segel. Und weil sich zugleich drei Klubs mit ebensolcher Entschlossenheit Richtung Tabellenkeller orientieren – Cottbus, Aachen, Mönchengladbach hätte man dort gewiß auch früher erwarten dürfen – sorgt der rege Liftverkehr für ein spannendes Tabellenbild: Andererseits darf man sich vielleicht nicht zu viel erwarten, dies ist ja bloß eine Momentaufnahme. Und hält der Trend an, dürfte die Abstiegsfrage in drei, vier Wochen entschieden sein. Sicher ist vorläufig das eine: Die Bundesliga hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, passend zum dürftigen Abschneiden ihrer Repräsentanten auf der europäischen Bühne. Wenn der Abstand zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenzweiten erst einmal größer ist als zwischen Neuntem und Siebzehntem, dann offenbart dies eine so hohe Ausgeglichenheit des Spielbetriebs, daß sich in diesen vermutlich auch noch die fünf, sechs führenden Mannschaften der zweiten Liga einmischen ließen, ohne daß es auffiele.“

Tsp: Unter Trainer Huub Stevens hat sich beim abstiegsbedrohten HSV vieles geändert – vor allem zum Besseren

SZ-Bericht Leverkusen–Frankfurt (2:2)

Ein sehr offenes Interview mit Ottmar Hitzfeld (SZ)

SZ: Immer mehr Bundesligisten vertrauen nicht mehr alten Recken wie Neururer und Berger, sondern befördern ehemalige Co-Trainer zu Chefs – eine Entwicklung, die nur zu begrüßen ist

FAZ: Welches Krisenmanagement betreibt Uli Hoeneß?

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